Qualzucht von Meerschweinchen

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Zorn Verzweiflung Ungerechtigkeit Tiere

Ich möchte beichten, dass ich einen Hass auf Zooläden habe, in denen Tiere verkauft werden. Schon als Kind fand ich es grausam, wie die Tiere dort gehalten werden. In viel zu kleinen Glasboxen, die nicht größer sind als ein Tablet, werden 15-20 Hamster gehalten und das, obwohl es eigentlich verboten ist. Die armen Tiere sind verfilzt, haben klebrige Augen und teilweise auch blutige Pfoten, weil sie panisch in einer Ecke am Kratzen sind. Vor allem, wenn es im Verkaufsbereich schon so extrem aussieht, dann kann man sich ja denken, was im Lager abgeht. Guckt euch mal die ganzen Zuchtfarmen an, von denen die Tiere kommen. Normalerweise mache ich einen großen Bogen um solche Geschäfte, weil ich nur dort für meinen Hund einkaufe, wo keine Tiere verkauft werden.


Tja, leider brauchte ich aber etwas, das es nur im besagten Laden gab und bei den Meerschweinchen stand auch gleich ein Kind, das gierig gegen die Scheiben geklopft hat und laut schrie: "Das will ich haben!" Der Verkäufer packte das ängstlich quiekende Tier in einen dieser Mini.Kartons und das Kind strahlte wie ein Honigkuchenpferd. Sogleich nahm sie es entgegen und schüttelte den Karton wild. Mir wurde richtig schlecht. Die Mutter lachte nur und hat einen winzigen Käfig auf die Kasse gestellt, während der Verkäufer Streu und andere Kleinigkeiten holte. Ich weiß, das, was ich da gemacht habe, ist nicht richtig, aber ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass dieses Tier in einem Kinderzimmer allein vergammelt. Und wenn es nicht so springt, wie es soll, vermutlich auch noch ausgesetzt wird. Ich bin also zu dem Kind und habe ihr mal gezeigt, wo diese Tiere herkommen. Natürlich waren es lauter schreckliche Bilder aus einer dieser Zuchtfarmen, die selbst für viele Erwachsene kaum ertragbar sind.


Ich habe dann noch gesagt, wenn sie unbedingt Meerschweinchen haben will, solle sie bitte zu einer Notstation gehen, da seien viele junge Meeris, die nur darauf warten, ein schönes Zuhause zu bekommen. Außerdem sollte sie die Finger von diesem Plastik-Gefängnis lassen und sich lieber einen artgerechten Stall anschaffen. Das Kind fing verständlicherweise an zu weinen, ging zu der Mutter und sagte, sie wolle nun doch kein Schweinchen mehr. Total entgeistert packte der Verkäufer das Tier zurück und ich bekam Hausverbot. Einerseits tat mir das Kind leid, weil ich ihr Dinge zeigte, die sie verstörten. Und andererseits tat mir das Tier leid, welches jetzt weiterhin in dem Laden sitzen muss. Aber niemandem ist geholfen, wenn man diese Tiere kauft. Solange Nachfrage besteht, wird sich nie etwas ändern.

Beichthaus.com Beichte #00037573 vom 10.02.2016 um 14:37:22 Uhr (21 Kommentare).

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Ich bin des Lebens müde

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Ich (m/39) weiß seit Kurzem, dass ich nicht mehr sehr lange zu leben habe, wenn ich mich nicht operieren lassen würde. Niemand, der mich kennt, weiß etwas davon und auch nicht davon, dass ich mich gegen die Operation entschieden habe. Es wird kein schlimmer Tod sein, ich wache nur eines Tages nicht mehr auf oder falle schlichtweg um. Der Grund ist: Ich mag in dieser Welt eh nicht länger sein. Ich wäre schon tot, wenn ich nicht fürchten würde, dass bei einem Suizidversuch etwas schiefgeht und ich als sabbernder Fleck in einem Heim dahinvegetieren würde. Außerdem will ich weder jemanden reinreißen noch damit belasten. Geld für die Verbrennung ist da, und meine Asche wird im Meer verstreut, das ist alles schon seit Jahren geregelt. Wenn ich eines Tages einfach nicht mehr auf der Arbeit erscheinen werde, wird es noch zwei Tage oder so dauern, bis man mich findet. Viele Freunde habe ich nicht, Familie ist entweder tot oder weit weg und man kennt sich kaum.


Die letzte Beziehung hatte ich vor 12 Jahren und auch kein Interesse daran, da ich eh fast asexuell bin. Und Haustiere gibt es bei mir auch nicht, ich finde, Tiere gehören nicht in Menschenhände, es sei denn zum Essen. Es gibt also nichts, was mich hier hält und so bin ich sogar froh, dass ich die 40 nicht weit überschreiten werde. Ich bin auch nicht depressiv oder so, sondern einfach nur jemand, der gehen möchte. Und ich war daher nicht einmal geschockt, als ich die Diagnose bekam. Besser so, als in ein paar Jahren entweder in die Luft gejagt oder geköpft zu werden, weil ich keinen imaginären Freund anbeten will oder an nuklearer Strahlung elendig zugrunde zu gehen. Das Wort Lebensmüde, also müde des Lebens, trifft es wohl.

Beichthaus.com Beichte #00037486 vom 27.01.2016 um 20:40:19 Uhr (36 Kommentare).

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Gaylord und Mandy-Chantal

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Engherzigkeit Peinlichkeit Familie

Ich (w/25) beichte, dass ich den Kuscheltieren und Puppen meiner Töchter (2 und 4) die dümmsten Namen gebe, weil ich es lustig finde. Meine Töchter übernehmen die Namen immer und merken gar nicht, dass die eigentlich als Verarsche gemeint sind. Besucher und Freunde sind immer sehr verwundert, wenn meine Töchter ihnen mit ernster Miene ihre Stofftiere vorstellen. So haben sie ein Schaukelpferd namens Gaylord, Puppen mit klangvollen Doppelnamen wie Mandy-Chantal, Jette-Annette, Kimberly-Heike und Elke-Jasmin sowie Kuscheltiere namens Thorsten, Erich, Ulf, Justin, Silke, Dörte und Uschi. Ihre Meerschweinchen heißen Karsten und Kevin. Karsten ist übrigens ein Weibchen.

Beichthaus.com Beichte #00037241 vom 17.12.2015 um 13:08:26 Uhr (32 Kommentare).

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Meine Frau hat mich bestohlen!

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Diebstahl Zorn Selbstsucht Geld Partnerschaft

Heute ist ein schwarzer Tag für mich. Vor vier Jahren habe ich (m/32) meine Frau geehelicht, die davor bereits zwei Jahre mit mir zusammen war. Ich habe sie zufällig bei einem Geschäftstermin am Schwarzen Meer kennengelernt. Es war immer ihr großer Wunsch, Kinder, ein Haus und ein schönes Leben zu haben. Jetzt ist mir aber erst klar geworden, dass ich bei diesen Wünschen nicht unbedingt dabei sein muss. Der Kinderwunsch blieb bisher zum Glück unerfüllt.


Zur besseren Erklärung: Ich besitze ein Unternehmen, welches von meinen Eltern aufgebaut wurde. Dort laufen Verkäufe so gut wie ausschließlich über Bargeld, genauer möchte ich hier nicht werden. Es kamen also täglich große Mengen Bargeld ins Büro, wo sich auch unser Wohnhaus befindet. Auch meine entstandenen Kosten habe ich stets bar bezahlt. Das Geld wird täglich bei der Bank eingeworfen. Die Finanzen kontrolliere ich dann anhand der Kontoauszüge. Durch das extrem hektische Tagesgeschehen ist es mir völlig unmöglich, einen Überblick über das eingenommene und ausgegebene Geld zu behalten. Bei meinen Eltern war es auch immer meine Mutter, die genau wusste, wie viel Geld zur Bank ging, was an Aushilfen bar ausbezahlt wurde und so weiter. Bis vor drei Jahren haben meine Eltern auch noch aktiv mitgearbeitet, dann wurde es zu viel und meine Frau hat den Part meiner Mutter übernommen.


Das Geschäft habe ich ausgeweitet und vergrößert. Deshalb stiegen auch die Einnahmen. Aber irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass es weitaus zu wenig ist, für das, was ich tue. Sie können es sich ja denken, was los ist: Meine Frau hat täglich etwas abgezwackt und anscheinend auf dem Postweg an ihre Verwandtschaft geschickt. Das alles kam nur aus Zufall heraus, nämlich weil einer der Briefe heute zurückkam. Und zwar hat mir unser befreundeter Postbote den Brief ausgehändigt, weil die Briefmarke wohl abgefallen ist. Meine Frau ist vorher mit einer Freundin zur Shopping-Tour übers Wochenende aufgebrochen und hat die Sache nicht mitbekommen. Nachher kommt mein Freund, der ist Rechtsanwalt und wird mich bei der Scheidung vertreten. Einen Schlüsseldienst habe ich bereits angerufen, der wird die Schlösser austauschen.


Heute Abend werde ich all ihre Klamotten in Koffer packen, die kann sie vor der Tür entgegennehmen. Ihre Kreditkarte habe ich soeben sperren lassen. Ihren Köter bringe ich nachher ins Tierheim und ihr Auto wird morgen früh auf dem Automarkt in der Gegend für einen Spottpreis weggehen. Dieses Weib will ich nicht mehr sehen, denn Vertrauen ist mir wichtiger als alles andere. Ja, es hört sich hartherzig an, aber für das bekomme ich sicherlich Verständnis. Die Behörden werde ich aus dem Spiel lassen.

Beichthaus.com Beichte #00037238 vom 16.12.2015 um 18:09:26 Uhr (43 Kommentare).

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Die stinkende Traumfrau

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Ekel Unreinlichkeit Schamlosigkeit

Ich (w/28) habe seit Jahren eine beste Freundin, die wirklich unglaublich schön ist. Sie hat lange, schlanke Beine, einen runden, absolut wohlgeformten Po, einen flachen Bauch, auf dem sich Muskeln abzeichnen, runde, volle und sehr feste Stehbrüste, eine schmale Taille und ein traumhaft sinnliches Gesicht. Ich bin zwar auch nicht direkt hässlich, aber neben ihr wirke ich wie ein koreanischer Pampersbomber neben einem Ferrari. Wenn wir zusammen auf der Piste sind, umschwärmen die Männer sie wie die Motten das Licht. Trotzdem hatte sie noch nie eine längere Beziehung. Ihre sexuellen Erfahrungen beschränken sich weitestgehend auf schlechte One Night Stands, was sie natürlich alles sehr frustriert.


Warum das so ist? Sie stinkt. Und zwar richtig. Ihr Mundgeruch reicht man an manchen Tagen zu zwei Meter weit. Das ist dann meist so eine Mixtur aus Magensäure und forensischer Graböffnung. Aber auch an den Füßen riecht sie wie ein gammliger, uralter Käse, vor allem im Sommer. Da wird einem regelrecht schlecht, wenn man es länger ertragen muss. Wie sie im Schritt riecht, kann man gar nicht so recht beschreiben. Am ehesten, wie irgendeine schleimige ekelhafte Kreatur vom Meeresgrund, die an einer eitrigen Seuche gestorben ist und jetzt langsam verwest. Ich übertreibe wirklich nicht. Natürlich habe ich schon gegoogelt, ob das krankhaft sein könnte und sie auch dezent darauf hingewiesen, dass sie ein massives Eigengeruchsproblem hat, aber sie ignoriert das eiskalt.


Vor Kurzem habe ich durch genaueres Beobachten herausgefunden, dass die ganze Sache daran liegt, dass Madame es einfach wirklich nicht so genau mit der Reinlichkeit nimmt. Als Zähneputzen gilt bereits Zweimaliges mit der Zahnbürste im Mund herumfuhrwerken, Zahnpasta kostet ja allerdings auch ein Schweinegeld, also macht man das lieber ohne. Duschen? Hä? Warum? Da wird man ja am Ende noch nass! Einfach ab und an ein Tropfen Bodylotion einmassiert, ordentlich Deo drauf, und gut ist. Intimhygiene? Was ist das denn? Klingt wie irgendein türkisches Gericht. Unterwäsche wechseln, wenn man sowieso nur auf Arbeit geht? Nö, das macht ja Mühe.


Nachdem ich zum fünften Mal in fünf Wochen das Thema zur Sprache gebracht, und nur passiv-aggressives Achselzucken geerntet hab, lasse ich es jetzt bleiben. Sie wundert sich zwar immer noch, warum der süße Typ bei ihr auf der Arbeit sie nicht endlich mal nach einem Date fragt, aber registriert einfach nicht, dass sie eine Duftwolke verströmt, die in ihrer Abschreckungswirkung sogar das indische Abwassersystem weit in den Schatten stellt. Ihre Kollegin auf der Arbeit reißt übrigens selbst bei Minusgraden das Fenster auf, was meine beste Freundin total stört. Ich beichte, dass es mir mittlerweile egal ist, wie sehr meine beste Freundin stinkt. Mehr als einen guten Tipp kann ich ihr ja nicht geben. Ich werde mir also weiter ihr Gejammer anhören, warum die Typen nicht mit ihr schlafen wollen, bzw. warum sie nach dem Sex nicht bleiben. Sie wird es wahrscheinlich sowieso nicht kapieren, oder wahrhaben wollen. Da spare ich mir lieber zukünftig meine Spucke.

Beichthaus.com Beichte #00037148 vom 02.12.2015 um 12:16:28 Uhr (20 Kommentare).

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