Stadtleben statt schwäbisches Dorfleben

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Verzweiflung Gesellschaft

Im Sommer hatte ich (w/31) vier Wochen Urlaub. Während dieser Zeit habe ich immer spontan das gemacht, worauf ich gerade Lust hatte. Mal war ich ein paar Tage zelten und Fahrrad fahren, mal Freunde besuchen, mal habe ich eine Städtereise gemacht und dann war ich wandern in den Bergen. Es war ein richtig toller Monat. Währenddessen habe ich mir auch viele Gedanken darüber gemacht, ob ich mit meinem aktuellen Leben zufrieden bin.

Mein Ergebnis ist, dass ich mich deutlich verändern will. Ich möchte raus aus der Provinz und endlich wieder das Stadtleben mit all seinen kulturellen Angeboten genießen, abends Alkohol trinken und mit der Straßenbahn heimfahren statt immer nüchtern zu bleiben und mit dem Auto aufs Dorf zurück fahren zu müssen. Ich möchte umgeben sein von offenen freigeistigen Menschen statt von engstirnigen schwäbischen Tratschweibern. Ich beichte, dass ich am liebsten meine Beziehung, meine Freunde, meinen ruhigen Job und mein Ehrenamt hinter mir lassen würde, um woanders komplett neu anzufangen. Je länger ich in der Provinz wohne desto mehr eingesperrt fühle ich mich, da ich sehr oft anecke wenn ich meine ehrliche Meinung sage. Deshalb muss ich sehr oft meine Meinung für mich behalten. Ich will nur noch weg, denn so kann ich nicht weitermachen.

Beichthaus.com Beichte #00040171 vom 11.08.2017 um 23:16:17 Uhr (10 Kommentare).

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Meine Freundin wird begrabscht und ich kann nichts dagegen tun

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Zorn Feigheit Gesellschaft Berlin

Meine Freundin wird begrabscht und ich kann nichts dagegen tun
Mir (Anfang 30) wird jeden Tag klar, dass der Satz "Deutschland schafft sich ab" präsenter wird. Ich beobachte es jeden Tag. Dabei geht es gar nicht mal um die Flüchtlinge, die dazu gekommen sind. Sondern um die Migranten, die vorher schon da waren. Respekt und Intelligenz sinkt in Deutschland. Die deutlichsten Beispiele sind für mich die Übergriffe auf unsere Frauen und das keiner dagegen aufsteht. Mich inklusive. Unsere Frauen sind praktisch auf sich alleine gestellt. Meine Freundin hat von Natur aus einen eher großen Busen. Sie wird deswegen fast TÄGLICH begrapscht und angefasst. Im Bus, in der U-Bahn, in der Stadt. Überall. Dabei sind es ausschließlich Migranten, die das tun. Und ob ich dabei bin oder nicht, spielt schon keine Rolle mehr. Nun bin ich ein Mensch der Gewalt vollkommen ablehnt. Die Leute zur Rede zu stellen, halte ich aber für absolut sinnlos. Da könnte ich genau so gut mit einer Wand reden. Manchmal frage ich mich ob in anderen Ländern die Männer es akzeptieren würden, wenn Fremde ihre Frauen belästigen. Vielleicht habe ich auch nicht den Mut dafür, mich gegen andere aufzulehnen und ich weiß das sich nix ändern wird und es immer so bleiben wird. Daher bin ich verzweifelt.

Beichthaus.com Beichte #00040158 vom 07.08.2017 um 06:36:02 Uhr in Berlin (68 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Gebratenes Hündchen im Chinarestaurant

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Boshaftigkeit Dummheit Niedersachsen

Als ich circa 13 Jahre alt war, hat bei uns in der Stadt ein China-Restaurant mit Buffet eröffnet. Ich ging einige Male mit meinen Eltern dort essen und irgendwann kam ich zusammen mit einer Freundin auf die glorreiche Idee, dem Restaurant einen kleinen Streich zu spielen. Nicht aus purer Boshaftigkeit, sondern zu unserem reinem Vergnügen.
Einige von euch kennen sicher die Serie "Dschungelcamp". Inspiriert von den dortigen Speisen, fertigten wir Schilder an mit Titeln wie "Gebratenes Hündchen", "Frittierte Stierhoden" und "Eingelegte Affenhirne", diese Schilder tauschten wir mit den Originalen aus. Wir setzten uns an einen Tisch, unweit des Buffets und folgten unauffällig dem Geschehen. Es tischten sich mindestens 15 Minuten lang Leute Speisen auf, ohne unsere Schilder zu beachten.

Irgendwann merkten wir, wie eine Frau mit angeekelten Gesicht eine Bedienung ansprach. Die Bedienung unterhielt sich daraufhin lautstark mit einem Kollegen (leider auf Chinesisch) und verschwand nach hinten. In Windeseile räumte der Kollege die Schilder ab, er blickte noch durch den Raum, doch wir waren schon außer Sichtweite und auf dem Weg nach draußen. Selbstverständlich haben wir vorher unser Essen bezahlt.

Das Restaurant gibt es jetzt seit sieben Jahren und ich bin immer noch gerne zu Gast, auch wenn mich die Bedienung oft verschwörerisch anschaut, so als wüsste Sie von unserem Streich. Ich hoffe niemanden geschadet zu haben und das unser Entschuldigungsschreiben angenommen wurde. Euch kann ich raten, beim nächsten Buffetbesuch die Schilder zu lesen, nicht dass ihr euch versehentlich an frittierten Stierhoden bedient.

Beichthaus.com Beichte #00040157 vom 06.08.2017 um 13:50:02 Uhr in Niedersachsen (5 Kommentare).

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Das zufällige Treffen mit meinem ehemals besten Freund

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Peinlichkeit Dummheit Bahn & Co.

Ich (w/24) beichte, dass ich mich vor ein paar Tagen auf einer Zugfahrt von München nach Salzburg über eine Stunde in der Toilette eingesperrt habe. Manche Leute bekamen mit, wie lang ich dort drin war und tuschelten, ob ich schwarz gefahren bin und mich vor dem Kontrolleur verstecken wollte oder einen nervösen Magen habe. Es war unglaublich unangenehm. Ich habe mich vor Schreck dort verschanzt, weil mein ehemals bester Freund am Ostbahnhof in den Zug einstieg und ich mich derart erschrocken hatte.

Wir beide kannten uns seit der zweiten Klasse. Er war damals mein Nachbar und wir waren 10 Jahre lang allerbeste Freunde. Als wir noch klein waren, war er fast jeden Tag bei uns zu Hause und auch am Wochenende kam er oft auf Familienausflüge mit, da seine Eltern nie etwas unternahmen. Seine Mutter war depressiv und sein Vater nur am arbeiten. Es verging kein Tag, an dem wir keinen Kontakt hatten, wenn wir uns nicht sehen konnten, telefonierten wir oder schrieben. Wir haben uns alles erzählt und hatten nie Streit. Als wir älter waren, dichteten uns viele eine Beziehung an. Aber wir waren nie zusammen. Wir waren wie Geschwister, die sich sehr gut verstehen; eigentlich Seelenverwandte. So viele Leute wunderten sich stets über unser Verhältnis. Einmal hatte er eine Freundin die auf mich eifersüchtig war, aber sie waren nicht lange zusammen und wir hatten trotzdem Kontakt.

Im Jahr 2009 trennten sich dann seine Eltern und er zog mit seiner Mum in eine andere Stadt, eine Stunde entfernt. Wir besuchten uns trotzdem nahezu jedes Wochenende und telefonierten unter der Woche. Im Februar (2010) wurde jedoch plötzlich alles anders. Er verhielt sich immer seltsamer, ging oft nicht an sein Handy und rief auch nicht zurück. Als er mich besuchte, hatte er nicht viel zu erzählen. Irgendwann hatten wir zwei Wochen gar keinen Kontakt gehabt. Das war extrem ungewöhnlich und furchtbar für mich. Da ich ihn nicht erreichte, fuhr ich an einem Samstag im April damals einfach zu ihm und wollte ihn zur Rede stellen. Durch meinen unangekündigten Besuch erfuhr ich zufällig, was für Freunde er inzwischen gefunden hatte. Kurz gefasst; er ist in die Nazi-Szene geraten. In einem Zeitraum von etwa zwei Monaten (ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist in so kurzer Zeit). Davor kannte er diese Leute noch gar nicht. Ich und unsere damals gemeinsamen Freunde haben alles versucht, damit er wieder "normal" wird. Ich sprach mit seinen Eltern und kontaktierte sogar seine Großeltern in Österreich. Es half nichts. Ab einem Punkt musste ich den Kontakt zu ihm komplett abbrechen, da ich mich sonst in Gefahr gebracht hätte. Ein Mädel aus seinem neuen Freundeskreis hatte mich angegriffen und mit ihrem Freund bedroht.

Das war vor sieben Jahren. Ich vermisse sein altes ich bis heute unglaublich. Selbst heutzutage will ich ihn noch öfter instinktiv anrufen, wenn ich etwas lustiges sehe oder gute Nachrichten bekomme. Bis ich mich wieder daran erinnere, dass wir nicht mehr sprechen. Es ging so weit, dass ich ihn (2013) in meiner Whatsapp-Liste gesucht habe und von meiner Ausbildung berichten wollte, bis mir einfiel, dass ich seine Nummer längst nicht mehr habe. Als er dann tatsächlich nach all den Jahren vor mir stand, bin ich einfach instinktiv geflüchtet, ohne etwas zu sagen. Er hatte mich angeschaut und schnell wieder weggeguckt. Er sah komplett normal aus, ich habe keine Ahnung, ob er überhaupt noch in der rechten Szene ist (aber Aussehen ist ja heute kein Kriterium mehr dafür, außerdem hätte er sich dann bestimmt wieder bei mir gemeldet, wäre er ausgestiegen). Irgendwann verließ ich das WC und er war weg... Ich werde das Getuschel und die Situation insgesamt nie vergessen. Ich fühlte mich den restlichen Tag wie eine komplette Idiotin.

Beichthaus.com Beichte #00040120 vom 29.07.2017 um 00:48:19 Uhr (17 Kommentare).

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Raubzug in Wien

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Diebstahl Dummheit Urlaub Wien

Ich habe heute etwas zu beichten, was sich vor langer Zeit in einer gewissen Situation im Ausland begeben hat. Ich war damals als 17-Jähriger zusammen mit meiner Handballmannschaft in Wien an einem internationalen Turnier. Das Handballturnier lief ok, aber wir waren enorm enttäuscht über die Stadt Wien. Sie war so schrecklich langweilig. Es gab nur altes, langweiliges Zeug zu sehen, das uns Jungspunde nicht interessiert hat. Wirklich ausgehen konnten wir am Abend natürlich auch nicht, da wir noch nicht 18 waren. Kurzum: Wien war für uns alle einfach nur eine öde Stadt, worüber wir sehr frustriert waren.

Wir sind in unserem jugendlichen Leichtsinn jedoch falsch damit umgegangen. Wir sind fast als ganze Mannschaft von Bekleidungsgeschäft zu Bekleidungsgeschäft gegangen und haben alles eingesteckt, das wir ansatzweise wollten. Die Geschäfte hatten dadurch sicher große Verluste, zumal auch kleinere Läden darunter waren. Erwischt wurden wir jedoch nicht. Heute bin ich Staatsanwalt am Jugendgericht. Ich bereue meine Tat von damals, allerdings finde ich es wichtig, dass ein Jugend-Staatsanwalt selber auch einmal die Seite des delinquenten Jugendlichen erlebt hat.

Beichthaus.com Beichte #00040107 vom 27.07.2017 um 04:33:18 Uhr in Wien (6 Kommentare).

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