Karrierebitch im Saturn

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Diebstahl Hamburg

Karrierebitch im Saturn
Als ich (m) damals 17 war, bin ich mit meinem Bruder nach Hamburg zu Saturn gefahren. Ich wollte mir damals einfach nur ein PC Spiel kaufen und mich sonst umgucken. Beim Stöbern im PC Spiele Regal kam eine Frau Mitte 30 hinzu, Typ Business/Karrierebitch mit langem blonden Haar, starkem Parfüm, einem Kostüm, Designerbrille und so einer Umhängeledertasche. Sie suchte offenbar auch was Bestimmtes für ihren Sohn/Tochter. Als sie nicht fand, wonach auch immer sie suchte, fragte sie mich in einem ziemlich herrischen und arroganten Ton, ob ich ihr denn ein Spiel "ähnlich" wie die Sims empfehlen könnte. Ich verneinte und meinte ich hätte nicht so die Ahnung von derart Spielen (hatte damals eigentlich nur Strategie und Rollenspiele gespielt). Sie bedankte sich mit einem hochgezogenen Blick und dem Kommentar, ich müsse so etwas eigentlich wissen, schließlich verbringe ich ja offensichtlich den ganzen Tag vor dem Computer. Ich war damals etwas rundlicher. Es folgte noch ein Seufzer und sie ging.

Später dann im Eingangsbereich im Saturn gibt es beim Ausgang eine Reihe von diesen Licht- bzw. Magnetschranken, die piepen, wenn man was rausschmuggeln möchte. Jeder, der den Saturn Hamburg kennt, weiß auch, dass dort immer eine Menge Security Leute stehen. Dieses Mal stand sogar die Polizei am Eingang (wegen irgendeiner Bombendrohung oder sonst was) und es ging für die Massen deshalb verdammt langsam raus, jeder wurde einzeln durch die Schranken gebeten usw. Es bildete sich vor dem Ausgang also eine große unübersichtliche Menschenmenge und ich und mein Bruder wollten eigentlich nur raus. Ich bemerkte sofort den "dezenten" Geruch der Frau von vorhin und erblickte sie wenige Meter von mir entfernt in der Menschenmenge, auf den Ausgang zugehend. In Sekunden schmiedete ich einen Racheplan: Ich ging zur Seite aus der Menge heraus, griff mir im Regal am Ausgang eine Packung solcher Mini CD Rohlinge für 1,99 Euro, wühlte mich wieder in die Menschenmenge ein und schmiss das Paket Rohlinge unauffällig der alten Tussi in ihre 1000 Euro Ledertasche. Ich ging schon voller Vorfreude und Erregung zur Seite, stellte mich an ein Regal und beobachtete ungeheuer angespannt und fast in Ekstase das Treiben an den Sicherheitsschranken. Ich wartete und wusste, gleich ist die dran. "Haha gleich geht's dir an den Kragen, Miststück!". Ich war so voller Freude und Glück, das war das erste Mal, dass ich überhaupt so einen "Racheplan" geschmiedet und durchgeführt habe, und deshalb war es umso aufregender. Ich malte mir in meinem Kopf schon aus, wie sie gleich in Erklärungsnot dort stehen und sich herausreden wird, die ganze Menge wird sie sehen und auslachen, sogar die Polizei ist glücklicherweise schon vor Ort.

Dann war es so weit, ich konnte mich nicht mehr halten und was passierte? Nichts! Sie wurde durch die Schranke gebeten, ging durch und nichts piepte. Sie wünschte dem Sicherheitsmann einen schönen Tag, ging aus dem Laden, stieg in ihre Bonzenkarre und fuhr weg. Man war ich sauer und frustriert.

Beichthaus.com Beichte #00026856 vom 14.08.2009 um 13:30:36 Uhr in Hamburg (46 Kommentare).

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Eine Stunde auf dem Klo

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Trunksucht Maßlosigkeit Trägheit Arbeit

Ich muss beichten, dass ich heute mindestens eine Stunde auf dem Klo in der Arbeit geschlafen habe. Eigentlich war ich da wegen meinem fürchterlichen Bierschiss. Kommt wohl davon, wenn man wieder am Donnerstag bis in die Morgenstunden zum Saufen geht. Aber naja hat ja keiner gemerkt. Ich hoffe meine Fahne auch nicht. Aber zutrauen würde es mir auch keiner, bin ja der ruhige Stille und Anständige.

Beichthaus.com Beichte #00026855 vom 14.08.2009 um 11:48:31 Uhr (13 Kommentare).

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“Beichte

Der aggressive Currywurst-Verkäufer

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Aggression Gewalt Habgier Last Night Zürich

Letztes Wochenende um 24:00 Uhr als die Streetparade zu Ende war, hatte ich sehr großen Hunger. Also lief ich mit meinen Kollegen zum Currywurststand und wollten eine Currywurst. Der Verkäufer sagte nur: "Ich darf nach 0 Uhr nichts mehr verkaufen!" Wie wild rüttelte ich am Stand, bis der Glas-Tresen in Einzelteile zerbrach. Der Verkäufer (ein Riesenbär) sprang sofort zu mir, um mich festzuhalten. Er war sehr aggressiv, bis ihn circa 15 Polizisten beruhigten. Ich fühle mich sehr schuldig, weil ich für alles verantwortlich war. :(

Beichthaus.com Beichte #00026854 vom 14.08.2009 um 11:40:36 Uhr in Zürich (12 Kommentare).

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Der Frosch im Tümpel

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Waghalsigkeit Dummheit Lügen

Vor einigen Jahren, als ich so um die 12 Jahre alt war, war ich samt ganzer Familie auf einem Bauernhof in Polen im Urlaub. Der Hof war riesig und in der Nähe war ein großer Wald, ein See, drei Nachbarhöfe und sonst nur große Wiesen und Felder - und ein kleiner Tümpel. So waren wir an irgendeinem Sonntag alle am Grillen und ich bin, solange das Essen in der Mache war, eben das Feld rauf, zum Tümpel. Damals haben mich Kröten und Frösche unheimlich fasziniert und sogleich entdeckte ich dort einen schönen großen Frosch, den ich einfangen wollte. Also lief ich dem Tier wie ein Blöder hinterher und merkte dabei nicht, dass der Frosch auf so einem matschigen Sand entlang lief. Das Zeug war fast wie Treibsand. Ich war aber so fixiert auf das Ding, dass es mir egal war, bis ich tiefer und tiefer einsank. Der Frosch konnte fröhlich drauf rumspringen (na klar, der wog ja auch nur 100g oder so etwas) und ich dachte mir die ganze Zeit, wenn der Frosch darin nicht ersäuft, passiert mir das auch nicht, außerdem hatte ich ja Gummistiefel an. Tja, drei Minuten später war ich bis zum Bauchnabel in Matsch und kam nicht mehr raus. Konnte mich kaum mehr bewegen und habe voll die Panik bekommen, geschrien und geheult, aber keiner hörte mich. Ich dachte, ich verrecke da jetzt, denn ich sank immer weiter rein, während der Frosch hämisch neben mir herumhüpfte. Ich weiß nun nicht mehr, wie ich da rausgekommen bin, nur dass es ums nackte Überleben ging. Dummerweise musste ich meines Lebens willen meine beiden Gummistiefel und eine Socke im Treibmatsch zurücklassen und war auch so komplett eingesaut, hatte einen roten Kopf und panische Angst.

Auf dem Weg nach Hause überlegte ich mir wie ich das meiner ganzen Familie, und den Nachbarn, die nun auch zum Essen gekommen waren, erzählen sollte. Also erzählte ich, dass zwei Nachbarsjungen, beides Polen, mich in den Tümpel geworfen und mir meine Gummistiefel geklaut haben. Passte ganz gut, Polen und klauen, komischerweise haben mir das alle sofort geglaubt und es gab kein Verhör und auch keinen Ärger - für mich jedenfalls nicht. Sorry fürs Anschwärzen Jungs, aber konnte doch nicht erzählen, dass ich wegen eines Frosches fast krepiert bin. Den Frosch konnte ich übrigens nicht mehr einfangen und bin seitdem auch nie wieder oben beim Tümpel gewesen. Die Gummistiefel hängen wahrscheinlich immer noch einen Meter unter der Erde fest.

Beichthaus.com Beichte #00026853 vom 14.08.2009 um 02:23:52 Uhr (24 Kommentare).

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Die 5-Cent-Münze

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Falschheit Arbeit

Die 5-Cent-Münze
Nebenbei jobbe ich als Student in einer Pizzeria als Lieferbote. Wenn man mit Kunden zu tun hat, hat man hin und wieder auch mit Idioten Begegnungen. Gestern hatte ich einen besonders harten Fall. Der Betrag war sage und schreibe 4,95 Euro. Der Kunde gab einen 5-Euro-Schein und bat um Aushändigung einer 5-Cent-Münze. Ich verneinte, und teilte mit, ich hätte nur noch fünf 1-Cent-Stücke. Er nahm die dann schließlich nach ein bisschen Überzeugungsarbeit an. Eine Stunde später rief er bei uns im Laden an. Zufälligerweise waren alle im Laden gerade beschäftigt und ich nahm daher den Anruf entgegen. Er beschwerte sich über mich, also, den Fahrer und ich tat dann so, als wäre ich mein Chef und wir lästerten dann weiterhin ein bisschen über mich. Er legte dann schließlich auf. Ich möchte daher beichten, dass ich einen alten und offensichtlich geistig Minderbemittelten quasi veräppelt habe.

Beichthaus.com Beichte #00026852 vom 14.08.2009 um 00:13:07 Uhr (21 Kommentare).

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