Nach dem Fleiß kam die Faulheit

29

anhören

Faulheit Trägheit Trunksucht Arbeit Bielefeld

Ich habe eine Firma, die gut läuft. Das ist noch nicht lange so, und der Anfang war echt die Hölle, über Jahre hinaus. 100 Stunden-Wochen (sogar Weihnachten habe ich gearbeitet!), überhaupt keine Kohle, ich wusste ja teilweise gar nicht, wie ich unsere Miete und das Brot für meine Familie kaufen sollte. Selbst 3 Euro war für mich sehr viel Geld, denn ich hatte es einfach nicht. 3 Euro sind auch viel, wenn man sie nicht hat. Klingt vielleicht blöde, war aber so. Es gab Druck von allen Seiten: Meiner Frau, die nicht immer den Vermieter auf der Matte und endlich mal etwas Geld für Lebensmittel haben wollte, Lieferanten, die Kohle wollten, die ich nicht hatte, und Kunden, die Ware wollten, die ich nicht hatte, denn ich hatte ja keine Kohle, um Rohmaterial zu kaufen. War eine echt krasse Erfahrung, die über 3 1/2 Jahre ging.

Das habe ich getan, weil ich von meinem Erfolg überzeugt war. Ich hatte ein gutes Produkt, ein nahezu einzigartiges Konzept, dazu einen guten Preis und einen großen Markt. Jedenfalls läuft es mittlerweile ganz gut. Bin schuldenfrei, arbeite kaum mehr, habe mehr Geld in der Tasche als andere Leute im Monat verdienen und habe super Mitarbeiter, auf die ich mich absolut verlassen kann. Meine Beichte ist die: Ich arbeite kaum. Saufe sehr viel. Und lasse meine Leute arbeiten. Und daher fühle ich mich schlecht. Gut, ich zahle Übertarif und wir haben ein unglaublich gutes Betriebsklima, was mir wichtig ist. Meine Aufgabe ist es, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, und das gelingt mir; Die Auftragsbücher sind brettvoll, und wir sind einfach sehr gut aufgestellt. Aber ich fühle mich einfach schlecht. Eine Kiste Bier hält gerade mal 3 Tage. Seit Jahren. Irgendwie ist das nicht richtig. Ich fühle mich so leer und ausgebrannt. Ich bin nicht reich an Geld, habe aber keine Geldsorgen, sondern ein Guthaben. Dazu habe ich Kinder und eine Frau, die man sich besser nicht wünschen kann. Nur ich fühle mich so falsch, leer und unsinnig. Werde nicht mehr gebraucht, noch nutze ich etwas.

Beichthaus.com Beichte #00029319 vom 29.08.2011 um 20:04:45 Uhr in Bielefeld (Seidenstickerstr.) (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Cappuccino especiale mit Keks

24

anhören

Rache Boshaftigkeit Ekel Unreinlichkeit Ernährung München

Die Angelegenheit liegt nun schon vier Jahre zurück und ich bin oftmals nicht wirklich reumütig, wenn ich zurückdenke an jenen Sommer. Trotzdem würde mir eure Absolution guttun, für diesen Vorfall: Meine Ehefrau - ich bin fast versucht von meiner Ex zu reden, wir sind seit bald drei Jahren getrennt und haben einen grausamen Rosenkrieg - hatte ihre drei besten Freundinnen zu Besuch. Sie saßen bei uns im Wintergarten, soffen meinen Prosecco und erzählten sich irgendeinen Scheiß. Hauptthema war die laufende Scheidung einer der Grazien, und wie Frau dem Manne am Besten die Hosen auszieht. Die Finanziellen versteht sich. Denn für anderes waren sie nicht zu haben, obwohl sie alle erstaunlich gut für ihr Alter aussehen. Mir gingen diese Sitzungen tierisch gegen den Strich. Und als ich sie einmal freundlich begrüßte und mit kollektiver Missachtung gestraft wurde, langte es mir. Ich fragte die Damen, ob ich ihnen einen Cappuccino machen sollte. Das war dann okay für sie. In der Küche schmiss ich die Jura an, begann mit der Kaffeeproduktion und holte mir in der Zeit einen runter. Wegen der chronologischen Untervögelung brachte ich in drei Minuten eine ordentliche Portion zusammen, die ich in einen Edelstahlbehälter spritzte, mit heißer Milch verdünnte und dann akkurat aufschäumte.

Ich tat noch ein bisschen Zucker rein, weil ich fürchtete, dass meine körpereigene Sahne etwas vorschmeckte. Tat sie aber nicht. Und der Schaum war so fest, dass man ihn hätte schneiden können. Ich habe dann meinen Cappuccino especiale mit einem Keks serviert und voll Freude zugeschaut, wie die Damen die Schaumberge erst einmal löffelten und sich die Lippen leckten. Ich musste mir echt auf die Unterlippe beißen, um ob des Lobes nicht loszulachen oder ihnen die Wahrheit zu sagen. Inzwischen sind drei der Damen geschieden und meine führt noch den Rosenkrieg. Lag das am Sperma? Und ist der Ärger, den ich jetzt habe, der Lohn für mein damaliges Tun? Bitte vergebt mir, damit Frieden einkehren kann.

Beichthaus.com Beichte #00029311 vom 27.08.2011 um 19:18:59 Uhr in München (Ludwigstraße) (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Aggressives Fahrverhalten

41

anhören

Dummheit Waghalsigkeit Hochmut Auto & Co. Bad Hersfeld

Letztens war ich mit meinem Auto (200 PS ) unterwegs in der Stadt.
Ich bin eigentlich ein sehr ausgeglichener Fahrer und drängele nie und lasse mich auch nicht leicht von anderen provozieren. Am besagten Tag jedoch fuhr ich innerorts mit vorgeschriebenen 50 km/h durch die Stadt, ich bemerkte hinter mir ein, für eine gewisse Gruppe typisches Auto, mit zwei Insassen im Unterhemd, Goldkette, Sonnenbrille, welches mir immer wieder richtig dicht auffuhr. Durch einen leichten Druck auf die Bremse konnte ich besagte Herren auch zwischenzeitlich wieder auf Abstand bringen.
An einer roten Ampel jedoch fuhren besagte Herren mir so dicht auf, sodass ich die Scheinwerfer ihres Autos nicht mehr sehen konnte. Da ihr Auto jedoch etwa halb so viel Leistung wie mein Auto hatte, schaltete ich in den Sportgang und ließ sie an der Ampel stehen. Dadurch fühlten sich besagte Herren offensichtlich provoziert, woraufhin sie wirklich alles gegeben haben, um mich einzuholen.
Jedoch ließ ich mich von ihren Versuchen, mich im Ort zu überholen und mich zum Schnellerfahren zu bewegen, nicht verleiten, meinen auf Tempo 49 gestellten Tempomat zu deaktivieren, geschweige denn mich aus der Ruhe bringen zu lassen. Kurz vorm Ortsausgang sah ich dann, dass sie erneut versuchen wollten mich zu überholen.
Da ich dies jedoch geahnt habe, hatte ich schon den Sportgang eingelegt und ließ sie ohne zu zögern weit hinter mir.
Auch wenn die Entfernung zum nächsten Ort nicht wirklich groß ist, hatte ich mir einen beachtlichen Abstand zu besagten Herren ergattert. Doch sie ließen sich davon nicht unterkriegen und holten das letzte Bisschen aus ihre Wagen heraus, um vermutlich vorm und im Ort wieder aufzuholen. Direkt hinter dem Ortsschild bremste ich runter auf 50 und fuhr durch den mir bekannten fest installierten Blitzer. Besagte Herren fuhren in ihrer Rage mit deutlich mehr als 100 km/h in den Ort und ich konnte im Rückspiegel das rote Blitzlicht und das entgleisen ihrer Gesichtszüge erkennen. Mein nettes Winken aus dem Fenster nahmen sie wohl gerade noch zur Kenntnis als sie auf einmal nur noch mit Schrittgeschwindigkeit weiter fuhren und aus meinem Sichtfeld verschwanden.

Nun zu meiner Beichte: Ich habe mich von dem aggressiven und belästigenden Fahrverhalten der beiden dazu bringen lassen, meine Prinzipien für ein paar Minuten zu vergessen, dafür bitte ich um Absolution.
Jedoch muss ich abschließend sagen: Wenn sie nicht den Blitzer demoliert haben, läuft der Fahrer wohl noch länger zu Fuß.

Beichthaus.com Beichte #00029298 vom 22.08.2011 um 00:38:04 Uhr in Bad Hersfeld (41 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Voulez vous coucher avec moi

13

anhören

Begehrlichkeit Dummheit Morallosigkeit Schule Castrop

Als ich 15 war, ging ich wöchentlich ein Mal zu meiner Nachhilfelehrerin in Französisch. Sie war 19 Jahre alt und wahrlich kein Augenfang. Zwischen uns herrschte eine nicht beschreibbare Aura, wenn wir uns anguckten, dann war da immer etwas Besonderes zwischen unseren Blicken. Nun gut, jedenfalls, eines Tages war ich so schnell mit dem ganzen schulischen Kram fertig und sie hatte nichts mehr vorbereitet, sodass sie mir nur sagte. "Jetzt kannst du dir aussuchen was wir machen." Ich fing an zu grinsen, sie auch. Ich kann nicht sagen, warum, aber irgendwie war uns beiden klar, was passieren wird.

Sie war für ihre 19 Jahre nicht gerade körperlich weit entwickelt, ich hingegen mit meinen 15 schon. Auf jeden Fall ist es letztendlich passiert und ich wurde von meiner Nachhilfelehrerin entjungfert. Danach habe ich ihr auch klipp und klar gesagt, dass sie mich nicht weiterhin unterrichten muss, ich nichts weitersagen werde und mir einfach eine Neuen suche. Ich erzählte meiner Mutter daraufhin, dass sie leider nicht mehr weiter unterrichten kann. Wie meine Mutter so ist, trat sie telefonisch mit meiner Nachhilfe in Kontakt und bedankte sich nochmals bei ihr. Das ganze Telefonat habe ich nicht mitbekommen, jedenfalls kam meine Mutter nochmals zu mir und fragte mich, ob irgendwas vorgefallen sei - diese Situation war mir dermaßen unangenehm.

Beichthaus.com Beichte #00029293 vom 21.08.2011 um 15:10:55 Uhr in Castrop (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Nachbarskatzen

68

anhören

Aggression Rache Hass Tiere Mord

Meine Familie und ich wohnen in einem Einfamilienhaus mit Garten in einer ruhigen Siedlung. Unsere Kinder spielen, wenn sie zu Hause sind, sehr viel in dem Garten. Wie es in einer Siedlung nun mal ist, gibt es auch Katzen. Bis vor ca. 2 Jahren waren mir diese Tiere egal. Sie taten keinem was und fingen mir auch nicht die Fische aus dem Teich oder die Vögel vom Baum. Aber seit circa Jahresbeginn machen diese verdammten Viecher in meinen Garten. Ich weiß auch, dass sie nichts dafür können, es ist wohl irgendein Revier Verhalten, das sich kurzfristig entwickelt hat. Wie auch immer, für uns ist das recht unangenehm. Es stinkt und man muss konstant aufpassen, nicht reinzutreten. Meine Kinder leiden darunter noch mehr. Sie wollen im Garten toben, können das aber nicht unbeschwert und so macht es ihnen auch keinen Spaß mehr. Das führt mich auch gleich zu meiner Beichte. Ich habe zwar schon humane Methoden probiert wie Hundehaare, Katzenkraut und diesen ganzen Kram, der nichts geholfen hat. Derzeit werfe ich den Viechern noch Holzsparte nach, aber die sind davon unbeeindruckt und starren mich nur blöd an - das bringt also auch nichts. Also werde ich nächste Woche nach Tschechien fahren, und mir Rattengift besorgen. Vermischt mit Thunfisch bringt das hoffentlich ein paar tote Katzen und mir einen sauberen Garten. Es tut mir Leid, denn die Tiere können ja nichts dafür, aber die Freizeit meiner Kinder ist mir einfach wichtiger als ein paar blöde, fette Hauskatzen. Ach ja, mit den Haltern habe ich bereits das Gespräch gesucht und nur ein "und wie soll ich das ändern" gehört.

Beichthaus.com Beichte #00029289 vom 20.08.2011 um 23:44:31 Uhr (68 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000