Die Phantomgeräusche

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Dummheit Stolz Arbeit

In dem Unternehmen, bei dem ich arbeite, wurden vor einigen Monaten Mobiltelefone für alle Mitarbeiter eingeführt - zunächst, damit wir uns innerhalb der Firma besser verständigen können. Es handelt sich um ein sehr weitläufiges Werksgelände und das hat schon Vorteile mit sich gebracht. Leider arbeiten wir in zwei Schichten - das bedeutet, die Produktion läuft von 06.00 Uhr bis 0:00 Uhr durch. Irgendwann ist die Firmenleitung dann auf die Idee gekommen, dass wir auch in unserer Freizeit erreichbar sein müssen, falls jemand aus der anderen Schicht eine Frage hat. Die Anrufe sind dann zwar eher selten gewesen, aber war man mal nicht erreichbar, hat es einen Riesenärger vom Werksleiter gegeben. Nun zu meiner Beichte: Ich höre seit einigen Monaten Phantomgeräusche, ich höre also oft mein Mobiltelefon klingeln, obwohl gar keiner angerufen hat. Seit ich in der Spätschicht eingeteilt worden bin, ist es noch schlimmer geworden - ich schrecke morgens im Bett hoch und denke, dass es geklingelt hat. Ich habe mich natürlich schon über das Thema informiert und es ist wohl sehr weit verbreitet, mir macht es aber Angst, dass ich Geräusche höre, die gar nicht da sind. Natürlich ist mir klar, dass sich das Ganze bis hin zu einer chronischen Krankheit oder sogar zur Berufsunfähigkeit entwickeln kann. Meine Beichte ist nun, dass ich es trotzdem noch niemandem erzählt habe und zu Stolz bin, um damit zu einem Arzt zu gehen.

Beichthaus.com Beichte #00032145 vom 30.10.2013 um 10:32:34 Uhr (11 Kommentare).

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Rache auf ihrem Niveau

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Rache Dummheit Engherzigkeit Stolz Ex

Ich (m) hatte vor etwa einem halben Jahr drei Dates mit einem hübschen Mädchen. Von einem Tag auf den andern - als ich sie zum vierten Date einladen wollte - ging sie nicht mehr ans Telefon und antwortete auch nicht auf meine Nachricht. Es gab eigentlich keinen Anlass zum Rückzug, denn wir hatten es stets witzig und mochten uns. Schon beim ersten Date verhielten wir uns wie ein Paar, wir küssten und umarmten uns, hatten es richtig toll. Nun gut, ich schrieb ihr nach etwa drei Tagen noch eine Nachricht, ließ das nie bestätigte Date platzen und sagte ihr, dass ich ihr Verhalten dämlich finde. Wie zu erwarten, kam auch hier nie etwas zurück. Grundsätzlich war und ist es mir egal, dass wir uns nicht mehr sehen (anfangs war ich natürlich schon ziemlich irritiert und etwas traurig, der Grund ist mir bis heute ein Rätsel), aber es gibt ja noch Tausende Frauen da draußen. Dass sie nie eine Antwort gegeben hat, finde ich bis heute äußerst respektlos, unreif und kindisch.


Ich hatte sie schon längst vergessen, als mir vor zwei Wochen der Weg vom Bahnhof in mein neues Büro unglaublich bekannt vorkam. Natürlich, er führte ja auch an der Wohnung der besagten Dame vorbei. Um die Geschichte kurz zu fassen: Heute steht sie wohl vor einem Rätsel. Denn wer ist nur die Person, die in unregelmäßigen Abständen - aber stets zwischen 18 und 20 Uhr, an ihrer Wohnung klingelt und auf ihr "Ja?" an der Freisprechanlage nichts antwortet? Dann aber stets mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder von ebendieser wegläuft? Man weiß es nicht, man munkelt nur... Ich weiß, dass mein Verhalten ebenfalls nicht unbedingt korrekt ist. Doch manchmal muss man andere Leute mit ihren eigenen Waffen schlagen - in diesem Fall mit kindischen und unreifen Verhalten. Ich beichte also hiermit, dass ich - im absoluten Wissen darum, dass mein Verhalten nicht im Geringsten besser ist als das Ihre - jemandem die verdiente Feierabendruhe raube. Sorry.

Beichthaus.com Beichte #00032140 vom 30.10.2013 um 17:41:28 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Aushilfs-Jedi

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Falschheit Manie Begehrlichkeit Dummheit Medien

Ich bin ein riesiger "Star Wars"-Fan. Allerdings lebe ich dies nicht bloß mit einem Haufen an Merchandise aus, sondern lebe selbst im Star Wars Universum. Ich habe mir seit mehreren Jahren angewöhnt, mir vorzustellen, dass ich, statt zur Arbeit zu fahren, mit meinem eigenen Raumschiff zum Planeten Coruscant fliege. Ich mag es, mir vorzustellen, ich sei ein getarnter Jediritter - wovon die anderen natürlich nichts wissen. Selbstverständlich nutze ich auch regelmäßig die Macht - was in meiner Fantasie auch wunderbar funktioniert. Das geht soweit, dass ich, falls ich mal wütend sein sollte, Angst habe, zur dunklen Seite überzulaufen. Im Alltag sehe ich auch relativ normal aus, doch sobald ich zu Hause bin, trage ich eine Jedirobe, die ich mir selbst genäht habe.

Beichthaus.com Beichte #00032139 vom 30.10.2013 um 20:19:05 Uhr (17 Kommentare).

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Im Hotel versteckt

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Peinlichkeit Dummheit Urlaub Kinder Ellwangen-Röhlingen

Vor fünf oder sechs Jahren war ich (m/20) mit meiner Familie im Urlaub an der Nordsee. Meine Großeltern luden uns allesamt in ein 5-Sterne-Hotel ein, wo wir die nächsten Tage verbrachten. Ich teilte mir mein Zimmer mit meinem gleichaltrigen Cousin und wir verstanden uns wirklich prächtig. Noch dazu haben wir jeweils eine vier Jahre jüngere Schwester - die beiden verstehen sich ebenfalls sehr gut. Man kann also fast sagen, dass meine Tante und mein Onkel sich mit meinen Eltern gut abgesprochen haben, was das Timing angeht. Wir hatten wirklich viel Spaß, doch nach etwas zwei Tagen des Aufenthaltes und der Nutzung aller Möglichkeiten, die ein so luxuriöses Hotel bietet - also dem Dampfbad, der Sauna, dem Hallenbad, und so weiter - wurde uns Kindern dann schnell langweilig. Nach dem Abendessen überlegten wir, wie wir uns die restliche Zeit vertreiben konnten.


Tagsüber waren wir gut verplant, denn wir machten Ausflüge, badeten im Meer und ließen es uns gut gehen. Aber wie das so ist, unterhalten sich die Erwachsenen am Tisch ewig miteinander - deshalb wurde der Abend zum Kinderprogramm. Wir kamen auf die, aus heutiger Sicht, stupide Idee, im Hotel Verstecken zu spielen. Dabei bildeten wir Zweierteams - ich versteckte mich mit meinem Cousin, während unsere Schwestern uns suchten. Als wir ein passendes Versteck fanden, hörten wir nach kurzer Zeit auch schon die wohlbekannten Stimmen. Wir entschlossen uns also, das Blatt zu wenden, und die Mädchen gehörig zu erschrecken. Als wir also laut brüllend aus unserem Versteck sprangen, schaute uns statt der Mädels ein älteres Pärchen völlig erschrocken und verängstigt an. Wir sind noch nie so schnell weggelaufen wie damals. Aus heutiger Sicht war das natürlich absolut fahrlässig und ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn diese Aktion ernste Folgen gehabt hätte. Aber wir haben das Pärchen am nächsten Morgen beim Frühstück und bei bester Laune essen sehen. Ich bereue es sehr und werde meinen Kindern beibringen, besser hinzuhören.

Beichthaus.com Beichte #00032135 vom 29.10.2013 um 20:40:03 Uhr in Ellwangen-Röhlingen (16 Kommentare).

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Das Leid der Anderen

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Boshaftigkeit Zwang Morallosigkeit Verrat

Ich (m/35) habe über die Jahre hinweg ein fast schon zwanghaftes Verhalten entwickelt. Ich finde es nämlich überaus erotisierend und anregend, den Menschen, die persönliche Probleme oder schlechte Angewohnheiten haben, ihren Kampf gegen eben diese so schwer wie möglich zu machen. Über die Jahre hinweg habe ich mich auch in etlichen Selbsthilfegruppen angemeldet, weil sich dort immer die Sorte Mensch befindet, die mich richtig rattig macht. Ich habe schon viele schlimme Taten begangen. Mit einem meiner "Freunde" von den Anonymen Alkoholikern habe ich die ganze Nacht durchgezecht, sodass er sich an gar nichts mehr erinnern konnte - am nächsten Morgen starteten wir dann auch wieder mit einem Sixpack Bier. Er war durch seine Krankheit halt schon ziemlich angeschlagen und einige Monate später starb er an einer Alkoholvergiftung. Ich habe auch schon Raucher wieder auf den Pfad des Glimmstängels geführt und laufe jeden Morgen mit einem reichlich belegten Wurstsemmel an einem Obdachlosen vorbei. Und in der Straßenbahn tat ich letztens so, als würde ich mit jemandem telefonieren, während ich eine offensichtlich magersüchtige junge Frau abfällig anstarrte. Ich ließ mich dann darüber aus, dass manche Leute großen Mut und viel Selbstvertrauen beweisen, weil sie sich mit einem solchen Schwabbelbauch überhaupt noch vor die Tür und in die Öffentlichkeit wagen. Ich denke, ich brauche keine weiteren Beispiele mehr anzubringen, denn ich habe wohl ausgedrückt, worin mein Problem liegt. Meistens tut es mir im Nachhinein leid, aber ich kann es einfach nicht lassen.

Beichthaus.com Beichte #00032134 vom 29.10.2013 um 19:50:40 Uhr (30 Kommentare).

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