Wette auf das Leben

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Dummheit Engherzigkeit Morallosigkeit Schule Tod Wolfen

Letzten Monat ist ein ehemaliger Schüler meiner Schule verstorben. Er ist damit der dritte Todesfall seit dem letzten Jahr. In einem spaßigen Gespräch mit meinem besten Kumpel fragte ich, wer wohl als Nächstes gehen würde. Der jugendliche Leichtsinn führte dann dazu, dass wir eine Art Wette daraus machten - denn er tippte auf einen Jungen und ich auf ein Mädchen. Mir wurde erst während der Heimfahrt bewusst, worauf ich da eigentlich gewettet hatte. Auf ein Menschenleben. Auch wenn ich nicht an einen Gott als solches glaube, gibt es bestimmt jemanden, der über uns wacht. Und zu allem Überfluss beinhaltet diese Wette auch meine Schwester, die ebenfalls unsere Schule besucht. Deshalb sitze ich jetzt hier und beichte, anstatt meine Hausaufgaben zu erledigen.

Beichthaus.com Beichte #00032603 vom 21.01.2014 um 16:57:29 Uhr in 06800 Wolfen (Parkstraße) (22 Kommentare).

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Peinlicher Winterspaziergang

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Peinlichkeit Dummheit Ekel

Ich (w) bin im letzten Winter oft mit meinem Freund spazieren gegangen. Und der letzte Spaziergang hat sich eingebrannt. Es war sehr kalt, alles war zugeschneit und wirklich wunderschön. Aber leider hatte ich furchtbare Bauchschmerzen, von denen ich ihm dann auch erzählte. Er tröstete mich und fragte mich, ob ich mal auf die Toilette müsste. Ich sagte allerdings, dass das nicht notwendig wäre, obwohl das bestimmt geholfen hätte, aber es war mir einfach zu peinlich. Mein Freund meinte, ich solle mich nicht genieren und er hätte kein Problem damit, wenn ich mal kurz hinter einem Busch verschwinde. Er schwor, dass er es niemandem erzählen würde. Ich blieb aber stur bei meiner Meinung und der Spaziergang war für mich eine entsetzliche Qual, ich musste einfach dringend mein Geschäft verrichten! Plötzlich blieb ich stehen, weil ich solche Schmerzen hatte. Es blieb keine Zeit mehr, einen Busch aufzusuchen. Ich war in dem Moment so verzweifelt, dass ich einfach meine Hose runtergezogen und mich hingehockt habe. Als ich erleichtert mein Geschäft verrichtete, hörten meine Bauchschmerzen auf - nur mein Freund sah mich verdutzt an und lachte los. Durch den Schnee konnte man meine Hinterlassenschaft ausgezeichnet sehen. Einerseits war ich erleichtert, andererseits war mir die ganze Aktion einfach nur extrem peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00032600 vom 20.01.2014 um 15:37:42 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Beziehung mit dem Schläger

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Gewalt Aggression Missbrauch Verzweiflung Partnerschaft Gräfinau-Angstedt

Ich (w/21) möchte nach Jahren etwas beichten, das mir sehr leidtut. Aber fangen wir mal am Anfang an. Ich hatte immer einen guten Draht zu älteren Schülern und nahm oft eine Freundin mit zu ihnen. Sie war immer sehr still und schüchtern, aber eines Tages berichtete […]
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Beichthaus.com Beichte #00032581 vom 17.01.2014 um 09:44:00 Uhr in Gräfinau-Angstedt (23 Kommentare).

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Die Uhr des Ehebrechers

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Ehebruch Dummheit Diebstahl Fremdgehen Morallosigkeit Oelde-Stromberg

Vor fünf Jahren lernte ich (w/26) einen Mann (30) kennen. Wir standen gemeinsam an der Haltestelle, aber wegen eines Unfalls fuhren keine Straßenbahnen mehr. Ich hörte, wie er ganz hektisch telefonierte und dass er das gleiche Ziel hatte wie ich - nämlich die Uniklinik. Woraufhin ich ihn fragte, ob er mit mir dort hingehen wollte, weil ich einen Weg kannte, über den man die Klinik recht schnell auch zu Fuß erreichen kann. Ich hatte wirklich keine Hintergedanken, das war einfach nur nett gemeint. Unterwegs unterhielten wir uns dann aber sehr gut, er fragte nach meiner Handynummer und wir trafen uns noch öfters, bis wir dann ein Pärchen wurden. Er war mein erster Freund und mit ihm hatte ich auch meine ersten sexuellen Erfahrungen. Er arbeitete bei einer großen Bank, die inzwischen nicht mehr so angesehen ist, und hatte beruflich immer viel Stress, weswegen er meistens sehr spät zu mir kam, oder auch mal kurzfristig absagte. Er hat mich kaum bei Freunden vorgestellt, und mit der Vorstellung bei den Familien wollten wir auch noch warten. Die Wohnung, in der ich ihn besuchen kam, muss er wohl extra dafür gemietet haben. Ich war wegen meines Studiums erst in diese Stadt gezogen, kannte also noch nicht so viele Leute und war glücklich, einen so tollen Partner an meiner Seite zu haben. Noch dazu war ich jung und ich bin auch sehr behütet aufgewachsen, was meine Dummheit wohl erklärt. Und ich betone ausdrücklich, dass ich mir kein Geld oder Ähnliches habe schenken lassen. Unsere Beziehung dauerte etwa ein halbes Jahr, dann war ich nach einigen bestandenen Prüfungen in einem größeren Einkaufscenter und sah ihn, wie er Hand in Hand mit einer sehr hübschen Frau an den Schaufenstern entlang schlenderte. Die Frau hatte einen dicken Babybauch. Natürlich wurde ich (endlich!) misstrauisch, dachte aber, dass es ja auch eine Bekannte oder ein Familienmitglied sein könnte, und ging einfach zu ihm hin, um ihn zu begrüßen. Er tat so, als kenne er mich nicht, meinte, das sei eine Verwechslung und versuchte seine Frau weiter zu ziehen, keine Ahnung, was sie damals von mir dachte.


Ich war verzweifelt. Auf dem Heimweg wäre ich fast in Tränen ausgebrochen und machte mich dann in meiner kleinen Wohnung daran, die wenigen Sachen, die er am Abend zuvor bei mir gelassen hatte, zu entsorgen. Handynummer löschen, Zahnbürste in den Müll und so weiter. Dabei fand ich seine Uhr, die er auf meinem Nachttisch vergessen hatte. Er versuchte noch einmal, sich bei mir zu melden, aber ich erklärte ihm dann halbwegs gefasst, dass ich nie wieder etwas von ihm hören wolle, sonst würde ich seiner Frau alles erzählen. Ich hörte nichts mehr von ihm. Die Uhr, auf der der Name einer sehr bekannten Uhrenmarke stand, habe ich erst einmal behalten. Eine ganze Zeit später brachte ich sie zu einem Juwelier und wollte wissen, ob sie echt ist. Er sagte, dass sie neu knapp 9000 Euro wert sei und ich ließ sie etwas enger stellen. Was ich jetzt eigentlich beichten will? Dass ich damals so dermaßen dumm war und ihm praktisch alles geglaubt habe! Dass ich die Uhr letztendlich ja gestohlen habe, und vor allem, dass ich ihm geholfen habe, seine schwangere Frau zu betrügen, auch wenn ich es nicht wusste. Ein bisschen Misstrauen hätte geholfen. Keine Ahnung, was aus den beiden, oder besser gesagt, den drei geworden ist. Ich habe keinen Kontakt zu seiner Frau aufgenommen, weil sie mich ja schon beim Einkaufen gesehen hatte und sich ihren Teil denken konnte. Außerdem wollte ich dem Kind nicht den Vater nehmen. Und die Uhr? Tja - die trage ich manchmal, obwohl sie mir eigentlich viel zu protzig ist. Aber das soll mich an meine unglaubliche Naivität erinnern.

Beichthaus.com Beichte #00032486 vom 29.12.2013 um 17:04:32 Uhr in Oelde-Stromberg (23 Kommentare).

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“Beichte

Stress und Ärger!

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Boshaftigkeit Aggression Selbstsucht Zorn

Ich (w/36) bin seit zwei Monaten bei einem Therapeuten in Behandlung und es ist mir unglaublich peinlich, dass ich erst Hilfe von außen brauchte, um mein Problem zu erkennen. Seit dieser Zeit geht es mir wirklich schon viel besser, da mir die Probleme, die ich in meinem Leben habe jetzt erst klar werden. Ich hatte immer Schwierigkeiten damit, eine Beziehung aufzubauen. Nicht einmal meine Freundschaften hielten sonderlich lange und ich musste auch mehrmals den Beruf wechseln. Kurz gesagt hatte ich Probleme mit anderen Menschen und war natürlich meist selbst schuld daran - auch wenn ich das nicht sah. Ich wurde ausgegrenzt oder man brach einfach den kompletten Kontakt ab. Ich habe das lange nicht verstanden, aber der Therapeut hat mir geholfen mein Problem zu erkennen, welches ich nun auch beichten möchte. Denn seit Jahren lade ich den Stress, den ich mir mache, auf anderen Menschen ab. Beispielsweise war da einmal ein Handwerker, der bei mir etwas erledigte und mich offensichtlich auch interessant fand - jedenfalls, bis ich zwei Tage danach beruflich im Stress war, und ihn dann anschnauzte, wo denn meine Rechnung bliebe.


So ist das auch bei anderen Sachen. Wenn ich im Internet etwas kaufe und dann Stress habe, schreibe ich grundsätzlich den Verkäufer an und bewerte ihn negativ. Auch im Job lasse ich meinen Stress an anderen aus, vor allem an jüngeren Kollegen, die ich vorsätzlich wegen jeder Kleinigkeit fertigmache. Ich habe dadurch auch einen Hang dazu entwickelt, dass alles übermäßig genau und pünktlich sein muss. Und natürlich erzählte ich auch jede Kleinigkeit sofort dem Chef. Um mich herum verbreitete ich also nur Stress und Ärger - auch wenn es mir nicht bewusst war. Ich hatte zwar das Gefühl, dass ich meinen persönlichen Stress einfach nur an jemanden abgebe, aber das kam dann natürlich mehrfach zurück und ich schob die Schuld dann wieder zu jemand anderem. Und jetzt, zu Weihnachten, versuche ich das erste Mal seit Langem mit meinem Stress alleine fertig zu werden und niemanden deshalb anzuschnauzen oder Ähnliches. Ich habe angefangen über meine Taten nachzudenken und feiere Weihnachten auch sehr viel bescheidener und besinnlicher. Und deshalb möchte ich mich auch bei allen entschuldigen, denen ich das Leben so schwer gemacht habe. Leider habe ich keine Ahnung, wie ich das alles wieder gutmachen soll, aber diese Beichte ist immerhin ein Anfang.

Beichthaus.com Beichte #00032466 vom 26.12.2013 um 21:11:00 Uhr (11 Kommentare).

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