Der Sandwichtoaster

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Zwietracht Rache Ignoranz WG Rostock

Der Sandwichtoaster
Als ich (w) noch in meiner alten 2er-WG wohnte, geriet ich einmal mit meinem Mitbewohner aneinander. Es ging um seinen Sandwichtoaster, den er, warum auch immer, oben auf unseren kleinen Hänge-Küchenschrank abstellen musste, wenn er gerade nicht in Benutzung war. Da das Ding so sperrig und der Schrank so klein war, lag der Sandwichmaker halb auf der Tür und bewegte sich jedes Mal gefährlich mit, wenn man die Schranktür aufmachte. Da ich keine Lust hatte, dass mir das Ding irgendwann mal auf den Kopf fällt, bat ich meinen Mitbewohner, ihn doch bitte woanders hinzustellen. Er war aber total uneinsichtig und meinte jedes Mal nur, dass bisher ja auch nichts passiert wäre, weil er beim Tür aufmachen zwar nach vorn gezogen, aber beim Tür schließen wieder nach hinten geschoben wird.
Irgendwann wurde mir das zu bunt und ich zog den Toaster nachts um die 10cm nach vorne.
Was dann passierte, kann sich wohl jeder denken. Am nächsten Morgen früh um 6 wachte ich auf, weil ich einen lauten Rumms und einen Schrei (oder eher ein Fluchen) aus der Küche hörte. Ich wartete, bis er die Wohnung verließ, weil er zur Arbeit musste und ging in die Küche. Der Sandwichmaker war weg, dann ging ich in sein Zimmer und dort lag er dann, mit einem ordentlichen Stück von der Kante abgebrochen, so dass das Gerät wahrscheinlich unbrauchbar wurde.
Mein Mitbewohner tat sich scheinbar nichts. Aber er erwähnte von da an nie wieder weder den Sandwichmaker noch das Geschehene an diesem Morgen. Er kam bestimmt auch nicht darauf, dass ich das Teil einfach vorgezogen habe, sondern dachte, es lag an seiner eigenen Blödheit, den da oben raufzustellen, denn sonst hätte er mich ja drauf angesprochen.

Beichthaus.com Beichte #00027556 vom 24.02.2010 um 12:44:19 Uhr in Rostock (26 Kommentare).

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Fenster auf trotz Schneegestöber

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Zorn Hass Ekel WG Studentenleben London

Ich habe als Studentin aus Geldgründen in einer WG gelebt und irre darunter gelitten. Ich hätte schon immer lieber gern allein gewohnt, das ging aber nicht. Noch dazu hat es mir mein damaliger Mitbewohner ziemlich schwer gemacht, er war einfach ein Esel. Er hatte etwas dagegen, wenn ich heizen wollte, dieser Volltrottel, und es kam vor, dass er die Heizung ausgestellt hat, wenn ich sie angemacht hatte. An einem Abend war ich unterwegs und es war plötzlicher Wintereinbruch mit Schneetreiben. Als ich dann endlich zu Hause war, habe ich mich gefreut, dass es drinnen wenigstens etwas wärmer als draußen sein sollte, denkste! Ich kam in die Küche und dieser Trottel hatte das Fenster aufgemacht, was ich vor dem Weggehen zugemacht hatte. Es war kalt und es gab einfach keinen Grund, wieso man das Fenster aufmachen musste. Ich habe gekocht vor Wut und sah in der Küche die Reste von seinem Essen stehen, was er gekocht hatte und sich immer auf einem Teller für den nächsten Tag aufgehoben hat. Ich habe dort in meiner Wut drauf gerotzt und mir fiel die Last, die ich monatelang mit mir herum trug, von den Schultern. Ich habe dann auch extra drauf geachtet, dass er dieses Essen auch noch isst, sonst hätte ich mir etwas anderes einfallen lassen müssen.

Beichthaus.com Beichte #00027555 vom 24.02.2010 um 12:40:30 Uhr in London (27 Kommentare).

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Schildkröte mit Wackelkopf

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Habgier Neid Arbeit Weihnachten Bern

In meiner letzten Firma, haben wir gewichtelt. Teilnahme war freiwillig. Namen ziehen von jemandem und diesen dann einmal beschenken. Da ich erst kurz bei der Firma dabei war, wollte ich einen guten Eindruck hinterlassen und machte natürlich mit. Bei der Weihnachtsfeier wurden dann die Geschenke durch einen verkleideten Weihnachtsmann übergeben und ausgepackt. Eigentlich ging es auch gar nicht darum zu erfahren, von wem das Geschenk war. Ich hab mir damals auch total viel Mühe gemacht und versucht herauszufinden, was die Person gebrauchen könnte und was sie gerne hat.

Jedenfalls habe ich dann so ein kleines Schildkrötchen bekommen mit einem Wackelkopf. (ca. 2cm lang und 1cm hoch). Ich natürlich recht enttäuscht, da sonst die Geschenke alle eher etwas spezielleres waren und mehr Wert. Es war auch nicht einpackt und für mich sah es mehr nach "Oops, habe ich wohl vergessen - noch schnell was überflüssiges mitnehmen" aussah.


Naja, dann ein paar Tage später fragte mich dann eine nette Arbeitskollegin was ich denn bekommen hätte und ich hab mich da etwas lustig gemacht. Von wegen, dass dieser Person wohl das Geschenk, dass Sie bekommt wichtiger war als jemanden zu beschenken. Die Kollegin meinte nur "ah so". und dann ein paar Wochen später habe ich dann erfahren, dass Sie mein Wichtel war. Dies war mir so überaus peinlich und ich hatte ein schlechtes Gewissen, schlecht über jemanden geredet zu haben. Dass ich seit daher das Schildkrötchen an meinem Arbeitsplatz unterhalb meines Monitors platziert habe. In Gedenken daran.
Am nächsten Weihnachtsfest habe ich beim Wichteln auch nicht mehr mitgemacht. Aus Angst wieder in ein Fettnäpfchen zu treten.

Beichthaus.com Beichte #00027554 vom 24.02.2010 um 10:08:27 Uhr in Bern (15 Kommentare).

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Kein Taschentuch

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Faulheit Geiz Lügen

Wenn mich jemand fragt, ob ich ein Taschentuch habe, sage ich manchmal: "Nein!" Obwohl ich welche dabei habe. Weil ich einfach zu faul bin in meiner Tasche nach den Taschentüchern zu suchen.

Beichthaus.com Beichte #00027553 vom 23.02.2010 um 22:35:15 Uhr (11 Kommentare).

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Fußabdrücke auf dem Kellerboden

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Neugier Vandalismus Dummheit Kinder Schutterwald

Fußabdrücke auf dem Kellerboden
Als ich in der Grundschule war, hatte ich eine beste Freundin. Sie und ich haben nur Mist im Kopf gehabt. Gegenüber von ihr wurde gerade ein neues Haus gebaut. Der Grundriss war schon fertig, nur die Türen haben noch gefehlt. Uns war langweilig und wir haben das Haus besichtigt. Im Keller hatten sie gerade den Boden neu einzementiert. Wir hatten nix Besseres zu tun, als unsere Schuhe auszuziehen und unsere Fußabdrücke quer über dem Kellerboden zu hinterlassen. Es tut mir bis heute sehr Leid, dass die neuen Besitzer heute noch die winzigen Fußabdrücke auf dem Boden haben.

Beichthaus.com Beichte #00027552 vom 23.02.2010 um 22:24:56 Uhr in Schutterwald (16 Kommentare).

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