Der Passwort-Checker

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Neugier Stolz Schule Steinfurt

Der Passwort-Checker
Es war im Jahre 2010, ich (m/21) hatte eines Abends ziemlich Langeweile und versuchte mich in ICQ-Accounts von Mitschülern einzuloggen. Dabei probierte ich sämtliche Geburtsdaten, Spitznamen, Dinge wie "12345678" oder "Passwort" und sonstige gängige Passwörter. Tatsächlich schaffte ich es mit "Passwort" in ein Konto rein und befand mich im Account einer Mitschülerin.<br /> <br /> Mein jugendlicher Schelm brachte mich dazu, einen männlichen Mitschüler anzuschreiben und regelrecht anzuflirten. Er sprang direkt darauf an und wir einigten uns darauf, uns am nächsten Schultag mit einer festen Umarmung zu begrüßen. Davon wusste meine Mitschülerin, deren Account ich missbrauchte, natürlich nichts. Am nächsten Morgen dann die Überraschung. Wir warteten alle vor der Schulklasse und die letzten Kollegen kamen angetrudelt und dann ist es passiert. Mein Mitschüler läuft selbstbewusst auf meine Mitschülerin zu und drückt sie von der Seite. Sie wusste überhaupt nicht, was los war. Ihrem Blick zufolge wollte sie dies jedenfalls nicht. Ich möchte beichten, dass ich etwas eigentlich ungefährliches, aber trotzdem falsches getan habe!

Beichthaus.com Beichte #00039079 vom 18.12.2016 um 12:35:14 Uhr in Steinfurt (8 Kommentare).

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Warum treffe ich immer die schlechten Frauen?

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (m/31) muss meine Blindheit, Dummheit oder aber einfach Ignoranz im Bezug auf unpassende Frauen beichten. Meine erste langjährige Beziehung war mit einer Frau, die laut eigener und ärztlicher Diagnose Depressionen hatte (Hypochonder war sie auch. Wirklich.). Sie interessierte sich weder ehrlich für meine Person noch für meine Hobbys. Es ging sogar so weit, dass sie zwischen "Ihrer" und "meiner" Musik unterschieden hatte. Auch sonst war ich nur zu Hausarbeiten gut genug und Sex hat sie unter der Woche immer dann eingefordert, wenn ich schon schlafen musste. Sie wiederum hat sehr oft krankgefeiert. Danach hatte ich eine, die kaum länger als 18 Monate einen Job halten konnte. Zum Ende unserer Beziehung stellte sich raus, dass sie etwas mit einem ihrer Arbeitskollegen angefangen hat, der in deren Gewerbe noch einmal freiberuflich unterwegs ist. Auch sie war stinkfaul. In vier Jahren nicht einmal das Katzenklo gemacht, die meiste Zeit war ich der Koch. Ausnahmen beim Kochen kann ich an beiden Händen abzählen. Auch sonst war sie stinkend faul, nicht sonderlich an mir interessiert, zumindest nicht als Person. Wenn, dann glaube ich eher als Nanny. Mit der war der Sex dann eher selten und wenn nur im Dunkeln. Ihr mögt vielleicht drüber lachen, aber das gibt es wirklich.<br /> <br /> Es hat ein paar Monate gedauert, aber ich habe mich wieder gut in die Damenwelt einbringen können. Mit meiner jetzigen Freundin passt es noch am Besten. Allerdings ist sie eher ein Karrieremensch. Ich zwar auch, aber so ganz passt es irgendwie nicht mehr und ich verstehe nicht, woran es liegt. Hat es mal, aber das war wohl die anfängliche Verliebtheit. Ich beichte, dass ich Arbeitskollegen, Freunde und Leute im Freundeskreis besser einschätzen kann als mich selbst und potenzielle Partnerinnen. Das macht mich allmählich ziemlich mürbe. Klar, dass man sich in Menschen mal täuscht. Aber ständig im selben Bereich?

Beichthaus.com Beichte #00039078 vom 17.12.2016 um 10:18:29 Uhr (12 Kommentare).

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Alles sinnlos

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Drogen Mord Tod

Alles sinnlos
Es ist schon etwas länger her, aber mich verfolgt es immer noch in meinen Träumen. Es fing alles ganz harmlos mit einer gemütlichen Runde mit Freunden an. Es war schon spät und ein Kumpel hatte etwas Gras mit und teilte es mit uns. Da ich vorher schon mit Joints in Berührung kam, hat es mich sehr gefreut. Mein bester Freund hingegen hatte noch nie geraucht, nicht einmal eine normale Zigarrette. Er war da sehr konservativ. Da wir wussten, dass er zurzeit sehr traurig war, hielten wir es für eine gute Idee. Er lehnte jedoch ab. Wir fingen an auf ihn einzureden und versprachen ihm, dass er sich in Null Komma Nix besser fühlen wird. Nach langem Zögern nahm er einen tiefen Zug. Wir hatten daraufhin eine Menge Spaß, alle bis auf ihn. Er rauchte einen ganzen Joint alleine und wurde immer stiller. Ich weiß nicht mehr wann, aber irgendwann stand er auf und ging. Ich fand das komisch und bin ihm gefolgt. Auf einer Brücke unter der eine Autobahn lang fuhr, holte ich ihn ein.<br /> <br /> Er stand da einfach nur so rum und wiederholte diesen einen Satz "Alles sinnlos", Ich war ziemlich benebelt und habe nicht gemerkt, wie er sich immer mehr der Brüstung näherte. Wie in Zeitlupe warf er seinen Oberkörper über die Balustrade und fiel auf die Autobahn. Das Geräusch vom Aufprall suchte sich durch den dichten Nebel zu meinem Gehirn und während unten schon ein Hupkonzert stattfand, stand ich da oben und konnte es nicht fassen. Mein Freund hatte sich umgebracht. Meine anderen Kumpels konnten es auch später kaum glauben. Es war ihnen nichtmal aufgefallen, dass er nicht mehr da war. Ich mache mir so große Vorwürfe. Hätte ich nicht auf ihn eingeredet dieses Zeug zu nehmen und ihm stattdessen mal zugehört, wäre er bestimmt noch am Leben.

Beichthaus.com Beichte #00039077 vom 17.12.2016 um 17:36:10 Uhr (17 Kommentare).

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Buschpack in der Bahn

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Selbstsucht Engherzigkeit Vorurteile Bahn & Co.

Meine Mutter, meine Frau und ich sind vor ein paar Wochen mit dem Zug gefahren, da wir in der Großstadt einkaufen waren. Kleidung für uns, für die Kinder, alles Mögliche. Wir wohnen auf dem Land und nutzen das dann richtig aus. Als wir nach drei Stunden fertig waren mit dem Einkauf, trotteten wir gemütlich zum Bahnhof. Auf den Fahrplan hatten wir nicht geguckt, ganz spontan. Etwa zwei bis drei Gehminuten entfernt, sahen wir den Zug einfahren. Da meine Mutter nicht so schnell ist wie meine Frau und ich, bin ich losgerannt, habe den Zug noch erwischt und meine Füße reingestellt. <br /> <br /> Aber es zog sich eben hin, da meine Mutter wirklich sehr langsam läuft. Die Leute wurden ungeduldig, der Zugführer ließ eine Durchsage vom Band laufen, das man doch die Türen freimachen soll. Die Leute wurden allmählich sauer, da schon ein paar Minuten verstrichen waren. Doch dann kam mir eine Idee. Da wir schwarz sind (unsere Familien stammen aus Ghana, wobei meine Frau und ich hier geboren sind und beide auch perfekt deutsch sprechen) habe ich einfach so getan, als würde ich nichts verstehen. Ein Mann, so 150 Kilo auf mindestens zwei Meter und super durchtrainiert, Typ Bodyguard, war zum Schluss total am Brüllen und wollte mir fast an die Gurgel. Er hat uns als Buschpack bezeichnet, das zu blöd zum Lesen und Schreiben ist. Da musste ich schon tief schlucken und durchatmen. Doch nach etwa fünf bis sechs Minuten Füße in der Tür kamen meine Mutter und meine Frau. Wir sind dann ganz nach hinten gegangen, weg von denen.

Beichthaus.com Beichte #00039076 vom 17.12.2016 um 09:16:29 Uhr (31 Kommentare).

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Opa liegt im Sterben

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Verzweiflung Ignoranz Tod Familie

Mein Opa ist vor einem Monat gestorben. Ich (w/28) muss beichten, dass ich nie wirklich eine gute Enkelin war. Ich war sehr selten zu Besuch und viel mit mir und meiner Depression und meinem Studium beschäftigt. Ich habe es immer gehasst, auf Geburtstagsfeiern zu gehen, die gemeinsamen Jugendherbergswochenenden, wo ich mal nicht Pokemon spielen oder im Internet surfen konnte. Dann, vor etwa fünf Jahren, habe ich versucht, an unserem Verhältnis zu arbeiten. Ich kam öfters zu Besuch und habe versucht, mit ihm und meiner Stiefoma eine wirkliche Beziehung aufzubauen. Das war eher von einem mittelprächtigen Erfolg gekrönt, da es auch mit seiner Gesundheit stetig bergab ging und natürlich die Stiefenkelkinder viel öfter da waren und ihm Gesellschaft leisteten, als meine Schwester und ich. Ihnen hat er Schnitzen beigebracht und generell haben sie mehr Zeit mit ihm verbracht, als ich in meiner Kindheit. Das ist meine eigene Schuld, das weiß ich. Ich habe dann versucht, über seine Frau einen engeren Kontakt zu ihm aufzubauen. Sie war eigentlich ganz in Ordnung. Sie hat versucht, mir Kochen, Nähen, Häkeln und Stricken beizubringen. Von all den Sachen habe ich nur behalten, wie man eine gescheite Reispfanne macht und wie man einen Knopf annäht. Das war es.<br /> <br /> Dann haben vor vier Jahren seine Nieren schlappgemacht und ich habe das erste Mal die Nachricht von meinem Vater bekommen "Der Opa liegt im Sterben." Mir wurde heiß und kalt. Ich habe sofort meine sieben Sachen gepackt, den Job links liegen lassen und bin schnell ins Krankenhaus gefahren, wo er wirklich erstaunt war, mich zu sehen. Das hat mir schon einen Schock verpasst, weil ich eigentlich dachte, dass er weiß, dass er mir viel bedeutet. Naja, das Ganze wiederholte sich... Ich bekam zwei Mal pro Jahr die Meldung, dass Opa im Sterben lag, und stumpfte immer mehr ab. Ich besuchte ihn vier Mal im Krankenhaus, mal zu seinem Geburtstag und das war es. <br /> <br /> Dann zogen sie um in eine behindertengerechte Wohnung. Mein Freund half beim Umzug, ich musste arbeiten und wollte deswegen nicht extra Urlaub einreichen. Vor zwei Monaten hatte er Geburtstag und ich habe vergessen, ihm zu gratulieren, obwohl mich meine Mutter immer wieder daran erinnert hat. Gratuliert habe ich fünf Tage später und zurück kam nur ein kurzes Danke für die Glückwünsche, mehr nicht. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Dann, zwei Wochen später, die Nachricht meines Vaters: "Ja, Opa liegt im Sterben, wir glauben nicht, dass er morgen noch schafft." Ich wollte wieder alles stehen und liegen lassen und sofort nach Hause fahren, aber meine Eltern waren dagegen und waren der Ansicht, dass das den Kindern überlassen bleiben sollte. Also blieb ich, obwohl es nur eine 4-Stundenfahrt für mich gewesen wäre. Und er starb.<br /> <br /> Am nächsten Tag war ich kaum einsatzfähig. Ich machte mir wegen jedem Mist Vorwürfe. Warum hatte ich ihm nicht zum Geburtstag gratuliert? Warum war ich als Kind nicht öfters da? Warum war ich trotz Arbeit nicht öfters zu Besuch? Heute war schließlich die Beerdigung. Ich bin am Grab komplett zusammengebrochen und mein Vater musste mich wegzerren. Die Frau meines Opas hat mir und meiner Schwester dann Vorwürfe gemacht, warum wir die beiden nicht in ihrer neuen Wohnung besucht haben. Meine Schwester hat leichten Autismus, ihr geht es am Allerwertesten vorbei. Mir hat das aber zusätzlich zu meinen Selbstvorwürfen stark zugesetzt, weil ich mir so etwas immer zu Herzen nehme.<br /> <br /> Jetzt sitze ich hier, nach der Beerdigung, eine halbe Flasche Wodka intus, mit Selbstvorwürfen und versuche mich dazu aufzuraffen, zu meinem verbliebenen Opa und seiner neuen Frau ein halbwegs vernünftiges Verhältnis aufzubauen, wobei ich beide nicht wirklich leiden kann, immer mit dem Hintergedanken, dass es mir leidtun wird, wenn mein Opa tot ist. Zusammengefasst meine Beichte: Ich bin der schlimmste Enkel, den man haben kann. Ich bin unfähig Gefühle zu zeigen, außer es ist zu spät. Es tat gut, das niederzuschreiben.

Beichthaus.com Beichte #00039075 vom 16.12.2016 um 20:59:12 Uhr (13 Kommentare).

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