Nachbars Kinder

45

anhören

Gewalt Verrat Kinder Nachbarn

Vor einigen Jahren ist eine Familie in die Wohnung unter mir eingezogen. Ihr wisst genau was ich meine, wenn ich sage, dass sie insgesamt einen ziemlich asozialen Eindruck gemacht haben, auch wenn es gemein klingt. Die Mutter war stark übergewichtig, extrem ungepflegt und die einzige Art der Kommunikation, die sie beherrschte, war Anschreien. Der Vater war genauso drauf. Die beiden hatten zwei kleine Kinder, einen Sohn und eine Tochter. Ständig hörte man, wie die Eltern ihre Kinder angebrüllt haben, und es blieb nicht bei "Fass das nicht an" oder "Geh da weg", sondern es kamen auch Sachen wie "Hätte ich euch Bastarde mal lieber nicht geboren". Obwohl ich zu der Zeit Stress im Job hatte, habe ich mich als Babysitter für die Abendstunden angeboten. Die Eltern haben das Angebot ohne mit der Wimper zu zucken angenommen, obwohl sie mich zuvor vielleicht einmal beim Müll rausbringen gesehen haben; sie hätten ihre Kinder wohl an jede beliebige Person abgeschoben. Die Kinder waren trotz ihrer Eltern nicht missraten, sie hatten Freude am Malen und Basteln und "Buden bauen" (wir kennen es alle). Ich wollte ihnen wenigstens zeigen, dass das Leben auch positive Seiten hat, und dass es auch Menschen gibt, die sie nicht anbrüllen. Aber mehr vorerst nicht.


Eines Tages, ungefähr einen Monat nach ihrem Einzug, hörte ich es in der Wohnung poltern (es klang nach Töpfen oder Pfannen, die runtergefallen sind). Kurz darauf fingen sowohl die Mutter als auch der Vater an rumzuschreien. Da sie beide wild durcheinander gebrüllt haben, hat man nicht viel verstanden, doch irgendwann kam vom Vater "Ich hole jetzt den Gürtel". Die darauf folgenden Geräusche könnt ihr euch vorstellen, es war grausam. Warum ich nicht sofort die Polizei gerufen habe? Ich weiß es nicht. Es war ein Fehler. Am nächsten Tag sah ich die Kinder im Treppenhaus, die Eltern sind wohl irgendwo hingegangen. Mit aufgeplatzte Lippen und blauen Augen sahen mich die Kinder an. In diesem Moment war mir klar, dass ich auf keinen Fall abwarten sollte, was passiert, auch wenn die Familie erst einen Monat in dem Haus wohnte. Ich habe die Kinder in den Arm genommen und gesagt, dass alles gut wird, auch wenn ich es selber eher hoffte als sicher wusste, weil manche Leute gute Tricks draufhaben, das Jugendamt hinters Licht zu führen. Dennoch habe ich das Jugendamt verständigt, und die Leute haben den Eltern die beiden Kinder weggenommen. Wäre ich nicht so jung und unsicher was meinen Kinderwunsch betrifft, hätte ich sie bei mir aufgenommen, aber ich glaube, dass ich ihnen nicht die Liebe hätte geben können, die sie als Kinder brauchen. Nachdem die Kinder weg waren, war der Vater noch öfter betrunken als vorher, und die Mutter war noch aggressiver und noch lauter. Irgendwann sind die beiden ausgezogen.


Hiermit beichte ich also, dass ich zwei Menschen ihre Kinder indirekt weggenommen habe. Die Eltern waren zu grausam, und ich will nicht wissen, was ich verpasst habe während ich arbeiten war. Es tut mir Leid, aber es ging nicht anders. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00028907 vom 06.05.2011 um 16:30:17 Uhr (45 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Datenbereinigung

33

anhören

Vandalismus Morallosigkeit Stolz Schule Wien

An meiner Schule gibt es eine Homepage zur Verwaltung aller Schülerdaten, Noteninformation und sonstigen Daten. Das ganze ist auf einem Server hinterlegt. Ich weiß das, da auch wir Schüler Zugriff auf dieses System zur Noteneinsicht haben. Das Passwort meines Lehrers habe ich erfahren, da er es als Benutzername eingegeben hat und ich als einziger in der Klasse aufgepasst habe. Dieser Professor ist auch IT Betreuer an der Schule. Kurzerhand habe ich das Passwort bei dem VNC Dienst probiert, der auf allen Computern hier installiert ist und siehe da, ich konnte mich am Server einloggen.


Ich habe mir HDDWipe aus dem Internet geladen und am Server installiert. Heute Freitag Abend um 20:00 startet es und überschreibt das ganze Wochenende die D: Festplatte wahllos mit 0 und 1. Zum Glück, findet sich auf G: auch noch das Backuplaufwerk, das auch gleich mit überschrieben wird. Am Montag wird keine Information mehr zugänglich sein. Ich hoffe inständig, dass sämtliche Information nicht noch wo existieren und meine Schule dadurch in die digitale Steinzeit befördert wird. Ich verliere zwar mein 1er Zeugnis aber gegen die Obrigkeit zu revoltieren ist wohl das geilste, dass ein 16-jähriger machen kann.

Beichthaus.com Beichte #00028906 vom 06.05.2011 um 15:49:49 Uhr in Wien (33 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Unordentlicher Schreibtisch

19

anhören

Verrat Boshaftigkeit Zwietracht Kollegen Arbeit Weilheim

Ich habe mich vorhin bei meinem Chef über meinen neuen Kollegen ausgekotzt und mich beschwert, dass er seinen Schreibtisch nicht aufräumt. Die gebrauchten Teller stehen da schon seit zwei Wochen herum und den Rest räumt er auch nicht auf. Jetzt wird mein Chef mit ihm sprechen und ich fühle mich richtig gut. Zum Einen weil ich es nicht machen muss und zum Anderen, weil mein Kollege Ärger bekommt.

Beichthaus.com Beichte #00028905 vom 06.05.2011 um 11:23:52 Uhr in 82361 Weilheim (Karlstraße) (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Trampolin

31

anhören

Aggression Hass Nachbarn Weilheim

Ich bitte um Vergebung, aber ich hasse meine Nachbarin und ihre halslosen Drecksgören aus tiefsten Herzen. Seit die Drei hier eingezogen sind gibt es ständig Ärger, Lärm, Randale. Die Rücksichtslosigkeit und Dreistigkeit ist bodenlos. Egal zu welcher Tageszeit - es ist immer Lärm. Keines der Kinder ist im Ansatz fähig sich leise zu bewegen, es wird immer getrampelt. Keines der Kinder ist im Ansatz fähig sich leise zu unterhalten, es wird immer gekreischt, geschrien, gebrüllt.


Die Mutter schmeißt Stripperpartys für ihre Freundinnen und das ganze Haus bekommt alles mit. Dann wurde kürzlich ein Megatrampolin angeschafft und zielsicher direkt unter meinem Schlafzimmer aufgestellt. Und die Drecksgören verbringen natürlich bevorzugt ihre Zeit darauf. Sonntagmorgen um 8, nachmittags zwischen 13 und 15 Uhr. Immer in den Ruhezeiten. Und dann wundert sich diese Assi-Sippe wenn man die Polizei holt, weil man es einfach nicht mehr erträgt. Nein, man muss sich dann von ihren Eltern bedrohen lassen, weil man ihrem Goldstuck was Böses will. Der Herr Vater ist schließlich ehemaliger Stadtrat und sein Engelchen und deren Kinder sind doch ein Segen für die Menschheit. Ich weiß zwar nicht in welchem Universum dieser Mann lebt, aber nicht in diesem. Ich bitte um Vergebung für meine Gedanken, denn ich wünsche dieser Bagage von Herzen, dass sie endlich bekommen, was sie verdienen. Und zwar so schnell und so deutlich wie es den himmlischen Heerscharen nur möglich ist. Und das sie all das, was sie uns mit ihrer Großkotzigkeit angetan haben, in gleicher Münze zurück bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00028904 vom 05.05.2011 um 21:30:58 Uhr in 82362 Weilheim (Engelhardtstraße) (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Der Stinker

43

anhören

Hass Ekel Aggression Verrat Arbeit Kollegen Graz

Wir haben einen Arbeitskollegen der extrem schwitzt und auch genauso riecht. Bis jetzt hat ihn keiner darauf angesprochen. Für mich ist das sehr unangenehm, da ich mich jedes Mal fast ankotze, wenn er ins Büro kommt mit seinen Schweißflecken unter den Achseln und dem penetranten Geruch. Ich habe mir im alten Büro angewöhnt, jedesmal das Büro zu verlassen, wenn er kommt. Nachdem wir jetzt in ein neues Büro gezogen sind, habe ich beschlossen, jedes Mal das Fenster zu öffnen, wenn er ins Büro kommt. Ich gehe diesem Typen auch aus dem Weg, weil ich ihn am liebsten anschreien und auf das Übelste beschimpfen würde. Auch weitere Seitenhiebe wie zum Beispiel ein Duschgel zum Wichteln oder ein Deospray vor seiner Haustür (ja ihr habt richtig gelesen!) hat nichts geholfen. Dies gepaart mit seiner für mich nicht ertragbaren Art wäre schon ein paar Mal fast eskaliert. Jedes Mal versuchte mich der Typ anzureden und immer wies ich ihn ab.


Jedenfalls hab ich mal eine dicke, fette, anonyme Beschwerdemail an meinen Chef geschickt, indem ich diesen Umstand bekannt gemacht habe. Am selben Tag musste der Stinker in sein Büro. Was im Büro passiert ist, weiß ich nicht, jedenfalls hat unser Chef nach dem Gespräch das Büro mit hochrotem Kopf und leichtem Würgreflexen verlassen, der Stinker dahinter verließ ebenso mit voller Scham das Büro. Ich konnte einen Blick ins Büro ergattern, beide Fenster offen. Den Stinker hat man seit dem nicht mehr gesehen. Keiner wusste, warum er nicht mehr kommt. Zwei Wochen später ging eine E-mail von der Personalabteilung raus, in dieser Mail wurde über die Kündigung des Kollegen berichtet. Mir ist schon bewusst, das viele Leute Probleme mit Ausdünstungen haben, aber dann ziehe ich doch nicht im warmen Büro 2 dicke Pullover an, die dann durchgeschwitzt werden. Noch dazu hat der Stinker keine schwere Arbeit verrichtet. Ich beichte, dass ich in diesen Jahren in der Firma so einen Hass gegen diesen Menschen aufgebaut habe, dass ich nicht weiß wie ich reagiere, wenn ich ihn in freier Wildbahn erlebe. Ich werde ihn eventuell aufs Übelste beschimpfen.

Beichthaus.com Beichte #00028903 vom 05.05.2011 um 14:11:28 Uhr in 8020 Graz (Grieskai) (43 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000