Feuer und Flamme
Beichthaus.com Beichte #00028988 vom 01.06.2011 um 01:08:50 Uhr (21 Kommentare).
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Hinter dem Haus stand ein Gewächshaus, was jedoch völlig verkommen war. Wir beschlossen das Feuer dort zu entfachen. Die Spiritusflasche stellten wir in das Gewächshaus ohne sie zu benutzen. Wir fingen an das Feuer zu legen und schmissen nach und nach immer mehr trockene kleine Holzstücke die im Gewächshaus lagen auf das Feuer. Auf einmal ging alles ganz schnell. Das Feuer wurde immer höher und wir konnten es nicht mehr kontrollieren. Das Gewächshaus stand plötzlich bis zum Dach in Flammen. Wir standen nur da und konnten es nicht fassen. Wir waren uns einig, dass wir besser abhauen sollten, damit keiner sieht, dass wir das Feuer gelegt haben. Wir liefen über eine Wiese davon und nach etwa 20 Sekunden gab es im Gewächshaus eine gewaltige Explosion. Ja genau, die Spiritusflasche ist explodiert. In der ganzen Hektik hatten wir vergessen die Flasche mitzunehmen. Wir waren nur knapp einem sehr schmerzhaften Tot entronnen oder bestenfalls mit schlimmen Verbrennungen, wären wir nicht abgehauen. Wir konnten auch schon die Feuerwehrsirene hören als wir nach einem etwas größeren Umweg wieder das Haus erreichten. Wir sahen wie die Feuerwehr das Feuer löschte. Wir taten so, als wüssten wir von nichts und gingen in das Zimmer meines Freundes. Wir holten die Schulbücher aus unseren Ranzen und taten so als würden wir Hausaufgaben machen. Nach einiger Zeit kam die Mutter meines Freundes in das Zimmer und fragte uns, ob wir das Feuer gelegt hätten. Wir stritten alles ab und sagten das wir auf dem Sportplatz gewesen wären. Seine Mutter sagte dann, das eine Klassenkameradin uns auf der Wiese hat weglaufen sehen. Darauf hin gab mein Kumpel zu, das wir es gewesen waren. Im selben Moment schallerte sie ihm eine und sie fragte, wo die Spiritusflasche sei, die im Regal stand. Wir sagten ihr was damit passiert ist. Anschließend rief sie meine Mutter an, damit sie mich abholte. Mein Kumpel fing an zu jammern und hatte Angst, dass seine Eltern ihn ins Heim stecken würden, da er sich schon einige Eskapaden geleistet hatte. Seine Mutter erzählte es alles meiner Mutter und abends konnte ich mir dann von meinen Eltern anhören, dass dies wohl nur der Anfang einer kriminellen Karriere sei. Insgeheim waren Sie jedoch froh, dass ich noch lebte, da sie auch wussten, was mit der Spiritusflasche passiert ist. Am nächsten Tag war diese Angelegenheit natürlich auch Gesprächsthema Nummer eins in der Schulklasse, zumal die Klassenkameradin, die uns verriet auch schon alles rumgetratscht hat. Die Sache verbreitete sich in der ganzen Schule wie ein Lauffeuer. Irgendjemand streute dann das Gerücht, wir hätten versucht das Feuer mit Spiritus zu löschen. Damit wurden wir noch Jahre später verarscht.
Eine Woche später mussten mein Kumpel und ich die Überreste des Gewächshauses beseitigen. Das taten wir etwa 10 Minuten lang ehe uns der Gedanke mit der Explosion der Spiritusflasche nicht mehr losließ. Wir fanden es faszinierend, dass man auf so einfache Weise etwas in die Luft jagen konnte. Ich hatte Feuerzeuge von zu Hause mitgebracht und wir gingen in den Supermarkt um uns Haarspray zu besorgen. Mit dem Haarspray und dem Feuer aus dem Feuerzeug, hatten wir so eine Art "kleinen Flammenwerfer". Wir gingen damit in den Wald und fackelten ein wenig damit herum. Nach einiger Zeit hatten wir wieder Lunte gerochen und wir wollten mehr. Wir gingen in den Keller in dem Haus seiner Eltern und hofften dort eine Flasche Spiritus zu finden. Wir fanden jedoch was besseres: Einen Kanister mit Benzin. Mein Kumpel holte aus der Küche eine leere Plastikflasche und wir machten die Flasche voll mit Benzin. Wir packten die Plastikflasche mit dem Benzin zusammen mit alten Zeitungen in eine Tasche und gingen damit in den Wald. Wir gingen tief in den Wald hinein und sahen plötzlich an einem kleinen See ein altes und verkommenes Dixi-Klo. Wir wollten das Klo mit Hilfe der Flasche Benzin in die Luft jagen. Wir stellten die Flasche mit Benzin in das Klo hinein und umhüllten die Flasche mit dem Zeitungspapier bis das Papier etwa ein Meter hoch war. Anschließend zündeten wir den Zipfel an und machten uns schnell aus dem Staub, um Sicherheitsabstand zu bewahren. Nach kurzer Zeit explodierte die Flasche mit dem Benzin und das Dixi-Klo brannte lichterloh. Nach einiger Zeit nahmen wir uns schwere Stöcke aus dem Wald und stießen das ausgebrannte Dixi-Klo in den See, da wir befürchteten das Feuer könnte sich noch weiter ausbreiten. Wir hatten unser Werk vollbracht. Danach hatten wir genug vom Feuer machen und ließen ab sofort die Finger davon. Es war jedoch auch ein geiles Gefühl, weil es unser Geheimnis war und nie jemand etwas davon mitbekommen hat. Ich habe beschlossen doch keine kriminelle Karriere einzuschlagen und bin heute ein braver Büroangestellter.