Nur Modeschmuck

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Diebstahl Lügen Dresden

Meine Sünde liegt schon ein paar Jahre zurück, ich war damals noch ein Kind. Ich war mit einem Mädchen aus meiner Schule befreundet und auch öfters bei ihr zu Hause zu Besuch. Meine Freundin besaß einen Ring, welchen ich ebenfalls sehr schön fand. Irgendwann meinte sie, das sie ihren Ring wohl verloren haben musste, denn sie konnte ihn nicht mehr finden. Ich half ihr sogar noch beim Suchen, da sie sich sicher war, den Ring auf dem Nachhauseweg verloren zu haben. Wir fanden ihn aber nicht. Meine Freundin war aber nicht so traurig darüber, da der Ring nur Modeschmuck war und keine Bedeutung für sie hatte.

Ein paar Wochen später war ich wieder mal bei ihr zu Hause und wir spielten in ihrem Zimmer. Irgendwann klingelte das Telefon und sie ging raus in den Flur (damals hatten die meisten Telefone noch kein Mobilteil, welches man überall mit hinschleppen konnte). Ich wartete im Zimmer. Da das Gespräch länger dauerte, suchte ich etwas, womit ich mich beschäftigen konnte. Meine Freundin war etwas unordentlich und wenn sie Platz brauchte hat sie einfach alles was rumlag unters Bett geschoben. Ich kramte also dort rum und auf einmal kam der angeblich verlorene Ring zum Vorschein. Sie hatte ihn gar nicht auf dem Nachhauseweg verloren, sondern er war aus versehen mit unterm Bett gelandet, als sie wieder mal irgendwelche Sachen darunter geschoben hatte.
Jetzt kommt meine Sünde: Ich habe den Ring einfach eingesteckt und als sie wieder kam so getan als wäre nix gewesen. Den Ring habe ich dann zu Hause bei mir versteckt, ich konnte ihn ja nicht tragen, sonst hätte sie es gemerkt, sie war ja der Meinung sie hätte ihn verloren. Das ganze ist über 10 Jahre her. Inzwischen haben wir keinen Kontakt mehr. Wenn ich an die Sache denke tut es mir aber noch ein bisschen Leid, der Ring war zwar nur Modeschmuck, trotzdem habe ich meine Freundin genau genommen beklaut und angelogen.

Beichthaus.com Beichte #00029656 vom 28.12.2011 um 11:20:08 Uhr in Dresden (Industriestraße) (5 Kommentare).

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Böser Handy-Vertrag

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Hass Dummheit Vandalismus Gelsenkirchen

Ein Freund und ich haben uns etwa zeitgleich unabhängig voneinander Mobilfunk-Verträge ans Bein binden lassen. Natürlich stellte sich innerhalb kürzester Zeit heraus, dass nicht nur die Verträge an sich, sondern auch der Mobilfunkbetreiber generell, aber vor allem die dämlichen, niederträchtigen, unfreundlichen Verkäufer des kleinen *-Plus-Shops in der Fußgängerzone ein purer Beschiss waren. Als ich nach sieben Monaten mit meinem defekten Handy zum Shop ging, wurde es eingeschickt. Es kam nach zwei Wochen noch viel kaputter zurück. Sämtliche Daten waren gelöscht und ich musste ein teures Software-Update machen. Der Sendung lag die Information bei, dass mich der ganze Spaß auch noch zwanzig Euro kosten würde, die mir mit der monatlichen Rechnung abgebucht werden. Und da ich mit dem Vertrag nicht nur freie Verfügung über mein Girokonto genehmigte, sondern auch meine Seele für 24 Monate an *-Plus überschrieb, konnte ich nichts dagegen tun. Stattdessen musste ich immer wieder an die Fresse dieses schmierigen Verkäufers denken, der sich sicherlich lachend die Hände rieb und zur Feier des Vertrages und all meinen unnötigen Investitionen noch ein kleines Kätzchen in den *-Plus-Shop-Pausenraum-Ofen warf.

Da ein Freund in der Vergangenheit auch mit besagtem Verkäufer aneinander geraten war, beschlossen wir uns gemeinsam an *-Plus zu rächen. Wir besorgten uns einen Karton Eier und stiefelten nachts zum Shop. Die Hälfte des Kartons landete an der Fensterscheibe. Ich kann gar nicht ausdrücken, was für eine Befriedigung mir jedes einzelne KLÖNG-Geräusch gab, als wieder ein neues Ei auf die Scheibe traf. Die andere Hälfte brütet bis jetzt immer noch auf meiner Heizung und wartet auf seinen Einsatz. Ich hasse alle Mobilfunkshop-Verkäufer. Wie kann man sich nur dazu entscheiden für einen Mobilfunk-Konzern hinter der Theke zu stehen und offensichtlich beschissene Angebote an nichtsahnende Kunden zu verkaufen? Ich denke all diese Menschen kommen direkt aus der Hölle.

Beichthaus.com Beichte #00029653 vom 27.12.2011 um 04:20:29 Uhr in Gelsenkirchen (Bahnhofstraße 35) (23 Kommentare).

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“Beichte

Der Freund einer Freundin

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Fremdgehen Selbstsucht Falschheit Uetersen

Eine gute Freundin hatte mal einen unglaublich abartigen Freund. Er war unglaublich eingebildet und noch dazu nicht gerade das, was man treuherzig nennen konnte. Nunja, die erste Zeit habe ich noch versucht meiner Freundin das normal zu verklickern, allerdings wollte das einfach nicht in ihren Schädel rein, es war nun mal ihr unglaublich toller Typ. Einmal, als wir zusammen mit Freunden in unserer Stammkneipe waren ergab sich jedoch die Situation, dass sie eher gehen musste. Kaum hatte sie den Raum verlassen, begann er dann ziemlich eindeutig mich anzugraben. Ich wollte erst nicht darauf eingehen, schließlich mochte ich ihn nicht sonderlich, doch als er nicht locker ließ hatte ich die Idee, bei der wohl der Alkoholkonsum ein gutes Stück mit beitrug. Wenn ich mitspielen würde und notfalls Beweise mitliefere würde sie sich sicher von ihm trennen. An sich wäre es auch nur fair, dass ich ihn wieder loswerde, da sie ihn über mich kennengelernt hatte. Ich ließ mich darauf ein, wir knutschten also etwas herum.


Am nächsten Tag rief mich dann besagte Freundin an und heulte mich erst mal voll. Offenbar hatten die Anderen es ihr bereits erzählt. Wieder meiner Erwartungen war sie jedoch keineswegs wütend auf mich, nein sie bedankte sich bei mir, dass ich ihr so eine gute Freundin bin, nachdem ich ihr erzählte, was meine Gedankengänge am Vortag waren und das es mir Leid täte. Nunja, sie hatte via SMS mit ihm Schluss gemacht und er hatte das wohl akzeptiert und meinte zu ihr, er habe eh Schluss machen wollen. Besagter Typ schrieb mir daraufhin im Übrigen eine SMS, in der er mir mitteilte, dass er mich eh von Anfang an haben wollte, aber dachte er hätte keine Chance bei mir und das wir dann ja jetzt zusammen sein könnten. Meine Antwort darauf war wohl ziemlich niederschmetternd, denn Freunde von mir erzählten mir später, dass er bestimmt eine Woche deshalb nur am heulen war, er schrieb mir in der Zeit auch noch einige SMS, die aber alle unbeantwortet blieben.
Meine Beichte ist also, dass ich mit einem unglaublich abartigen Typen geschlafen habe, ihm dadurch das Herz gebrochen, meine beste Freundin hintergangen und es später so gedreht habe, dass ich jetzt sogar noch besser bei ihr da stehe.

Beichthaus.com Beichte #00029639 vom 21.12.2011 um 13:50:21 Uhr in Uetersen (25 Kommentare).

Gebeichtet von Melina
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Die Sturmhauben-Männer

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Gewalt Rache Zürich

Ich (m/25) habe vor zwei Jahren etwas Ähnliches erlebt, wie der Beichter in Beichte 00029611. Meine Freundin, mit der ich bis heute zusammen bin und die charakterlich wirklich die menschliche Reinkarnation eines Engels und äußerlich die Schwester von Megan Fox sein könnte, erzählte mir damals an einem Abend, dass ihr auf dem Nachhauseweg aus der Arbeit ein großer, stämmiger Typ aufgefallen war, welcher sie im Bus immer wieder angestarrt hat und ihr auf dem Weg von der Busstation bis zu unserer Wohnung in größerer Entfernung gefolgt ist. Es handelt sich um die Endhaltestation für diese Region, wir wohnen ziemlich abseits.
Da sich der Vorfall nicht wiederholte, dachte ich mir erst mal nichts dabei. Rund drei Wochen später wurde meine Freundin wieder auf dem Wege von der Busstation zu unserer Wohnung verfolgt, diesmal von zwei Typen. Es war bereits dunkel, weshalb meine Freundin die Gesichter nicht erkennen konnte. Sie erhöhte das Tempo, wie sie mir später erzählt hat, worauf die beiden Typen sich mit je einer Sturmhaube vermummten und einen Sprint ansetzten. Die beiden holten natürlich meine Freundin in Kürze ein, nicht zuletzt, weil sie mit ungeeignetem Schuhwerk ausgestattet war.


Während einer ihr den Mund zu hielt, zerrten die beiden Typen sie in das danebenliegende Gestrüpp. Da wir wie gesagt ziemlich abseits wohnen, wäre meine Freundin wahrscheinlich vergewaltigt worden, wäre nicht das Folgende passiert: Ein junger Mann, der - wie ich später erfuhr - in der Nähe wohnte, und auf der anderen Straßenseite gerade um die Ecke bog, beobachtete die Szene und schritt beherzt ein. Dass er bereits einige Jahre aktiv Karate ausübte, dürfte ihm von Vorteil gewesen sein. Nur so viel: Die beiden Typen flüchteten mit schmerzverzerrtem Gesicht und einer von ihnen zusätzlich mit der Hand in der Lendengegend. Die Geschichte ist hier noch nicht zu Ende. Wir leitete umgehend Anzeige gegen unbekannt ein und es fand sich nach ein paar Tagen ein Verdächtiger, aufgrund der Aussage eines weiteren Zeugen, der zwei fluchende Gestalten vorbeirennen sah und einen davon an der Stimme sogar erkannt hat.

Natürlich besorgte sich dieser ein absolut einwandfreies Alibi von - wie könnte es anders sein - diversen Kumpels.
Wieder ein paar Tage später - ich holte meine Freundin inzwischen immer persönlich von der Busstation ab - wurde der vorhin genannte Zeuge, welcher einen der beiden an der Stimme erkannt hatte - in unserem Ort von drei Typen übel zusammengeschlagen, wie wir erfahren haben. Für mich war sofort klar, dass da ein Zusammenhang bestand. Der Polizei waren dank hieb- und stichfesten Alibis wieder einmal die Hände gebunden. Mein Sicherheitsbedürfnis nahm weiter zu und ich holte meine Freundin ab sofort direkt von der Arbeit ab. Mein Chef fand es nicht so toll, dass ich immer früher nach Hause ging. Am nächsten Wochenende klingelte um circa 21:00 Uhr jemand an unserer Haustüre.


Meine Freundin öffnete die Türe aus Gewohnheit ohne vorher via Spion nachzusehen, und ein vermummter Mann versuchte in die Wohnung einzudringen. Ich reagierte schnell. Mit wenigen Sprüngen war ich bei der Türe und klemmte dem Typ die Hand zwischen Tür und Rahmen ein und begann seinen Arm zu verdrehen. Ich mache zwar kein Karate, seit geraumer Zeit aber eine russische Kampfsportart namens Systema. Er schrie vor Schmerzen. Leider passte ich nicht gut auf und er verletzte mich irgendwie mit einem Messer, dass er in der anderen Hand hielt. Ich ließ ihn los und er flüchtete fluchend die Treppen hinunter.

Ihr könnt es euch schon denken: Es wurde wieder der übliche Typ verdächtigt, aber irgendwie schaffte er es wieder, sich ein Alibi zu besorgen. Einige Tage später erhielt ich einen Anruf von dem jungen Mann, der meine Freundin gerettet hatte. Er erzählte mir, dass auch bei ihm jemand versucht hat, in seine Wohnung einzudringen. Wir kamen überein uns mal persönlich zu treffen und die Angelegenheit zu besprechen. Gesagt, getan. Wir waren uns sehr schnell einig, dass wir in dieser Sache selber die Initiative ergreifen müssten, wenn die Polizei dazu nicht im Stande war. Gewalt im Sinne von zurückschlagen würde bei denen nichts bringen, denn sie kamen ja immer wieder, auch nach diversen – für sie - schmerzhaften Situationen. Er erzählte mir, dass er in einer größeren Nachbarstadt einige Japaner kenne. Folglich trafen wir uns mal mit seinen Jungs und besprachen das Vorgehen. Wir baten jeden der Japaner am nächsten Tag bei mir im Anzug zu erscheinen. Wir mieteten einen schwarzen Wagen und schickten die Japaner dann zum Wohnort des Hauptverdächtigen – den erfuhren wir über den verprügelten Zeugen.


Sie parkten vor dem Haus des Typen und taten nichts, außer im Auto zu sitzen und gefährlich dreinzuschauen. Ab und zu stieg einer der Japaner aus und lehnte sich an den Wagen mit der Zigarette im Mund und starrte eiskalt zur Wohnung hinauf, so dass die Assoziation zu der japanischen Yakuza unverkennbar sein dürfte.
Wir wechselten täglich die Japaner aus (konnten auf insgesamt Neun zurückgreifen). Dabei konnten sie beobachten, wie die Kumpels vom Hauptverdächtigen bei ihm ein und aus verkehrten. Die Japaner folgten den Typen regelmäßig mit dem Auto. Ein paar Mal gingen zwei Japaner sogar ins Treppenhaus und lehnten sich an die Wand. Ich hätte wirklich liebend gern die Angst der Typen gesehen, als diese mal nach Hause kamen. Wie soll ich sagen: Die Typen haben sich nie mehr getraut auch nur in die Nähe von meiner Freundin, Wohnung oder dergleichen zu kommen. Ab und zu schicken wir immer wieder mal ein paar Japaner vorbei, um den Typen so richtig Angst zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00029623 vom 16.12.2011 um 09:16:00 Uhr in Zürich (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Herr Z.

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Peinlichkeit 50+ Rostock

Ich arbeite als Altenpfleger in einem Pflegeheim und die Arbeit mit den alten Leutchen macht mir auch riesigen Spaß und ist meine Berufung. Ein Problem vieler Bewohner ist die Verstopfung, zum Beispiel durch zu wenig Bewegung oder zu wenig Flüssigkeit. Ein Bewohner, der geistig noch voll fit war und ein besonders liebenswerter Mensch, aber leider nicht mehr gehen konnte, plagte sich nun seit einigen Tagen mit einer solchen Verstopfung. Er saß mehrere Male täglich auf dem Klo, ohne nennenswerten Erfolg. Nach drei Tagen und einer wieder mal ziemlich langen Sitzung, während derer ich ihn natürlich allein ließ, klingelte er vom Klo aus und ich hob ihn mit dem Stehlifter (das ist so eine Art kleiner Kran) vom Klo hoch, putzte seinen Hintern ab und setzte ihn in den Rollstuhl. Dann entdeckte ich in der Toilette den größten Kackhaufen aller Zeiten. Ich drehte mich zu ihm um und sagte: "Herzlichen Glückwunsch, Herr Z., es ist ein kräftiger, gesunder Knabe! Wollen Sie die Nabelschnur durchschneiden?" Er schmunzelte zwar, aber ich glaube, es war ihm sehr peinlich. Ich habe kurz darauf (aus anderen Gründen) das Heim gewechselt und jetzt erfahren, dass er vor kurzem gestorben ist. Es tut mir sehr Leid, dass ich einen Witz auf seine Kosten gemacht habe, den er vielleicht nicht annähernd so komisch fand wie ich. Des Weiteren tut mir auch Leid, dass ich mich auch heute noch darüber totlachen kann.

Beichthaus.com Beichte #00029618 vom 15.12.2011 um 00:36:12 Uhr in 18147 Rostock (Pappelallee) (18 Kommentare).

Gebeichtet von Kastenbrot
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