Elektrische Heizung vom Flohmarkt

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Maßlosigkeit Verschwendung Freizeit

Ich muss jetzt auch mal etwas beichten. Als ich noch jünger war, bin ich gerne auf Flohmärkte gegangen. Eines schönen Tages sah ich einen elektrischen Heizkörper mit Rollen dran. Zeitgleich fiel mir ein, dass sich meine Mutter darüber beschwert hatte, dass in einem Zimmer eine Heizung nicht richtig funktioniert. Da dachte ich mir, dass die Heizung ein gutes Geschenk wäre - also kaufte ich sie. Nachdem ich die Heizung gekauft hatte, wüsste ich nicht, wie ich sie mehrere Kilometer nach Hause bringen sollte, denn ich war mit dem Fahrrad zum Flohmarkt gefahren.

Ich drehte mich um und sah eine Frau, die am Stand Wolle verkaufte und ich kaufte ein Knäuel. Mit der Wolle band ich die Heizung an mein Fahrrad und fuhr los. Alle haben mich angestarrt. Nach einem Kilometer war ich in der geschlossenen Ortschaft. Um keinen Sachschaden zu verursachen, musste ich mein Fahrrad-Heizungs-Gespann trennen. Ich schob abwechselnd Fahrrad und Heizung voran. So musste ich jeden Fußgängerüberweg insgesamt drei Mal überqueren. Als Letztes brachen auch noch 50 Meter vor dem Ziel zwei Rollen ab. Als ich mit der Heizung vor der Tür stand, hatte mich meine Mutter angeschaut, als hätte sie ein UFO gesehen. Ich bereue es, dass ich so eine unnötige Ausgabe getätigt habe.

Beichthaus.com Beichte #00040925 vom 27.01.2018 um 19:25:04 Uhr (7 Kommentare).

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Ich bin ein Gutmensch - und stolz darauf!

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Aggression Zorn Gesellschaft Vorurteile Hochmut Stolz Stuttgart

Ich bin wohl ein sogenannter "Gutmensch" und stand damals an mehreren Bahnhöfen, um Züge mit Refugees zu begrüßen. Ja, auch das "Welcome"- Shirt trug ich und schäme mich nicht dafür. Im Flüchtlingsheim unserer Stadt habe ich ein Vierteljahr lang bei der Essenausgabe geholfen und zurzeit begleite ich ehrenamtlich zwei syrische Familien mit Kindern, die Angelegenheiten bei Behörden zu klären haben. Ich gebe ihnen Kleidung meiner Kinder, die nicht mehr passt und wurde von ihnen auch schon zum Essen zu sich nach Hause eingeladen, was eine wunderbare, bereichernde Erfahrung für uns alle war. Ich spende monatlich etwas Geld sowie Futter an zwei Tierschutz- Organisationen und meide Zirkus- und Zoobesuche, um das Leid und die nicht artgerechte Haltung der Tiere dort zu boykottieren. Haustiere halten wir selbstverständlich nicht. Regelmäßig wählen mein Mann und ich die Grünen und achten beim Konsum auf Prüfsiegel und korrekte Herkunft. Gegen "Stuttgart 21" bin ich damals mitgelaufen und engagiere mich auch sonst durch mein Konsumverhalten für den Umweltschutz, denn jede Kleinigkeit, die man beachtet, zählt.

Wir leben ökologisch sparsam und gesetzestreu, da Werte und Normen feste Bestandteile unseres humanitären Weltbildes sind. Als 2016 unser Verfahren zur Aufnahme eines minderjährigen unbegleiteten Flüchtlings lief, scheiterte es letztendlich daran, dass ich nochmal schwanger wurde und wir weniger Zeit und Raum für den Jugendlichen zur Verfügung gehabt hätten. Aufgegeben haben wir die Vorstellung jedoch noch nicht. Mit meiner Tochter (3) habe ich in der Adventszeit bei der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton" mitgemacht und sie ein paar Spielzeuge und Kuscheltiere aussortieren lassen, die nun ein Zuhause in der dritten Welt gefunden haben. Mein Mann hätte gerne ein weiteres Kind mit mir, aber ich überlege, ob wir nicht lieber ein Kind aus schlimmen Verhältnissen adoptieren sollten, um ihm zu helfen, statt ein neues Leben in unsere ungemütliche, unberechenbare Welt zu setzen, wo es doch schon genug Bedürftigkeit gibt, die abgestellt gehört.

Auf alle Fälle werden wir demnächst eine Patenschaft für ein afrikanisches Kind übernehmen, damit es gute Chancen hat, sicher und gebildet aufzuwachsen. So erleben unsere eigenen Kinder ganz nebenbei Toleranz und die Bereitschaft, zu teilen, denn das Einzige, was sich durchs Teilen verdoppelt, ist das Glück! Meine Beichte ist, dass ich die rücksichtslose, egoistische Haltung vieler Mitmenschen ablehne, die nicht an die Zukunft und Mitverantwortung aller Bürger denken und mein Unverständnis für sie stetig wächst. Ich hoffe auf Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00040916 vom 26.01.2018 um 10:55:47 Uhr in Stuttgart (51 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Kann ich meine Familie zerstören?

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Fremdgehen Verzweiflung Familie Groß-Gerau

Ich (m/35) weiß weder ein noch aus. Eigentlich (so dachte ich zumindest), hätte ich alles erreicht, was ich mir immer erträumt hatte: Freude und Erfolg im Job und dann auch noch meine Traumfrau kennengelernt und mit ihr eine wundervolle Tochter bekommen. Doch, ehrlich gesagt, fing alles schon in der Schwangerschaft an: Sie hatte einige Wochen schwere Depressionen, wollte das Kind erst doch nicht mehr, entschied sich letztendlich aber doch dafür. Ich stand ihr so gut es ging bei in dieser schwierigen Phase, aber hatte danach schon weniger das Gefühl, dass uns das gemeinsame Durchstehen dieser Schwangerschafts-Depression nicht mehr zusammen geschweißt hat, sondern eher in mir etwas kaputtgemacht hat. Das wird schon wieder, dachte ich damals. Bis zu dem Moment, als sie mich (ich hatte mal wieder mit unserer damals zweijährigen Tochter gebadet) ganz böse und andewidert ansah. Als ich später fragte, was los war, sagte sie mir, ich hätte bestimmt eine Erektion gehabt (was nicht stimmte) und heimlich unsere Tochter belästigt. Es war, als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen.

In der Zeit darauf klärte es sich für mich auf: Meine Partnerin gestand mir, dass sie in jungen Jahren von einem Freund übergriffig behandelt und beinahe vergewaltigt wurde, daher hat sie ein Trauma, welches sie nun auch von einem Psychologen behandeln ließ. Und trotzdem: Auch hier sind viele Narben zurückgeblieben. Ebenso bei der Tatsache, dass sie sich kein zweites Kind wünscht, obwohl wir früher oft davon sprachen und uns auch schon vorstellten, wie dann das Kinderzimmer der zwei aussehen wird usw. Wie schon gesagt: Man sagt ja oft, dass durchstandene Krisen einen nur noch mehr stärken in der partnerschaftlichen Bindung. Aber dieses Gefühl verspüre ich nicht, so sehr ich mich auch bemühe. Und dann kam Folgendes: Mit zwei meiner Ex-Freundinnen habe ich noch guten, freundschaftlichen Kontakt, aber kürzlich bin ich mit beiden im Bett gelandet. Ich weiß, dass das moralisch total scheiße ist und ich hege auch nicht die Absicht, mit einer der beiden Damen wieder eine Beziehung zu beginnen. Doch ich bin echt verzweifelt und weiß nicht, was ich tun soll? Ich liebe mein Kind und möchte immer für sie da sein, aber wäre das bei einer Trennung überhaupt möglich? Und stellt sich dieses “Wir haben die schwersten Krisen überwunden und sind dadurch untrennbar“-Gefühl doch noch irgendwann ein?

Beichthaus.com Beichte #00040901 vom 21.01.2018 um 13:55:55 Uhr in 64521 Groß-Gerau (Frankfurter Straße) (21 Kommentare).

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Fernsehzuschauer sind doof!

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Chef Vorurteile

Ich halte Fernsehen für das minderbemittelteste Medium auf der ganzen Welt. Dämliche Trashsendungen, langweilige Serien und die dämliche Werbung, die immer länger und verblödeter wird, bestätigen meinen Eindruck immer mehr. Ich arbeite für ein großes Unternehmen im Personalmanagement und ab und zu führe ich die Vorstellungsgespräche. Ich halte die Gespräche immer locker und auf die Frage, was man denn so im Fernsehen schaut, sollte man lieber lügen und mir antworten, dass man keinesfalls fern sieht. Ich halte alle Fernsehzuschauer für doof, da sie sich so einen Mist reinziehen und für Pay-TV viel Geld bezahlen. Tut mir leid für diese Vorurteile und für die vielleicht vielen guten Arbeitskräfte, die den Job nicht erhalten haben.

Beichthaus.com Beichte #00040890 vom 16.01.2018 um 21:53:05 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Toilettengewohnheiten in asiatischen Ländern

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Ernährung Urlaub

Ich bin derzeit für einen längeren Aufenthalt in einem nicht näher zu beschreibenden südostasiatischen Land und will natürlich weiterhin was für meinen Body und die Fitness tun. Deswegen habe ich mich in einem Fitnessstudio angemeldet. Das Training läuft gut und alles passt. Die einheimischen kulinarischen Spezialitäten allerdings vertrage ich noch nicht so gut, weswegen ich letztens schon fast hinterrücks aufs Laufband geröhrt habe, aus lauter Verzweiflung weil mein Magen und Darm aufs Heftigste gegen das Essen rebelliert haben. Mein Laufprogramm wollte ich nicht abbrechen und habe stattdessen krampfhaft und mit Erfolg versucht, mich nicht einzukacken, sondern stattdessen den einen oder anderen scharfen Rektalwind abzulassen. Ich dachte mir, dass es bestimmt eh nicht auffällt, weil die ganzen Anabolika-Freaks mit ihren Anabolika-Ausdünstungen sowieso noch schlimmer stinken. Leider falsch. Die junge Frau neben mit hat ihr Training abrupt beendet und wenn Blicke töten könnten, würde ich jetzt nicht schreiben. Also dachte ich mir, dass es jetzt wohl so weit war, und ich ging zur Toilette, um ordentlich und lautstark abzufeuern und den ganzen Schlack aus meinem Pansen rauszuwürgen. Leider hatte ich vergessen Klopapier mitzunehmen. In Ländern wie diesem ist es nicht üblich, dass auf dem Klo das Papier bereitgestellt und aufgefüllt wird. Nachdem ich aber schon mit schmatzender Rosette und braunem Rück-Anstrich dasaß, gab es kein Zurück. Ich habe also meine Boxershorts als Klopapier missbraucht und mir den Sulz von den Backen gewischt. Um weniger aufzufallen, ließ ich anschließend mein "Corpus Bekackti" im Spülkasten verschwinden. An den armen Hausmeister oder den nächsten Gast dachte ich nicht und es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00040887 vom 16.01.2018 um 00:30:09 Uhr (23 Kommentare).

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