Meine imaginären Freunde

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Lügen Verzweiflung Familie Frankfurt

Meine imaginären Freunde
Meine Beichte hat ihren Anfang vor etwa zwei Monaten. An einem sonst nicht weiter erwähnenswerten Freitagabend saß ich in meinem Zimmer vor dem Rechner und vertrieb mir irgendwie die Zeit, als mein Vater reinkam und mich fragte, ob ich nicht was mit meinen Freunden unternehmen wolle oder sonstige Pläne für mein Wochenende hätte, was ich verneinte. Das Gespräch ging dann noch eine Weile weiter, wobei er mich immer wieder nach Freunden und vor allem Mädchen fragte. Irgendwie habe ich es geschafft, seinen Fragen insofern auszuweichen, dass ich vermeiden konnte, ihm ins Gesicht sagen zu müssen, dass ich eigentlich keine Freunde habe und meine Erfahrungen mit Mädchen sich auf eine eher kurze Pseudo-Beziehung im Alter von 14 Jahren beschränken. Zu meiner Verteidigung könnte ich hier sagen, dass meine Familie sehr oft umziehen muss aufgrund des Jobs meines Vaters und ich deshalb nie wirklich "Wurzeln schlagen" konnte oder so was in der Art. Längere Freundschaften als ein Jahr hatte und habe ich nicht. Außerdem hat mich auch seit dem letzten Umzug vor einem halben Jahr irgendwie die Motivation verlassen, mich in diese Richtung zu engagieren, weil das Ende ja schon von vornherein absehbar ist und mir deshalb die ganze Angelegenheit leicht zwecklos erscheint. Ganz verbergen konnte ich meine Situation dann jedoch wohl doch nicht, weil mein Vater dann zwar glücklicherweise irgendwann klein beigegeben hat, sich jedoch nicht hat nehmen lassen, mir sein Auto anzubieten, sollte ich doch noch irgendwas unternehmen wollen. Nachdem ich dann eine Weile weiter meine Zeit verplempert hatte, bin ich irgendwann in die Küche gegangen, um mir was zu trinken zu machen. Als ich dabei an unserem Wohnzimmer vorbei kam, habe ich meinen Vater schluchzen oder leise weinen hören, wie auch immer man das genau nennen mag, es war jedenfalls klar als traurig auszumachen. Um ihn nicht zu blamieren, habe ich dann nur um die Ecke ins Zimmer geschaut, um herauszufinden, was denn los sei. Und dabei ist mir dann aufgefallen, dass mein vorhin in Anspruch genommenes schauspielerisches Talent wohl doch nicht im Ansatz so ausgeprägt ist, wie ich gedacht hatte, weil mein Vater auf der Couch saß mit seinem Freitag-Abend-Whiskey und sich das einzige Bild, das es von mir aus meiner Kindheit gibt, anschaute. Zugegeben, dass mag schon leicht abgedroschen klingen, aber selbst mir ist aufgefallen, woran es wohl liegen kann, wenn mein Vater sich das einzige Bild seines Sohnes als Strahlemann traurig anschaut.
Da ich mit der Situation so erst mal nicht umgehen konnte, habe ich mich mit meinem Trinken dann wieder in mein Zimmer geschlichen und bin dann auch erst wieder nach einer halben Stunde ins Wohnzimmer gegangen, wo sich mein Vater zum Glück mittlerweile wieder gefangen hatte. Ich habe ihn dann nach den Schlüsseln für sein Auto gefragt, weil sich imaginäre Freunde noch kurzfristig gemeldet hatten und wir was trinken gehen wollten. Das scheint ihn wirklich gefreut zu haben, denn so glücklich habe ich ihn schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Nachdem er mir dann freudestrahlend einen schönen Abend gewünscht hatte, bin ich dann losgefahren bis zu einem fünf Kilometer entfernten Wald, habe mich auf einen Parkplatz dann in den Kofferraum geschlichen und dann da den Rest der Nacht gepennt. Am nächsten Morgen habe ich dann noch ein paar Zigaretten abbrennen lassen, damit meine Klamotten auch einigermaßen glaubhaft nach Barbesuch gerochen haben und bin dann heimgefahren und habe meinen Eltern die tollsten Geschichten von meinen Freunden Lukas und Marius erzählt. Dass ich eine Nacht unangemeldet bei Freunden verbracht hatte, schien sie nicht einmal im Ansatz zu stören, sondern tatsächlich zu freuen.
Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Solche Aktionen mache ich seitdem wöchentlich, wobei ich mir ständig neue Geschichten und angebliche Bekanntschaften ausdenke, mittlerweile ist sogar eine Marie hinzugekommen, mit der ich angeblich gemeinsam Mathe habe und in die ich mich ein wenig verguckt habe. Es tut mir ja einigermaßen leid, meine Eltern so dreist anzulügen, aber ich sehe ja, wie glücklich sie das macht.
Und ganz im Ernst, ich kann ihnen ja wohl kaum erzählen, dass ich seit den letzten zwei Jahren meine Tage nur noch damit verbringe, darauf zu warten, müde genug zum Einschlafen zu werden. So wie meinen Vater schon mein Mangel an sozialen Kontakten aus der Bahn wirft, würde das bestimmt zu einer ausgewachsenen Krise führen. Und davon profitiert ja auch keiner. Sollte es jemand tatsächlich geschafft haben, sich das alles durchzulesen, dann hoffe ich, dass er vielleicht ein wenig Verständnis für mich aufbringen kann; wenn nicht, hat es trotzdem gut getan, sich das alles mal von der Seele zu schreiben.

Beichthaus.com Beichte #00030868 vom 10.03.2013 um 21:49:37 Uhr in Frankfurt (Kaiserstraße) (33 Kommentare).

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Der Vater fehlt

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Verzweiflung Drogen Familie Gesellschaft

Ich (m/16) muss beichten, dass ich zur Zeit mein Leben nicht auf die Reihe bekomme und jeden Tag zusehen muss, wie es immer weiter bergab geht. Alles fing vor drei Monaten an, als mein Vater, mit dem ich wohl das beste Verhältnis hatte, das man sich vorstellen kann, […]
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Beichthaus.com Beichte #00030855 vom 06.03.2013 um 02:41:55 Uhr (25 Kommentare).

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Offline Freunde, Online Feinde

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Beichthaus.com Beichte #00030853 vom 05.03.2013 um 16:25:25 Uhr (25 Kommentare).

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Das Leid mit der scharfen Kollegin

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Begehrlichkeit Verzweiflung Kollegen

Ich habe eine echt scharfe Kollegin, mit der ich mich auch wirklich gut verstehe. Sie ist nett, klug und ihr Körper ist der absolute Wahnsinn - und das ist noch untertrieben. Jedes Mal, wenn sie aufsteht, habe ich einen Logenplatz mit Blick auf ihren Prachthintern. Ich stelle mir jeden Tag vor, wie ich sie in allen erdenklichen Positionen durchnehme, und bekomme immer eine Mordslatte. Wenn sie fragt, ob wir eine rauchen gehen, muss ich deshalb meistens ablehnen... Das Schlimme ist aber, dass sie mittlerweile wohl gemerkt hat, was in meinem Kopf vorgeht, denn sie zieht immer öfter Miniröcke und eng anliegende Oberteile an, die ihre Figur betonen und mich noch rattiger machen.
Außerdem lässt sie die eine oder andere eindeutige Bemerkung fallen. Ich würde nie etwas mit ihr anfangen, da ich in einer Beziehung lebe, meine Freundin liebe und Fremdgehen für mich ein absolutes no-go ist; aber die Tage in der Arbeit rauben mir fast den Verstand. Meine Freundin wundert sich auch schon, weil ich sie immer, wenn ich nach Hause komme, gleich bespringen möchte wie ein Tier. Einen neuen Job suchen möchte ich nicht, da ich für mein Alter sehr gut verdiene und Chancen auf eine leitende Position habe. Mir bleibt wohl nur, das alles auszusitzen, immerhin habe ich dadurch die besten/anschaulichsten Geschichten, wenn ich mit meinen Kumpels einen heben gehe.

Beichthaus.com Beichte #00030851 vom 05.03.2013 um 11:05:26 Uhr (24 Kommentare).

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SM Sekretärin

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Verzweiflung Sex Fetisch Arbeit

SM Sekretärin
Ich habe mich auf eine Stellenanzeige beworben, da wurde eine Sekretärin gesucht. Beim Vorstellungsgespräch wollte die Frau nur wissen, ob ich die Stelle wirklich brauche. Ich bekam dann eine Probezeit von sechs Wochen. Die Zeit lief auch gut, also ohne dass ich Probleme […]
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Beichthaus.com Beichte #00030848 vom 04.03.2013 um 20:47:37 Uhr (44 Kommentare).

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