Die Praktikantenstelle

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Hass Zorn Verzweiflung Arbeit Wutach

Die Praktikantenstelle
Ich (w/25) komme gerade von einem Bewerbungsgespräch zurück und habe jetzt beschlossen, mindestens einen Monat lang keine Bewerbungen mehr zu schreiben. Die Sache lief folgendermaßen ab: Ich habe vor einer Woche eine Bestätigung auf eine Bewerbung bekommen. Mir wurde gesagt, dass ich in die engere Auswahl gekommen bin, und da ich derzeit nur einen Teilzeitjob im Lager habe, war das für mich wirklich eine Riesenüberraschung. Nach meinem Studienabschluss vor einem Jahr hatte ich nur die typischen Praktikantenstellen erhalten - es war übrigens ein technischer Beruf, der angeblich doch so sehr gefragt ist. Auf jeden Fall bin ich für das Jobangebot durch ganz Deutschland gefahren und letzte Nacht um drei Uhr aufgestanden, nur um zu erfahren, dass man mich zunächst einmal als Praktikantin einstellen möchte. So für ein halbes Jahr, unbezahlt. Ich frage mich wirklich, was mit der Wirtschaft los ist, dass viele Unternehmen so krank sind. Mir ist natürlich klar, dass es sich nur um wenige betrügerische Firmen handelt, aber warum werde ich vor solchen Leuten nicht geschützt? Das ist genauso Betrug, wie alles andere auch. Ich fahre durch ganz Deutschland, mein Konto ist jetzt dank der Benzinkosten leer und ich kann über die Feiertage bei meinem Vermieter rumschauen, und ihn um einen Aufschub bitten. Dieses dreiste Unternehmen hat mir Weihnachten wirklich versaut. Mein Hass ist jedenfalls riesengroß und ich bin am Überlegen, über diese Firma nun Gerüchte im Internet zu verbreiten.

Beichthaus.com Beichte #00032451 vom 23.12.2013 um 16:37:52 Uhr in Wutach (44 Kommentare).

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Alles für den Sitzplatz

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Lügen Selbstsucht Morallosigkeit Engherzigkeit Bahn & Co. Zürich

Es war an einem kalten Donnerstagabend und ich hatte gerade einen anstrengenden Tag in der Schule hinter mir. Der Gedanke, das Ganze morgen wieder durchmachen zu müssen, machte mich einfach fertig. Und als ich in den Zug stieg, um meine recht lange Zugfahrt anzutreten, musste ich feststellen, dass zu allem Überfluss sogar Stehplätze Mangelware waren und der Zug einfach hoffnungslos überfüllt war. Ich wartete ein paar Stationen, aber der Zug wurde nur immer voller. Dann kam ich auf die geniale Idee, einfach jemanden von seinem Sitzplatz zu verscheuchen. Und ein Mädchen, das seine Sporttasche unter dem Sitz verstaut hatte, schien mir das perfekte Opfer. Ich packte mir also heimlich die Tasche und niemand hinderte mich daran. Einige waren zu sehr mit ihren Smartphones beschäftigt, die sie fünf Zentimeter vor ihrer Nase hielten, genau wie das Mädchen selbst. Anderen war es schlicht und einfach egal. Ich habe die Tasche dann irgendwo am Ende des Abteils abgestellt. Ich sprach sie darauf an und erzählte ihr, dass so ein Typ versucht hätte, ihre Tasche zu klauen - sie aber am Ende des Abteils wieder abgestellt hätte. Sie schaute mich dann eine Weile an und erwartete wohl, dass ich die Tasche für sie hole. Schließlich stand sie dann auf, bedankte sich für die Info und drängelte sich zum anderen Ende des Abteils durch. Und ich setzte mich einfach hin. Als sie zurückkam, sah sie mich natürlich dort sitzen und starrte mich eine ganze Weile lang ausdruckslos an. Ich schmunzelte zurück und sah dann einfach weg. Sie wechselte scheinbar kurz darauf ins nächste Abteil. Ich sehe sie oft auf dieser Strecke, ihre ganze Clique verstummt, wenn ich mal zufällig am Bahnsteig oder im Zug vorbeilaufe. An ihrer Schule bin ich wohl bekannt als "das Arschloch, das im Zug die Leute verarscht."

Beichthaus.com Beichte #00032448 vom 23.12.2013 um 19:28:30 Uhr in 8000 Zürich (Stadelhofen) (12 Kommentare).

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Der Supermarkt meines Vertrauens

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Diebstahl Habgier Selbstsucht Morallosigkeit

Ich möchte beichten, dass ich immer, wenn ich Obst und Gemüse kaufen gehe, dies in einem bestimmten Laden tue. Einfach, weil man dort die Ware selbst Abwiegen muss, um einen Bon, den man dann auf die Tüte klebt, auszudrucken. Ich packe mir dann Orangen - oder was auch immer - ein, und beim abwiegen hebe ich die Tüte an und klebe dann einfach den "falschen" Bon auf. Und wenn ich mir Fleisch von der Fleischtheke bestelle, lasse ich dieses meist unauffällig in meinem Rucksack verschwinden. In dem Supermarkt vertraut man den Leuten einfach zu sehr, da man das Fleisch erst vorne an der Kasse bezahlen muss. Es tut mir leid, aber ich habe eben nicht viel Geld. Und zum Glück wurde ich auch noch nie erwischt.

Beichthaus.com Beichte #00032439 vom 21.12.2013 um 02:17:07 Uhr (20 Kommentare).

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Porsche auf Firmenkosten

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Waghalsigkeit Selbstsucht Falschheit Arbeit Auto & Co. Langenleuba-Niederhain

Ich arbeite bei einer namhaften Versicherung im Außendienst. Letzte Woche wollte ich mir bei der neuen Leasingfirma über das Internet mein zukünftiges Dienstfahrzeug bestellen, jedoch war dort mein Account noch nicht eingerichtet - wahrscheinlich hat mich irgendein Trottel aus unserer Firma dort nicht angemeldet. Bei allen anderen funktioniert es, nur bei mir nicht. Ich bin dann zu meinem Chef gegangen und habe ihm das Problem geschildert. Er meinte nur, dass ich dann womöglich bald ohne Auto dastehe, da die Frist zum alten Dienstfahrzeug schon in zwei Monaten abläuft und ich es dann natürlich abgeben muss. Er sagte mir, dass ich einfach über seinen Account reingehen und dann über seinen Namen bestellen soll. Zudem sagte er, ich solle mir das Auto bestellen, das ich will. Egal welches. Abgerechnet wird der Eigenanteil dann per Lastschrift. Ich möchte beichten, dass ich ihn beim Wort genommen und mir einen Porsche Carrera bestellt habe. Meine Kollegen haben in ihren Accounts hingegen nur Fahrzeuge freigeschaltet bekommen, die zu ihrem Verdienst passen. In der Regel also so etwas wie einen A4 Avant, einen 3er Kombi oder den guten alten Passerati. Den Vertrag habe ich ausgedruckt, ihm hingelegt und nach seiner Unterschrift gefragt. Und wie so oft hat er es sich nicht durchgelesen, weil er ein desinteressiertes altes Arschloch ist, dem alles am Popo vorbeigeht. Ich bin wirklich gespannt, wie die Geschäftsleitung reagiert, wenn der Händler mit meinem neuen Auto vorfährt. Das Ganze läuft schließlich über meinen Chef und vertraglich bin ich eigentlich komplett abgesichert.

Beichthaus.com Beichte #00032429 vom 19.12.2013 um 22:54:55 Uhr in Langenleuba-Niederhain (22 Kommentare).

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Der Hellseher an der Haltestelle

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Falschheit Peinlichkeit Dummheit Bahn & Co.

Ich (m/19) fahre jeden Tag mit dem Bus zur Universität und muss unterwegs einmal umsteigen. Bei der Rückfahrt erlaube ich mir meist einen Spaß an der Haltestelle, an der ich umsteige. Ich versetze die Leute in den Glauben, dass ich ein Hellseher sei. Ich packe extra ein Buch aus und lege möglichst viele Sachen auf die Sitzplätze an der Haltestelle, damit ich schön gechillt aussehe. Ganz plötzlich und panisch nehme ich dann zu einem bestimmten Zeitpunkt alle meine Sachen wieder schnell in die Hand und stelle mich an den Straßenrand, als wäre der Bus schon da, und siehe da, auf einmal kommt dann der Bus! Durch eine Rechtskurve kann man den Bus nämlich erst viel zu spät sehen und hören schon gar nicht. Die Leute schauen mich dann immer ganz seltsam an und haben total verwirrte Gesichter - und einmal hat mich ein Mann eben als Hellseher bezeichnet. Da die Haltestelle außerdem an einem Bahnhof ist, sind dort meistens recht viele Leute, und vor allem sind selten die gleichen Personen am Warten. Das sind dann jeden Tag andere Menschen, die ich mit meinen "hellseherischen Fähigkeiten" reinlege. Dabei ist der Trick ganz einfach. Auf der anderen Straßenseite ist die Haltestelle für die Gegenrichtung und dort steht ein Wartehäuschen aus Glas. Dieses spiegelt den Bereich hinter der Kurve, sodass man den Bus gut erkennen kann. Ich verstehe einfach nicht, warum das niemand merkt. Ein halbes Jahr lang hat dieses tägliche Szenario auch echt gut geklappt - als es dann aber ein weiteres Mal so weit war, habe ich unseren Linienbus mit einem Schulbus verwechselt und habe ganz umsonst die hektische Panik gespielt. Als dann dieser Schulbus ankam, war mir das sehr peinlich, und auch die Leute um mich herum haben mich dieses Mal nicht verblüfft, sondern eher schadenfroh angesehen. Aber diesen Moment habe ich wohl verdient. Ich beichte hiermit also, dass ich mir auf Kosten anderer einen Spaß erlaubt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032421 vom 18.12.2013 um 16:30:33 Uhr (15 Kommentare).

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