Tretminen am Fenster

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Boshaftigkeit Ekel Hass Unreinlichkeit Tiere Geyer

Ich möchte beichten, dass ich es Hundehaltern heimzahle, deren Hunde auf Grünstreifen oder in meinen Vorgarten scheißen. Es kotzt mich so derbe an, dass diese Halter den Kot nicht einfach in einer Tüte wieder mitnehmen. Auch ich bin Hundehalter, aber es würde mir im Traum nicht einfallen, die Tretminen liegen zu lassen. Deshalb habe ich immer Kotbeutel dabei und beseitige die Hinterlassenschaften meines Hundes. Leider sehen das nicht alle Menschen so und lassen ihre Tiere deshalb kacken, wo es ihnen beliebt. Am meisten hasse ich diejenigen, die so tun, als hätten sie nicht gesehen, dass ihr Hund geschissen hat, wobei sie es einfach nur vertuschen wollen. Jetzt ist es mein "Hobby" geworden, mich auf die Lauer zu legen. Ich habe pro Tag bis zu sieben Tretminen im Garten liegen, und bin nicht weiter gewillt, mir das gefallen zu lassen. In meiner Haustür ist ein kleiner verglaster Schlitz, der nur von innen nach außen einsehbar ist und nicht umgekehrt.


Sobald einer dieser Besitzer ankommt und seinen Hund kacken lässt, hefte ich mich an deren Fersen. Meistens nehme ich noch meinen eigenen Hund mit und tarne mich als Gleichgesinnte. Die anderen werden so lange verfolgt, bis sie daheim ankommen. Dann schreibe ich mir die Adresse in einem mitgeführten Notizbuch auf und fahre nach Hause, um die Scheiße des Hundes einzusammeln. Nachts begebe ich mich dann wieder zur Adresse und schmiere Rollläden und Fenster damit ein, und hinterlege einen Zettel, dass sie die Kacke ihrer Hunde gefälligst wegmachen sollen. Dann sehen die mal, wie ekelhaft es ist, ständig Scheiße entfernen zu müssen. Meine Beichte ist, dass ich mir selber die Zeit stehle und mir der Gedanke, jemanden so auf den rechten Weg zu bringen, Spaß macht.

Beichthaus.com Beichte #00033171 vom 30.04.2014 um 15:43:48 Uhr in Geyer (13 Kommentare).

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Mit High Heels auf dem Misthaufen

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Rache Zorn Selbstsucht

Mit High Heels auf dem Misthaufen
Meine beste Freundin und ich träumten schon immer von einem eigenen Bauernhof mit vielen Tieren. Mit Mitte zwanzig, nachdem wir beide mit dem Studium fertig waren, und wir auch beide gerade eine unangenehme Trennung hinter uns hatten, erfüllten wir uns diesen lang gehegten Traum. Wir nahmen einen Kredit auf und kauften uns einen Dreiseitenhof. Nach der Arbeit werkelten wir oft noch bis in die Nacht an unserem Hof herum, kauften uns Tiere, richteten Ferienwohnungen ein und hofften, dass wir irgendwann nur von den Einnahmen des Hofes Leben konnten. Ich bemerkte schon damals, dass ihr die Arbeit oft zu viel wurde, sie murrte und erfand einen Haufen Ausreden, warum sie nicht mitmachen konnte. Ich war des Öfteren insgeheim enttäuscht von ihr, konnte sie aber auch verstehen. Die Arbeit auf dem Hof war hart und nahm fast unsere gesamte Freizeit in Anspruch. Dafür gelang es uns bald, den Hof in die Gewinnzone zu fahren und dort zu halten. Die Einnahmen stiegen irgendwann derart, dass wir unsere Jobs kündigen und uns nur noch dem Hof widmen konnten.

Auch das tat ich mit Hingabe, während meine beste Freundin oft bis mittags im Bett lag und eher leichteren Arbeiten nachging, wie die Ferienwohnungen zu putzen und Obst und Gemüse auf dem Biomarkt zu verkaufen. Doch selbst das wurde ihr nach einer Weile zu viel. Sie hatte ständig irgendwelche eingebildeten Leiden, die verhinderten, dass sie irgendwelche körperliche Arbeit übernahm. Nur auf den Markt fuhr sie ausgesprochen gerne. Bald merkte ich durch einen dummen Zufall auch wieso: Sie steckte sich einen beträchtlichen Teil des Geldes, das sie auf dem Markt einnahm, selbst in die Tasche. Das Kilo Tomaten kostete bei ihr am Stand zum Beispiel 70 Cent mehr, als sie mir gegenüber angab. So in etwa war es auch mit allen anderen Produkten. Sie zweigte sich dadurch im Monat im Schnitt um die 150 Euro ab. Ich stellte sie zur Rede, doch sie blockte ab. Nachdem ich sie schließlich weichgekocht hatte, fing sie an zu jammern, dass sie sich nie hätte träumen lassen, wie viel Arbeit so ein Hof machte, und dass sie mich bewunderte, weil ich die Arbeit immer durchzog, auch wenn ich krank war. Und natürlich, dass sie sich bessern werde. Ich gab ihr noch eine Chance. Ein halbes Jahr klappte alles einigermaßen, dann verliebte sie sich jedoch und ließ mich und den Hof Knall auf Fall im Stich.

Eines Morgens war sie einfach weg. Ihr Handy war aus, sie hatte einen Großteil ihrer Klamotten und das Auto mitgenommen. Immerhin brachte sie das Auto nach zwei Wochen zurück, stellte es mitten auf den Hof und warf mir die Schlüssel in den Briefkasten, als ich nicht da war. Ich suchte mir eine Angestellte und bewirtschaftete ab da mit ihr zusammen den Hof. Das klappte wesentlich besser. Nach einem halben Jahr kontaktierte meine ehemals beste Freundin mich wieder und wollte irgendwelches Geld für die Hälfte der Anschaffungen, sie habe ja schließlich den Kredit auch teilweise mit abgezahlt, und noch den Rest ihres Krams aus ihrer Wohnung auf dem Hof. Ich vereinbarte mit ihr einen Termin zur Abholung und verteilte vorher den Rest ihrer Klamotten, ihren DVD-Player und ihre Kamera, die sie noch bei mir hatte, fein säuberlich auf unserem großen Misthaufen, wo sie über Nacht Zeit hatten, das herrliche Aroma anzunehmen. Wegen des geforderten Geldes und der Nichteinhaltung des GbR-Vertrages, sowie der Veruntreuung nahm ich mir einen Anwalt. Bei dem Abholtermin selbst war ich nicht da, aber ich besitze Bildmaterial, wie sie versucht in ihren Stadtklamotten mit High Heels den Misthaufen zu besteigen und kläglich daran scheitert. Dann schmiss sie mir aus Wut noch eine Scheibe ein. Das weiß mittlerweile auch mein Anwalt. Ich habe seitdem nichts mehr von ihr gehört.

Beichthaus.com Beichte #00033167 vom 30.04.2014 um 10:53:08 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Die Tampons der Handtaschen-Tussis

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Aggression Hass Arbeit Shopping

Ich bin Student und in meinem letzten Mastersemester. Als Nebenjob arbeite ich seit Beginn meines Studiums in einer bekannten Supermarktkette und der Job macht mir wirklich Spaß. Hin und wieder angenehm mit jemandem plaudern und ja, es ist auch eine Möglichkeit nette Mädchen kennenzulernen. Es gibt nur eine Sache, die mich einfach wahnsinnig macht: Es geht um diese Damen, die drei Minuten in der Schlange stehend auf ihr Handy tippen, um dann für ihr 85 Cent Kaugummi noch länger zum Bezahlen zu brauchen. Da wird erst einmal zwei Minuten in der überdimensionalen Handtasche gewühlt, die ich als Urlaubskoffer benutzen würde - nur um mir dann ihren gefühlt halben Haushalt als Inhalt auf den Tresen zu kippen. Als ob ich, und vor allem die Kunden dahinter, sonst nichts Besseres zu tun hätten. Ich finde das einfach absolut unverschämt. Die bevorzugte Tamponmarke möchte ich darüber hinaus eigentlich auch nicht kennen. Wo ist verdammt noch mal das Problem, sein Portemonnaie vorher rauszusuchen oder es an einem Ort zu verstauen, an dem man es gleich findet? Nun hat mich das früher einfach immer nur aggressiv gemacht, aber seitdem ich Vollhorst mir natürlich ausrechnen musste, dass ich schon unfassbare sieben Tage meines Lebens damit verschwendet habe, solchen Frauen beim Durchwühlen der Handtasche zuzugucken, ist es zu einem richtigen Hass geworden. Ich möchte mich also jetzt schon mal bei der Dame entschuldigen, die ich wegen so einer Lappalie richtig zur Sau machen werde.

Beichthaus.com Beichte #00033156 vom 28.04.2014 um 21:17:11 Uhr (8 Kommentare).

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Die Flasche Wein mit Gisela

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Fremdgehen Dummheit Trunksucht Schamlosigkeit 50+ Berlin

Ich verstehe mich seit geraumer Zeit sehr gut mit der Oma meiner Freundin. Wir lachen oft gemeinsam und haben uns das eine oder andere Mal einen gebaut. Sie ist jung geblieben und hat ihr gutes Aussehen von früher weitestgehend behalten. Seit ihr Mann gestorben ist, fühlt sie sich oft einsam und kann einem echt leidtun. Deshalb verbringen meine Freundin und ich oftmals unsere gemeinsamen Abende mit ihr. Vor drei Tagen geschah das Unvorhersehbare - wofür ich mich sehr schäme. Meine Freundin konnte an diesem Abend nicht dabei sein, aufgrund ihrer kurzfristigen Spätschicht. Dies war, wie gesagt, kurzfristig und ich wurde von meiner Freundin gedrängt, nicht abzusagen. Und ich wollte Gisela nicht enttäuschen. Also gingen wir gemeinsam zu unserem Lieblingsitaliener. Zuerst genossen wir das Dinner sehr. Die Minuten und Stunden des Abends vergingen und wir bemerkten gar nicht, dass wir schon zwei Flaschen Rotwein getrunken hatten. Und so entwickelte sich der Abend zu einem absoluten Desaster. Wir waren schon so in Stimmung, dass wir uns mal wieder dazu verleiteten, einen durchzuziehen. Wir verloren jegliche Beherrschung über Körper und Geist und traten den Rückweg an. Aufgrund von Giselas und meinem Zustandes sollte sie die Nacht bei uns verbringen. Zu Hause angekommen holte ich noch eine Flasche Wein aus dem Keller und wir tranken diese. Und dann geschah es: Meine Schwiegeroma und ich flirteten immer mehr, bis sich daraus ein leidenschaftlicher Kuss entwickelte. Allerdings verloren wir irgendwie die Beherrschung und hatten etwas in dem Bett, in dem ich mit meiner Freundin schlafe. Als ich mit einem höllischen Kater aufwachte, war sie schon weg. Wir schworen uns, nie wieder ein Wort darüber zu verlieren.

Beichthaus.com Beichte #00033144 vom 27.04.2014 um 00:10:51 Uhr in 10178 Berlin (Rathausstraße) (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Adminrechte bei der Ex

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Verzweiflung Falschheit Manie Ex Medien

Ich (m/26) bin im Informatikbereich tätig. Vor ungefähr fünf Jahren hatte ich mich so richtig verliebt. Es ging leider nicht gut, sie hat mich richtig gegen die Wand fahren lassen. Aber wie es nun einmal so ist, wenn die Leute hören, dass man etwas mit Computern zu tun hat, lassen sie einen an allem rumwerkeln. Ab einem bestimmten Punkt, nachdem wir uns kennengelernt hatten, war mir bewusst, dass ich in der Tinte saß. Ich hatte bereits versucht, den Kontakt zu ihr abzubrechen, brachte es aber auch nicht übers Herz, es wirklich durchzuziehen. Da kam mir eine Idee. Ich habe mir die Adminrechte auf ihrem Rechner besorgt und einiges an Software bei ihr installiert. Ein paar Wochen später, als sie mir dann endgültig das Herz gebrochen hatte, habe ich mich dann bei ihr eingewählt und alles gelöscht, was mit mir zu tun hatte. In den folgenden Jahren habe ich mich immer wieder auf ihrem PC eingewählt. Immer, wenn ich gehört habe, dass sie in meinem Freundeskreis nach mir gefragt hat. Irgendwann hat sie sich einen neuen Laptop gekauft oder auch nur ein neues Betriebssystem installiert. Seitdem geht es nicht mehr und darüber bin ich unglaublich froh. Es war das Dümmste, das ich mir selbst je angetan habe.

Beichthaus.com Beichte #00033142 vom 26.04.2014 um 23:39:32 Uhr (13 Kommentare).

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