Allein, desillusioniert und arbeitslos

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Verzweiflung Feigheit Vorurteile Studentenleben Heidelberg

Ich (w) beichte, dass ich erst 20 Jahre alt bin und jetzt schon Angst habe, es in meiner Zukunft zu nichts zu bringen. Ich bin Studentin und habe gute Noten. Aber ich fürchte mich davor, trotz allem später keinen guten Job zu finden. Ich bin schüchtern und wenig selbstbewusst und hatte noch nie einen Freund. Ich träume aber von einem Mann, mit dem ich eine Familie gründen kann. Gleichzeitig kann ich mir nicht vorstellen, jemals jemanden zu finden, der mich so liebt, wie ich bin. Die Gedanken an meine Ziele und dass sie scheitern könnten, lassen mich nicht zur Ruhe kommen. Darüber reden kann ich mit niemandem, klar, denn eigentlich sind meine Ängste unbegründet. Ich stehe ja quasi noch am Anfang meines Lebens. Aber trotzdem kann ich nicht aufhören und sehe mein zukünftiges Ich schon vor mir: Allein, arbeitslos und desillusioniert.

Beichthaus.com Beichte #00035125 vom 21.02.2015 um 17:10:26 Uhr in Heidelberg (Bergheimer Straße) (21 Kommentare).

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Heimlicher Alkoholiker

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Trunksucht Falschheit Verzweiflung Lügen Lichtenstein

Ich (m/Anfang 30) beichte hiermit, dass ich in der Öffentlichkeit oder beim Weggehen mit Freunden immer nur Wasser oder Cola trinke, aber nie Alkohol - und wenn mich jemand fragt, sage ich, ich sei seit sieben Jahren trockener Alkoholiker. Allerdings stimmt davon nur das letzte Wort, denn in Wirklichkeit bin ich schwerst abhängig, trinke jedoch nur alleine zu Hause, da ich weder andere mit meiner besoffenen Anwesenheit belästigen will, noch andere Betrunkene ertragen kann. Allerdings neige ich dann dazu, alte Bekanntschaften, Ex-Freundinnen und entfernte Verwandte anzuschreiben, was ich nächsten Tages meistens bereue, aber ich bekomme eh meistens keine Antwort oder wenn, dann kurz und abweisend, die Leute merken wohl, was dann mit mir los ist. Außerdem drehe ich oftmals die Musik zu laut, da ich im Suff eine Art Schwerhörigkeit an den Tag zu legen scheine.


Ich war inzwischen auch schon mehrfach in einer anderen Stadt zum Entgiften, damit man mich nicht erkennt, aber ich fange nach spätestens einer Woche wieder an zu trinken. Bier, Wein, Sekt, alles was ich in die Hände kriege, und möglichst billig. Nur Schnäpse und Liköre vertrage ich nicht und es schmeckt mir auch beides nicht. Mir ist bewusst, dass ich alkoholkrank bin, aber außer einem guten Freund weiß es niemand. Nicht einmal meine Familie. Und Selbsthilfegruppen sind leider gar nichts für mich, ich habe es bei den vier oder fünf bekanntesten Gruppen allesamt versucht, auch im weiteren Umkreis, weil ich mich schäme, aber es hat nichts gebracht, da ich mir selbst schon vorher eingestehen konnte, ein Säufer zu sein. Allerdings werden es bald alle erfahren, denn ich habe mich für eine Langzeitentgiftung mit anschließender Reha beworben und wurde für Anfang April auch angenommen, komme dort aber erst Ende Mai wieder raus.


Und eine acht-wöchige Abwesenheit lässt sich anders kaum erklären, solange macht niemand Urlaub, der in einem normalen Angestelltenverhältnis arbeitet. Dort bin ich angeblich wegen Burn-out ab da abgemeldet. Eine andere Krankheit will ich wegen der falschen Sorgen nicht vorschieben, und ein angeblicher Knastaufenthalt, was ich auch schon überlegt habe, ist eher rufschädigend. Trotz aller Ängste freue ich mich aber darauf, denn ich hoffe sehr, danach wieder ein normales gesellschaftliches Leben aufbauen zu können, auch wenn es sicher nicht leicht wird. Aber es muss einfach sein, denn bei meinem Konsumverhalten habe ich sonst laut Ärzten in der Entgiftungsklinik in fünf bis acht Jahren meine Leber ganz zerstört.

Beichthaus.com Beichte #00035124 vom 21.02.2015 um 15:09:34 Uhr in Lichtenstein (6 Kommentare).

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Japanische Küche

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Lügen Falschheit Ernährung

Mein Freund hasst Asiaten, weil ich mal mit einem zusammen war und ich eigentlich auch immer Feuer und Flamme für die japanische Kultur war - vor allem was das Essen betrifft. Jetzt verbietet mir mein Freund alles, was mit Asien zu tun hat, auch das Kochen, weil er ja denkt, dass ich voll auf Asiaten stehe, was aber nicht stimmt. Klar können manche süß aussehen aber trotzdem: Ich liebe ja nur ihn und ich will auch nur ihn. Ich beichte deshalb, dass ich immer japanisches Essen koche und er das nicht mal weiß! Immer, wenn er davon isst und er meine Kochkünste lobt, muss ich grinsen, denn wenn er gewusst hätte, aus welchem Land dieses Rezept stammt, dann würde er es nicht mal mit der Gabelspitze anfassen. Ich sage dann meistens so etwas wie: "Ja ich habe das erfunden, weil ich gedacht habe, das passt gut zusammen", oder "Ich habe verschiedene Rezepte vermischt, die gut zusammenpassen." Sorry Schatz, dass ich dich anlüge, aber sonst würdest du es ja nicht essen!

Beichthaus.com Beichte #00035120 vom 20.02.2015 um 11:35:25 Uhr (13 Kommentare).

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Trotz Ehe plötzlich lesbisch?

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Begehrlichkeit Fremdgehen Verzweiflung Ehebruch Kollegen

Trotz Ehe plötzlich lesbisch?
Ich bin 32 Jahre alt und habe mich in meine Arbeitskollegin verliebt. Ach ja, ich bin weiblich und seit sieben Jahren verheiratet. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nie richtig heterosexuell war, aber das konnte ich mir wohl selbst nie zugestehen. Mit meinem Mann lebe ich zwar schon lange zusammen und wir gelten allgemein auch als gutes Paar, aber für eine weitere Zukunft braucht es mehr als nur das. Leider habe ich diese Gefühle zu lange vor mir hergeschoben, jetzt scheinen sie ausbrechen zu wollen. Kinder wollten wir beide sowieso nie haben, daher fällt es mir wohl leichter, diese Gedanken weiterzuspinnen. Soviel zum momentanen Stand der Dinge.

Meine Arbeitskollegin ist zwei Jahre älter als ich und nicht einmal sehr attraktiv. Im Gegenteil, mit den kurzen Haaren und den Piercings ist sie eher der maskuline Typ. Aber nicht das Äußere reizt mich an ihr, sondern das Gesamtpaket. Sie ist sehr intelligent und sehr weltgewandt. Mein Mann dagegen hat sich zu einem unterhemdtragenden Sportschau-Biertrinker entwickelt - so kann man sich etwa ein Bild von ihm machen. Er hat abends, wenn er von der Baustelle kommt, bereits so viel Bier getrunken, dass ich auch keine Zärtlichkeiten mehr erwarten kann bzw. auch nicht will. Er geht zwar nicht in Kneipen, mit mir aber dafür auch nicht mehr aus. Das letzte Mal, als wir gemeinsam etwas unternommen haben, war auf der Hochzeit meines Bruders vor zwei Jahren und da war mein Mann bereits vor dem Abendessen betrunken. Er ist zwar sparsam und auch überhaupt nicht böse zu mir, aber das genügt nicht. Wenn ich ihm Vorwürfe gemacht habe und mit ihm geredet habe, kannte ich die Antwort: "Das ist bei allen Paaren einfach so" bereits im Voraus.

Als mich mein Mann vor vier Wochen mit meiner Arbeitskollegin zum Bahnhof gefahren hat, um uns in den Kurzurlaub zu verabschieden, gab er mir nicht einmal einen Abschiedskuss. Am ersten Abend in unserem Wellnesshotel fragte sie mich dann, ob die Beziehung zu meinem Mann wirklich intakt sei. Ich bin noch ausgewichen, aber am dritten Abend habe ich ihr alles erzählt. Ich habe mich dann so befreit gefühlt. An diesem Abend sind wir noch in getrennte Betten. Am nächsten Tag, nach viel Sekt, hat sie mich an der Hand genommen und sozusagen verführt. Es war natürlich ganz anders als mit einem Mann, aber an Zärtlichkeit nicht zu überbieten. Wir hatten dann noch drei weitere Tage. Als wir zurückkamen, war alles anders. Wir haben uns zwar nicht mehr zu sexuellen Handlungen getroffen, aber mich dürstet danach. Sie meinte, dass alles Weitere bei mir läge. Wir schauen uns immer verführerisch in die Augen und küssen uns heimlich, aber mehr geht im Moment nicht. Jetzt stehe ich vor einer Entscheidung, die mein Leben komplett ändern wird. Was ich tun soll, kann mir keiner raten, nur komme ich meinem Mann gegenüber schäbig vor, weil ich eine Entscheidung fällen muss.

Beichthaus.com Beichte #00035118 vom 19.02.2015 um 19:35:19 Uhr (15 Kommentare).

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Rotzgeräusche im Büro

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Ekel Zorn Peinlichkeit Kollegen

Meine beiden Büro-"Mitbewohner" machen mich wahnsinnig! Alle zwei Minuten ziehen sie abwechselnd genüsslich und aus tiefstem Herzen die Nase hoch. Eine Zeit lang gelang es mir, die ekelhaften Geräusche zu überhören. Aber da es seit Beginn des Winters fünf Tage die Woche zu solchen Orgien kommt, ist das Maß echt voll! Zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass die beiden Chinesen sind und es in ihrer Kultur (laut Google) unhöflich wäre, die Nase leise zu schnäuzen. Ich habe den beiden sogar bereits ein Taschentuch in die Hand gedrückt, woraufhin sie mich nur total verdutzt anschauten. So weit, so gut - trotzdem würde ich ihnen am liebsten bei jedem Rotzgeräusch an die Gurgel springen! Und das Beste: Sie drehen immer die Heizung runter, um ihre Erkältung ja nicht loszuwerden!

Beichthaus.com Beichte #00035113 vom 19.02.2015 um 07:26:56 Uhr (6 Kommentare).

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