Die Geschichten der Vermissten

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Verzweiflung Kinder

Ich (w/19) habe mich quasi freiwillig in eine depressive Phase gestürzt. Es fing damit an, dass ich einen Artikel über das vermisste Mädchen Maddie las, angeblich wären neue Hinweise aufgetaucht. Daraufhin recherchierte ich weiter im Internet und fand auch noch eine App, wo man Steckbriefe vermisster Menschen einsehen kann und die dazugehörige Geschichte. Ich bin nicht davon losgekommen, gleichzeitig macht es mich aber auch fertig, Interviews der verzweifelten Eltern zu lesen, die nach zehn Jahren immer noch nicht wissen, was mit ihren Kindern passiert ist. Aber auch Fälle von misshandelten Kinderleichen, die gefunden wurden aber nicht mit einem Täter in Zusammenhang gebracht werden können. Zu wissen, was für schlimme, grausame Dinge das Kind durchstehen musste, um dann irgendwo im Wald verscharrt zu werden. Wie kann man anderen Menschen und vor allem Kindern so etwas antun? Jemanden aus tiefster Verzweiflung weinen und schreien zu sehen ist doch so unerträglich, wie kann man sich daran noch ergötzen? Mir gehen die Bilder der Menschen nicht aus dem Kopf und das dazugehörige Leid, das übrig bleibt. Gleichzeitig verachte ich auch die Menschheit - wie kann man zu so einem Monster werden? Ich möchte also beichten, dass ich mich freiwillig mit Dingen konfrontiere, mit denen ich nicht umgehen kann, es aber auch nicht lassen kann.

Beichthaus.com Beichte #00033157 vom 29.04.2014 um 10:18:09 Uhr (12 Kommentare).

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Flucht vor der Heimat

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Verzweiflung Lügen Falschheit Begehrlichkeit Studentenleben Hückelhoven

Ich beichte, dass ich, wenn ich in einem halben Jahr zum Studium wegziehen werde, dies keineswegs aus dem heroischen Grund heraus mache, dass es diesen Studiengang nur einmal in Deutschland gibt und ich mich sehr dafür interessiere. Auch wenn ich das jedem erzähle. Tatsächlich geschieht dies nämlich aus zwei anderen Gründen. Erstens um meiner Mutter zu entkommen. Die ich zwar wirklich sehr liebe, aber einfach nicht mehr ertragen kann - sie behandelt mich, als wäre ich allein nicht überlebensfähig! Und zum anderen, um die kleine Schwester meines besten Freundes, in die ich mich vor fast zehn Jahren verliebt habe, und der ich in den letzten Jahren immer näher gekommen bin, zu vergessen. Seit fünf Monaten hat sie nämlich einen Freund und ich kann einfach nicht mehr mit ansehen, dass sie so glücklich mit ihm ist.

Beichthaus.com Beichte #00033154 vom 28.04.2014 um 19:31:56 Uhr in Hückelhoven (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das Unglück auf dem Heimweg

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Peinlichkeit Trunksucht Verzweiflung Ekel Last Night Kesseling

Vor ein paar Monaten war ich (w) endlich mal wieder mit ein paar Freunden unterwegs und natürlich begossen wir das Wiedersehen mit einer Menge Alkohol. Ich hatte am Tag kaum gegessen und war relativ schnell angeheitert. Irgendwann wollten wir dann nach Hause. Ich fuhr alleine, weil sonst keiner in meiner Gegend wohnt. Als ich in eine andere Bahn umsteigen musste, fiel mir ein, dass ich ja noch Zigaretten kaufen könnte. Dabei lernte ich einen echt süßen Typen kennen. Wir kamen irgendwie ins Gespräch, gingen noch kurz was trinken und es stellte sich heraus, dass wir in dieselbe Richtung mussten. Also fuhren wir zusammen. Auf der Fahrt grummelte mein Magen heftig und ich merkte, dass ich ganz schnell ein stilles Örtchen benötigte. Dazu kam, dass in der Bahn die Fenster offen waren, es zog und war kalt und ich konnte es kaum aushalten. Als dann endlich unsere Station angesagt wurde, wollte ich einfach schnell aufstehen und nach Hause. Zum Glück stand er vor mir und stieg vor mir aus, denn als ich so abrupt aufstand, entleerte sich mein Durchfall in meine Hose. Geistesgegenwärtig stellte ich fest, dass ich einen langen Mantel an hatte und man es bestimmt nicht sah, aber der Geruch! Verdammt überhaupt die ganze Situation! Wie konnte das nur passieren? Ich sagte ganz schnell "Tschüss" und betete, dass er es nicht bemerkt hat. So etwas Peinliches ist mir noch nie passiert. Zu Hause angekommen brach ich auch erst einmal in Tränen aus. Als erwachsene Frau hatte ich mir in die Hose gemacht. Vor einem Typen. Einem verdammt netten Typen, von dem ich nun nicht mal die Nummer hatte. Bestimmt drei Wochen lang habe ich mich intensiv selbst gehasst. Mittlerweile geht es wieder, aber manchmal will ich trotzdem immer noch im Boden versinken.

Beichthaus.com Beichte #00033145 vom 27.04.2014 um 10:27:52 Uhr in Kesseling (13 Kommentare).

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Adminrechte bei der Ex

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Verzweiflung Falschheit Manie Ex Medien

Ich (m/26) bin im Informatikbereich tätig. Vor ungefähr fünf Jahren hatte ich mich so richtig verliebt. Es ging leider nicht gut, sie hat mich richtig gegen die Wand fahren lassen. Aber wie es nun einmal so ist, wenn die Leute hören, dass man etwas mit Computern zu tun hat, lassen sie einen an allem rumwerkeln. Ab einem bestimmten Punkt, nachdem wir uns kennengelernt hatten, war mir bewusst, dass ich in der Tinte saß. Ich hatte bereits versucht, den Kontakt zu ihr abzubrechen, brachte es aber auch nicht übers Herz, es wirklich durchzuziehen. Da kam mir eine Idee. Ich habe mir die Adminrechte auf ihrem Rechner besorgt und einiges an Software bei ihr installiert. Ein paar Wochen später, als sie mir dann endgültig das Herz gebrochen hatte, habe ich mich dann bei ihr eingewählt und alles gelöscht, was mit mir zu tun hatte. In den folgenden Jahren habe ich mich immer wieder auf ihrem PC eingewählt. Immer, wenn ich gehört habe, dass sie in meinem Freundeskreis nach mir gefragt hat. Irgendwann hat sie sich einen neuen Laptop gekauft oder auch nur ein neues Betriebssystem installiert. Seitdem geht es nicht mehr und darüber bin ich unglaublich froh. Es war das Dümmste, das ich mir selbst je angetan habe.

Beichthaus.com Beichte #00033142 vom 26.04.2014 um 23:39:32 Uhr (13 Kommentare).

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Die Distanz in unserer Beziehung

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Verzweiflung Neugier Misstrauen Lügen Partnerschaft

Ich (25) habe seit knapp einem Jahr einen Freund, der vor mir eine lange Beziehung hatte. Am Anfang war alles rosig, er sagte mir, ich sei seine Traumfrau und dass er lange nicht mehr so einen Spaß mit einer Frau hatte und wie gut ich ihm tue. Nach einigen Monaten habe ich zufällig sein Handy im Zimmer liegen sehen und wollte nur sichergehen, dass er mir wirklich treu ist. Ich weiß, das war eine dämliche Aktion meinerseits. Aber da ich bis zu dieser Beziehung Jungfrau war und mir nicht vorstellen konnte, diesen Menschen zu verlieren, musste ich einfach sehen, woran ich bin. Dann der Schock - ich sah Mails, die er an seine Ex geschrieben hat, so etwas wie: "Ich komme zum Frühstück vorbei" und so weiter. Erst dachte ich mir nichts dabei, doch dann merkte ich, wie er sich langsam von mir distanzierte, und habe ihn direkt darauf angesprochen. Zum Glück konnten wir die Sache klären und es ging angenehm weiter mit unserer Beziehung, doch leider hatte ich jetzt des Öfteren das Verlangen, mal in sein Handy zu schauen, ob es vielleicht wieder etwas Neues von ihr gibt. Schock Nummer Zwei! Er hat mit ihr gar keinen Kontakt mehr, was im Prinzip ja gut ist, dafür schreibt er jedoch mit einer anderen Frau und das stresst mich sehr. Ich weiß nicht, ob ich ihn darauf ansprechen soll - gestern habe ich ihm gesagt, dass ich gerne wissen würde, ob er überhaupt noch Lust auf diese Beziehung hat, oder ob es etwas gibt, worüber wir reden sollten. Es kam jedoch nur ein kaltes "Ich weiß nicht, vielleicht, wir reden morgen." Jetzt sitze ich seit 12 Stunden wie auf heißen Kohlen. Auf die Frage, ob es vorbei ist, kam auch nur ein eiskaltes "Nein, ist es nicht." Da mein Körper sehr schnell auf Stress reagiert, habe ich jetzt die letzten zwei Tage unerklärliches aber verdammt hohes Fieber und ich merke zumindest, dass er sich Sorgen macht. Ich weiß nicht, wie ich verfahren soll. Ich bin wirklich am Verzweifeln und möchte beichten, dass das alles vermutlich erst angefangen hat, weil ich einfach in seinem Handy herumgeschnüffelt habe.

Beichthaus.com Beichte #00033140 vom 26.04.2014 um 08:45:39 Uhr (13 Kommentare).

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