Kontrollverlust in Friesland

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Trunksucht Ekel Peinlichkeit Partnerschaft Last Night Bad Bederkesa

Ich (m/32) habe mir mal sturzbetrunken einige Aktionen vor den Augen meiner damaligen Freundin geleistet, die das mit Abstand peinlichste sind, das ich je gemacht habe. Es ist schon ein paar Jahre her. Ich hatte meine Freundin drei Monate zuvor in der Abendschule kennengelernt und wir hatten uns sofort unsterblich ineinander verliebt. Da sie alleinerziehend war, freuten wir uns sehr auf den gemeinsamen Bildungsurlaub, in dem wir auch etwas Zeit nur für uns haben würden. Doch schon in der ersten Nacht versaute ich es und sorgte für eine gut zweiwöchige Eiszeit zwischen uns. Wir waren mit unserer Klasse in einem Seminarhaus in Bad Bederkesa (Friesland) untergekommen. Meine Freundin und ich hatten dafür gesorgt, dass wir ein Appartement nur für uns zwei bekamen. In dieser ersten Nacht versammelten wir uns alle in der dazugehörigen Kneipe und tranken, was das Zeug hielt. Gegen Mitternacht verabschiedete sich meine lediglich angeschwipste Freundin. Ich, zu dem Zeitpunkt schon ordentlich dabei, versprach, in einer halben Stunde nachzukommen. Doch daraus wurde nichts. Ein Klassenkamerad bestellte eine Flasche Sambuca, die bei mir - Kurzer für Kurzer - zu einem Totalabsturz, samt Verlust jeglicher Selbstkontrolle, führen sollte. Da ich zudem in einen Filmriss rutschte, kann ich das Folgende nur noch aus dem rekonstruieren, was mir am nächsten Tag von mehreren Parteien erzählt wurde. Nach einigen Sambucas war ich wohl derart neben der Spur, dass besagter Klassenkamerad mich mit zu meinem Appartement tragen musste. Er nahm mich Huckepack und lieferte mich bei meiner Freundin ab. Welches Unwesen ich dann getrieben habe, wurde mir von meiner Freundin gegen 5 Uhr morgens voller Abscheu erzählt, nachdem ich, immer noch gut blau, aufgewacht war und mich wunderte, warum unsere Betten auseinandergeschoben waren. Da ich mich, nichts ahnend, an meine Freundin rankuscheln wollte, machte ich mir die Mühe, mein Bett wieder an ihres zu schieben und schmiegte mich zufrieden an sie an. Sie jedoch rastete in dem Moment völlig aus, ich solle sie bloß in Ruhe lassen. Sie beschimpfte mich, ob ich denn nicht wüsste, was heute Nacht gelaufen sei. Perplex gab ich zu verstehen, dass ich eigentlich gar nichts mehr wüsste, seit sie schlafen gegangen war. Also erzählte sie mir den peinlichsten Tathergang meines Lebens: Der Klassenkamerad hatte mich wohl ins Zimmer gebracht und auf einen Polsterstuhl gesetzt. Dort sitzend zog ich mir zunächst Hose und Boxershorts zwischen die Knöchel. Offenbar wähnte ich mich auf der Toilettenschüssel, denn ich begann, vollkommen entspannt meinem Harndrang nachzugeben. Meine Freundin schrie mich an, ich säße nicht auf dem Klo und solle gefälligst aufhören, was ich ihr mit einem teilnahmslosen Lächeln quittierte. Also gab sie auf und machte sich daran, mich wie ein Kleinkind umzuziehen und die Urinlachen auf Polsterstuhl und Teppichboden um 3 Uhr morgens, so gut es ging, zu beseitigen. Dass dies nicht vollständig gelang und wir letztlich ein vollgepinkeltes Appartement hinterlassen mussten, versteht sich wohl von selbst.


Nach dieser Mühe legte sie mich ins Bett und ging wieder schlafen. Leider vergingen keine fünf Minuten, da begann ich mich, nach wie vor geistesabwesend, im Bett zu übergeben - und das auch noch schubweise. Sie rastete natürlich erneut aus, sprang aus dem Doppelbett, zog erst mal ihre Hälfte von meiner weg, um sie zu schützen, und stand nun - fürsorglich, wie sie dennoch war - vor der nächsten Herausforderung. Sie zog mich erneut um, legte mich zunächst auf ihr Bett und bezog daraufhin meines komplett neu, um mich sodann wieder dort hinein zu schmeißen. Erneut legte sie sich schlafen. Doch als wäre all das nicht genug, zeigte ich mich eine Weile später erneut für ihre Mühen erkenntlich in der Gestalt, dass ich mich ein weiteres Mal übergab. Nun natürlich in das frisch bezogene Bett. Da es diesmal aber nicht mehr viel war, gab meine Freundin es endgültig auf und überließ mich meinem Delirium. All das erzählte sie mir, wie gesagt, erst am nächsten Morgen. Vom Filmriss heimgesucht, konnte ich es einfach nicht fassen und habe bis heute nur Fetzen davon im Kopf. Mit der erhofften Romantik und dem zügellosen Sex, auf den wir uns so sehr gefreut hatten, wurde es in den kommenden Tagen natürlich nichts. Ich übte mich voller Scham in Schadensbegrenzung, während sie sich redlich bemühte, dieses "abtörnendste Erlebnis ever" hinter sich zu lassen.


Nach einer Weile hatten wir diese Nacht verarbeitet und kamen uns wieder näher. Wir blieben noch fast vier Jahre zusammen. Bis heute rechne ich ihr hoch an, dass sie nach dieser Nacht nicht das Weite gesucht hat und vor Allem, dass ich ihr gegenüber letztlich nicht an Attraktivität eingebüßt hatte, obwohl ich dafür jegliches Verständnis gehabt hätte. Und auch, wenn wir schon einige Wochen später darüber lachen konnten: Jedes Mal, wenn in den kommenden Jahren das Thema wieder aufkam, empfand ich tiefste Scham und wäre am liebsten im Erdboden versunken. Bis heute schäme ich mich für nichts mehr, als für diese Nacht voller Kontrollverluste. Immerhin war es mir eine Lehre, denn seither war ich nie wieder so betrunken und kenne stets meine Grenzen. Wie durch ein Wunder wurden wir übrigens nie für den angerichteten Schaden im Zimmer belangt, obwohl wir fest damit gerechnet hatten, nachdem wir das Zimmer am letzten Tag eben noch verließen, bevor die arme Putzfrau kam.

Beichthaus.com Beichte #00030522 vom 03.12.2012 um 13:54:42 Uhr in Bad Bederkesa (Alter Postweg) (11 Kommentare).

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Ständige Kontrolle der Eltern

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Aggression Verzweiflung Familie Neurosen

Ich (m/24) muss loswerden, dass ich mich dank meiner Eltern in psychischer Behandlung befinde. Der Grund ist relativ trivial aber nach 23 Jahren Kontrolle war ich nicht mehr in der Lage, mit meiner Freundin zusammenzuleben. Meine Eltern haben keine Freunde, keine Hobbies, keine eigenen Leben und haben ihr ganzes Dasein dem Zweck bestimmt, ihr Leben um meines herum zu leben. Mit 19 Jahren war ich das erste Mal alleine zu Hause, ich hatte Glastüren, damit ich nichts verbergen konnte. Die Schlüssel für meine Zimmertür wurden direkt beim Einbau der Türe abgenommen und so weiter. Im Schnitt hat alle 20 bis 30 Minuten meine Mutter oder mein Vater den Kopf zur Tür reingesteckt, um zu gucken, was ich mache. Ich dachte mir immer nur "da kommt der Wärter für meine Zelle." Jeder Besuch in der Küche hat damit geendet, dass nach spätestens 30 Sekunden noch jemand anderes mit einer scheinheiligen Begründung darin stand. Mit 22 habe ich endlich durchgesetzt, dass meine Post nicht mehr von meinen Eltern geöffnet wird; zumindest die, die auf den ersten Blick wie Werbung aussieht. Alles Unbekannte wird direkt geöffnet und teilweise archiviert, ohne dass ich es überhaupt mitbekommen habe. Mit 19 durfte ich dann in den Keller ziehen, aber eher aus dem Grund, dass ich angefangen habe zu studieren und meine Eltern einen Kompromiss finden mussten, weil sie mich nicht wegziehen lassen wollten und ohne Geld ist das leider schwierig. Ich war dumm genug, mich darauf einzulassen.


Man frage sich jetzt, wie oft ein normaler Mensch in den Keller läuft. Vielleicht mal um Getränke zu holen oder die Wäsche auf- und abzuhängen. Ich habe gezählt und es waren im Durchschnitt 70 bis 80 Mal! Längere Aufenthalte waren keine Seltenheit. An Urlaubstagen haben sie regelmäßig den ganzen Tag damit verbracht, den Keller zu putzen, während der Staub im Wohnzimmer meterdick lag. Wöchentlich wurde der Gefriertruheninhalt umgewälzt und weil Wäsche aufhängen in einem fünf mal sieben Meter großen Raum nicht gut genug ist, quetscht man sich in den Kellerflur genau auf Höhe, um in mein Zimmer hinein zu schauen. Es gibt noch hunderte solcher lustigen Stories, aber an diesem Punkt wieder in die Gegenwart. Nach meinem Studium bin ich sofort mit meiner Freundin zusammengezogen und wir streiten uns täglich. Nicht, weil ich ihre Art hasse, aber schlichtweg, weil ich Komplexe kriege, wenn ich schon in der Küche stehe und jemand betritt den Raum. Das ganze resultiert dann darin, dass ich mich kontrolliert fühle und ich ihr gegenüber aggressiv werde. Um meine Freundin nicht zu verlieren, habe ich mir einen baldigen Termin beim Therapeuten besorgt und wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass sie für ein Jahr auszieht, um mir den nötigen Freiraum zu geben, um damit klarzukommen.

Beichthaus.com Beichte #00030515 vom 01.12.2012 um 22:38:39 Uhr (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Mit Freibier durch den Wald

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Diebstahl Trunksucht Dummheit Last Night Göttingen

Es ist mittlerweile einige Jahre her, als ich und meine Freunde eine der witzigsten und im Nachhinein dümmsten Sachen unserer Jugend durchgezogen haben. Bei uns in der Gegend stand mal wieder das jährliche Brauereifest an. Seit eh und je eine der feinsten Gelegenheiten sich einen hinter die Binde zu gießen. Natürlich gehörte es zum Guten Ton schon mittags dort zu erscheinen, ehe das Freibier vergriffen war. Bekanntermaßen werden Menschen, sofern es was umsonst gibt,
zu kopflosen Bestien. Gesagt getan. Innerhalb einer Stunde hatten wir uns jeder 3-4 Liter leckerstes Fassbier reingefahren. Meine zwei morgendlichen Nutellabrötchen und ein Kaffee bildeten hierfür natürlich die perfekte Grundlage. Im Grunde war ich von 0 auf 100 ein Zombie. Glücklicherweise ging es einigen meiner Freunde nicht viel besser
und wir beschlossen es wäre besser nach Hause zu gehen. Wir kamen auf die Idee einfach durch den Wald zu laufen, da dies die kürzeste Strecke nach Hause war. Als wir uns dann schwankend so langsam vom Festbetrieb entfernten und Richtung Wald stolperten, ist uns der Kühlwagen aufgefallen, wo auf großen Volksfesten immer die Getränke gelagert werden. Zu unserem Glück war der Getränkewagen nicht abgeschlossen und wir standen vor dem größten Biervorrat, den man sich nur vorstellen kann. Wir waren einstimmig der Meinung, dass man ein Fässchen für zuhause abgreifen könnte. Die Abgelegenheit des Kühlwagens hinter dem Zelt kam dem ganzen ganz gelegen und wir schnappten uns ein 50-Liter-Fass zu dritt.


Wie das bei Alkohol so ist, überschätzten wir unsere Kräfte maßlos. Man muss sich vorstellen, dass so ein Fass wegen der Henkel nur von maximal zwei Mann mit jeweils einem Arm getragen werden kann. Natürlich konnten wir jetzt nicht mehr den bequemen Weg über die Waldwege zurücklegen, sondern mussten das ganze Ding querfeldein irgendwie nach Hause schaffen. Es wäre jedem Spaziergänger sofort klar gewesen, dass drei rabenstramme Halbstarke etwas mit einem 50-Liter-Bierfass im Schilde führen. Wie gesagt 25 Kilo an einem Arm und derbe einen im Tee quer durch den Wald vier Kilometer nach Hause. Irgendwann hat es einem meiner Freunde beim Tragen auf die Fresse gehauen und das Fass ist samt ihm 30 Meter eine steile Böschung runter gepurzelt. Im ersten Moment haben der andere Freund und ich uns vor Lachen kaum eingekriegt aber dann wurde uns klar das wir das Ding wieder aus der Böschung hochholen müssen. Etliche Versuche scheiterten, nicht zuletzt wegen des immensen Alkoholpegels. Mit dreckverschmierten Klamotten und völlig ernüchtert, aber nicht nüchtern, beschlossen wir das Fass in den nächsten Tagen zu holen. Zum Glück war es nicht beschädigt und wir haben es mit einem Flaschenzug ganz einfach wieder den Berg hochbekommen. Zwei Wochen später musste es dann auf einer Geburtstagsparty auch dran glauben. Im Nachhinein war das Ganze ziemlich dumm und unnötig, zumal sich mein Freund beim Berg runter rollen ein wenig verletzt hatte. Zumindest linderte der köstliche Geschmack des Freibiers ein wenig seine Prellungen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030509 vom 29.11.2012 um 21:00:14 Uhr in 37035 Göttingen (Kreuzbergring) (17 Kommentare).

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Ein Schlag mit Folgen

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Gewalt Lügen Rache Familie Bunde

In meiner Erziehung kam es durchaus vor, dass ich ab und an Schläge von meinen Eltern bezog. Mal ein Nackenschlag, mal eine Ohrfeige, mal habe ich auch den Hintern versohlt bekommen. Mein Bruder hat noch mal so viel abbekommen, da er mehr Dummheiten im Kopf hatte. […]
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Beichthaus.com Beichte #00030505 vom 29.11.2012 um 14:30:49 Uhr in Bunde (40 Kommentare).

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Gerechte Verteilung an Weihnachten

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Boshaftigkeit Falschheit Familie Geld Weihnachten Regensburg

Ich (m/19) bekomme seit acht Jahren von meinen Eltern kurz vor der Weihnachtszeit eine nicht geringe Summe Geld, um ihnen davon Geschenke zu kaufen. Doch um alles zu erklären, muss ich früher anfangen. In meiner Kindheit habe ich gerne selbstständig Geschenke gebastelt und diese dann meinen Eltern recht herzlich überreicht. Allerdings wurden diese einfach lieblos und ohne Anerkennung weggeschmissen. Als ich meine Eltern in der damaligen Zeit darauf angesprochen habe, meinten sie nur, dass sie dafür keinen Nutzen hätten. Für meine tollen Sachen, die ich in stundenlanger Arbeit gebastelt habe, in der Hoffnung, dass sie meinen Eltern gefallen könnten. Seitdem bekomme ich von ihnen kurz vor Weihnachten immer Geld, um ihnen etwas kaufen zu können. Der Betrag ist sogar relativ hoch, weil beide nicht schlecht verdienen. Allerdings nervt mich das alles immer noch so sehr, dass ich, anstatt etwas Teures für das Geld zu kaufen, immer in einen billigen Schmuck-Ramsch-Laden gehe, ihnen dort lieblos irgendwelche Sachen kaufe und diese dann anschließend in eine Tüte von einem Juwelier stecke, die ich noch irgendwo zu Hause rumliegen hatte. Meine Eltern meinen bis heute, all der Schmuck, den sie haben, wäre wertvoll und auch ihre Freunde komplimentieren sie durch ihre ebenfalls nicht vorhandene Ahnung.


Das restliche Geld, wovon meistens noch einiges übrig bleibt, verwende ich dann dafür, kleinen Kindern, die notdürftig erscheinen, zu Weihnachten eine kleine Freude zu bereiten. Ich weiß, es ist nicht fair gegenüber meinen Eltern. Jedoch kann ich einfach nicht damit aufhören, zu sehen, wie glücklich ich diese Kinder mache und zudem weiß ich, dass meine Eltern den Schmuck so oder so kaum tragen würden, geschweige denn, sich darüber wirklich freuen. Und wenn sie ihn dann mal tragen, merken sie eh keinen Unterschied. Obendrein tut ihnen das bisschen Geld, auch wenn es für manche eine große Summe ist, nicht weh. Um ehrlich zu sein, mir tut das alles noch nicht mal wirklich leid.

Beichthaus.com Beichte #00030500 vom 28.11.2012 um 17:47:06 Uhr in Regensburg (25 Kommentare).

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