Der geschminkte Gartenzwerg

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Diebstahl Dummheit Schule Holzminden

Als ich 16 Jahre alt war, war ich freiwillig auf einem Internat. Es war alles in allem eine tolle Zeit, aber trotzdem gibt es da etwas, wofür ich mich immer noch, 10 Jahre später, schäme. Und zwar ist es so, dass auf dem Gelände natürlich auch Lehrer wohnen, die jeweils eine Wohngruppe betreuen. Die Lehrerin der Wohngruppe unter meiner eigenen hatte einen Gartenzwerg, den sie vor ihrer Türe stehen hatte. Immer mal wieder wurde damit etwas Jux angestellt, zum Beispiel fand er sich einmal am Raucher-Pavillon draußen wieder. Irgendwann waren wir etwas betrunken und nahmen den Zwerg ebenfalls mit. Auf meinem Zimmer verzierten wir ihn mit Kajal. Total bescheuert, kindisch und sinnlos, aber so waren wir nun mal.
Am nächsten Tag hörten wir, wie die Lehrerin davon sprach, dass ihr wieder einmal der Gartenzwerg geklaut wurde. Übrigens war das eine tolle, sehr liebe Frau, also man hatte keinen Grund ihr etwas Böses zu wollen. Es war eben einfach eine Dummheit.

Jedenfalls stand besagter Gartenzwerg nun immer noch, schwarz angemalt, in meinem Zimmer und wir überlegten, ob wir ihn einfach zurückstellen sollten, trauten uns aber nicht. Warum auch immer! Theoretisch hätten wir ihn einfach heimlich nachts, oder selbst tagsüber, wieder vor ihre Tür stellen können. Haben wir aber nicht. Als ich dann später in ein anderes Gebäude auf dem Gelände umzog, nahm ich den Zwerg mit dorthin. Ich weiß gar nicht, wo der immer war, vermutlich im Schrank oder in einer Kiste, denn sonst wäre er ja irgendeinem Lehrer bei einer Zimmerkontrolle mal aufgefallen. Selbst als ich dann über ein Jahr später wieder zu meinen Eltern zurückkehrte, nahm ich den Zwerg mit. Immer noch schwarz angemalt.

Dort platzierte ich ihn einfach gut sichtbar auf einem meiner Schränke. Irgendwann nahm unsere Putzfrau ihn und stellte ihn in den Vorgarten. Meine Eltern fragten mich hinterher, wo ich den eigentlich her habe, der wäre ja toll. Ich weiß nicht mehr genau, was ich gesagt habe, aber in jedem Falle habe ich mir natürlich irgendetwas aus den Fingern gesogen. Noch heute, wenn ich den Zwerg so in unserem Garten stehen sehe, schäme ich mich. Weil er nicht mir gehört, sondern geklaut ist und vor allem, weil wir ihn einer sehr liebenswerten Frau gestohlen haben, die das eigentlich nicht verdient hatte. Es tut mir wirklich sehr Leid und ich ärgere mich, dass ich nie den Mut hatte den Zwerg wieder zurückzustellen. Ich schätze mal, dass die Lehrerin schon lange nicht mehr daran denkt oder sich ärgert, aber trotzdem war das ganz schön mies. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00029883 vom 23.03.2012 um 13:13:01 Uhr in 37603 Holzminden (Einbecker Straße) (23 Kommentare).

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Beziehung mit einem Halbgott

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Neid Eifersucht Engherzigkeit Zwietracht Partnerschaft

Ich bin seit etwa einem Jahr mit meinem Freund zusammen. Anfänglich war ich total begeistert von ihm, er hat ein Gesicht zum dahinschmelzen, einen muskulösen Körper wie ein Men's Health Model, spielt mehrere Instrumente, ist intelligent und gebildet. Außerdem hat er Manieren, ist ein Halbgott im Bett, der mir jeden Wunsch von den Augen abliest und einen riesigen Haufen Kohle hat er auch noch. Er ist einfach perfekt. Und genau das hängt mir zum Hals heraus. Bei ihm ist immer Sommer im Gemüt, so etwas wie Probleme kennt er nicht. Wenn mal etwas nicht so klappt wie er es möchte, wird er keineswegs ungehalten, sondern bleibt cool und löst die Situation souverän innerhalb von Sekunden, oder wenigen Minuten. Ich komme mir immer so dumm und kindisch vor, wenn mir nicht so schnell eine logische Lösung einfällt.
Alle, wirklich alle meine Freundinnen finden ihn wahnsinnig toll und beneiden mich um ihn. Wenn wir irgendwo auf einer Party sind und ich kurz nicht da bin, stehen sofort ein Haufen Frauen um ihn herum, wie die Motten um das Licht. Es widert mich an. Ich werde neuerdings oft übellaunig und zickig, stoße ihn weg, wenn er mich verständnisvoll in den Arm nimmt und habe aufgehört mit ihm zu schlafen. Am liebsten würde ich ihm manchmal seine hübschen Gesichtszüge zerkratzen, wenn ich neben ihm wirke wie eine unausgeglichene, zickige und arrogante Diva. Ich weiß, wie bescheuert sich das alles anhört, und mir ist auch klar, dass viele Frauen froh wären, so jemanden gefunden zu haben. Ich fühle mich einfach neben ihm vollkommen deplatziert, hilflos, tollpatschig und zickig. Das macht mich wiederum noch wütender und ich komme mir noch hilfloser und dümmer vor. Es ist ein echter Teufelskreis. Ich bekomme langsam mit, wie er in der Beziehung unzufriedener wird und sich von mir zu lösen versucht. Natürlich auch wieder mit der harmonischen, verständnisvollen Variante. Er gibt mir mehr Freiräume, und versucht tiefenpsychologische Gespräche zu führen. Ich möchte aber dieses Kasperletheater nicht und mich ihm auch nicht öffnen. Ich will, dass er mal sein dämliches Grinsen einstellt und um mich kämpft, damit ich sehe wie wichtig ich ihm bin. Eigentlich will ich ihn auch nur ein einziges Mal hilflos und deplatziert sehen. Ich beichte also, dass ich undankbar bin, und einem Traummann den Laufpass geben werde, weil ich mir neben ihm dumm vorkomme. Jetzt momentan komme ich mir allerdings deswegen auch schon wieder dumm vor.

Beichthaus.com Beichte #00029881 vom 23.03.2012 um 10:31:29 Uhr (63 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Feuerwasser

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Trunksucht Maßlosigkeit Waghalsigkeit Vandalismus Urlaub Peru

Ich (m/31) gebe eigentlich nicht viel auf Alkohol. Doch immer wenn wir die Familie meiner Freundin in Iquitos/Peru besuchen, brennen ihre Brüder (5 an der Zahl) auf ein Gelage mit mir. Nichts bot sich besser an als besagten Herren hochprozentigen Stroh 80 (mit 80% vol.) mitzubringen, als heimische Spezialität zu loben und Manneskraft fördernd an zu preisen. Bevor wir die Flasche anbrachen suggerierte ich listig, dass es in Österreich und Deutschland brauch ist ein ganzes Limonadenglas in einem Zug zu trinken. Nachdem ich das Gebräu zuvor in der Kühltasche hatte, entfernte ich unbemerkt das nasse Etikett, welches den Alkoholgehalt auswies.
Der scharfe Nachgeschmack sei neben dem Alkoholgehalt auf spezielle Alpenkräuter zurückzuführen erklärte ich.
Ich erhoffte mir dadurch Rache für das Gelage mit ihrem selbstgebrannten Pisco vom letzten Jahr. Dabei hatten Sie mich eiskalt erwischt. Geschwächt von meiner langen Anreise und auf nüchternen Magen musste ich den Herrn damals paroli bieten.

Doch diesmal würde ich zum Zuge kommen. Da in einer Männerrunde dieser Macho-Gesellschaft keiner beim trinken den Schwächling markieren will, schenkte ich absichtlich allen die Becher randvoll. Aufgrund der geringeren Körpermasse meiner Wettstreiter und meiner fettigen Vorspeise erhoffte ich mir einen Vorteil als Europäer. Die Indiobande brannte darauf den Saft zu kosten. Wir prosteten und kippten das braune Gebräu. Ich dachte mir hätte jemand Feuer im Hals gelegt und dazu würde jemand meine Innereien herausreisen. Den anderen ging es wohl nicht viel besser. Der erste musste sich auch gleich übergeben, bat mich aber nachdem das Glas erneut zu befüllen um verlorenes nachholen zu können.
Angefeuert vom Getränk wollten manche gleich in die Stadt gehen um einen Aufriss zu starten. Da manche schon Bier vorgelegt hatten entfaltete sich die Mischung im Auto als böse Überraschung. Es wurde über die Ladefläche des Pickups gereiert. Der Fahrer musste selbst anhalten um zu kotzen. Nichts desto trotz bestanden die Meisten darauf die nächste Flasche Stroh80 anzubrechen was Sie auch taten. Irgendwie kam einer auf die Idee vorher nochmal einen Kasten Bier zu besorgen, also machten wir noch einen kleinen Umweg zum Haus meiner Schwiegereltern.


An der Auffahrt von der Hauptstraße zum Haus mussten wir irgendwie vom Weg abgekommen und haben den Holz-Pavillion meines Schwiegervaters mitgenommen. Die Herren ließen das Auto mit Plattfuß so als ob nichts geschehen wäre stehen und wir torkelten weiter um das Bier zu holen und packten noch ein paar Pullen Pisco ein. Anschließend versuchten wir mit dem Fahrrad in die Stadt zu gelangen. Wir teilten uns 3 Fahrräder durch 6. Weiter als zur Auffahrt an die Hauptstraße kam keiner (diese liegt circa 400 Meter weiter unten am Grundstück). Einer meiner Schwager ist dann mit dem Rad gegen das Haupttor gefahren und hat sich den Arm verstaucht (welches schwarz gestrichen ist und in der Nacht wohl schlecht sichtbar war). Soweit bin ich erst gar nicht gekommen und flog in der zweiten Kurve samt Bierkasten und auf dem Lenker Schwager raus. Wir suchten die Pullen zusammen und törkelten ohne Rad weiter nach unten und trafen die verunglückten zwei am Haupttor wieder. Die letzten zwei mussten auf der Strecke irgendwie vom Weg abgekommen sein. Wir tranken uns mit den Resten Mut an und versuchten die anderen zu finden. Irgendwie habe ich es in dieser Nacht nicht mehr zum Haus hoch geschafft und wachte in eigenem erbrochenen im Poolhaus wieder auf. Mein Kopf fühlte sich an als ob ein Panzer darüber gerauscht wäre, mich hatten Megaschnaken angefallen und mein Gesicht war durch die Stiche angeschwollen.
Ich weiß überhaupt nicht wie ich dort hingekommen bin. Wegen dem Pavillon bekam mein Schwager mit dem Pickup richtig Ärger, zum Glück konnten wir die Versicherung bescheißen.

Im Nachhinein ging der Schuss nach hinten los und ich werde mich hüten in jeglichen Tropengebieten wieder Alkohol anzurühren. Ärger von meiner Frau gab es allemal. Insgesamt hatten die kleinen Waldgeister den Suff besser weggesteckt als ich. Um meine fehlgeschlagene Rachsucht tut es mir Leid ich bitte daher von euch um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00029864 vom 15.03.2012 um 18:07:33 Uhr in Peru (Iquitos, Loreto) (42 Kommentare).

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Auto Video

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Dummheit Peinlichkeit Ekel Familie

Letztens kam ich auf die glorreiche Idee meinem großen Bruder eine Art Virus auf den Computer zu installieren, der beim Start ein berühmtes, Video öffnen lässt, was sich auch nicht schließen ließ, bei dem sich zwei Frauen mit Hilfe eines Bechers ihren koprophilen Neigungen hingeben. Leider war das, wie sich später herausstellen sollte, ein großer Fehler, da ich nicht bedacht habe das auch mein kleiner, 9-jähriger Bruder seinen Rechner gerne mal benutzt.
Als er nun diesen Rechner hochgefahren hat, erwarteten ihn zwei Frauen, die sich mit Kot beschmierten Mündern geküsst haben und sich gegenseitig ins Gesicht kotzten. Mein kleiner Bruder war sichtlich geschockt, fing das Weinen an und saß 2 Stunden still, mit starrem Blick in der Küche und sprach kein Wort. Meine Mutter hat noch versucht mit ihm darüber zu sprechen und versicherte ihm, dass das Zeug im Becher nur Eiskrem war und das alles nicht echt war. Ich hoffe er trägt keine größeren Schäden davon und bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00029851 vom 09.03.2012 um 13:30:36 Uhr (45 Kommentare).

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Geld Reserve

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Habgier Falschheit Betrug Partnerschaft Geld Krefeld

Obwohl wir beide Vollverdiener sind und unser Geld zusammenschmeissen, kann ich (w/37) es nicht lassen, meinen Mann (häufig auf Montage) beim Haushaltsgeld zu beschummeln. Ich habe eine heimliche Bargeldreserve gebunkert und male mir oft aus, dass ich mit der Kohle fett shoppen gehe. Tatsächlich aber habe ich das Geld nicht für mich verpulvert, sondern vor einem halben Jahr, als wir extrem pleite waren, meine damalige Reserve aufgelöst und sie meinem Mann als Überraschung präsentiert. Nun lege ich ein neues Depot an. Mal sehen. Vielleicht finanziere ich davon einen Teil unseres Jahresurlaubs. Schon meine Oma hat meinen Opa mit dem Haushaltsgeld beschummelt und sich ein richtig fettes Vermögen damit angespart, und auch meine Mutter hat es geschafft. Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber, aber ich kann einfach nicht anders. Das Horten von Geld liegt mir im Blut.

Beichthaus.com Beichte #00029849 vom 08.03.2012 um 17:57:15 Uhr in Krefeld (28 Kommentare).

Gebeichtet von benny17
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