Ich bin zu hässlich f

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Verzweiflung Eitelkeit Manie

Ich möchte beichten, dass ich sogar wenn ich alleine zu Hause bin, mit Kapuze über dem Kopf herumlaufe. Ich wohne allein, bin weiblich und Mitte 20. Ich finde mich abgrundtief hässlich. Ich habe gerade die Kapuze auf, weil die Gefahr zu groß ist, dass ich meine Hässlichkeit nicht ertragen kann, wenn ich am Spiegel vorbeilaufe. Ich würde mir am Liebsten das ganze Gesicht zerkratzen, weil ich nicht verstehe, warum man mich mit dieser ekelhaften Visage gestraft hat. Mein ganzes Denken kreist nur um mein hässliches Gesicht, in das andere Menschen den ganzen Tag hineinblicken müssen. Sie tun mir alle leid. Es ist kaum auszuhalten, wenn mich Leute anschauen. Klar weiß ich, dass das Aussehen nicht so wichtig ist und mir das Aussehen anderer auch ziemlich egal. Aber ich kann mich an meinem Charakter, der sonst eigentlich recht vernünftig ist, nicht erfreuen, wenn ich mich im Spiegel sehe und nur noch heulen will. Ich will das einfach nicht sein!! Ich benötige morgens mehr als drei Stunden, bevor ich das Haus verlasse, um nicht so auszusehen. Natürlich ist das sinnlos, weil ich nun einmal so aussehe. Oft kann ich das Haus jedoch nicht verlassen und habe nur noch den Wunsch rauszukommen. Ich will doch raus, aber es fesselt mich hier an den Boden. Ich bin so gefesselt, dass ich mir nicht mal Hilfe holen kann.

Ich mache nicht mal die Rollläden hoch, weil ich im Licht so hässlich bin. Ich mache nicht mal hier Licht. Das einzige Licht ist der PC. Ich schäme mich am Allermeisten vor mir selbst. Ich weiß nicht, ich glaube, so wichtig ist es gar nicht, was die anderen über mich sagen. Also mir. Ich selbst finde mich nur am Allerhässlichsten. Und nur wenn ich mich ok finde, können mich andere ok finden. Anders geht es nicht. Manchmal brauche ich auch acht Stunden, um rauszukommen. Manchmal gehe ich auch erst nachts raus. Und manchmal gar nicht. Ich ersticke. Niemand aus meinem Alltag ahnt ansatzweise, was mit mir los ist. Wer das hier liest, denkt sich wohl: "Naja, Internet-Spinner gibt es immer." Aber ihr wisst vielleicht gar nicht, wie vielen Leuten es so geht, denen man es nur einfach nicht ansieht.

Ich werde niemals einen Job haben und ich habe auch fast alle meine Freunde verloren. Ich konnte ihnen den wahren Grund nie sagen, weil ich mich zu sehr dafür schäme und weil es für andere albern wirkt, es keiner ernst nehmen würde. Aber diese alberne Sache hat mich dazu gezwungen, Menschen, die ich liebe, in die Wüste zu schicken bzw. schicken muss. Es zwingt mich ja dazu. Es tut weh, alles zu verlieren. Und alles nur, weil man das Gefühl hat, so lächerlich auszusehen. Warum konnte ich nicht einfach ein ganz normales Gesicht kriegen? Ich falle in der Öffentlichkeit nicht besonders aus und niemand würde mir ansehen, welche Hölle ich durchmache. Vielleicht denken sie es wäre irgendeine Studentin. Jung, dynamisch, blablabla. Aber ich bin ein Haufen Scheiße. Elendiges Nichts. Aus mir wird einfach niemals etwas werden. Niemals. Für alle, die bis hierher gelesen haben: Wenn euch irgendjemand seltsam vorkommt, dann könnte auch etwas ganz anderes dahinter stecken. Man kann nie wissen. Ich glaube, meine Mitmenschen denken einfach ich bin faul und gleichgültig. Dabei bin ich ein hilfloses, total zerbrechliches Etwas, das das Gefühl hat, keine Berechtigung für seine Existenz auf dieser Welt zu haben. Ich bin es einfach nicht wert zu leben, weil ich so aussehe.

Ich will euch nur sagen, dass ihr vielleicht manchmal jemandem Unrecht tut, der ganz fremdartig wirkt, weil er einen Haufen Scheiße durchlebt und einfach nur nicht anders kann, als komisch zu wirken. Ich möchte mich für alles bei allen entschuldigen. Ich beneide euch um eure "Probleme", die ihr habt, und würde sofort mit euch tauschen. Ich hasse mich und ich komme hier allein einfach nicht mehr raus. Aber niemand auf der ganzen Welt weiß es. NIEMAND. Und es steht nun zum ersten Mal irgendwo auf einer Internetseite. Ich zittere am ganzen Körper, weil ich noch nie darüber "gesprochen" habe. Mich würde es nicht wundern, wenn ich eines Tages einfach umfalle, weil es mich von innen aufgefressen hat.

Beichthaus.com Beichte #00021463 vom 10.04.2007 um 20:49:36 Uhr (12 Kommentare).

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Allein unter Proleten

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Vorurteile Zorn Schule Gesellschaft

Ich (m) habe das Gefühl als einziger Mensch, wenn es um Schule geht, in einem Jungle voller Gorillas zu leben. Alles Säufer, Kiffer und Raucher denen ihre Zukunft am A*sch vorbei geht, manche wollen schon eine Ausbildung machen, aber nur eine sehr 'kleine' und vergessen wie schlecht es um Deutschland im Moment steht. Ich unterscheide mich völlig von anderen Jugendlichen, ich habe mir fest vorgenommen niemals zu rauchen, zu saufen oder Drogen zu nehmen, und dies fällt mir auch überhaupt nicht schwer, denn als 15-jähriger verspüre ich, trotz allem nicht den Drang, irgendetwas davon auszuprobieren. Mich macht das Ganze so wütend, diese Halbaffen jeden Tag zu sehen, dass ich mir vorgenommen habe etwas im Leben zu erreichen, ich will nicht, dass es irgendeiner von diesen Spinnern jemals besser hat als ich, daher möchte ich Betriebswirtschaftslehre studieren und später mal als Unternehmer viel Geld verdienen. Allein wenn ich schon sehe, was in dieser Welt alles schief läuft, hungernde Menschen, Kriege, Rassismus, Menschen die unschuldig verurteilt werden, Menschen die schuldig nicht verurteilt werden, ein gewaltiges Umweltproblem, das alles macht mich wütend, unglaublich wütend. Ich will etwas daran ändern und ich verstehe nicht, wieso das Vielen egal ist. In meiner Schulklasse bin ich selbstverständlich mit meinem umdenken ein Außenseiter. Gut mit den Vollproleten aus meiner Klasse muss ich auch nicht befreundet sein, ich habe ja genug Freunde, doch manche von denen entwickeln sich auch langsam zu den größten Primaten. Es gibt eigentlich nahezu keinen Menschen der meine Gedankenzüge versteht und nachvollziehen kann, aber na gut damit kann ich leben, dennoch leide ich jeden Tag, wenn ich immer wieder neue Geschichten im Fernsehen und sonst wo höre, über Kriminelle, Terroristen und Misspolitik. Am Schlimmsten sind eh Diejenigen, die für irgendwelche eingebildeten 'Götter' und höheren Mächte Menschenleben auslöschen, das kann doch nicht sein, dass Menschen so unglaublich dumm sind und an so etwas glauben. Ich wollte dies, wegen dieser inneren Qualen, die ich tagtäglich erleiden muss nur einmal niederschreiben, dass sollte dieses Leiden etwas mindern.

Beichthaus.com Beichte #00021440 vom 09.04.2007 um 10:22:31 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Bei uns im Supermarkt

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Falschheit Lügen Hochmut Arbeit Shopping

Bei uns im Supermarkt
Ich war gestern direkt nach der Arbeit im Supermarkt. Ich trug einen Anzug und unterhielt mich mit einer Bekannten, die dort Regale einräumt. Nach dem kurzem Gespräch wendete ich mich wieder dem Einkaufen zu. Doch ich kam nicht dazu, denn eine Frau (etwa Anfang 30) fragte mich, ob ich nicht einen Job für sie hier hätte. Ich sagte Ihr, dass sie morgen früh um 6 Uhr zu einem Probetag bei "uns im Supermarkt" vorbeikommen soll, da wir ja immer Platz für motivierte Mitarbeiter hätten. Am nächsten Morgen um ca. 6.30 Uhr machte ich mich wieder auf den Weg zur Arbeit und fuhr aus Neugierde am Supermarkt vorbei. Da stand doch tatsächlich diese Frau vor der Eingangstür und wartet auf ihren "Probetag". Ich habe mich köstlich amüsiert und bin fröhlich und munter ins Büro gefahren. Mich plagen keinerlei Gewissensbisse, schließlich finanziere ich dieses Volk ja - die gehören quasi mir/uns.

Beichthaus.com Beichte #00021436 vom 09.04.2007 um 07:50:26 Uhr (16 Kommentare).

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Mein Hetero-Ausrutscher

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Fremdgehen Selbstsucht Verzweiflung

Eigentlich bin ich lesbisch, habe aber letzte Woche mit einem Kerl geschlafen, es war geil und hat mich unglaublich angemacht, aber jetzt weiß ich nicht, was ich will. Eigentlich will ich nicht ihn sondern nur die Fickerei. Er ist allerdings in mich verliebt und ich würde mir schäbig vorkommen, würde ich das jetzt so weiterlaufen lassen, deswegen habe ich reinen Tisch gemacht und er akzeptiert das vollkommen. Jetzt fehlt "er" mir... ich bin ziemlich verwirrt.. Ist es Sehnsucht? Ist es doch irgendwas mit Gefühlen? Eigentlich bin ich seit Monaten mehr oder weniger glücklich verliebt - nicht vergeben, aber verliebt und es ging mir recht gut.

Naja, und zusätzlich, obwohl ich ja nicht in einer Beziehung bin, plagt mich auch noch das schlechte Gewissen ihr gegenüber, weil wegen meiner total verkorkst romantischen Vorstellung von Liebe, ich daran festhalte, dass sobald derartige Gefühle in einem verankert sind, egal ob mit Aussichten auf eine Beziehung oder nicht, ich der Meinung bin, treu sein zu müssen! Jetzt ist alles totally confused. Bin das ich? What the hell, ich weiß es nicht, god damned... Aber es fühlt sich nicht an wie ich... ganz und gar nicht. Was nun? Und warum zur Hölle machen sich Menschen selbst solche Schwierigkeiten?

Beichthaus.com Beichte #00021401 vom 08.04.2007 um 01:57:53 Uhr (3 Kommentare).

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“Folge

Tagebücher können Leben zerstören!

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Neugier Boshaftigkeit Engherzigkeit Kinder

Ich (m/19) habe in der siebten Klasse einmal das Tagebuch von eines Klassenkameraden gefunden. Natürlich stöberte ich etwas, durch meine Neugier beflügelt, und kam auf sehr interessante Informationen über ihr Liebesleben. Sie schrieb wie sehr unsere Klassenlehrerin sie anturnen würde und beschrieb, wie groß die Liebe zu ihr ist. Natürlich kopierte ich diese Seiten als Beweis. Am nächsten Tag ging ich zu ihr und erpresste sie, dass ich die Kopie öffentlich mache, wenn sie mir nicht 50 DM-Mark geben würde. Sie gab mir das Geld nicht. Keine Ahnung, ob sie es sich nicht leisten konnte.

Egal, auf jeden Fall war die Kopie am nächsten Tag am Schülerbrett. Ihr soziales Leben war ruiniert, mit 13, denn auch ein paar Lehrer lasen die Kopie (haben sie natürlich sofort abgehängt), aber jeder wusste Bescheid und es sprach sich auch schnell im Lehrerzimmer herum. Doch sie verpetzte mich nicht, denn ich sagte ihr, dass ich noch andere Seiten mit anderen Peinlichkeiten kopiert hatte und sie ausstellen würde.

Beichthaus.com Beichte #00021381 vom 07.04.2007 um 03:34:21 Uhr (10 Kommentare).

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