Hingeschaut, aber nicht geholfen

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Engherzigkeit Morallosigkeit 50+ Gesellschaft Dresden

Heute Morgen ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite meiner Bushaltestelle ein älterer Herr auf die Straße gelaufen und dabei gestolpert. Das hatte zur Folge, dass er auf die Straße fiel. Es kam kein Auto, aber gerade mein Bus. An der Haltestelle standen etwa 20 Menschen, die einsteigen wollten. Der Bus verdeckte von meinem Standpunkt aus dann den Mann, der auf der Straße lag. Ich beichte, dass ich zwar hingesehen, aber dem Mann nicht geholfen habe, da ich den Bus nicht verpassen wollte. Irgendwie dachte ich, jemand anderes wird ihm schon helfen. Das dachten aber wohl alle, sodass er sich alleine wieder hochrappeln musste und dann völlig erschöpft auf die andere Seite humpelte. Dann kamen zwar noch zwei Passanten, die ihn begutachteten, aber ihm auch nicht halfen. Ich habe ein schlechtes Gewissen und hoffe, ihm ist nichts Schlimmes passiert. Sollte wieder einmal etwas Ähnliches passieren, werde ich hingehen, die Busse kommen ja recht oft. Das war ziemlich dumm von mir.

Beichthaus.com Beichte #00030712 vom 24.01.2013 um 10:11:55 Uhr in Dresden (Könneritzstraße) (25 Kommentare).

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Perfider Diebstahl

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Diebstahl Arbeit Misstrauen Wuppertal

Ich, der beim Ausscheiden aus der alten Firma meine Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit bescheinigt bekommen hat, war in Wirklichkeit ein ganz gewöhnlicher Dieb. Ich arbeitete in einem kleinen Großhandel, nur der Chef und ich, dann und wann eine Aushilfe. Zu den Tätigkeiten gehörten auch immer wieder Auslieferungsfahrten. Abends, eine Stunde vor Feierabend, wurde der LKW von dem Chef und von mir mit der bestellten Ware beladen für den Folgetag. Dann und wann suchte ich mir Sachen aus, die ich gerne haben wollte. Immer Artikel, die oft bestellt wurden und das in etwas größeren Mengen und die auch in großer Menge auf Lager waren, damit der Chef selbst mit seinem Computerhirn nicht den genauen Lagerbestand wusste. Es gab kein Warenwirtschaftssystem und keine Revision außer der Inventur. Wenn ich also wusste, ich würde den nächsten Tag fahren, machte ich Folgendes: zum Beispiel wollte ich den Artikel XL. Da hatte dann der Kunde B sechs Stück von bestellt, Kunde D acht Stück, Kunde F vier Stück und Kunde G zehn Stück. Nun ging ich her und überlud den Wagen. Ich wartete den richtigen Moment ab und nahm beispielsweise für Kunde D nicht acht sondern zehn Stück und legte sie in den LKW. Passierte der seltene Fall, dass der Chef seine Kartons genau hinter meine stellte und es merkte, konnte ich den Dummen spielen. "He, Herr M.! hier stimmt was nicht. Der Kunde bekommt doch acht Stück. Wieso sind hier zehn?" Darauf konnte ich mich dann gespielt ärgern. "Mist! Was ist denn das?. Ich muss mich besser konzentrieren." der Chef ließ noch eine verständnislose Bemerkung fallen und es ging weiter. Das passierte fast nie und wenn doch, legte ich eine lange Pause mit der Masche ein.


Funktionierte aber alles, fuhr ich den nächsten Tag los. Irgendwann war ich bei Kunde D und übergab natürlich nicht die eingepackten zehn Stück, sondern nur acht. Die zwei Stück zuviel versteckte ich im LKW hinter einer Verkleidung - es sah aus, wie dahinter gefallen. Selbst bei einem Unfall mit Totalschaden oder einem Blitz-Kontroll-Überfall hätte mir jeder geglaubt, dass die zufällig dahinter gefallen sind. Und wer weiß schon, wann und wem? Auf dem Weg zurück zur Firma konnte ich von der Autobahn aus einen Mini-Umweg fahren, der mich durch einen Wald mit kaum Verkehr führte. War ich allein auf der Straße, hielt ich an, nahm die zwei Stück und flitze zehn Meter in den Wald, wo ich die Artikel unter Laub versteckte. Ich merkte mir die Stelle genau. Dann ging es zurück zur Firma. Hatte ich Feierabend, fuhr ich im Privatwagen zurück zu der Stelle und sammelte die Artikel wieder ein. Nun war der Diebstahl perfekt! Nie ist etwas aufgefallen. Ein einziges Mal habe ich die Geschichte jemandem erzählt. Es war eine Person meines Vertrauens, die mir auch schon von eigenen Eskapaden berichtet hatte – ein Fahrer einer Zulieferfirma. Er hörte sich die Geschichte an und sagte die Sätze, die ich nie vergessen werde: "Wenn Du das so machst, hat der Alte keine Chance. Da hat er keine Chance!" Er hat bis heute dichtgehalten, ist jetzt in Rente und ich habe ihn seit sieben Jahren nicht mehr gesehen.

Beichthaus.com Beichte #00030709 vom 23.01.2013 um 15:43:55 Uhr in Wuppertal (Uellendahler Strasse) (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Interesse am Vater meines Freundes

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Begehrlichkeit Fremdgehen Fetisch Familie 50+ Dortmund

Ich (w/24) beichte hiermit, dass ich eine sehr eigenartige, sexuelle Vorliebe habe. Ich stehe eigentlich auf sehr viel ältere Männer, bisher lag mein Beuteschema immer irgendwo zwischen Anfang 40 und Ende 50. Jetzt habe ich aber einen festen Freund, der "nur" 32 Jahre alt ist. Unsere Beziehung läuft auch eigentlich wirklich gut, der Sex ist auch in Ordnung, jedoch gibt es ein kleines Problem. Sein Vater ist ein unglaublich attraktiver Mann und noch dazu 54 Jahre alt, daher genau in meiner Zielgruppe. Beim Sex erwische ich mich seit Kurzem dabei, dass ich an seinen Vater denke, wie er mich in allen erdenklichen Positionen verführt. Es ist schon so weit, dass ich keinen Orgasmus mehr bekommen kann, ohne mir vorzustellen, dass gerade sein Vater und nicht er über mir ist. Das eigentlich Schlimme ist aber, dass sein Vater seit Kurzem, sobald wir allein im Raum sind, eindeutige Angebote durchblitzen lässt. In ein paar Wochen werden wir mit der ganzen Familie in den Urlaub fahren und ich habe solche Angst davor, dass ich mich nicht mehr zurückhalten können werde, sobald ich ihn in Badeshorts am Strand liegen sehe.

Beichthaus.com Beichte #00030701 vom 21.01.2013 um 21:14:05 Uhr in Dortmund (Ruhrallee) (23 Kommentare).

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Outsourcing für die Faulheit

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Faulheit Habgier Arbeit

Ich (m/26/Informatiker) bin freiberuflich für einen Softwarehersteller tätig. Ich habe keinen wirklich festen Vertrag, mir werden einfach Aufträge zugeteilt mit einer Deadline und wenn ich den Auftrag eingereicht habe, wird mir dafür ein vereinbarter Lohn überwiesen. Je schneller ich arbeite, desto mehr Aufträge kann ich also im Monat erfüllen und desto mehr Geld verdiene ich dann. Seit etwa 12 Monaten schon habe ich aber eigentlich keine Minute mehr gearbeitet, mache aber mehr Geld als je zuvor. Ich war vor einem Jahr noch als Übungstutor an meiner alten Uni tätig und irgendwann fiel mir keine passende Aufgabe für eine Übung ein. Kurzerhand nahm ich dann einen meiner Aufträge und ließ diesen von meiner Studentengruppe bearbeiten. Natürlich hatte ich nie vor, diesen einzureichen, aber es war außerordentlich, was manche von denen auf die Beine gestellt hatten. Ich war erst skeptisch, aber habe dann die wirklich perfekte Arbeit eines Studenten bei meinem Chef als meine eigene abgeliefert und dafür dann ordentlich kassiert. Das Ganze wiederholte ich ein paar Mal, aber irgendwann wurden die Aufträge zu speziell beziehungsweise bezogen sich oft auf zu spezielle Gebiete. Ich konnte sie den Studenten nicht mehr geben, ohne Aufsehen zu erregen. Da es aber so gut geklappt hatte, für minimalen Aufwand maximales Geld zu erwirtschaften, testete ich eine Alternative. Ich bekam einen neuen Auftrag, übersetzte alles ins Englische und gab den Auftrag an eine indische Firma weiter. Im Handumdrehen bekam ich ein perfektes Ergebnis geliefert. Natürlich musste ich dafür zahlen, allerdings nur ein Drittel von dem, was ich von meinem Chef dann dafür bekam. Ich arbeite also seit einem Jahr im Prinzip nicht mehr, mal von den Übersetzungen der Aufträge ins Englische und von kleinen Überarbeitungen in den Aufträgen selbst, abgesehen. Durch das einfache outsourcen der Aufträge kann ich inzwischen zwei bis drei mal so viele Aufträge bearbeiten wie vorher. Theoretisch natürlich noch mehr, aber das würde irgendwann auffallen.

Beichthaus.com Beichte #00030694 vom 18.01.2013 um 17:21:53 Uhr (22 Kommentare).

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Fälscher seit der Kindheit

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Dummheit Falschheit Ungerechtigkeit Arbeit Chemnitz

In meiner Schulzeit habe ich viel gefälscht. Angefangen hat alles in der vierten Klasse, als ich eine Unterschrift meiner Mutter fälschte. Dies hat sich immer weiter hochgezogen, bis zur zehnten Klasse. Ich unterschrieb meine Klassenarbeiten immer selber, teilweise fälschte ich sogar ganze Klassenarbeiten, um diese meinen Eltern vorzulegen. Mittlerweile bin ich nicht besser geworden. Ich spiele schon lange mit dem Gedanken, mein Zeugnis zu fälschen. Das Ganze ginge auch professionell dank einiger Personen, die in der Medienbranche arbeiten. Ich erhoffe mir somit eine schöne Stelle. Die Kreativität liegt nicht in der Bewerbung, sondern im Mut-haben und darin, sich was in seinem Leben zu trauen. Wer in seinem Leben nicht wagt, der nicht gewinnt.

Beichthaus.com Beichte #00030692 vom 17.01.2013 um 23:13:08 Uhr in Chemnitz (19 Kommentare).

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