Die Katastrophen unserer Zeit

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Haibach

Jedes Mal, wenn ich lese, dass irgendwo ein Flugzeug abgestürzt ist, ein Flüchtlingsschiff untergegangen ist oder eine Bombe mal wieder Dutzende von Menschen getötet hat, lese ich das, oder sehe es in den Nachrichten, aber es lässt mich völlig kalt. Früher ist es mir nahegegangen, zum Beispiel als irgendwelche Terroristen eine Schule besetzten und dabei Dutzende von Frauen und Kindern ums Leben kamen. Wenn ich heute lese, dass irgendwo eine Bombe hochgegangen ist, denke ich mir "Ah, schon wieder eine Woche rum." Als vor knapp drei Wochen ungefähr 400 Menschen im Mittelmeer starben, um sich in Sicherheit zu bringen, kam mir nur ein Gedanke "Tja. Dumm gelaufen." Sehr nett, oder?


Wenn es mal wieder einen Amoklauf in Amerika gibt, bin ich regelrecht "enttäuscht" wenn es ein Dutzend Tote gibt. Ich spende auch nichts mehr für Somalia oder andere Krisenländer, weil ich mir denke, dass diese Länder es nicht verdient haben, dass man sie unterstützt. Afrika könnte Amerika und Europa ohne Probleme in die Tasche stecken, aber es ist immer das gleiche Lied. Einer kommt an die Macht, dann gibt es große Versprechen und dann kommen die ethnischen Säuberungen, weil irgendein Clan einem anderen Clan vor 300 Jahren eine Ziege geklaut hat. Gleichzeitig muss ich fast heulen, wenn ich höre, dass es den Tiger bald nicht mehr in freier Wildbahn geben wird, oder dass das Great Barrier Reef nach und nach an übersäuertem Meerwasser eingeht. Ich bedaure es, dass ich so engherzig wurde. Leider komme ich da nur sehr schwer raus.

Beichthaus.com Beichte #00035852 vom 03.06.2015 um 10:22:24 Uhr in 63808 Haibach (Ankergasse) (14 Kommentare).

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Ich habe Angst vor Flüchtlingen

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Engherzigkeit Feigheit Vorurteile

Ich habe Angst vor Flüchtlingen
Ich fühle mich von der Flüchtlingsschwemme aus Afrika und dem Nahen Osten bedroht. Einerseits lese ich von Babys, die aus ihren Schwimmwesten rutschen und ins Meer versinken. Das will ich überhaupt nicht. Andererseits habe ich Angst. Was machen denn mittellose junge Männer, die hier in Massen ankommen? Sie wollen unbedingt gut leben und machen dann das, was man seit Jahren an Urlaubsorten im Süden oft sieht: Man wird bedrängt, Uhren und Ramschware zu kaufen, man wird bestohlen - und wenn man Pech hat, wird man Opfer von Gewalt. Auch Frauen werden sexuell belästigt und man muss noch mehr auf der Hut sein. Das Sozialsystem wird schamlos ausgenutzt, das machen Araber-Clans in Berlin ja heute schon vor. Drogendealen bringt Geld, also macht man es.

Ich habe keine Angst vor Kindern, Frauen und Familienvätern, die ein neues Zuhause suchen, deutsch lernen wollen und sich hart und ehrlich Wohlstand erarbeiten. Solche Menschen habe ich gerne um mich, egal welche Hautfarbe sie haben. Ich habe aber Angst vor jungen, aggressiven Männern, die nichts zu verlieren haben und keinen Respekt vor unseren Regeln zeigen. Und für die Kriminalität ein Mittel zum Zweck ist, um gut leben zu können.

Und die Politik kuscht vor solchen Straftätern eher und traut sich nicht, etwas zu tun, weil man dann den Nazi/Pegida-Stempel auf der Stirn hat. Wenn man sich drauf verlassen könnte, dass diese potenziellen Störenfriede bei uns nicht tun und lassen können, was sie wollen, wenn deutsches Recht sich auch weiterhin durchsetzt, dann soll man es eben drauf ankommen lassen - der restlichen Kinder und Frauen wegen, in denen ich keine Gefahr sehe. Ich will nur nicht in Alarmstimmung leben müssen, weil neben mir ein Flüchtlingsheim gebaut wird und ich noch mehr Angst um meine Tochter haben muss, als sowieso schon.

Beichthaus.com Beichte #00035629 vom 04.05.2015 um 10:16:41 Uhr (34 Kommentare).

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“Beichte

Mein Kollege und die Flüchtlingsdebatte

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Hass Aggression Dummheit Kollegen

Ich bin Maurermeister. Als wir die Tage während der Mittagspause auf der Baustelle Nachrichten gehört haben, war natürlich die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer eines der Hauptthemen. Einer von den Hilfsarbeitern (52), ehemaliger Sonderschüler und wirklich dumm wie ein Stück Brot, sagte dann: "Finde ich gut, gibts ein paar weniger von denen, die zu uns wollen." Ich habe eine Wut verspürt, ich kann es euch gar nicht beschreiben. Ich bin ein Mensch, der Gewalt ablehnt und lediglich mit dem Mundwerk schlagfertig ist. Aber ich habe mir eine Antwort gespart. Bei dem ist eh Hopfen und Malz verloren. Am Abend habe ich mir die Boxhandschuhe meines Sohnes und dessen Boxsack ausgeliehen und mir beim Hauen vorgestellt, es sei die Visage dieses Typen. Ich beichte, dass ich diesen Menschen seit dieser Aussage definitiv für ein nutzloses Stück Dreck halte - und das ist der bisher erste und einzige Mensch in meinem Leben, bei dem es mir so geht. Bei der Arbeit nur Probleme, verhaltensgestört, von einer Dummheit, die mich daran zweifeln lässt, dass dieses Exemplar der Gattung Mensch angehört, unsympathisch. Aber demnächst muss er die Firma vermutlich eh verlassen.

Beichthaus.com Beichte #00035530 vom 22.04.2015 um 19:08:44 Uhr (31 Kommentare).

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Die Putzfrauenintrige

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Engherzigkeit Zorn Arbeit

In unsere Büros kommen täglich Putzfrauen. Sie sind ja auch nett und ich finde ihre Arbeit auch wichtig, deshalb bin ich dankbar, dass sie es tun. Aber es nervt, dass sie jeden Tag total früh kommen - manchmal schon um 14 Uhr, meistens zwischen drei und vier - wenn wirklich noch gearbeitet wird, das Telefon klingelt und so weiter. Und jeden Tag wird gesaugt, und zwar in einer Lautstärke, dass das Telefongespräch unmöglich wird. Wir haben sie gebeten, nicht vor 16 Uhr zu kommen, am besten nicht vor 17 Uhr. Dann ist wirklich keiner mehr da. Aber sie sagen, das ginge nicht, das habe der Arbeitgeber so eingeteilt und sie seien in verschiedenen Gebäuden eingeteilt. Dann haben wir sie gebeten, wenigstens nicht jeden Tag zu saugen. Daraufhin kam die Antwort, dass das vom Arbeitgeber so vorgeschrieben ist und die Kontrollen sehr streng seien. Alles klar, dann haben wir sie gebeten, doch wenigstens zuvor zu fragen, ob es okay ist. Wenn man gerade telefoniert, können sie ja zuerst ein anderes Büro saugen und dann wiederkommen. Ja, das wäre in Ordnung. Haben sie aber nicht gemacht.


Nachdem wir ein paar Tage lang gewartet haben, haben wir, als wir die Putzwagen hörten, das Büro abgeschlossen und den Schlüssel stecken lassen. Sie haben geklopft, aber die Tür war zu, haben versucht aufzuschließen, ging nicht. Ihr glaubt nicht, mit welcher Penetranz die gegen die Türen gehämmert haben. Nach zehn Minuten, so lange haben die tatsächlich geklopft und gerufen, sind sie dann abgezogen. So werden wir es jetzt immer machen. Unser Chef ist begeistert von unserer Idee, ihn nerven sie ebenfalls schon lange mit ihrem frühen Erscheinen und der Störung des Arbeitsbetriebs. Er schließt sich jetzt auch ein. Und wenn es tatsächlich Kontrollen geben sollte, wissen wir alle von nichts. Unser Chef sagt, dass Putzfrauen wie Sand am Meer vorhanden sind, und seine Hoffnung darin besteht, dass die Reinigungsfirma die entlässt und neue Putzfrauen einstellt, die etwas mehr auf unsere Bitten eingehen. Wir bitten um Vergebung für unsre Putzfrauenintrige.

Beichthaus.com Beichte #00035318 vom 24.03.2015 um 18:23:55 Uhr (22 Kommentare).

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Pöbelnde Förderschüler

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Hass Zorn Vorurteile Gesellschaft Meerbusch-Büderich

Seit der Zeit meiner Konfirmation hasse ich Förderschüler. Die Schüler der Förderschule in der Nachbarkleinstadt gehören zu unserer Kirchengemeinde. Also werden wir gemeinsam konfirmiert. Eigentlich ja kein Problem - wenn sie sich denn benehmen könnten. Bei uns waren es fünf Jungs. Einer, klein und schmächtig, war superlieb, man merkte ihm seine Lernbehinderung kaum an und konnte mit ihm über Gott und die Welt reden. Ich war damals oft mit ihm zusammen, ich glaube, er war sogar ein bisschen in mich verliebt. Die anderen vier waren aggressiv, pöbelten und schikanierten den Kleinen. Sie wirkten wesentlich weniger intelligent, gehörten zu der Sorte Mensch, die ihr Hirn in der Faust tragen.


Seit dieser Zeit hassee ich einen Großteil der Lernbehinderten. Weil die so dermaßen dumm und gleichzeitig auch unsympathisch sind. Ich verurteile sie nicht von Anfang an - der Kleine ist ja echt ein Netter - aber wenn ich merke, dass sie so sind, wie diese Konfirmationsgenossen, dann denke ich mir meinen Teil, empfinde richtiggehend Hass und habe auch kein Verständnis, weil die ja nur nicht so geistig umnachtet sind, dass sie gar nicht mehr checken, was sie gerade tun. Ich weiß, dass mein Denken falsch ist und gerade diese aggressiven Menschen oft sehr schlechte Erfahrungen machen mussten. Aber ich kann nicht anders, ich denke dann direkt an diese Blödiane.

Beichthaus.com Beichte #00035138 vom 23.02.2015 um 20:32:21 Uhr in Meerbusch-Büderich (5 Kommentare).

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