Vergnügungspark

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Schamlosigkeit Manie

Ich (m/27) arbeite in einem Vergnügungspark, wo ich mich um die Simulatoren kümmere. Dort wird eine nette Geschichte vor der Fahrt erzählt für die Kinder. Ich tue immer ganz euphorisch, als ob die Geschichte echt wäre, und nehme es auch ganz ernst, ich stimme dem Videoband, wo die Geschichte erzählt wird, immer zu, wenn der Erzähler aufhört zu reden. Kurz bevor das Band vorbei ist, gehen die Bässe richtig los und der Doktor in dem Videoband ruft dazu auf sich zu beeilen, also brülle ich immer: "Los los Beeilung, schnell in die Zeitmaschinen!" Ich muss mich manchmal fast selbst wegwerfen vor Lachen und das Beste sind immer noch die Gesichter der Eltern. Die denken sicher ich wäre irgendwo ausgebrochen. Ich beichte, dass ich mich in der Öffentlichkeit ziemlich bekloppt darstelle und es auch noch lustig finde.

Beichthaus.com Beichte #00030304 vom 03.10.2012 um 21:49:26 Uhr (32 Kommentare).

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Mein Auslandsjahr in China

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Unreinlichkeit Ekel Gesundheit

Vor ein paar Jahren habe ich ein Auslandsjahr in China verbracht und musste zwischendurch medizinisch behandelt werden, da ich in der Provinz, wo ich gelebt habe, sehr krank geworden bin. Die Zustände dort wünsche ich wirklich niemandem. Nicht nur, dass es kein Versicherungssystem gibt und Behandlung nur gegen Vorkasse erfolgt, die hygienischen Umstände sind auch unvorstellbar. Wir haben an einer Schule gelebt, an der die Toiletten aus zehn Erdlöchern bestanden und durch kleine Vorsprünge voneinander getrennt waren, ohne Licht und Waschbecken, dafür mit Ratten. Sie mussten von den Schülern durchgespült und ausgeschaufelt werden. Den Gestank vergesse ich nie im Leben. Ich möchte beichten, dass wir am Ende nur noch einen Eimer in unserer Wohnung benutzt haben und den Inhalt immer aus dem Fenster gekippt und mit Wasser nachgespült, falls denn welches aus der Leitung kam. Mit der Zeit gewöhnt man sich mehr oder weniger daran, nicht immer fließendes und vor allem nie warmes Wasser zu haben. Ein Jahr ohne Dusche war zwar hart, aber was solls. Wir hatten dauernd Probleme mit dem Magen. Wer isst auch schon rohes Schweinefleisch, Hühnerköpfe und Innereien vom Fisch?
Nach sechs Wochen mit Infusionen in der Hand und von neugierigen Chinesen umringt, ohne dass irgendeine Form der Besserung eintrat, bin ich schließlich dank der Versicherung mit einem Arzt in ein Krankenhaus für Ausländer nach Peking ausgeflogen worden. Am Flughafen dort musste ich richtig dringend aufs Klo. Alles war besetzt und er hat auf mich gewartet. Nach so langer Zeit abgestumpft und aus der Not heraus bin ich dann einfach in den Putzraum daneben, den man nicht mal abschließen konnte, und habe mir den Putzeimer mit Lappen gesucht und alles stehen lassen, weil ich es nirgends hinschütten konnte. Im Nachhinein habe ich dort viele eklige Dinge getan. Ich gestehe, dass ich in Deutschland ungefähr zwei Monate gebraucht habe, bis meine Haut nicht mehr braun vom Schmutz war.

Beichthaus.com Beichte #00030303 vom 03.10.2012 um 20:12:50 Uhr (17 Kommentare).

Gebeichtet von islandno77
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Zufallsbeichte
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Ich brauche Bestätigung

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Eitelkeit Begehrlichkeit Selbstsucht Hamburg

An schlechten Tagen brauche ich, so arm es auch klingt, Bestätigung von außen. Deshalb steige ich dann eine U-Bahn Station früher aus und laufe von der Lohmühlenstraße zum Hauptbahnhof. Auf dem Weg durch dieses sagen wir mal multikulturelle Viertel zähle ich, wie viele Typen mich ansprechen oder mir Komplimente machen, im Schnitt etwa drei bis fünf. Es wäre nicht so, dass mich jemand von denen interessiert, aber stimmungsaufhellend ist es allemal. Auch wenn die Sprüche sich mit der Zeit gleichen, sind immer noch witzige Sachen dabei. Eigentlich würde ich aber gern andere Wege finden als eine viertel Stunde Umweg in Kauf zu nehmen.

Beichthaus.com Beichte #00030302 vom 03.10.2012 um 19:39:01 Uhr in Hamburg (Steindamm) (44 Kommentare).

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Radikale Tierschutzfront

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Vandalismus Hass Tiere Einbeck

Ich beichte, dass ich seit meiner frühsten Kindheit in der Radikalen Tierschutzfront aktiv bin. Das ist ein Verein, der nur ein Mitglied hat, mich. Wenn ich in meinem Heimatort als Kind Langeweile hatte, was sehr häufig der Fall war, bin ich für den Verein losgezogen. Dabei wurden dann Tiere aus ihrer Gefangenschaft befreit. Bevorzugt die Kaninchen von einem Züchter, der sie schlachten wollte. Als mein Lieblingsopfer hatte er sogar Schlösser an die Käfige angebracht, sodass ich dann in mühseliger Arbeit das Gitter immer wieder kaputt kneifen musste. Der Züchter hatte übrigens so an die fünfzig Tiere, die ziemlich schnell laufen konnten. Hühner und Gänse haben weniger Spaß gemacht, weil die nicht so weit gelaufen sind. In einer besonderen Aktion habe ich auch mal Kois aus einem Teich in einen Fluss gerettet, wo sie dann vermutlich wegen ihrer auffälligen Farbe sehr schnell gefressen worden sind. Irgendwann habe ich es dann übertrieben und eine Pferdeweide geöffnet. Da das zu einigen Sachschaden geführt hat und in der Zeitung stand habe ich es dann mit der Angst zu tun bekommen und mir ein neues Hobby gesucht. Unter anderem aber auch weil ich fand, dass ich mit zwölf Jahren aus dem Alter für solche Streiche raus war.


Ich habe dann angefangen Jägerstühle umzusägen, im Fernsehen hatte ich gesehen, dass militante Tierschützer das machen. Das ging einige Jahre so ganz gut und es war praktisch unmöglich mich zu erwischen. Auch wurde ich als Einheimischer nicht verdächtigt. Mit siebzehn hatte mich dann aber ein Jäger in Verdacht, weil er mich wohl schon öfter im Wald gesehen hatte, ich ihn aber nicht, was mir natürlich schon Angst gemacht hat. Ich wurde von ihm in einer ziemlich offensichtlich gezielten Aktion überfallen. Er bestand darauf, mich zu filzen oder die Polizei zu rufen. Die Drahtsäge hinter meinen Gürtel hat er aber nicht gefunden, ich war damals schon ein Profi. Er meinte dann das ich die Säge im Wald versteckt habe und hat es mit rumbrüllen versucht, eingeschüchtert habe ich ihm dann erzählt ich würde im Wald onanieren, dabei habe ich es sogar geschafft knallrot zu werden. Komischerweise fand er das nicht schlimm und hat mich mit einem verständnisvollen Lächeln ziehen lassen. Logischerweise war ich nach dieser Aktion bedient und habe mich nie wieder in den Wald getraut.


Mein nächstes Hobby hält bis heute (bin 26) an und ist natürlich wieder eine Mischung aus Tierschutz und Vandalismus. Meine Taten bereue ich. Es wäre sicher auch möglich Tierschutz zu betreiben, ohne dabei solchen Schaden anzurichten. Bei den Jägerstühlen sehe ich es aber so, dass in gewisser Weise nur ein Ausgleich stattgefunden hat. Viele der befreiten Kaninchen wurden sicher von Jägern lustvoll getötet und dann zur Deckung des körpereigenen Proteinbedarf gegessen. Es ist moralisch also gar nicht so verwerflich, dann als Lohn ihre Jägerstühle umzusägen.

Beichthaus.com Beichte #00030301 vom 03.10.2012 um 19:10:10 Uhr in Einbeck (54 Kommentare).

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Ist da noch ein Platz frei?

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Boshaftigkeit Eitelkeit Hochmut Bahn & Co.

Heute im Bus stieg eine etwas beleibte Frau zu. Ich schätzte sie auf 28, ich selbst bin 20, wirke jedoch älter. Sie sah sich um und bemerkte, dass neben mir noch ein Platz frei war. Sie lächelte, kam auf mich zu und fragte höflich, ob sie sich dazusetzen dürfte. Als ich dann aufstand, schaute sie etwas verwirrt. Ich sagte: "Gerne, setzen sie sich. Aber hier, jetzt hat ihre zweite Arschbacke auch Platz." Ich stieg aus dem Bus aus und lief die 2 km nach Hause zu Fuß.

Beichthaus.com Beichte #00030300 vom 03.10.2012 um 05:11:58 Uhr (43 Kommentare).

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