Ungerechtigkeit

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Hass Ungerechtigkeit Habgier Wien

Ich (w) bin nicht der Typ der gerne auf der faulen Haut liegt. Ich bin ehrgeizig und ich will etwas in meinem Leben erreichen. Unabhängigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortung, eine eigene Wohnung, Zeit - das sind Dinge die ich haben will. Als ich noch in die Grundschule ging, wurde uns immer gesagt: "Ihr müsst eine weiterführende höhere Schule besuchen, ohne Matura (Abitur) seid ihr Nichts! Ihr werdet keinen Job finden und ihr werdet in eurem Leben nichts erreichen!" Doch die Informationen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, waren mehr als mies und als 14-Jährige, woher soll man da schon wissen, was man im Leben (erreichen) will.
Dennoch hatte ich Glück und meine Mutter hat mir in dieser Angelegenheit sehr geholfen. Ich habe eine Handelsakademie, eine Höhere Schule für kaufmännische Berufe, besucht. Es war meine Entscheidung und das was ich wollte. In den ersten Jahren war es fast schon nur noch Quälerei für mich und dennoch habe ich mein Ding durchgezogen. Im letzten Jahrgang war ich sogar Klassenbeste und mein Matura-Zeugnis war Weltklasse. Ich war und bin deswegen stolz auf mich.
Und jetzt zu meiner eigentlichen Beichte: Ich hasse die ganze Gesellschaft und Politiker. Es wird einem gesagt, man soll doch eine gute Ausbildung machen, aber was hat man davon?
Jetzt bin ich seit einem halben Jahr zu Hause und verdiene kein eigenes Geld. Ich lebe vom Geld meiner Mutter, die mich noch immer unterstützt. Das will ich nicht! Aber etwas anderes bleibt mir nicht über, da ich keinen rechtlichen Anspruch auf irgendeine Art von Geld habe. Die einzige Möglichkeit wäre beim Sozialamt Sozialgeld zu verlangen und selbst dafür verdient meine Mutter zu viel, obwohl sie Alleinerziehend ist und ich auch noch einen Bruder hab.
Ich renne von einem Einstellungstest und Vorstellungsgespräch zum Nächsten, nur um mit den Worten "Leider haben wir keine Position offen, welche ihren Qualifikationen entspricht!" abgespeist zu werden.
Außerdem ärgert es mich maßlos, das ich keinen Job finde, obwohl ich so gern arbeiten gehen würde und mich wirklich bemühe einen zu finden und es läute gibt, die nicht mal ansatzweise versuchen einen Job zu finden, ihre 6 Monate "Grundarbeitszeit geleistet" haben und seitdem vom Staat leben. Diese Ungleichheit und fehlende Fairness kann ich nicht verstehen. Hätte ich damals eine Lehre gemacht, wäre ich wahrscheinlich besser dran.

Beichthaus.com Beichte #00029613 vom 13.12.2011 um 15:10:39 Uhr in 1120 Wien (Brunner Straße) (34 Kommentare).

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Meine tratschenden Mitfahrer

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Hass Boshaftigkeit Verschwendung Bahn & Co. Wien

Ich (m/23) hasse alle Menschen, die in der U-Bahn/Straßenbahn/Schnellbahn alle Mitfahrer an ihrem üblen Gerede teilhaben lassen. Nun wären das wenigstens Themen wie Oligoklonale Banden, Kryptofaschismus, Wirtschaftskrise oder Literatur. Nein, ständig nur grammatikalisch falsche Dreiwortsätze. Ich habe vor drei Monaten eine super Methode gefunden, diese Penner zum schweigen zu bringen oder zumindest zu verwirren. Ich bin Diabetiker Typ 1 und habe deswegen für den Fall, dass meine Insulinpumpe mal einen Aussetzer bekommt einen Insulinpen dabei. Das Ding schießt gute zwei Meter weit mit Insulin. Insulin hat einen sehr strengen Geruch, der zwar bald wieder verdunstet, aber wenn man das nicht kennt, kann man schon erschrecken. Ich ziele also immer unauffällig auf diese Tratschmäuler und lache mir dann über ihre Panik ins Fäustchen. Manche steigen sogar aus, weil sie den Geruch nicht aushalten. Sorry, aber euer Gerede will keiner hören.

Beichthaus.com Beichte #00029572 vom 29.11.2011 um 15:01:07 Uhr in Wien (Karlsplatz) (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Diebstahl im Wirtshaus

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Diebstahl Familie Restaurant Wien

Ich arbeite nebenbei beim meinem Bruder im Wirtshaus. Ich habe dort öfters Geld aus der Kasse genommen bzw. habe bei Kunden kassiert und mir Geld eingesteckt. Gestern hat es mein Bruder mitbekommen. Er hat mich heim geschickt und ich darf nicht mehr bei ihm arbeiten. - Was ich auch verstehe. Nun habe ich das Ganze meinem Vater beichten müssen. Er ist total ausgerastet und hat gesagt ich muss von daheim ausziehen. Ich habe keinen Plan wo ich hin soll. Die Wohnungseinrichtung kann ich mir nicht leisten. Ich bin total fertig mit den Nerven und habe gestern den ganzen Tag nur geheult. Aber was soll ich machen? Klar tut es mir Leid, und ich bereue es auch zutiefst, doch ich kann es nicht rückgängig machen. Mir geht es einfach nur total schlecht und ich hoffe, dass es mir durch die Beichte etwas besser geht.

Beichthaus.com Beichte #00029448 vom 17.10.2011 um 09:30:25 Uhr in Wien (31 Kommentare).

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Deutsche Studenten in Österreich

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Hass Zorn Vorurteile Studentenleben Uni Wien

Ich (22-jährige in Österreich geborene Studentin mit polnischen Wurzeln) muss beichten, dass ich die Deutschen Studenten als Schmarotzer empfinde. Die Hälfte der Leute im Hörsaal sind Deutsche, sie nehmen den Österreichern die Plätze weg, lassen sich hier durchfüttern (wo die Unis eh kein Geld haben) und nachher arbeiten sie für Deutschland. Das alles nur, weil sie zu dumm für ihren Nummerus Clausus sind. Ich verstehe nicht warum die Österreicher sich dies gefallen lassen und wünschte, dass etwas gegen diese Ungerechtigkeit unternommen werden würde. Ja, ich finde die Deutschen sollten sich schämen, peinlich dass sie hier herkommen und glauben ihnen würde alles gehören.

Beichthaus.com Beichte #00029440 vom 14.10.2011 um 09:52:37 Uhr in Uni Wien (62 Kommentare).

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3 jahre arbeitslos

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Faulheit Trägheit Habgier Betrug Arbeit Wien

Ich weiß nicht wieso, aber ich sollte unbedingt beichten, dass ich ein paar Jahre perfekt vom Arbeitslosengeld gelebt habe. Meine Ausbildung mit Reife- und Diplomprüfung in einer technischen Lehranstalt wurde von mir 2002 absolviert (guter Erfolg). Ich habe in einem sehr großen österreichischem Rechenprogrammhersteller zuerst ein Jahr im technischen Helpdesk gearbeitet und wurde dann befördert zum Teamleiter, als welcher ich auch mehr als 3 Jahre tätig war. Nachdem diese Firma Ende 2006 dann aufgekauft und Implementiert wurde, gab es eienn riesen Belegschaftswechsel. Mitunter wurde der Leiter der IT Abteilung desintegriert und durch eine Witzfigur ausgetauscht, eine Witzfigur die mir die Chance auf eine weitere Beförderung versaut hat.

Die Witzfigur war faul, desorientiert, unfähig (die Teamleader unter mir werdens schon richten) und der Sohn des Bekannten der Freunden des Hundes des Haustiers oder irgendwie so. Ein richtiger unemanzipierter Depp eben. Nur dass er was zu sagen hatte und um die 600 Euro mehr als ich verdiente. Er kam und ging auch wann er wollte. Aber das brauche ich ja nicht erläutern. Nunja, jedenfalls wurde mir so richtig die Lust auf meinen Job versaut und ich ging. Alles war gut - perfektes Dienstzeugnis und ich hatte meine 60m2 Wohnung für mich allein, da mich meine Freundin (die Beziehung war eh schon länger ein Griff ins Braune) verlassen hat.
Was jetzt? Ich nahm mir vor, sofort einen Job zu suchen, aber erst, wenn ich mal deftig einen drauf gemacht habe! ich bekamm exakt 1.170 Euro Arbeitslose und hatte schon über 6.000 Euro auf der hohen Kante. Also war ich mit einem Kumpel über 7 Wochen in Amsterdam unterwegs, wo wir uns bei seiner Großmutter einquartiert hatten und uns nebenher als Straßenmusiker (ich Spiele Saxophon und er beherrscht die 12-saitigen Gitarren perfekt). Es war saugeil! Pilze, Rauch und Frauen wie nie!


Nach diesen 7 Wochen und 3.000 Euro ärmer bzw. ein Keilwerth SX90 Tenorsaxophon und einige echt coole Klamotten reicher sind wir zurückgekommen und waren mit der Jobsuche beschäftigt. Ich fand auch recht schnell einen in einer Computerfirma (er ging aufs Schiff als Kellner - er wollte die Welt sehen und blieb dann mehr als ein Jahr weg). Nur bockte mich das Arbeiten überhaupt nicht ud ich ging noch in der Probezeit.
Dann war ich erstmal ein paar Monate damit beschäftigt, mir die neuesten technischen Apfelerrungenschaften zu besorgen und meine Kenntnisse zu erweitern. Als ich dann aber in die Notstandshilfe kam und nur noch 690 Euro frei zur Verfügung hatte (ich musste sonst mein letztes Erspartes anzapfen), musste ich handeln - ich kannte da noch einen alten Kerl der in Wien 12 Restaurants besitzt und immer wieder Probleme mit der EDV hatte. Ich bot natürlich sofort an als "freier Mitarbeiter" dort tätig zu sein und sowohl seine "Computerprobleme" zu lösen als auch bei der Neuanschaffung behilflich zu sein. Nunja, jetzt wartete ich sein System in Wien und fuhr des Backups wegen hin und wieder zu seinen Restaurants und er überwies mit pünktlich jeden 28. satte 1.100 Euro! Für eine Milchbubenarbeit!


Ich hatte also im Monat einen Haufen Geld zusammen und lebte wie Sonnenkönig Ludwig XIV! Es war super! keine Verantwortung, massenhaft Zocken, hin und wieder Verreisen (ein zweimal im Jahr), meine Wohnung ist nun zu einem Apfelturm mutiert mit allen erforderlichen Synthesizern und Keys die mir ermöglicht haben, mit meinen Saxophonen und Bassklarinetten wahre Meisteraufnahmen zu produzieren! Nebenher gab ich auch für 20 Euro die Stunde Unterricht, aber das stellte ich aber schnell wieder ab da mir die kleinen Gören gewaltig auf den Senkel gingen. Ich habe mich auch weitergebildet und war kurz an der Uni und bin seit zwei Jahren im Fitnesscenter.


Kurzum: Die Kündigung und die Arbeitslose hat mich aufgeweckt und ich bin ein total glücklicher Mensch geworden! Meine Familie hat natürlich geglaubt dass ich Arbeitstätig bin, klar wie könnte ich mir auch sonst das alles leisten? Aber wie sagt Nick Cave in einem seiner Lieder? "Al things move toward their end". Irgendwie merkte ich dann doch, dass ich bald das dreißigste Jahr erreichen werde und es so (so toll es auch war) nicht weitergehen kann. Seit März bin ich wieder als Informatiker tätig und habe netto 1.500 auf der Kralle. Am Anfang war es extrem wenig Geld für mich, aber ich habe wieder Verantwortung und mir macht der Job extrem viel Spaß, durch meine Hobbys bin ich vielen anderen Kollegen weit überlegen und ich warte auf meine Beförderung. Bei den Restaurants helfe ich natürlich nicht mehr aus.
RIP 3 Jahre Arbeitslose. Aber das Leben geht weiter! Danke fürs lesen und seid mir nicht böse!

Beichthaus.com Beichte #00029373 vom 19.09.2011 um 13:23:39 Uhr in Wien (17 Kommentare).

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