Mangelnde Zivilcourage

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Ignoranz Morallosigkeit Feigheit Nürnberg

Ich (w/23) habe heute etwas getan - oder besser gesagt habe ich es eben nicht getan - und schäme mich sehr dafür. Ich war einkaufen und auf dem Supermarktparkplatz kam ein dicker BMW angeschossen, zielgenau auf den Behindertenparkplatz. Beim schwungvollen Zurücksetzen hat er fast eine Frau angefahren, die ihr Kind auf dem Arm hatte. Die Frau war total erschrocken und hat sich dann zum Fenster runtergebeugt und gefragt, was das soll. Klischeehaft saß ein typischer Angeber im Schrankformat drin, der dann auch gleich losgelegt hat, dass sie doch besser aufpassen solle, wo sie lang läuft und solche Sachen. Die Frau hat dann im Weggehen noch etwas gesagt, weil er auf dem Behindertenparkplatz stand, worauf er ihr nachgeschrien hat, ob sie die Strafe denn zahlen müsse. Ich habe alles genau gesehen und trotzdem nichts unternommen.


Der Typ hatte noch eine Frau im Auto sitzen, und ich dachte sie mault ihn jetzt an, dass er so krass zu der Frau war, aber nein, die beiden haben gelacht. Beim Einkaufswagen holen haben sie der Frau noch hinterhergeschaut und Sachen gerufen. Ich hatte richtig Herzklopfen. Als ich dann schon am Wegfahren war, habe ich gesehen, dass sie sich noch das Kennzeichen notiert. Dann habe ich allerdings wieder eingeparkt und mich erkundigt, ob sie mich als Zeugin bräuchte, und dass sie sich gerne meine Daten aufschreiben könne. Sie meinte, dass alles in Ordnung sei, und dass sie das nur als heftig empfunden hätte. Ich bin entsetzt von mir selbst. Ich mache sonst auch immer einen auf hart, und als hätte ich keine Angst vor nichts - aber wenn dann mal etwas passiert kneife ich. Man könnte jetzt argumentieren, dass ich gegen so einen Typ chancenlos gewesen wäre, aber es hätte ja nichts passieren können, überall waren Leute und Überwachungskameras sowieso. Auf der Heimfahrt kamen mir die Tränen, weil ich so enttäuscht von mir bin und ich in so einer Situation gewiss auch gerne Unterstützung gehabt hätte. Anscheinend bin ich das beste Beispiel für mangelnde Zivilcourage.

Beichthaus.com Beichte #00032714 vom 13.02.2014 um 17:24:46 Uhr in 90411 Nürnberg (Bessemerstraße) (23 Kommentare).

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Das Mädchen an der Rezeption

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Engherzigkeit Selbstsucht Boshaftigkeit Lügen Wien

Im neuen Jahr war ich beruflich in Österreich und übernachtete für ein paar Tage in einem Hotel in Wien. Abends hatte ich keine Lust wegzugehen und setzte mich deshalb an die Hotelbar. Wie das so ist, war am späten Abend dann nicht mehr viel los und eines der Mädels von der Rezeption kam öfters zur Bar, um zu tratschen. Sie war eigentlich nicht mein Geschmack, aber ich merkte, dass sie locker drauf war und Interesse an mir hatte, was meinen Jagdinstinkt weckte. Und so ergab eines das andere, und nachdem sie Dienstschluss hatte, besuchte sie mich auf meinem Zimmer. Wir hatten das volle Programm, und ich glaube, ihr gefiel es auch ganz gut. Am nächsten Morgen, bevor ich dann wieder geschäftlich zu tun hatte, brachte ich sie nach Hause. Und kaum war sie ausgestiegen war mir die ganze Geschichte auch schon unglaublich peinlich, schließlich ist die Kleine bestimmt dreißig Jahre jünger als ich. Sie hat bei der Verabschiedung auch richtig verliebt rumgetan und sogar schon von einer Wiederholung gesprochen. Was ich jetzt beichten möchte? Ich habe mich die nächsten Tage, die ich im Hotel war, wie ein Arschloch verhalten. Ich habe ihre Anrufe abgewimmelt und versucht, ihr so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, was jedoch nicht immer möglich war, da ich sie natürlich an der Rezeption traf. Deshalb war ich einfach immer extrem unfreundlich zu ihr. Also Liebes, falls du das lesen solltest, es tut mir leid, dass ich dich so mies behandelt habe. Das Ganze war eine einmalige Geschichte und aus uns hätte nie etwas werden können. Ich bitte um Absolution für mein furchtbares Verhalten dem Mädel gegenüber.

Beichthaus.com Beichte #00032704 vom 11.02.2014 um 12:27:31 Uhr in 1100 Wien (Hertha-Firnberg-Straße) (20 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Vergorener Apfelsaft

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Ekel Trägheit Unreinlichkeit

Vor zwei Tagen musste ich mitten in der Nacht ein dringendes Geschäft verrichten. Als ich also aufwachte, griff ich aus Faulheit zu einer Flasche. Diese pinkelte ich etwa halb voll. Durch die schnelle Vollführung der Tat, mitten in der Nacht, vergaß ich das am nächsten Tag und ließ die mit Pipi gefüllte Flasche neben meinem Bett stehen. Später besuchte mich ein Freund und fragte mich, ob er etwas trinken könne. Ich bot ihm die vollurinierte Flasche an - er trank natürlich daraus, spuckte es sofort wieder aus und fragte, was das für ein Zeug sei. In diesem Moment fiel mir erst wieder ein, dass ich in diese Flasche gepinkelt hatte. Notgedrungen gaukelte ich ihm vor, dass es vergorener Apfelsaft gewesen wäre. Ich bereue meine Faulheit, wenn auch mit einem leichten Grinsen!

Beichthaus.com Beichte #00032672 vom 04.02.2014 um 17:18:54 Uhr (9 Kommentare).

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Gegen die Schwerkraft

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Dummheit Neugier Peinlichkeit Kinder

Als ich ungefähr elf Jahre alt war, bin ich durch unseren kleinen Ort zum Haus meiner damaligen besten Freundin gelaufen. Auf dem Weg dorthin versuchte ich die ganze Zeit auf einem Bein zu stehen bzw. zu hüpfen. Da das allerdings wirklich gut funktionierte und irgendwann langweilig wurde, wollte ich mich noch ein bisschen mehr herausfordern und dachte mir: "Warum versuchst du jetzt nicht mal auf keinem Bein zu stehen?" Allein dieser Gedanke ist schon dumm genug, als dass ich ihn hier beichten könnte, aber ich habe natürlich nicht nachgedacht und es irgendwie geschafft, das andere Bein auch noch wegzuziehen. Natürlich habe ich dann auch prompt den Bordstein geküsst. Bis heute bin ich heilfroh, dass es keiner gesehen hat! Deshalb beichte ich, dass eine angehende Juristin erst mit elf Jahren auf die harte Tour lernen musste, dass man der Schwerkraft nicht trotzen kann.

Beichthaus.com Beichte #00032660 vom 02.02.2014 um 13:38:46 Uhr (11 Kommentare).

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“Beichte

Vollgekackt in der Kaserne

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Peinlichkeit Unreinlichkeit Ekel Verzweiflung Zivi & Bund Traunstein

Ich (m) bin mittlerweile 43 Jahre alt und hatte vor ungefähr 25 Jahren ein schlimmes Erlebnis bei der Bundeswehr. Ich fuhr mit meinem Auto zu meiner Kaserne, als mir schon der "Stuhl" drückte. Ganz von der Fahrt eingenommen dachte ich mir, dass ich es problemlos schaffen würde, mich bis zur Kaserne zu gedulden und dort meine Notdurft zu verrichten. Aber schon, nachdem ich an der Kaserne aus dem Auto stieg, bemerkte ich, dass es kein Entrinnen mehr gab. Ich schaffte es noch, meinen Dienstausweis vorzulegen und stürmte dann in Richtung Kantine, da dort die nächsten Toiletten zu finden waren. Da die Kantine zum Glück absolut leer war, richtete ich schon auf dem Weg meine Hose und versuchte auch die Unterhose in Position zu schieben. Dann passierte es: Mein mühevoll zusammengeschobener Kot explodierte noch auf dem Weg zum WC. Ich konnte nichts weiter tun, als irgendwie darauf zu hoffen, dass ich die Misere nicht direkt auf meinen Klamotten und auf mir verteilte, sondern nur eine dezente Spur in "Richtung Erlösung" hinterließ.

Das sollte natürlich nicht funktionieren - am Schluss war der halbe Weg zu den Toiletten, inklusive meiner Hosen, mit dünnflüssigem Kot beschmiert. Ich konnte nur noch den Rest des ekelhaften Geschmieres in der Kloschüssel deponieren, aber immerhin hatte ich ein Gefühl der Entledigung. Als ich fertig war, kontrollierte ich, ob an meiner Diensthose etwas von dem Dilemma zu sehen war, und spülte meine Unterhose kurzerhand die Toilette herunter. Da die Hose nur wenig abbekommen hatte, schlich ich mich möglichst unauffällig aus der Kaserne. Dieses Gefühl werde ich vermutlich nie wieder vergessen. Ich hatte unglaubliche Angst, dass man mich ertappen könnte, deshalb ließ ich meine Spuren auch einfach in der Kaserne liegen. Zum Glück bin ich niemandem begegnet, bis ich mich reinigen und umziehen konnte. Das Ganze war mir furchtbar peinlich und unglaublich eklig. Ich möchte mich bei dem Reinigungsteam entschuldigen, welches die Misere vor langer Zeit entfernen musste.

Beichthaus.com Beichte #00032658 vom 02.02.2014 um 16:34:14 Uhr in 83278 Traunstein (9 Kommentare).

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