Der Junge mit der schönen Haarfrisur

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Neugier

Ich (m) saß heute im Zug und auch eine Schulklasse, so circa 8.-10. Klasse, war dabei. Dabei fiel mir ein Junge auf, der eine ungewöhnliche und schöne Frisur hatte, die ich auch gerne hätte. Also habe ich versucht, ihn heimlich zu fotografieren. Das scheinen wohl ein paar Klassenkameraden mitbekommen zu haben, denn als die Klasse den Zug verließ, schaute mich eine von denen an und flüsterte zu ihren Freunden "Das ist er!" Die denken jetzt wohl, ich bin ein Perverser. Nein, junge Dame, bin ich nicht. Trotzdem ist mir das Ertapptsein ziemlich peinlich und ich hoffe, diese Beichte kann mir etwas dabei helfen, mit der Sache klar zu kommen.

Beichthaus.com Beichte #00041364 vom 21.06.2018 um 20:38:54 Uhr (11 Kommentare).

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Eifersüchtig auf meinen Bruder

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Eifersucht Familie Berlin

Als ich 9 war bekam ich einen kleinen Bruder, und ich war total eifersüchtig. Ich hatte damals väterlicherseits auch schon einen 2-jährigen Bruder (Eltern geschieden) und fühlte mich von meiner Mutter zurückgestoßen. Irgendwann, da muss mein Bruder 1 oder 2 Jahre gewesen sein, durfte ich das erste mal auf Ihn aufpassen. Sie hat mir Geld gegeben dafür dass ich auf Ihn aufpasse. Als ich mit ihm alleine war, setzte ich ihn in seinen Hochstuhl, machte das Licht im Zimmer aus und ging raus. Er fing jedes Mal an zu weinen. Ich hab es gemacht, um Ihm zu signalisieren, dass ich die Größere bin.

Ich konnte ihn nie länger als 1-2 Minuten so sitzen lassen, bevor ich wieder reingekommen bin und das Licht angemacht habe. Ich habe ihn manchmal so oft gezwickt und gekniffen, dass er nur noch geweint hat. Ich war so ziemlich der eifersüchtigste Mensch überhaupt. Ich habe das gemacht, weil meine Mutter sich nicht um mich gekümmert hat. Mittlerweile sind 9 Jahre vergangen und mein Verhätnis zu meinem Bruder wird besser. Langsam versteht er was von der Welt in der ich lebe. Mir ist das erst heute eingefallen, grade wo ich so um Bett lag. Ich hoffe es hätte keine großen Wirkungen auf seine Psyche.

Beichthaus.com Beichte #00041358 vom 20.06.2018 um 01:40:49 Uhr in Berlin (9 Kommentare).

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“Folge

Ich kann nicht mehr

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Verzweiflung Trunksucht Familie Köln

Nachdem ich letztes Jahr in sehr jungen Jahren meine Mutter verloren habe, fühle ich mich nicht mehr wie ich selbst. Ich war vor ihrem Tod kein besonders aufgeweckter, immer gut gelaunter Mensch, aber seitdem sie fehlt, fehlt auch etwas in mir.

Ich bin unfassbar gereizt und kann mich nicht mehr kontrollieren. Ständig schreie ich um mich, greife Leute persönlich an, indem ich sie beleidige und wurde gegenüber meinem Bruder gewalttätig - Etwas, das ich vorher nie von mir gedacht hätte. Zudem habe ich angefangen, viel und so oft wie nie zuvor zu trinken. Und das, obwohl Alkoholkonsum meinen gesundheitlichen Zustand, der momentan an der Grenze steht, nur weiterhin belastet. Ich komme weder vom Alkohol, noch meinen Ausrasten, los.

Ich weiß nicht mehr, wie ich weiterleben soll und was das alles überhaupt noch für einen Sinn hat. Ich werde sie nie wieder sehen, anfassen oder mit ihr reden. Ich bleibe alleine. Ich vermisse niemanden mehr als dich, Mama. Ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen.

Beichthaus.com Beichte #00041353 vom 19.06.2018 um 18:59:06 Uhr in Köln (22 Kommentare).

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Großvaters letzter Wunsch

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Morallosigkeit Waghalsigkeit Familie München

Im April 2014 segnete Opa mit 86 Jahren das Zeitliche, er schlief ohne Krankheit einfach ein. Er konnte auf ein erfülltes Leben mit vielen schönen Stunden zurückblicken. Der liebe Großvater hatte schon immer einen gewissen Sinn für ausgefallene Dinge, Anschauungen und besonderen Humor. So wie es in unserer Familie üblich ist, sind alle nicht ganz normal.Wir lachen gerne und haben immer einen kleinen Streich auf Lager. Langweilig wird es nie, weil jeder immer wieder neue ausgefallene Ideen hat.Das zu erläutern würde jetzt zu weit führen. Opa hat uns einen Umschlag hinterlassen, von dem jeder wusste, dass dieser geöffnet werden soll, wenn es den Opa mal nicht mehr gibt.

Es war kein Testament, es war eher eine Wunschliste. Er hat genau aufgeführt wie seine Beerdigung stattfinden soll und welche Lieder er sich zur Beerdigung wünscht. Es soll auch keiner traurig sein, weil er sein Leben gut erlebt hat. Außerdem weiß er aus Erfahrung, dass es nach einer Beerdigung beim Leichenschmaus sehr lustig werden kann. Wir sollen anständig feiern und ihn nochmal hoch leben lassen. Das haben wir auch getan, es hätte ihm sicher gefallen. Mein Opa wäre nicht mein Opa, wenn er als letzten Wusch nicht noch etwas auf der Pfanne gehabt hätte.

Ein Absatz seiner Zeilen war an mich gerichtet. Originaltext vom Großvater: Mein lieber R. Ich weiß, dass ich mich immer auf Dich verlasen konnte. Wir haben viel zusammen erlebt und viel gelacht. Ich hätte einen letzten Wunsch und wenn ihn wer erfüllen kann, dann bist es Du mein lieber R. Du weißt ja genau wo in München seit über 60 Jahren mein Lieblingsplatz war. Du warst ja selbst oft genug dabei, wenn es mal wieder auf das Oktoberfest ging. Es gibt keinen schöneren Ort, als das Augustiner Zelt. Dort habe ich die Oma kennengelernt, gefeiert und viele schönen Stunden von meinem Leben verbracht. Nach jedem Oktoberfest habe ich mich schon auf das nächste Oktoberfest gefreut und konnte es kaum erwarten. Kannst Du Dich erinnern, als ich Dir öfter mal gesagt habe, hier im Bierzelt möchte ich mal begraben werden? Das ist ja leider nicht möglich, aber auch nicht ganz unmöglich. Wenn alles nach meinen Wünschen gemacht wurde, werde ich in den nächsten Tagen verbrannt und ich mache es mir in einer Urne gemütlich. Jetzt kommt mein letzter größter Wunsch, den ich sehr bitte, auch zu erfüllen, wenn es sich irgendwie machen lässt.

Hole Dir die Urne vom Friedhof, natürlich heimlich und lasse Dich nicht erwischen, das ist nämlich nicht erlaubt. Mach das Ding auf und hole mich raus, viel wird das ja nicht mehr sein. Gehe dann, wenn es dann soweit ist, auf das Oktoberfest und verstreue meine Überreste dort wo es am schönsten ist. Verstreue mich im Augustiner Zelt. Ich bin jetzt schon über den Gedanken daran sehr glücklich und froh. Ich verlasse mich auf Dich und danke Dir schon jetzt. (Originalton Großvater)

So stand ich nun da, mit dem allerletzten Wunsch des Großvaters. Diese Aktion war ja echt der Hammer und auch für mich, der sonst bei jedem Blödsinn dabei ist nicht so einfach. Es war April und kein Oktoberfest in Sicht. Ich glaube diesen letzten Wunsch vom Opa kann man auch nur nachvollziehen, wenn man ein Münchner ist und viele Jahre auf dem Oktoberfest verbracht hat. Natürlich waren wir alle dabei, als die Urne im Familiengrab beigesetzt wurde. Mit einer Grabschaufel wird ein Loch gemacht und die Urne ca. 50cm im Erdreich abgelassen. Gleich vorne rechts neben dem Grabstein.

Nach dem April kam der Sommer und es verging kein Tag an dem ich nicht an Großvaters letzten Wusch gedacht habe. Ich muss dazu sagen, dass auf unserem Friedhof nicht sehr viel los ist und man oft sehr lange alleine ist, bis man wieder auf einen Menschen trifft. Das nächste Oktoberfest rückte immer näher. Ich konnte doch Großvater nicht hängen lassen, der immer sehr viel für mich getan hat und der mich auch aus unmöglichen Lebenslagen wieder befreit hat. Der mich auch mehr oder weniger mit aufgezogen hat und immer ein offenes Ohr für mich gehabt hat. Das war mir Großvater auf alle Fälle wert. Es war ein stürmischer Tag und es sah gleich nach viel Regen aus. Der Himmel war schwarz und es war eine gute Zeit den Großvater aus seinem Erdloch zu befreien.

Es war weit und breit kein Mensch zu sehen. Die Ausgrabungsarbeit hat nicht mal 10 Minuten gedauert und die relativ kleine Urne verschwand gleich in einer mitgebrachten Tasche. Es waren noch 10 Tage bis zum Oktoberfest. Die Urne stand inzwischen im Keller und mir war nicht wohl, wenn ich daran dacht das Ding zu öffnen. Aber Großvater werde ich niemals hängen lassen! Die Urne, die eigentlich eine Dose war ging relativ gut auf, mit einer Eisensäge war der Deckel auch gleich ab. Den Inhalt würde ich auf zwei Handvoll schätzen. Es sah aus wie die Überreste nach einem Grillabend im Gartengrill. Weiße, sandige Asche. Diese Überreste habe ich mehr oder weniger feierlich in eine Plastiktüte umgefüllt.

Jetzt war er da, der große Tag für den Großvater. Ein sehr sonniger Sonntag Vormittag, da ist es bekanntlich noch nicht so voll auf dem Oktoberfest. Den Opa mit dabei ging es Richtung Augustiner Festzelt. Viele Leute behaupten ja, dass es das Beste Zelt auf dem Oktoberfest ist. Ich glaube, da ist auch sicher etwas dran. Ich fand einen schönen Platz mitten im Zelt und nach 2 Stunden und zwei Maß später, war es dann soweit. Es wurde Zeit Großvaters letzten Wusch zu erfüllen. Komischer Zufall, aber die Kapelle hat genau zu diesem Zeitpunkt sein Lieblingslied "Siera madre" gespielt.

Still und heimlich verteilte ich den lieben Großvater auf dem Fussboden vom Augustiner Zelt. Eine habe Maß habe ich seinen Überresten auch noch spendiert und ihn würdig begossen. Sein letzter Wunsch war hiermit erfüllt und irgendwie war ich ein wenig stolz auf mich. Bekanntlich werden alle Festzelte nach dem Oktoberfest abgebaut und wieder eingelagert. Dieses Jahr ist es wieder so weit, die Reste vom Opa sind im Holzfussboden vom Augustinerzelt eingetreten. Die ganze Welt und ich werden ihn wieder besuchen. Und so wie ich den Opa kenne, wird es ihm sicher gefallen, wenn er ab und zu, einer hübschen Frau unter das Dirndl sehen kann. Wenn ihr zufällig in München auf dem Oktoberfest seid, geht ruhig mal in das Augustinerzelt und schüttet einen Schluck Bier auf den Boden, denkt an meinen mein Großvater und spendiert ihm ein Prost, es wird ihn sicher freuen. Prost!

Beichthaus.com Beichte #00041350 vom 18.06.2018 um 17:16:01 Uhr in München (Theresienwiese, Bavariaring) (40 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Frische Erdbeeren vom Bauernhof

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Dummheit Kinder

Ich (w/31) fahre zur Zeit sehr gern zu einem Bauern in der Nähe meines Wohnortes, wo man selber auf einem Feld Erdbeeren pflücken kann. Die Früchte sind dort nicht nur billiger, sie schmecken nach einem Tag unter der Sonne auch viel besser als der halbverfaulte Mist aus dem Supermarkt, und außerdem ist es dort ausdrücklich erlaubt, nebenbei gratis mitzunaschen, man wird sogar dazu aufgefordert. Vor ein paar Tagen war ich also wieder dort und habe fröhlich Erdbeeren gepflückt, als ich wenige Meter neben mir hören musste, wie eine hysterische Helikoptermutti ihren armen kleinen Sohn angebrüllt hat, was ihm denn einfiele, sich hier einfach Erdbeeren in den Mund zu stecken, die müsse man schließlich gründlich waschen, davon könne man sich weiß Gott was holen und so weiter. Ich musst daraufhin unkontrolliert losprusten und hatte beide Backen so voll mit Erdbeeren, dass ich mich vor Lachen beinahe verschluckt hätte. Meine Beichte ist, dass ich das arme Kind quasi mitausgelacht habe, denn eigentlich tat mir der Kleine zutiefst leid. Wahrscheinlich wurde er zu hause gleich mal in Sa*rotan gebadet, weil er eventuell ja ein Krümelchen Erde an den Fingern haben könnte.

Beichthaus.com Beichte #00041334 vom 11.06.2018 um 10:41:44 Uhr (24 Kommentare).

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