Das verkorkste Leben meines Kumpels

26

anhören

Dummheit Verschwendung Games Deißlingen

Ich (m/19) fühle mich für das verkorkste Leben meines gleichaltrigen Kumpels verantworlich. Das fing vor knapp 3 Jahren an, als ich durch Zufall ein Free to Play (kurz F2P) Online-Rollenspiel entdeckte. Im Gegensatz zu vielen bekannteren Vertretern dieses Genre muss man also für das Spielen überhaupt kein Geld bezahlen. Für diverse Verbesserungen konnte man jedoch Geld ausgeben. Dieses Spiel hatte ich nun meinem Kumpel gezeigt und wir zockten von da an etliche Stunden miteinander.

Während ich das Spiel nur gespielt habe, wenn mir langweilig war, steigerte er sich immer mehr hinein. Er vernachlässigte nun die Schule, machte nur noch sehr selten seine Hausaufgaben und schwänzte immer öfters den Unterricht, um lieber zu leveln oder nach seltenen Gegenständen zu suchen. Von einem ehemals guten Schüler wurde also innerhalb kürzester Zeit ein ziemlich fauler und schlechter Schüler. Es kam wie es kommen musste, er schaffte die 11. Klasse nicht und brach die Schule ab. Was nach schlimmer war, ist die Tatsache, dass er für die Verbesserungen im Spiel, die den Charakter verschönerten, verstärkten etc. fast sein ganzes Erspartes ausgegeben hatte. Als ich mir mal sein Benutzerkonto genauer angucken konnte, war ich geschockt. Er hatte innerhalb eines Jahres rund 600 Euro für dieses Spiel ausgegeben. Damit könnte man ähnliche Spiele wie World of Warcraft, die monatlich was kosten, locker 3-4 Jahre spielen.

Inzwischen hat er zwar eine Ausbildungsstelle gefunden, aber dieses Spiel zockt er leider immer noch jede freie Minute und zahlen tut er immer noch ein Haufen Geld dafür. Manchmal denke ich darüber nach, was aus ihm heute geworden wäre, wenn ich ihm dieses verfluchte Spiel nie gezeigt hätte. Denn er war alles andere als dumm.

Beichthaus.com Beichte #00029905 vom 02.04.2012 um 11:37:15 Uhr in Deißlingen (26 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Fremdgegangen mit Erfolg

17

anhören

Fremdgehen Trunksucht Partnerschaft

Als ich mich damals mit meiner Ex-Freundin stritt, und sehr angefressen nach Hause in meine WG fuhr, schnappte ich mir meine Mitbewohnerin und zu dem Zeitpunkt beste Freundin und auch gleichzeitig sehr gute Freundin meiner damaligen Freundin um mich bei ihr auszukosten. Ich hatte am nächsten Tag frei und ein fast voller Kasten Bier sollte mir bei meiner Frustbewältigung zur Seite stehen. Meine Mitbewohnerin trank solidarisch mit und als sie dann schließlich eine SMS bekam, dass sie am nächste Tag keine Uni hat, langte sie erst recht zu. Neben dem Kasten musste auch noch eine kleine 0,35er Jägermeister Flasche an dem Abend dran glauben. Schließlich, zu fortgeschrittener Stunde rutschte sie irgendwann näher an mich heran. Ich wusste zunächst nicht mit der Situation umzugehen, noch irritiert von ihrem heranrücken nahm sie schließlich meine Hand. Im Alkoholautopilot wehrte ich mich nicht dagegen. Ich fand sie schon immer recht attraktiv, wobei mir, während ich in der Beziehung war, NIE in den Sinn gekommen war, etwas mit ihr zu versuchen. Aber so enttäuscht und voller Groll auf meine damalige Partnerin tat mir die Nähe gut und ich nahm sie schließlich in den Arm. Etwas später folgte ein zaghaftes Küssen, was intensiver wurde und gegen 5 Uhr morgens machte wir uns auf ins Bett - zusammen. Aber nein, wir hatten keinen Sex, wir kuschelten nur sehr intensiv, fummelten und küssten.


Das sollte so auch die nächsten Tage weitergehen - es war wie verflucht, ich wusste, es war falsch, aber wenn wir so da lagen fühlte es sich so verdammt richtig an. Nachdem ich meiner Ex dies nun gebeichtet hatte war sie sichtlich schockiert, enttäuscht von uns beiden. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich von ihr lösen konnte und mich dann auf eine Beziehung mit meiner Mitbewohnerin einließ. Das kann doch nicht gut gehen, muss man jetzt unweigerlich denken. Ja, dachte ich anfangs auch. Aber ich habe es zugelassen. Wir sind jetzt seit über einem Jahr zusammen, mit meiner Ex verstehe ich mich super, wir sind beide drüber hinweg. Sie hat auch einen neuen Freund und wir können über alles miteinander reden, sie ist so eine Art neue beste Freundin.


Und die Entscheidung, die Beziehung mit meiner jetzigen Freundin einzugehen war wohl mit das Beste, was ich je gemacht hab. Sie ist zuckersüß, ihr geht es nur gut, wenn es mir auch gut geht, sie ist uneigennützig und gleichzeitig ist es meine größte Freude, sie glücklich zu sehen. Wir haben das gleiche Denken, die gleichen Interessen und obwohl wir seit jeher in der Beziehung zusammen wohnen geben wir uns den Raum, den wir brauchen und schenken uns die (viele) Nähe, nach der wir uns sehnen. Ich glaube, ich war noch nie so glücklich mit einer Partnerin - sie macht jeden scheiß mit, ist im Bett total wild und ansonsten der liebevollste Mensch der Welt. Tja, nun zu meiner Beichte: Ich habe eigentlich Mist gebaut, aber aus dem Schmerz von uns 3 ist trotzdem etwas wunderschönes erwachsen. Ich weiß nicht, womit ich das verdient habe, bin aber jeden Tag dankbar dafür.

Beichthaus.com Beichte #00029891 vom 27.03.2012 um 02:22:25 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

High Five

30

anhören

Falschheit Lügen Ex Wölfersheim

Ich und eine Freundin waren vor ein paar Monaten total besoffen in der Disco und trafen dort den Ex unserer gemeinsamen besten Freundin. Nunja - mit Alkohol ist es ja immer ganz witzig und da vergisst man auch mal, dass man abgesprochen hatte, nie wieder mit dem Ex der Freundin (der immerhin auch so ein richtiges Arschloch war) zu sprechen, wenn man ihm begegnet. Das Ende vom Lied war, dass wir beide nacheinander Sex mit besagtem Typen hatten und uns im Nachhinein auch noch einen High Five gaben, da wir jetzt ja alle drei mit dem Typen Sex gehabt haben. Ich möchte beichten, dass ich bei besagter Freundin abgestritten habe, ihn getroffen zu haben. Sie ist jetzt wieder mit diesem Arsch zusammen und ich kann nichts tun, außer ihn schlecht zu reden, mit der Hoffnung, dass sie mir den Müll, den ich so erzähle, glaubt.

Beichthaus.com Beichte #00029872 vom 20.03.2012 um 14:56:28 Uhr in Wölfersheim (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Taschen-Kotzerei

23

anhören

Trunksucht Maßlosigkeit Peinlichkeit Last Night München

Ich muss beichten, dass ich letztens als ich im Taxi auf dem Weg nach Hause von einer Party war, es nicht mehr langer aushalten konnte und mich unbedingt auf der Stelle übergeben musste. Doch anstatt dem netten Taxifahrer zu sagen, er solle kurz anhalten, kam mir eine andere Lösung für mein Problem in den Sinn. Also nahm ich meinen Geldbeutel aus meiner Longchamp Tasche raus, hielt den Kopf hinein und legte los. Danach ging es mir wieder besser. Meine Tasche hat sich auch wieder erholt, sie lag danach noch drei Tage lang in Persilpulver.

Beichthaus.com Beichte #00029869 vom 17.03.2012 um 23:23:06 Uhr in 80939 München (Ingolstädter Straße) (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Feuerwasser

42

anhören

Trunksucht Maßlosigkeit Waghalsigkeit Vandalismus Urlaub Peru

Ich (m/31) gebe eigentlich nicht viel auf Alkohol. Doch immer wenn wir die Familie meiner Freundin in Iquitos/Peru besuchen, brennen ihre Brüder (5 an der Zahl) auf ein Gelage mit mir. Nichts bot sich besser an als besagten Herren hochprozentigen Stroh 80 (mit 80% vol.) mitzubringen, als heimische Spezialität zu loben und Manneskraft fördernd an zu preisen. Bevor wir die Flasche anbrachen suggerierte ich listig, dass es in Österreich und Deutschland brauch ist ein ganzes Limonadenglas in einem Zug zu trinken. Nachdem ich das Gebräu zuvor in der Kühltasche hatte, entfernte ich unbemerkt das nasse Etikett, welches den Alkoholgehalt auswies.
Der scharfe Nachgeschmack sei neben dem Alkoholgehalt auf spezielle Alpenkräuter zurückzuführen erklärte ich.
Ich erhoffte mir dadurch Rache für das Gelage mit ihrem selbstgebrannten Pisco vom letzten Jahr. Dabei hatten Sie mich eiskalt erwischt. Geschwächt von meiner langen Anreise und auf nüchternen Magen musste ich den Herrn damals paroli bieten.

Doch diesmal würde ich zum Zuge kommen. Da in einer Männerrunde dieser Macho-Gesellschaft keiner beim trinken den Schwächling markieren will, schenkte ich absichtlich allen die Becher randvoll. Aufgrund der geringeren Körpermasse meiner Wettstreiter und meiner fettigen Vorspeise erhoffte ich mir einen Vorteil als Europäer. Die Indiobande brannte darauf den Saft zu kosten. Wir prosteten und kippten das braune Gebräu. Ich dachte mir hätte jemand Feuer im Hals gelegt und dazu würde jemand meine Innereien herausreisen. Den anderen ging es wohl nicht viel besser. Der erste musste sich auch gleich übergeben, bat mich aber nachdem das Glas erneut zu befüllen um verlorenes nachholen zu können.
Angefeuert vom Getränk wollten manche gleich in die Stadt gehen um einen Aufriss zu starten. Da manche schon Bier vorgelegt hatten entfaltete sich die Mischung im Auto als böse Überraschung. Es wurde über die Ladefläche des Pickups gereiert. Der Fahrer musste selbst anhalten um zu kotzen. Nichts desto trotz bestanden die Meisten darauf die nächste Flasche Stroh80 anzubrechen was Sie auch taten. Irgendwie kam einer auf die Idee vorher nochmal einen Kasten Bier zu besorgen, also machten wir noch einen kleinen Umweg zum Haus meiner Schwiegereltern.


An der Auffahrt von der Hauptstraße zum Haus mussten wir irgendwie vom Weg abgekommen und haben den Holz-Pavillion meines Schwiegervaters mitgenommen. Die Herren ließen das Auto mit Plattfuß so als ob nichts geschehen wäre stehen und wir torkelten weiter um das Bier zu holen und packten noch ein paar Pullen Pisco ein. Anschließend versuchten wir mit dem Fahrrad in die Stadt zu gelangen. Wir teilten uns 3 Fahrräder durch 6. Weiter als zur Auffahrt an die Hauptstraße kam keiner (diese liegt circa 400 Meter weiter unten am Grundstück). Einer meiner Schwager ist dann mit dem Rad gegen das Haupttor gefahren und hat sich den Arm verstaucht (welches schwarz gestrichen ist und in der Nacht wohl schlecht sichtbar war). Soweit bin ich erst gar nicht gekommen und flog in der zweiten Kurve samt Bierkasten und auf dem Lenker Schwager raus. Wir suchten die Pullen zusammen und törkelten ohne Rad weiter nach unten und trafen die verunglückten zwei am Haupttor wieder. Die letzten zwei mussten auf der Strecke irgendwie vom Weg abgekommen sein. Wir tranken uns mit den Resten Mut an und versuchten die anderen zu finden. Irgendwie habe ich es in dieser Nacht nicht mehr zum Haus hoch geschafft und wachte in eigenem erbrochenen im Poolhaus wieder auf. Mein Kopf fühlte sich an als ob ein Panzer darüber gerauscht wäre, mich hatten Megaschnaken angefallen und mein Gesicht war durch die Stiche angeschwollen.
Ich weiß überhaupt nicht wie ich dort hingekommen bin. Wegen dem Pavillon bekam mein Schwager mit dem Pickup richtig Ärger, zum Glück konnten wir die Versicherung bescheißen.

Im Nachhinein ging der Schuss nach hinten los und ich werde mich hüten in jeglichen Tropengebieten wieder Alkohol anzurühren. Ärger von meiner Frau gab es allemal. Insgesamt hatten die kleinen Waldgeister den Suff besser weggesteckt als ich. Um meine fehlgeschlagene Rachsucht tut es mir Leid ich bitte daher von euch um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00029864 vom 15.03.2012 um 18:07:33 Uhr in Peru (Iquitos, Loreto) (42 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000