Mein männlicher Fake-Account

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Boshaftigkeit Lügen Selbstsucht Internet

Ich (w) habe mich lange Zeit im Internet als jungen, arroganten und selbstsicheren Mann ausgegeben. Ich habe auch schon Bilder reingestellt und eine Geschichte erfunden. Einige Weiber haben sich schon in "mich" verliebt und ich lache mich innerlich darüber kaputt, wie man nur so naiv sein kann. Irgendwann, nach ein paar Monaten, habe ich den Account aber deaktiviert. Ab und zu schaue ich auf die Seiten der Mädels und stelle fest, dass sie "mir" nachtrauern. Mittlerweile tut es mir schon etwas leid. Manchmal würde ich den Account gern wieder aktivieren, aber ich lasse es, um keinen Ärger zu machen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038916 vom 11.11.2016 um 23:13:45 Uhr (9 Kommentare).

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Mein inszenierter Tod

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Falschheit Lügen Dummheit

Ich hatte keine einfache Jugend - ich weiß, das sagen viele. Ihr müsst mir jetzt halt mal glauben, dass ich nicht nur mit den 0815-Problemen groß geworden bin. Jedenfalls führte meine Jugend zu einem schlechten Selbstbewusstsein und zum Internet, wo ich Personen fand, die mich akzeptierten, wie ich bin, und über meine Witze lachten. Ich habe mich in dem Jahr mit einer speziellen Person angefreundet. Naja, angefreundet ist nett ausgedrückt - eher verliebt. Ich habe mit 16 täglich nur 3-4 Stunden Schlaf gehabt, nur damit ich mit ihr texten und skypen konnte.

Das führte zu einem abstrusen Verhalten. Auch mochte ich die Aufmerksamkeit, denn ein Junge, der immer im Hintergrund steht, damit Konflikte nicht eskalieren, braucht so etwas. Und es ging so weit, dass ich ihr vorlog, mich mit Selbstmordgedanken zu befassen. Was natürlich nicht stimmte. Ich habe gesagt, dass ich im Wald bin und dann habe ich meine Schwester gespielt, dass sie glaubt, ich wäre nicht nach Hause gekommen. Oder dass mich Leute Lebensgefährlich verprügelt haben und ich reanimiert werden sollte. Alles nur, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Dann kamen die Lehrer auf mich zu sprechen, dass ich zu wenig schlafen würde. Ich wurde dann alle drei Monate zum Gespräch gebeten, um eine Taktik herauszufinden, wie ich dieses Verhalten abschaffen kann. Und da ich ihr recht nah war, hat sie es echt getroffen, als ich ihr immer gesagt habe, dass ich sterben würde. Da sie zu dieser Zeit auch einen Freund hatte und mich die Eifersucht gepackt hat, habe ich das Dümmste gespielt, was man machen kann. Ich habe meinen Tod vorgetäuscht. Nach drei Monaten der Abwesenheit (die Lehrer waren ganz stolz auf mich, als ich gesagt habe, dass ich den Kontakt abgebrochen habe) kam ich zurück und sie fand heraus, dass ich noch am Leben war. Naja, irgendwo wollte ich, dass sie es herausfindet. Ist aber auch nicht mein Punkt. Sie hat mir erzählt, was mit ihr passiert ist.

Sie hat auf die Nachricht meines inszenierten Todes ein sehr großes Drama und Aufwand betrieben, wie man sich es kaum vorstellen kann. Sie hat die Polizei angerufen, sie hat im Internet nach irgendwelchen Informationen gesucht, dass ich noch lebe. Sie hat Albträume davon gehabt, mich im Wald tot aufzufinden. Sie hat daraufhin mich berechtigterweise also Soziopathen und Idioten, Monster und Arschloch bezeichnet. Ich hab es nicht über das Herz gebracht, ihr zu sagen, dass ich gelogen habe. Die ganze Zeit.

Und als sie gegangen ist, habe ich mir monate-, wenn nicht sogar jahrelang Vorwürfe gemacht, ich mache sie mir zum Teil sogar jetzt noch. Ich habe eingesehen, dass es nicht, auf keinen Fall richtig oder gut gewesen sein kann, was ich alles anstellte. Es tut mir so sehr leid und ich würde alles, wirklich alles tun, um in die Vergangenheit zu reisen und mich selbstzu verprügeln. Ich hasse es so sehr, was ich da gemacht habe. Mir kommen immer noch die Tränen, wenn ich darüber nachdenke, so wie jetzt. Meine Beichte ist, dass ich sechs Monate lang ein verlogenes Arschloch war, dass ihr immer wieder Stress bereitet hat und dass ich das benutzt habe, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich bettle um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00038912 vom 09.11.2016 um 18:48:36 Uhr (10 Kommentare).

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“Beichte

Mein Freund und die Tittenbilder

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Lügen Misstrauen Neugier Partnerschaft

Ich (w/20) habe letztens, als mein Freund (21) geschlafen hat, sein Handy genommen und durch die Whatsapp-Chatverläufe mit seiner Ex gescrollt. Vor einiger Zeit hatte ich nämlich zufällig mitbekommen, dass er von einem anderen Mädchen Tittenbilder geschickt bekommen hat. Darüber haben wir geredet und er meinte, er wollte diese gar nicht haben, denn er habe ja schließlich mich. Dennoch war seit dem Moment das Vertrauen ihm gegenüber natürlich angekratzt. Ich habe zwar ein echt schlechtes Gewissen, dass ich an sein Handy gegangen bin, aber die Chats, die ich gelesen habe, bestätigen meine Vermutung: Er heult seiner Ex, von der er seit vier Jahren getrennt ist, immer noch irgendwie nach und will mich gar nicht so recht. Ich habe ein echt schlechtes Gewissen, weil ich ihm nachspioniert habe, aber ich sehe, dass die Beziehung ohnehin keine große Zukunft haben kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00038908 vom 08.11.2016 um 20:07:59 Uhr (11 Kommentare).

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100 Euro von meiner Schwester

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Lügen Falschheit Habgier Familie Geld

Ich habe meiner Schwester vor ein paar Wochen 50 Euro geliehen, die sie mir nach ein paar Tagen wieder zurückgab. Eine Woche später habe ich ihr gesagt, dass sie mir noch die 50 Euro schuldet - obwohl das ja nicht stimmte. Aber sie hat sie mir gegeben. Sie hat wirklich ein Hirn wie ein Sieb! Ich liebe meine Schwester, aber ich verarsche sie auch gerne!

Beichthaus.com Beichte #00038898 vom 06.11.2016 um 18:55:58 Uhr (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Das Standardvokabular meiner Kumpels

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Verzweiflung Begehrlichkeit Zwang Lügen

Ich (m) lebe seit knapp sechs Jahren mit einer großen Lüge. Schon in meiner Jugend habe ich mich lieber am anderen Ufer orientiert, wenn ihr wisst, was ich meine. Ich bin also schwul. Obwohl ich dies früh und deutlich bemerkte, habe ich nie den Schritt gewagt, mich zu outen. Wie sollte das denn gehen? In meinem Freundeskreis werden manchmal Begriffe wie "Drecks Schwuchtelscheiße" in den Mund genommen, wenn man sich über etwas aufregt. Ihr seht, das ist bei meinen Kumpels Standardvokabular. Da kann ich doch nur schwer von heute auf morgen bei denen gleichrangig angesehen werden. Mit meinen Eltern ist das auch so eine Sache. Zwar tun diese so, als ob sie die Liberalsten der Welt wären, aber das kaufe ich ihnen nicht ab. Okay, sie hassen Schwule jetzt nicht, jedoch haben sie auch keinen Respekt vor ihnen.

Als ein Ex-Fußballer sich outete, hieß es auch: "Schade, er hat es mit seinem Aussehen nicht nötig." Kein Spaß, so haben sie das gesagt. Mit etwa 25 wurden die Fragen meiner Eltern dann immer direkter. Sie machten kein Geheimnis draus, dass sie von mir Kinder erwarteten und dementsprechend wissen wollten, ob ich "Eine an der Seite" hätte. Der Druck wurde wirklich irgendwann brutal. Meine Freunde hatten alle schon Freundinnen, teilweise war es auch nicht die Erste, und ich war noch frei. Von außen log ich auch gerne mal vor, die eine oder andere Frau mal geknallt zu haben. Nur um keinen Verdacht zu schöpfen. Mit Ende 25 lernte ich dann auch eine nette Frau kennen, damit ich auch mal eine Freundin habe. Sie ist zwar nett und hübsch, aber tief in mir empfand ich nicht die Gefühle, wie ich sie bei einem hübschen Mann gehabt hätte.

Inzwischen sind wir sogar verlobt, aber ich merke immer mehr, wie falsch es ist. Überall gibt es Lob, wie toll ich es doch hätte, da es eine so liebe Frau ist. Nein, ich fühle mich schlecht. Wenn ich mich jetzt oute, gibt es erst recht Ärger. Nicht weil ich schwul bin, sondern weil ich alle angelogen habe. Ich komm aus dieser Lage einfach nicht raus. Nichtsdestotrotz werde ich das mit der Hochzeit durchziehen. Schließlich möchte ich schon Kinder haben und das geht bekanntlich mit Männern nicht. Glücklich werde ich mit ihr aber nicht sein. Ich beichte also, eine Alibifrau zu haben, nur um es sozial gesehen besser zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00038896 vom 06.11.2016 um 16:39:05 Uhr (25 Kommentare).

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