Die Last meiner Seitensprünge

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Fremdgehen Verzweiflung Falschheit Lügen

Als ich mit meinem Ehemann frisch zusammen war, habe ich ihn mehrmals betrogen! Ich habe ihn so oft betrogen, dass ich gar nicht mehr weiß, wie oft! Es müssen an die acht Fehltritte gewesen sein! Ich habe damals noch nicht gewusst, wie sehr ich ihn liebe und mir war die körperliche Zuneigung seinerseits zu wenig geworden! Ich hatte eine schwere Kindheit und habe gedacht, dass ich so den Beweis bekomme, hübsch, begehrenswert und attraktiv zu sein! Ich habe mich dann geliebt gefühlt und heute schäme ich mich! Muss mit dem Wissen leben, dass ich den Menschen, den ich über alles liebe, etwas Schlimmes angetan habe - was unverzeihlich ist! Wenn er mir so etwas angetan hätte, würde ich ihn verlassen. Ich könnte es ihm nicht verzeihen und es würde mir so unendlich wehtun! Ich bereue so sehr, was ich damals tat, aber ich kann es nicht rückgängig machen! Ich habe manchmal den Wunsch es ihm zu sagen, aber ich kann nicht, denn ich würde den einzigen Menschen verlieren, den ich noch auf dieser Welt habe!

Mein kleiner Bruder ist verstorben, meine Mutter will keinen Kontakt, einen Vater hatte ich nie und unsere Kinder leben nicht mehr bei uns! Ich habe keine Freunde. Er ist alles was ich noch habe und wenn ich es ihm beichte, wird er mich verlassen, was ich gut verstehen könnte! Oft denke ich, dass ich dafür in die Hölle komme oder das Gott mir sagt: Tue Buße, sonst wirst du ewig auf Erden wandeln und deinen Bruder nie wiedersehen! Aber ich kann nicht! Ich versuche es zu vergessen, aber oft kommt es in mir hoch und ich muss daran denken, was ich Schlechtes getan habe! Ich hoffe dass Gott mir, wenn es denn irgendwann so ist, verzeihen kann, dass ich es meinem Ehemann nicht beichten konnte!

Beichthaus.com Beichte #00023442 vom 04.03.2008 um 02:15:44 Uhr (19 Kommentare).

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Ich bin immer der Dumme!

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Zorn Hass Partnerschaft

Ich hasse meine mir angetraute Frau. Am Anfang unserer Beziehung war sie immer nett und verständnisvoll. Ich hatte den Eindruck, dass keine andere Frau der Welt unsere Kinder besser lieb haben und erziehen könnte als sie - aber falsch gedacht. Am Tag unserer Hochzeit […]
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Beichthaus.com Beichte #00023377 vom 14.02.2008 um 03:56:08 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein Neffe ist gestorben...

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Tod Kinder

Heute ist mein (m/27) kleiner Neffe zwei Tage nach seiner Geburt gestorben. Er ist mit sieben Monaten auf die Welt gekommen. Ich habe meine Schwester seit ihrer Schwangerschaft nicht einmal besucht. Habe deswegen auch ein schlechtes Gewissen gehabt, dass ich Schuld am Tod des Kleinen habe. Mir kommen die Tränen, wenn ich daran denke, wie sehr sich meine Schwester ein Kind gewünscht hat. Manchmal denke ich, vielleicht war es richtig nicht geboren zu werden - wenn ich so sehe, wie hässlich die Welt da draußen ist, wozu soll man leben, wenn man eh nur ein Sklave der modernen Arbeitswelt ist. Dann wünsche ich mir doch den Tod als das Leben. Ich wünsche den Leuten, die wirklich ehrlich sind und mit dem Herzen denken, im Leben von vielen Leuten schikaniert, gehänselt und ausgenutzt werden das Allerbeste. Es ist echt ungerecht, dass wir leiden und dafür mehr kämpfen müssen, um nach oben zu kommen, während andere alles in den Arsch gesteckt bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00023310 vom 02.02.2008 um 21:43:32 Uhr (10 Kommentare).

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Wo bleibt die Zeit für Spaß und Menschlichkeit?

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Verzweiflung Zorn Engherzigkeit Gesellschaft

Ich habe eine Ausbildung im öffentlichen Dienst gemacht und bereue das jeden Tag. Erst einmal war die Ausbildung an sich voll für den Arsch, ich wurde gemobbt, habe viel zugenommen und mir ging es echt scheiße. Jetzt ist der Ausbildungshorror in der schlimmsten Stadt der Welt beendet, meine Figur nähert sich auch so langsam wieder einer normalen an, aber trotzdem komme ich nicht damit klar, weiterhin diesen beschissenen Job zu machen. Ich bin jetzt woanders, habe nettere Kollegen, aber trotzdem kommt es mir jeden Tag hoch. In Wirklichkeit trinken die "Beamten" nämlich wirklich dauernd Kaffee, sie sind wirklich stinkend faul UND sie sind verdammt noch eins NICHT intelligent. Sie können höchstens gut lernen und wiedergeben, das war es aber auch schon. Ich denke oft über mein Leben nach und über die Misere, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Wie ich überhaupt diesen Scheiß angefangen habe...

Manchmal möchte ich all die Menschen, die mich zu diesem Wrack gemacht haben, leiden sehen. Ich möchte nicht unbedingt selbst dafür verantwortlich sein, aber ich würde mich freuen, wenn irgendjemand, der ihnen nahesteht, stirbt, oder dass sie irgendwie auf andere Weise leiden müssen. So sehr, dass sie sich nicht mehr selbst aus der Situation befreien können. Außerdem hasse ich bestimmt fast 90 Prozent der Weltbevölkerung. Wenn ich die ganzen dummen Schafe sehe, die jeden Morgen aufstehen, arbeiten, duschen, dann fressen, schlafen und wieder arbeiten, könnte ich sie alle samt ohrfeigen. Es gibt so viele dumme Menschen, die sich einen Scheiß um ihre Mitmenschen kümmern, so viele Menschen, die es zulassen, dass diese Gesellschaft so geworden ist, wie sie ist. Wir haben keine Kultur, wir haben nur Hass und das kommt nicht von irgendwoher.

Jeder Mensch ist irgendwie frustriert oder unausgeglichen, jeder Mensch hat schon einmal in seinem Leben Erfahrungen mit Menschen gemacht, die nicht hätten sein müssen, wenn Menschen gelernt hätten, sich zu respektieren und füreinander zu arbeiten, nicht gegeneinander. Es geht nur um Geld, Konsum, Geld, Konsum. Jeder will am meisten Reichtum haben. Was ist das schon für ein Leben? Das Fernsehen erzählt euch ganz sicher nicht die Wahrheit. Und schon gar nicht die Zeitungen und die Politiker. Wo ist euer Revolutionsgeist geblieben? Euer Selbstwertgefühl? Was ist das für ein Leben? Nur zu arbeiten, wahrscheinlich auch noch - wie in meinem Beispiel - in einem Job, von dem man selbst nicht so ganz versteht, was man da tut. Denn man muss sich schon sehr viel mit Gesetzestexten beschäftigen, bis man da wirklich durchschaut. Und nach der Ausbildung ist es ein Job wie jeder andere. Nicht ein Mal anspruchsvoll.

Was ist das also für ein Leben, jeden Tag zu arbeiten, nur für ein bisschen Geld, damit man sich ein bisschen was kaufen kann? Wo bleibt die Zeit für Menschlichkeit, Freunde, Spaß - auch ohne Geld? Sich sinnlos vor der Glotze mit Grütze berieseln zu lassen stelle ich mir jedenfalls nicht als Optimum vor. Und arbeiten zu gehen für etwas, von dem ich persönlich keinen moralischen Nutzen ziehe, ebenfalls. Bildung auch in der Freizeit zu betreiben - aus Spaß an der Freude - scheint in vielen Bevölkerungsschichten einfach in Vergessenheit geraten zu sein. Ich bin frustriert über dieses Leben in diesem Land. In dieser Welt. Wenn schon die Verwaltungen dieser Gesellschaft so dämlich sind, was soll nur aus den Schafen werden, die den Verwaltungshirten dumm und ungläubig aus der Hand fressen?!

Beichthaus.com Beichte #00023299 vom 27.01.2008 um 06:33:20 Uhr (27 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Steht zu eurem Glück!

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Ich (w/29) hatte, was Beziehungen angeht, nie wirklich Glück. Wahrscheinlich war ich oft auch einfach zu naiv und habe die Wahrheit verdrängt, wenn mich wieder einer belogen und betrogen hat. Nun ja, irgendwann - ich war mal wieder unfreiwillig solo - ging ich mit Freunden auf eine Party, um mich ein bisschen vom Liebeskummer abzulenken. Jemand stellte mir einen sehr attraktiven Mann vor und es wurde ein wirklich schöner Abend. Wir lagen sehr auf einer Wellenlänge und flirteten ausgiebig miteinander, mehr lief jedoch nicht. Als mich eine Freundin hinterher nach Hause fuhr, fragte sie mich, ob ich wüsste, wie alt betreffender Mann denn sei, und ich schätzte ihn auf 35 - meine Freundin klärte mich dann allerdings auf, dass er 49 war! Ich konnte es kaum glauben, dass er so viel älter war, denn er sah wirklich jung aus und hatte auch eine sehr junge Art. Ich sah ihn hinterher noch einige Male, ging aber trotz der offensichtlichen Sympathie auf Abstand. Der Altersunterschied verunsicherte mich völlig. Stattdessen stürzte ich mich in diverse kleine Liebeleien mit Gleichaltrigen, die jedoch allesamt im Desaster endeten, weil mir diese Männer nichts bedeuteten und ich ihnen auch nicht, und so war ich irgendwann noch unglücklicher als vorher.

Irgendwann musste ich für zwei Wochen ins Krankenhaus, und ich war sehr traurig, weil es keiner meiner Freunde für nötig hielt, mich mal zu besuchen, bis ER auf einmal auftauchte. Er setzte sich an mein Bett und wir redeten und redeten. Die letzte Woche war er jeden Tag bei mir, brachte mir kleine Aufmerksamkeiten mit und ging mit mir im Park spazieren. Es war herrlich. Ich fühle mich in seiner Nähe wahnsinnig wohl. Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, trafen wir uns weiterhin fast jeden Tag, und er kümmerte sich aufopferungsvoll um mich. Nach knapp vier Wochen konnte ich einfach nicht mehr - ich gestand ihm, dass ich mich Hals über Kopf in ihn verliebt hatte, doch er verließ fluchtartig meine Wohnung. Ich fühlte mich völlig vor den Kopf gesto´ßen, doch eine Stunde später klingelte es und er stand wieder vor meiner Tür. Er erzählte mir, dass er sich ebenfalls in mich verliebt hatte, sich aber aufgrund des großen Altersunterschieds nicht getraut hätte, es mir zu sagen, weil er dachte, ich würde ihn sowieso nicht wollen.

Was soll ich sagen? Seit diesem Abend sind wir ein Paar. Das ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, und ich bin immer noch überglücklich mit ihm. Wir kriegen zwar immer wieder dumme Sprüche ab á la "Er ist nur mit dir zusammen, weil du so jung bist" oder "Du hast doch einen Vaterkomplex", aber das prallt an mir ab. Von daher: Steht zu eurem Glück, ganz egal, was die Außenwelt dazu sagt!

Beichthaus.com Beichte #00023248 vom 17.12.2007 um 07:26:27 Uhr (23 Kommentare).

Gebeichtet von janus aus Mittwelt
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