Schlafende Hunde soll man nicht wecken

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Tiere Frankenthal

Ich (26) liebe es, im Vorbeigehen Hunde zu provozieren. Ich weiß, das klingt total kindisch, aber ich habe Spaß daran - außerdem nerven die Viecher durch ihr Gebell und ihre Häufchen, also ist mein Tun nur gerecht. In den Straßen, in denen ich regelmäßig spazieren gehe, drehen die Hunde hinter den Zäunen inzwischen komplett durch, wenn ich vorbeigehe. Ich schlurfe extra mit den Schuhen über den Gehsteig, damit sie mich früh erkennen. Dann provoziere ich die Tölen mit Geräuschen und Scheinangriffen. "Schlafende Hunde soll man nicht wecken?" Das schert mich wenig, im Gegenteil - sie zu wecken und zu ärgern macht doch am allermeisten Spaß!

Beichthaus.com Beichte #00033861 vom 01.09.2014 um 17:16:59 Uhr in 67227 Frankenthal (Brentano Straße) (21 Kommentare).

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Flucht vor dem Taxifahrer

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Betrug Morallosigkeit Ungerechtigkeit Geld Last Night Hörstel

Ich möchte zwei Dinge beichten: erstens, dass wir - zwei Kollegen und ich - einen Taxifahrer geprellt haben und zweitens, dass ich es immer noch lustig finde, obwohl inzwischen drei Jahre vergangen sind. Wir wollten nach einer feucht-fröhlichen Nacht nach Hause. Wir hatten ziemlich viel getrunken und zusammen nur noch knapp zehn Schweizer Franken. Da wir keine Lust hatten, mit dem Zug nach Hause zu fahren, wollten wir ein Taxi nehmen. Wir haben also in dem Wissen, kein Geld mehr zu haben, jedes Taxi in der Schlange gefragt, wie viel die Heimfahrt kosten würde und sind dann zum Günstigsten - bei diesem haben wir dann nochmals den Preis heruntergehandelt. Das klingt jetzt vielleicht alles nicht so lustig, während ich diese Zeilen schreibe, bin ich jedoch schon wieder am Grinsen.


Die ganze Fahrt über haben wir uns gestritten, wer denn nun die Fahrt bezahlt und alle haben immer wieder erwähnt, kein Geld zu haben. Der Taxifahrer fuhr weiter. Auf halber Strecke kamen wir auf die glorreiche Idee, bei einer berühmten Fast-Food-Kette anzuhalten und etwas zu bestellen, wir haben also im Taxi unser Kleingeld zusammengekratzt und damit drei Hamburger gekauft. Der Taxifahrer fuhr weiter, obwohl ihm spätestens jetzt ein Licht hätte aufgehen müssen. Als wir in unserer Ortschaft waren, stritten wir schließlich darum, wen der Taxifahrer zuletzt nach Hause bringen sollte, denn schließlich konnten wir ihn nicht bezahlen. In der Nähe meiner Wohnung habe ich dann gesagt, dass ich hier wohnen würde, und dass er mich rauslassen könne - rundherum waren nur Firmengebäude, aber der Taxifahrer zeigte immer noch keine Reaktion. Bis dann die anderen Beiden ebenfalls ausgestiegen sind und wegrannten, alle in eine andere Richtung. Während meiner Flucht kamen drei Damen den Weg entlang, die mich lachend rennen sahen - verfolgt von einem Mann. Diese bekamen wohl fürchterliche Angst und rannten mit mir mit. Schon nur bei dieser Situation muss ich wieder lachen. Ich möchte mich bei dem Taxifahrer entschuldigen, obwohl er selten dämlich war, und ebenfalls bei den drei Damen, die völlig erschrocken waren.

Beichthaus.com Beichte #00033728 vom 07.08.2014 um 15:10:09 Uhr in Hörstel (9 Kommentare).

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Das Toilettenpapier der Uni

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Diebstahl Selbstsucht Studentenleben Frankenhardt

Ich klaue an meiner Uni manchmal Toilettenpapier, wenn ich merke, dass meines bald leer ist und ich kein Geld für Neues habe.

Beichthaus.com Beichte #00031362 vom 06.06.2013 um 10:21:11 Uhr in Frankenhardt (9 Kommentare).

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Ich will eine Transplantation

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Eitelkeit Peinlichkeit Schweiz

Ich (m/19) habe starken Haarausfall. Es begann vor wenigen Monaten, als mir beim Duschen tagtäglich Haare grundlos ausfielen. Ich machte mir schon Sorgen, da meine schönen Haare für mich das allerwichtigste sind. Zuerst fielen sie nur vorne an den Seiten aus, was dann hässliche Geheimratsecken gab. Später begannen sie dann auch hinten beim Scheitel auszufallen. Ich litt sehr darunter und weinte sogar, wofür mein Umfeld keinerlei Verständnis zeigte. Ich ging auch zum Arzt, der mir aber nur dämliche Hormone verschrieb, die rein gar nichts geholfen haben. In dieser Zeit erfuhr ich vom englischen Fußballspieler Wayne Rooney, der eine erfolgreiche Haartransplantation hinter sich hat. Das Ergebnis ist wirklich erstaunlich und seit ich ein Vorher-Nachher Bild gesehen habe, kann ich an nichts anderes mehr denken. Leider habe ich im Moment keine Arbeit und darum kein Geld. Nun ist es aber so, dass mir meine lieben Großeltern ein Konto eingerichtet haben, auf welches sie jede Weihnachten 500 Schweizer Franken eingezahlt hatten und auf welches ich mit 20 Jahren Zugriff erhalten werde. Der Sinn und Zweck dieses Kontos ist, dass ich genügend Geld für allfällige Ausbildungen oder ein Studium haben werde. Ich beichte nun, dass ich in zehn Tagen an meinem 20. Geburtstag dieses Konto plündern, und mir damit eine Haartransplantation gönnen werde, da ich unter meiner jetzigen Frisur sehr leide und kaum mehr ohne Mütze das Haus verlasse. Meine Eltern denken ich benutze das Geld für ein Austauschjahr. Ich bitte um Absolution, denn so etwas wünscht man wirklich niemandem.

Beichthaus.com Beichte #00031059 vom 21.04.2013 um 02:17:11 Uhr in Schweiz (Winterthur) (31 Kommentare).

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Die Geldbörse auf der Straße

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Morallosigkeit Habgier Gesellschaft Emmental

Als ich 17 Jahre alt war, fand ich eine Geldbörse am Wegrand zu mir nach Hause. Es ist zu erwähnen, dass ich damals buchstäblich am Arsch der Welt gewohnt habe. Auf dem etwa vier Kilometer langen Weg zwischen dem 40-Seelen-Dorf bis zu unserem abgeschiedenen Haus lag nur ein Bauernhof. Also sehr schwer herauszufinden, wem die wohl gehört haben könnte. Im Nachhinein betrachtet, wusste ich sofort, dass ich falsch handeln würde. Denn ich habe nur kurz in die Geldbörse reingeschaut, etwa 150 Franken in Noten entdeckt und sie dann gleich eingesteckt. Auf meinem weiteren Weg nach Hause habe ich immerzu um mich gesehen, ob mich wohl jemand beobachtet hat. Zu Hause habe ich alles ausgeräumt. Schlussendlich kamen in einem versteckten Fach noch vier 200er Noten heraus. Alles in allem knapp 1000 Franken. Für einen Azubi mit 600 Franken Lohn viel Geld. Und ehrlich gesagt halte ich es auch heute noch für viel Geld. Ich jedenfalls möchte es nicht verlieren. Natürlich befanden sich auch EC-Karten, Kundenkarten und selbst Telefonnummer und Adresse der Besitzerin darin. Es war nicht die "Nachbarin" vom Bauernhof, sie trug aber den selben Nachnamen und wohnte nur ein paar Dörfer weiter.


Nach drei Tagen war das Geld weg, und obwohl ich mir vorgenommen habe, zumindest Führerschein, Bankkarten und Ähnliches, die ja alle auch noch Geld kosten, anonym zurückzuschicken, entsorgte ich alles kurz darauf. Offensichtlich habe ich aber nichts daraus gelernt. Vor zwei Jahren sah ich beim Überqueren eines Parkplatzes, wie jemandem ein Zettel aus der Tasche fiel. Erst dachte ich, es wäre Müll, doch als ich näher kam, sah ich sofort, dass es sich um einen 100er, eingefaltet in eine Quittung, handelte. Ich habe ihn aufgehoben, mich umgeschaut und dann vermutet, dass mich niemand beobachtet hat. Der Besitzer war erst 20 Meter von mir entfernt.
Die Quittung war sogar die der Bank, also selbst, wenn der Besitzer nicht mehr da gewesen wäre, wäre es kein Problem gewesen, es zurückzugeben. Ich beichte zwar hier, doch ich denke, ich werde in Zukunft nicht anders handeln. Wer eine Geldbörse mit 1000 Franken verlieren kann, oder Hunderter lose in der Hosentasche trägt, ist selber schuld. Vielleicht würde ich das anders sehen, wenn ich auch mal so viel Geld verlieren würde - doch jeder Betrag unter 1000 Franken würde ich als versoffen vermuten.

Beichthaus.com Beichte #00030880 vom 13.03.2013 um 18:14:39 Uhr in Emmental (25 Kommentare).

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