Die Stromkosten meiner Scheißnachbarn

18

anhören

Boshaftigkeit Verschwendung Hass Nachbarn

Ich (w/24) hasse meine Nachbarn abgrundtief und treibe deswegen absichtlich die gemeinsamen Stromkosten jährlich um bestimmt einen Euro in die Höhe. Alles fing damit an, dass mein Freund und ich zusammengezogen sind. Etwa einen Monat vor dem Einzug haben wir die Wohnungsschlüssel bekommen und hatten Zeit zum Renovieren. Erst nach diesem Monat, also zum Einzugstermin, haben wir uns bei den betroffenen Nachbarn, auch die "Scheißnachbarn" genannt (beide circa Ende 20), vorgestellt. Das fanden die Scheißnachbarn natürlich total doof und viel zu spät.

Nach einiger Zeit fingen die dann, an sich bei uns zu beschweren. Wir würden die Haustür zu laut schließen. Wir selbst wären zu laut im Flur. Unsere Schuhe (Gummisohle!) seien morgens im Flur ebenfalls zu laut. Unsere Garagenzufahrt sollten wir doch öfter von Unkraut befreien. Unsere Wäsche würde viel zu lange auf der Wäscheleine hängen - wir teilen uns übrigens mit den zwei Parteien fünf Wäscheleinen, von denen wir lediglich die Hälfte benutzen. Die Scheißnachbarn blockieren aber tatsächlich alle Leinen und das auch teilweise für fast eine Woche am Stück.

Unsere Moppeds sollten wir doch die steile Garageneinfahrt nicht hochfahren. Das wäre zu laut. Manchmal bekommen wir auch SMS, dass wir doch alle Kellertüren schließen sollen, weil dem Herr Scheißnachbarn das "total auf den Sack geht", wenn eine Tür offenstünde. Als eine Tür sogar mal verschlossen war, hat der Kacknachbar sich kurzerhand selbst zum Hausmeister ernannt und sämtliche Kellerschlüssel abgezogen. Diese verwahrt er seitdem bei sich in der Wohnung. Diese Liste könnte ich noch weiterführen.

Der springende Punkt ist jedoch, dass ich aus lauter Hass und Boshaftigkeit nun absichtlich jedes Mal das Flurlicht einschalte. Auch tagsüber, obwohl genug Licht vorherrscht. Und wenn das Licht nach einer Minute wieder ausgeht, schalte ich es wieder ein. Auch, wenn ich noch vor Erlöschen wieder in unserer Wohnung bin und das Licht nicht gebraucht hätte. Ich verschaffe mir Genugtun mit der Vorstellung, dass der doofe Nachbar sich darüber ärgern würde, sollte er es herausfinden. Manchmal stelle ich mir sein rotanlaufendes Meerschweinchengesicht vor, wenn er mir über den Weg läuft. Ich bitte für mein kindisches Verhalten um Absolution. Und um angenehme Nachbarn.

Beichthaus.com Beichte #00038851 vom 24.10.2016 um 23:57:20 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ey, hast du einen Freund?

39

anhören

Vorurteile Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (w) beichte, dass ich männlichen Farbigen seit einer Weile immer aus dem Weg gehe. Nicht, weil ich per se etwas gegen farbige Menschen habe, sondern weil nun schon über Monate permanent - weiß Gott wieso - nur von diesen Männern auf der Straße oder im Bus plump angesprochen und in gewisser Weise auch belästigt werde. Mein Familienstatus und so etwas sind privat und gehen niemanden etwas an. Man fragt fremde Leute nicht danach! Im Bus fahre ich abends gar nicht mehr allein, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist oder noch einen Mann dabei hat, passiert so etwas auch nie. Bis dahin ist es mir noch nie untergekommen, dass man direkt etwas derart Privates gefragt wird, ohne dass man sich vorher gut unterhalten hat. Schon gar nicht auf der Straße oder der Zappelbude hat man mal so etwas mitbekommen.

Mir ist bewusst, dass es sich bei der Dreistigkeit um eine Charaktereigenschaft handelt, die nichts mit der Pigmentierung einer Person zu tun hat und vielleicht ist es auch nur ein dummer Zufall, dass ich immer Pech mit Menschen mit diesem optischen Merkmal habe. Aber ich habe meine Konsequenz gezogen, auch wenn sie leider nicht politisch korrekt ist. Deswegen traue ich mich auch nicht, da mit jemandem drüber zu sprechen und es tut mir selbst leid, dass ich dort unter anderem auch Männern aus dem Weg gehe, die nicht so drauf sind.

Beichthaus.com Beichte #00038850 vom 24.10.2016 um 15:45:52 Uhr (39 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Die perfekte, ausgenutzte Hausfrau

22

anhören

Dummheit Hass Misstrauen Verzweiflung Ex Berlin

Meine Mutter hat mich zur typischen altmodischen und selbst aufopfernden Hausfrau erzogen. Ich backe und koche für mein Leben gerne, putzen macht mir mit lauter Musik viel Spaß und die Bedürfnisse anderer gingen immer vor. Ich war vier Jahre liiert und tat alles, um meinem Schatz ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ich war glücklich, wenn er es war - und er nutzte es nach Strich und Faden aus. Ich hatte immer drunter gelitten, dass meine beste Freundin sich gar nicht mehr bei mir meldete, nachdem sie in eine feste Beziehung kam. Ich hatte also immer darauf geachtet, dass mein Freund seine Kumpels nicht vernachlässigt und mit ihnen etwas unternimmt. Wenn er mit seiner Clique zu mir kam, kochte ich sofort 3-Gänge-Menüs und kaufte Bier für alle ein. Ich hirnlose Kuh habe mir das gefallen lassen, es freute mich sehr, wie wohl er sich bei mir fühlte.

Das war aber alles totaler Unsinn, ich hatte einfach viel zu viel falsch rein interpretiert. Er ging mir jedes Wochenende fremd und kam nur zum Essen. Obwohl ich im Bett sehr vieles mitmachte und mir Mühe gab, schien er nie satt zu werden. Ich hasse mich selbst dafür, mit 25 Jahren immer noch so dermaßen naiv und dumm zu sein. Ich wollte für ihn die perfekte Hausfrau sein und hatte seine Worte nie hinterfragt. Ich habe ihm jedes Wort geglaubt und ihm niemals hinterher geschnüffelt. Ich hatte nicht ein einziges Mal in sein Handy geguckt oder bin an seinen Laptop gegangen. Ich wollte eben eine ehrliche Beziehung, in der wir uns vertrauen können. Ich hatte wegen ihm extreme Selbstzweifel und Komplexe, ich dachte lange, ich wäre die Schuldige und er wäre perfekt. Ich habe ihn zwar längst abserviert, aber mein Selbsthass ist geblieben und ich schäme mich noch immer für meine extreme Dummheit. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder jemanden so sehr lieben und vertrauen kann.

Beichthaus.com Beichte #00038849 vom 24.10.2016 um 15:45:41 Uhr in 10783 Berlin (Kleistpark) (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Abnehmen mit Sex

11

anhören

Begehrlichkeit Eitelkeit Partnerschaft Sport

Ich (w/21) bin eher ein Sportmuffel. Dennoch muss ich Sport treiben, um in Form zu bleiben. Ich möchte mir ja schließlich auch gerne mal die eine oder andere Kalorienbombe gönnen und trotzdem mein Normalgewicht behalten. Vor einiger Zeit habe ich gelesen, wie viele Kalorien man beim Sex verbrauchen kann. Außerdem habe ich gelesen, dass man "Oben" noch mehr verbraucht. Darauf hatten mein Freund und ich plötzlich mehr Sex und ich übernahm meist das Kommando. Mein Freund wunderte und freute sich über seine plötzlich etwas wildere Freundin, aber ich werde ihm sicherlich nicht unter die Nase reiben, dass er manchmal als Fitnessgerät missbraucht wurde. Innerhalb eines Jahres nahm ich von 67 Kilo auf 62 Kilo (auf 172 cm) ab, ohne zu hungern. Danke Schatz!

Beichthaus.com Beichte #00038848 vom 24.10.2016 um 14:23:02 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Ein unnötiges Studium

34

anhören

Hochmut Ignoranz Stolz Studentenleben

Ich (m/26) habe nach dem Abitur eine sogenannte Geisteswissenschaft studiert. Das Studium fiel mir leicht, aber leider bekam ich viele dumme Kommentare, von wegen ich studiere mich arbeitslos. Ich stempelte diese Leute als neidisch ab und sagte ihnen, dass sie noch blöd gucken werden, und zitierte aus der Liste der Studienbroschüre, was ich danach alles so machen kann und meinte, ich hätte einen Vorteil, weil ich nach dem Abitur ein Jahr Backpacking in Neuseeland gemacht habe. Viele meinten, dass ich dadurch arrogant geworden bin - und leider hatten sie recht. Ich habe nach dem Studium keine Arbeit gefunden.

Jetzt mache ich eine Ausbildung. Ich schäme mich so, dass ich mit dem Studium nichts erreicht habe. Ich lebe jetzt in einem anderen Bundesland und habe die Kontakte in der Heimat abgebrochen. Ich vermisse einige der Leute sehr, aber schaffe es nicht, zuzugeben, dass sie recht hatten. Es tut mir so leid, dass ich so arrogant war, aber ich kann es einfach nicht zugeben. Außerdem trauere ich der vergeudeten Zeit hinterher. Ich hätte schon vor ein paar Jahren anfangen können, Vollzeit zu arbeiten. Stattdessen muss ich sogar noch ein paar Schulden abbezahlen.

Beichthaus.com Beichte #00038846 vom 23.10.2016 um 20:33:28 Uhr (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000