Meine selbstzerstörerischen Phasen

22

anhören

Selbstverletzung Ungerechtigkeit Verzweiflung Partnerschaft Switzerland

Ich möchte Beichten, dass ich mich seit mehr als zwölf Jahren selber verletze. Nicht nur mit Messern auf der Haut. Nein, ich lasse es auch meinen Freund spüren. Wir wohnen sehr weit auseinander, also können wir uns nicht oft sehen. Wir planen unsere Treffen deshalb immer gut, so dass wir möglichst viel Zeit für uns haben. Aber wenn ich dann wieder einmal in so eine selbstzerstörerische Phase komme, dann sage ich unsere Treffen unmittelbar vor dem Abreisen ab. Weil ich mich bestrafen muss und die Strafe ist, ihn nicht sehen zu dürfen. Wir sehen uns, wenn es hoch kommt, vielleicht nur ein Mal im Monat. Und das gibt dann natürlich Streit, wenn ich wieder einmal der Meinung bin, mich selber bestrafen zu müssen. Ich bin schon lange in Therapie und versuche dem Teufelskreis endlich zu entkommen. Ich beichte, dass ich meinem Freund gezielt wehtue, nur um mich so zu bestrafen. Er ist ein so wahnsinnig guter und lieber Mensch. Bitte verzeih mir!

Beichthaus.com Beichte #00031125 vom 04.05.2013 um 05:28:41 Uhr in Switzerland (Amden) (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Briefkasten Diebstahl

10

Diebstahl Dummheit Feigheit Nachbarn Last Night Ulm

Ich habe neulich in leicht benebeltem Zustand den Briefkasten meines Nachbars abmontiert und ihn am folgenden Tag neben meinem Bett wiedergefunden. Nun traue ich mich nicht ihn zurückzubringen, da besagter Nachbar mich später fragte, ob ich denn nichts gehört hätte und ich mit einem schockierten "Nein!" antwortete.

Beichthaus.com Beichte #00031114 vom 30.04.2013 um 19:33:35 Uhr in Ulm (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Meine unausstehliche Kollegin

29

anhören

Verrat Zorn Arbeit Hofgeismar

Meine unausstehliche Kollegin
Ich (w/28) habe dafür gesorgt, das einer Kollegin fristlos gekündigt wurde. Ich arbeite in einer Gemeinschaftspraxis und vor einiger Zeit schied eine gute und liebe Kollegin aus, weil sie schwanger wurde und sich danach auch nur noch ihrem Kind und ihrer Mutterrolle widmen wollte. Der Chef stellte daraufhin eine neue Kollegin ein, die sich von Anfang an absolut nicht ins Team einfügen wollte. Ständig machte sie uns Vorhaltungen, dass wir dieses oder jenes anders machen sollten, dass ihre früheren Kolleginnen alle viel effizienter gearbeitet hätten und wollte uns ständig ihre Meinung aufzwingen. Am Anfang haben wir wirklich noch versucht mit ihr zu reden und uns ihre Vorschläge anzuhören, wenn man lange irgendwo arbeitet wird man schließlich Stallblind und offen für Neues sollte jeder sein. Aber zum Teil schlug sie solchen Unsinn vor, dass wir nicht darauf eingehen konnten. Aber anstatt mal ein Nein zu akzeptieren, diskutierte sie immer weiter.

Das ging soweit, dass sie einem den ganzen Tag hinterherrannte und immer wieder mit dem gleichen Thema anfing. Eines Tages fing sie dann damit an, uns vorzuwerfen wir würden ihre Arbeit manipulieren und sabotieren. Sie griff eine Kollegin sogar so mit Worten an, das diese anfing zu weinen. Bei den Patienten war sie auch alles andere als beliebt. Null Feingefühl, patzige Anworten und nicht selten begann warf sie mit richtig üblen Schimpfwörtern um sich. Unsere Chefs bekamen davon wenig mit oder sagten nichts dazu, die Stimmung im Team wurde immer schlechter, jeden Tag gab es Streit und Gezänk mit ihr. Eines Tages warf sie mir dann vor, absichtlich Sachen vor ihr zu verstecken und behauptete, Ich würde Sie mobben. Daraufhin hab ich zu ihr gesagt, dass ich so etwas noch nie getan hätte, aber ich könne ja mal damit anfangen und bin am selben Abend noch zum Chef gegangen und hab ihm alles, wirklich alles, das diese paranoide Ziege in der Praxis über Monate so verbockt hat, aufgetischt. Jede Beschwerde von Patienten, jeden Fehler.

Ja, ich habe gepetzt, ich gebe es zu, etwas anderes war das nicht. Am nächsten Tag musste die Kollegin zum Chef ins Büro, Ergebnis: Fristlose Kündigung! Ich war geschockt, ich hatte ehrlich gesagt erst mit einer Abmahnung gerechnet, damit sie sich mal am Riemen reißt, aber gleich der Rauswurf? Im Nachhinein tut mir die Sache ziemlich Leid.

Beichthaus.com Beichte #00031094 vom 29.04.2013 um 00:26:45 Uhr in 34369 Hofgeismar (Oberer Graben) (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine übertriebenen Ausraster

37

anhören

Aggression Verzweiflung Schwangerschaft München

Ich (w/22) muss mir jetzt mal etwas von der Seele schreiben. Ich möchte mein Verhalten gegenüber meinem Mann beichten. Wir sind ungefähr zwei Jahre zusammen und seit einem Jahr verheiratet. Im Juli erwarten wir unser erstes Kind, ich bin also im Moment in der 30. Woche schwanger. Mein Mann ist der liebste Mensch, den ich kenne. Ich könnte mir keinen besseren Mann vorstellen. Er tut wirklich alles für mich. Er ist mein Mann, Kumpel, Freund, Bruder, mein Ein und Alles. Im Moment raste ich aber ziemlich schnell aus, oft nur wegen Kleinigkeiten. Heute in der Früh, zum Beispiel, habe ich ihm eine halbvolle Thermoskanne Kaffee drüber geschüttet beziehungsweise fast auf ihn geschmissen, weil ich mir kurz vorher selber heißen Kaffee über meine Hand gegossen habe und sein Kommentar darauf war: "Ich muss ja keinen Kaffee mit auf die Arbeit nehmen". Ich wurde innerhalb von Sekunden so böse und habe nur noch Rot gesehen. Oft schreie ich ihn auch einfach so an, weil er zum Beispiel die Milchtüte leer in den Kühlschrank zurückstellt oder seine Sachen im Kleiderschrank total durcheinanderbringt, weil er sich ein einziges T-Shirt herausnimmt. Ich kann mich einfach sehr schlecht kontrollieren und wenn mir etwas nicht passt, sage ich es auch sofort, andernfalls würde ich wahrscheinlich vor Wut platzen.


Ich raste nicht immer so aus, aber manchmal sehe ich einfach Rot. Es fliegen dann auch Sachen durch die Gegend, ich habe Angst, mal etwas richtig Wertvolles durch meine Aggression kaputt zu machen. Heute hatte ich dann beispielsweise Kaffeeflecken an der weißen Wand und die Polster der Eckbank waren nass. Ich sehe meinem Mann auch an, dass er Angst bekommt, oft erschrecke ich auch über mich selbst und mein Mann tut mir dann so leid. Er ist ein ganz Ruhiger und würde mich nie so anfahren oder beleidigen wie ich ihn oder sogar handgreiflich werden. Ich beruhige mich dann aber auch sehr schnell wieder und im Nachhinein tut es mir dann sehr leid. Ich habe es jetzt schon besser unter Kontrolle, allerdings passiert es mir manchmal einfach wieder. Allerdings habe ich in den letzten sechs Monaten einiges an Lügengeschichten aufgedeckt. Mein Mann hat mich in vielen Sachen belogen. Er hat ein zweijähriges Fahrverbot und ist aber trotzdem, natürlich ohne, dass ich gewusst habe, dass er keinen Führerschein hat, mit meinem und seinem Auto gefahren. Er wurde kontrolliert, wir haben jetzt beide eine Anzeige am Hals und müssen Strafe zahlen. Einmal hat er ungefähr 400 Euro von meinem Konto abgehoben, ohne dass ich davon wusste, er hat mein Auto seinem Bruder geschenkt und zu mir gesagt, er hätte es seinem Bruder verkauft und er hat mir von einem Sparkontoguthaben von circa 5000 Euro erzählt, das er nicht hat.


Wir hatten am Samstag eine große Aussprache und er hat mir alles gebeichtet, auch seinen Eltern, die er genauso angelogen hat. Ihm ist ein sehr großer Stein vom Herzen gefallen, es geht ihm wieder besser, sein Kopfchaos ist jetzt raus (es ist natürlich anstrengend, seine Lügengeschichten immer zu jeder Zeit und vor jedem parat zu haben). Ich werde auch hinter ihm stehen, egal wie viel Scheiße er baut, ich liebe ihn über alles und werde 100 Prozent für ihn einstehen. Ich habe ihn geheiratet aus Liebe und ich bin der Ansicht, kaputte Sachen wirft man nicht weg, sondern repariert sie. Ich weiß, dass mein Mann manchmal meinen scharfen Ton oder einen Tritt in den Hintern braucht, da es sonst beispielsweise nie zu einer Aussprache zwischen uns und seinen Eltern gekommen wäre, aber um den Ausraster heute früh tut es mir sehr leid. Wir sprechen zum Glück sehr offen über diese Sachen und er weiß, dass ich ihm im Moment schwer vertrauen kann. Trotzdem denke ich mir manchmal, er hat so eine Furie wie mich nicht verdient. Ich hoffe, er wird mir meine Aggressionen verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00031066 vom 22.04.2013 um 13:21:25 Uhr in München (Chiemgaustraße) (37 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Wir sind keine Polen!

52

anhören

Stolz Vorurteile Hochmut

Wir sind keine Polen!
Ich (26, Berlinerin) beichte, dass meine Eltern strenggenommen offiziell aus Polen kommen, ich aber immer sehr darauf bestehe, dass sie Schlesier sind und daher eigentlich keine Polen sind. "Pole" ist bei uns in der Familie schon fast ein Schimpfwort. Meine Großeltern haben damals ihr gesamtes Hab und Gut an die Polen verloren, die ihr Land eingenommen haben und sich alles genommen haben, was sie wollten. Sie wurden gezwungen, Polnisch zu lernen und durften in der Öffentlichkeit kein Deutsch sprechen. Da man mit großem Ärger rechnen musste, wenn man in der Öffentlichkeit Deutsch sprach, waren sie aus Angst gezwungen, ihren Kindern nur Polnisch beizubringen, da bei Kindern natürlich die Gefahr besteht, dass sie sich in der Öffentlichkeit verplappern. So haben meine Eltern erst richtig Deutsch gelernt, als sie (im Alter von 22 und 25 Jahren) nach Deutschland gekommen sind. Sie haben beide einen polnischen Akzent und werden daher immer für Polen gehalten und alle wundern sich immer, dass sie einen deutschen Familiennamen haben. Ich glaube, die Leute halten mich immer für verrückt, wenn ich sage "Nein, wir sind keine Polen, wir sind Schlesier!" Dann sagen immer alle "Äh ja, aber das ist doch in Polen, oder?". Ich glaube, das können nur Schlesier verstehen. Tut mir leid an die Polen, die gar nicht so schlimm sind, wie wir denken.

Beichthaus.com Beichte #00031058 vom 21.04.2013 um 01:02:12 Uhr (52 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!