Die Schwangerschaft der Jugendliebe

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Begehrlichkeit Falschheit Engherzigkeit Schwangerschaft

Es muss so um 1996 gewesen sein, als meine Eltern beschlossen, aus einer Vorstadt-Reihenhaussiedlung aufs Land zu ziehen. Mein Vater hatte ein gigantisches Gut mitten im Nirgendwo geerbt, und war der Meinung, man müsse jetzt auf Biegen und Brechen dort einziehen. Niemand außer ihm war davon wirklich begeistert, aber meine Mutter machte um des lieben Friedens willen mit und meine kleine Schwester war noch zu jung um eine eigene Meinung zu haben. Natürlich war die Hütte nicht im allerbesten Zustand, aber immerhin bewohnbar. Das Dach war dicht, die Heizung funktionierte, es gab einen großen Fernseher und in der Garage einen Jaguar. Leider lag das zugehörige Dorf einen halben Kilometer den Hügel herunter, und die direkten Nachbarn waren seltsame Leute mit einer riesigen Horde Kindern, heutzutage würde man sie wohl als alternative Ökos bezeichnen. Von den Kindern war immer eines krank, blutete, oder hatte irgendwo einen schmutzigen Verband. Außerdem hielt immer eines der Kinder irgendetwas zu essen in der Hand, meistens Äpfel oder ekelhafte, klebrige Haferbreikekse. Die Kinder veranstalteten in der Regel einen Riesenlärm, den man trotz der circa 200 Meter Luftlinie spätestens ab sieben Uhr ertragen musste.

Das älteste Kind war ein 14-jähriges, schlankes Mädchen mit einem niedlichen Gesicht, leichten Hasenzähnen, verstrubbelten, strohblonden Haaren und grundsätzlich viel zu großen Klamotten. Wie ich später herausfand, musste sie immer die Sachen ihrer Mutter auftragen. Da sie wirklich ganz hübsch war, entwickelte ich als damals 15-jähriger Junge ein reges Interesse an ihrer Person und wir freundeten uns an. Ihre Eltern begegneten mir zunächst mit einiger Skepsis, was wohl auch daran lag, dass wir in ihrer Wahrnehmung unermesslich reich waren. Als sie jedoch feststellten, dass ich ihrer Tochter bei den Hausaufgaben half, und auch bei Arbeiten rund um das Haus, wie zum Beispiel Holz hacken, oder beim Hühnerstall ausmisten, war ich zumindest geduldet und bekam ab und an sogar einen Haferbreikeks zugesteckt. Einzige Bedingung ihrer Eltern war, dass wir nicht beieinander übernachteten. Wir waren zwar den ganzen Tag unbeaufsichtigt und hätten sonst etwas treiben können in der Zeit, aber so weit dachten ihre Eltern nicht.

Ein Jahr ging ins Land und ich hing mittlerweile öfter bei ihr zu Hause herum, als bei mir. Ich war heillos verliebt und versuchte immer wieder, mein Interesse an ihr zum Ausdruck zu bringen, aber sie ignorierte das völlig. Außer ab und an mal zu einem Kuss auf die Wange ließ sie sich zu nichts hinreißen. Ich half ihr mit allen möglichen Aufgaben, hütete Kinder, wechselte siffige Verbände, tröstete bei blutenden Knien, begleitete den kleinsten Knirps beim Toilettenbesuch, weil er sich alleine noch nicht zurechtfand, lernte für sie Kochen und Backen, baute ihr einen Kaninchenstall, und so weiter und so fort. An ihrem sechzehnten Geburtstag schließlich erlaubten meine und ihre Eltern, dass wir beieinander übernachteten. Ich war total aufgeregt und besorgte vorher sogar mühevoll Kondome aus der Apotheke. Ich schenkte ihr ein kleines Kätzchen, das sie sich gewünscht hatte, und sie freute sich riesig. Die Nacht verlief leider sehr unspektakulär. Außer einem kurzen, eher zufälligen Blick auf ihre wunderschönen, straffen und runden Brüste, als sie sich umzog, kam es zu keinerlei sexuellen Aktivitäten. Sie schlief stattdessen direkt ein. Nichtmal einen Gutenachtkuss bekam ich noch.

Ein weiteres halbes Jahr und unzählige schiefgegangene Annäherungsversuche meinerseits, und für sie erledigte Aufgaben später, dämmerte mir langsam, dass ich wohl nicht wirklich eine Chance bei ihr hatte. Dummerweise hing ich zu tief in der Geschichte drin, um mich einfach distanzieren zu können, und aus purer Gewohnheit machte ich einfach weiter mit der Hilfe, nur die Verführungsversuche stellte ich ein. Kurz, nachdem sie siebzehn geworden war, begann sie, sich zu verändern. Sie wandelte sich quasi über Nacht von einem naiven kleinen, frechen Mädchen zu einer wunderschönen Frau. Sie warf die Klamotten der Mutter über Bord und kaufte sich endlich eigenes Zeug. Die Männer lagen ihr anschließend zu Füßen, und ich spürte, dass ich wohl endgültig verloren hatte. Dennoch konnte ich mich immer noch nicht so recht emotional von ihr lösen. Eines Tages sagte sie mir am Telefon, sie müsse mir dringend etwas mitteilen. Ich war gespannt, was das sein würde, hatte aber schon im Vorfeld kein gutes Gefühl bei der Sache.

Sie gestand mir, dass sie schwanger war, der Vater war der ortsbekannte Frauenheld. Er habe ihr nachgestellt, Komplimente und Versprechungen gemacht. Sie habe ihm geglaubt, aber das sei ein großer Fehler gewesen. Seine Versprechen hatte er nie eingelöst, und zur Schwangerschaft nur gesagt, das sei ihr Problem, da sie ihm nicht mitgeteilt hatte, dass sie nicht verhütete. Sie flehte mich regelrecht an, zu sagen, dass ich der Vater sei, denn sie fürchtete kapitalen Ärger von ihren Eltern, und ich gehörte ja quasi schon zur Familie. Ich war sehr verletzt und bat mir eine Bedenkzeit aus. Nach langen Überlegungen was das für mich bedeuten würde, und aus schierem Trotz, teilte ich ihr schließlich mit, dass mich ihr Elend nichts anginge - sie sich die Sache selbst zuzuschreiben und zu verantworten hatte. Das Letzte was ich wolle, sei von ihr in eine Sache hereingezogen zu werden, die mich nur endlos Geld und Nerven kosten würde. Ich fragte sie wörtlich, ob das nun der Dank dafür war, dass ich ihr jahrelang mit allem geholfen und mich in gewisser Weise auch ausnutzen lassen hatte. Sie antwortete nur, dass es ihr leidtue, und man Gefühle eben nicht erzwingen könne, sie aber bereit gewesen wäre, eine Beziehung mit mir zuzulassen, wenn ich ihr diesen letzten Gefallen getan hätte.

Ich ließ sie damals eiskalt sitzen. Heute lebt sie als ziemlich korpulentes alternatives Hausmütterchen mit einem ebenso korpulenten und unattraktiven, fünfzehn Jahre älteren Feierabendalkoholiker mit im Haus ihrer Eltern. Wir sehen uns ab und an auf dem Dorf, aber sie will mich offensichtlich nicht mehr kennen und dreht den Kopf weg, wenn sie mich sieht. Ich habe mittlerweile studiert und bin Architekt geworden. Diese Geschichte hat mich jedoch niemals losgelassen und manchmal frage ich mich, was gewesen wäre, hätte ich mich damals auf den Deal eingelassen. Ich bereue, dass ich sie in dieser Situation habe gnadenlos fallen lassen, man hätte sicherlich emphatischer reagieren können, selbst ohne direkt auf ihr Angebot einzugehen.

Beichthaus.com Beichte #00035304 vom 23.03.2015 um 14:39:37 Uhr (34 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

JFK94

Ich verstehe deine Beichte nicht:
Du hast alles richtig gemacht!
Sie hat dich ausgenutzt und du hast es gerade noch rechtzeitig gemerkt,
Glückwunsch zu dieser Entscheidung!

24.03.2015, 10:25 Uhr     melden


danjal aus Passau, Deutschland

Wo bitte ist die beichte. du warst lange genug in der friendzone. Anscheinend hast
du den Absprung gerade noch rechtzeitig geschafft. Also: Keine Absolution.... Du brauchst nämlich keine

24.03.2015, 10:36 Uhr     melden


Ezraielor

Schliesse mich meinen vorrednern an, absolution nicht notwendig. Wenn jemand beichten müsste, dann sie, weil sie dich ausgenutzt hat und es noch schlimmer für dich machen wollte.
Aber: karma findet immer einen weg :-)

24.03.2015, 10:39 Uhr     melden


SamirChris

Was hätte es dir denn gebracht? Du wärst der Vater eines Kindes, welches nicht von dir ist. Sie wäre nur mit dir zusammen gekommen, weil es ein Deal war. Ihr hättet euch getrennt, weil sie eh nicht die Gefühle für dich hatte. Alles im allen: Richtig gehandelt - Absolution muss nicht erteilt werden, da sie nicht notwendig ist!

24.03.2015, 10:45 Uhr     melden


Eminem

Du bereust es? Soll ich dir sagen, was passiert wäre, wenn du geblieben wärst? Sie hätte dir den besten Fick deines Lebens gegeben. Ab diesem Moment könnte sie dich kontrollieren wie sie wollte. Dann hätte sie angefangen dich weiter Schamlos auszunutzen. Ihr hättet geheiratet, du hättest sicher nicht studiert, hättest dir den Arsch abarbeiten müssen auf ihrem Bauernhof und sie hätte sich in der Zeit mit dem Feierabendalkoholiker vergnügt. Also glaub mir, du hast sicher das richtige getan.

24.03.2015, 10:54 Uhr     melden


ozelot

Wenn Du auf den Deal eingegangen wärst, dann wärst Du heute der übergewichtige Feierabendalkoholiker an ihrer Seite.

24.03.2015, 11:02 Uhr     melden


Mr.Goodkat

Wenn du sie damals genommen hättest, wäre sie heute immer noch schlank und rank, ihr hättet beide studiert, einen gut bezahlten Job, wahnsinnig guten Sex, ein Haus mit Garten und Pool, 4 Autos, dreimal im Jahr ausgiebigen Luxusurlaub, mittlerweile auch noch 2 gemeinsame Kinder und auch sonst würde es euch an nichts fehlen. Aber du hast dir die Chance ja entgehen lassen und das nur, weil das Früchtchen einmal mit dem Dorfdepp schläft...

24.03.2015, 11:47 Uhr     melden


ThFr

Und wieder eine neue Beichte aus der Groschenroman-Kategorie. Und immer steht ein schickes Auto in der Garage des verfallenen Gutshofes...

24.03.2015, 11:56 Uhr     melden


Plinius

Ich kann mir vorstellen, dass dir die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, wenn du sie immer noch geliebt hast, zu dem Zeitpunkt, aber du hast alles richtig gemacht. Mich persönlich würde es innerlich auffressen, mit einer Frau zusammen zu sein, die dich 1. nicht liebt und nur aus purer Not bei einem ist und 2. dir das Kind eines anderes angehängt hat.

24.03.2015, 12:47 Uhr     melden


VcS

Die Zweifel lösen sich in Luft auf, wenn du eine passende Frau kennenlernst. Dann merkst du, dass du damals gerade noch rechtzeitig abgeboben bist. ;o)

24.03.2015, 13:35 Uhr     melden


Johnny_Pümmel

Nur, weil du nett zu ihr warst, hattest du nicht gleich automatisch einen Besitzanspruch auf sie. Du tust so, als ob sie dir dafür irgendwas schuldig war. Ekelhaft, solche Typen. Sind nur nett, weil sie Sex wollen und sind dann sauer, weil sie ihre Zeit mit 'ganz umsonst nett sein' verschwendet haben.

24.03.2015, 14:24 Uhr     melden


Die,_die_recht_hat

Sie wollte einfach nur mit dir befreundet sein und war halt so naiv, zu denken, dass Jungs auch ohne irgendwelche Hintergedanken nett sein können. Sie hat recht, Liebe kann man nicht erzwingen. Du hast sie völlig grundlos am Ende wie den letzten Dreck behandelt. Das zeigt, dass sie dir nicht wirklich was bedeutete und du nur auf Sex aus warst. Weil das Kind nicht von dir war, war sie deiner Meinung nach nun völlig wertlos. Mit dir wäre sie also auch nicht besser dran gewesen als mit dem ach so minderwertigen Loser, mit dem sie jetzt zusammen ist.

24.03.2015, 14:31 Uhr     melden


teufelsfrosch

Ich bin anderer Meinung als DDRH. Es hat glaube ich nicht viel mi nett sein zu tun, wenn es darum geht, dass man lügen soll und ein Kind, was nicht von einem selbst ist, auf Wunsch der Mutter als sein eigenes ausgibt. Und Jungs können auch ohne Hintergedanken nett sein. Er hat auch keine Besitzansprüche gehabt, er hat sich einfach verliebt und lebte mit der Last, als er merkte, dass es nur einseitig ist.
Ich unterstelle dem Mädchen aber keine Absicht beim Ausnutzen, er bot sich an und sie nahm es dankend an. Er hat zwar sehr bescheiden reagiert. Aber diese unbeholfenheit kann man ihr auch unterstellen. Weil sie wollte ernsthaft, dass er eine Vaterschaft anerkennt und das nur, weil sie sich Ärger mit ihren Eltern ersparen wollte.
Ich würde in seiner Rolle folgendes Verhalten vorschlagen, das Angebot ausschlagen, aber Hilfe anbieten.

24.03.2015, 15:06 Uhr     melden



abusemtex

@DDRH
Welche traumatischen Ereignisse führen zu solch einem Männerhass?
Meine Güte - in so gut wie jedem Kommentar das gleiche Lied.

Der Verfasser hat absolut richtig gehandelt.

24.03.2015, 15:09 Uhr     melden


Die,_die_recht_hat

@teufelsfrosch: Das mit dem 'nett sein' in meinem ersten Satz war nicht darauf bezogen, dass sie ihn als Scheinvater wollte, sondern darauf, dass sie ihn laut Beichter angeblich all die Jahre ausgenutzt hat, indem sie seine Nettigkeit angenommen hat. Ich bin auch nicht der Meinung, dass der Beichter ihren 'Deal' hätte annehmen sollen. @abusemtex: Wieso Männerhass? Ist man jetzt gleich Männerhasserin, wenn man das Verhalten eines bestimmten Mannes kritisiert? Was bist du denn für ein empfindliches Mimöschen?

24.03.2015, 15:12 Uhr     melden


teufelsfrosch

@DDRH: er meint folgenden Text von dir: und war halt so naiv, zu denken, dass Jungs auch ohne irgendwelche Hintergedanken nett sein können.

24.03.2015, 15:34 Uhr     melden


VcS

@DDRH: Sie hätte den 'Deal' garnicht anbieten sollen. Es ist ihr gutes Recht, sich nicht in ihn zu verlieben, aber nicht, diese Verliebtheit auszunutzen, um die eigenen Fehler ausbügeln zu lassen. Eine anständige Frau nimmt nicht mit, was sie von verliebten Kerlen kriegen kann, sondern schafft Distanz bis hin zum völligen Kontaktabbruch - im Interesse des Gegenübers. Das gilt natürlich auch für die umgekehrte Konstellation, also uninteressierter Mann und verliebte Frau...

24.03.2015, 15:36 Uhr     melden


ntz

Das ist mal wieder eine Beichte, die man aus verschiedenen Blickwinkeln sehen kann, eben genau so, wie man es gerne haben möchte. Auf der einen Seite das trotz vieler Geschwister etwas eigenverantwortungslose, und auch irgendwie unreflektierte Mädchen, das mit der Zeit dem Beichter gegenüber zunehmend übergriffig reagiert; Auf der anderen Seite ein Junge, der gnadenlos in eine fixe Idee verrannt und dabei ebenso unreflektiert wie das Mädchen ist, und dessen aufgestaute Frustration sich schließlich in einem etwas niederträchtigen Verhalten entlädt.
Die Situation haben mehr oder weniger beide verursacht. Sie waren beide zu jung und unerfahren, um die Gefühlswelt des jeweilig anderen verstehen zu können. Er dachte, er kann sich ihre Liebe kaufen, während es für sie bequem war, sich vollkommen gegenleistungsfrei auf seiner Unterstützung auszuruhen. Ein von beiden Seiten auf jeweils sehr eigene Art vereinnahmendes und respektloses Verhalten.
Den Bruch am Ende hat jedoch in erster Linie sie zu verantworten. Der von ihr vorgeschlagene Deal war sehr kurzsichtig, unreflektiert, verantwortungslos und auch an dieser Stelle vollkommen grenzüberschreitend für den Beichter. Hätte sie etwas Empathie und Respekt ihm gegenüber besessen, hätte sie von ihm nicht verlangt, dass er für ihre Fehler einsteht. Ihr war, wie ihr Verhalten auch eindeutig zeigt, zumindest zu dem Zeitpunkt ja schon länger klar, dass er die ganzen Dinge für sie tut, weil er verliebt in sie ist. Insofern ist ddrh's und jp's Argumentation recht schwach. Sie wusste, dass er nicht aus schierer Nettigkeit heraus handelt, sondern Gefühle für sie hatte, die eine emotionale Abgrenzung seinerseits verhindern. Das wollte sie am Ende eiskalt für sich ausnutzen.
Während der Beichter außerdem heute klar reflektiert, dass er anders hätte handeln können, zeigt sie jedoch offensichtlich immer noch keine Einsicht, was ihr damaliges Verhalten angeht.
Daher von mir Absolution.

24.03.2015, 17:15 Uhr     melden


eskr1

'Sie flehte mich regelrecht an, zu sagen, dass ich der Vater sei,

'Bereit wäre, eine Beziehung mit mir zuzulassen, wenn ich ihr diesen letzten Gefallen getan hätte.'
Na, zum Glück hast Du ihr DIESEN Gefallen nicht getan. Und sei nicht traurig, dass Du das Kind eines anderen nicht aufgeräumt hast. Sie wollte Dich lange Zeit nicht und hat sich von nem anderen vögeln lassen - also erledigt. Du hast alles richtig gemacht!

24.03.2015, 17:54 Uhr     melden


blitzermelder

Du hast keine Verfehlung begangen, außer vielleicht etwas zu viel Romane gelesen zu haben.

24.03.2015, 18:09 Uhr     melden


Prince_Ali

Als "Freunde"(was man nur hoffen kann nach jahrelangem Kontakt) hätte sie dieses Angebot wirklich nicht machen dürfen. Grundsätzlich um Hilfe zu bitten währe aber was ganz anderes gewesen. Dann hättet ihr wirklich eine Beziehung als Freunde haben können... Hätte, währe, wenn... Das einzige "Fehlverhalten", das ich bei dir sehe ist, dass du ihren Deal hättest ein wenig netter ausschlagen sollen. Ansonsten aber, freu dich heute dass du es nicht gemacht hast.

24.03.2015, 18:16 Uhr     melden


Krachbum aus Deutschland

Ich möchte aus gegebenem Anlass daauf hinweisen, dass man das Wort empathisch mit dem h hinter dem t schreibt. Trotz dieses schweren Fehlers gibt es Absolution!

24.03.2015, 20:17 Uhr     melden


Die,_die_recht_hat

@VcS: Ich nehme an, sie dachte, sie sind Freunde und sie kann sich im Notfall auf ihn verlassen, wenn sie in der Zwickmühle ist. Es gibt durchaus Freunde, die sich gegenseitig aus der Scheiße ziehen. Vielleicht hätte sie ja das Gleiche für ihn getan. In der Beichte steht nicht, ob sie ein guter Kumpel war, nur, dass sie nicht mit ihm ficken wollte. Außerdem: Fragen kostet nichts. Ich finde, es ist jetzt nicht sooo eine große Sünde einen Freund um einen Gefallen zu bitten, sei der Gefallen noch so riesig. Sie war wahrscheinlich einfach wahnsinnig verzweifelt, er hat ja geschrieben, wie ihre Eltern drauf waren. Und sie hat ja seine Ablehnung akzeptiert. Ich verstehe nicht, wo sie ihn ausgenutzt haben soll.

24.03.2015, 22:34 Uhr     melden


Stangenhans

Mach dir keinen Kopf, du hast alles richtig gemacht!

24.03.2015, 22:42 Uhr     melden


Florian093

@Beichter: Sei froh dass Sie dir das Kind nicht einfach angehängt hat - in die Kiste hätte sie dich ja mit einem Fingerschnips bekommen, und dann hätte Sie dich glauben lassen können du seist der wirkliche Vater.

@DDRH: Ich bezweifle dass sie das Gleiche für ihn getan hätte, allerdings aus rein biologischen Gründen. Außerdem hat es weniger mit einem Gefallen zu tun als vielmehr mit reinem Ausnutzen. Von dieser Entscheidung hätte der Beichter kaum mehr Zurücktreten können und hätte dann alle Konsequenten tragen müssen. Sie hatte einfach einen Dummen gesucht der den Kindsvater spielt und wollte den Beichter gnadenlos ausnutzen - was meines Erachtens auch Rückschlüsse auf ihr Verhalten davor zulässt.

25.03.2015, 02:06 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

Alles richtig gemacht. Es ist ihr gutes Recht dich nicht zu lieben, aber es ist nicht ihr gutes Recht deine Liebe zu ihr auszunutzen. Mit der Bitte um diesen "Gefallen" hat sie es ganz klar aufs übelste versucht. @DdRh: Freunde helfen einander. Ohne Frage. Aber Freunde nutzen nicht die Gefühle des anderen aus, um einen Gefallen zu erhalten, der das Leben des anderen ruinieren könnte. Manchmal ist deine Parteiergreifung für die Frauen in Beichten etwas - nun ja - schräg.

25.03.2015, 12:43 Uhr     melden


autovaz2104

Ich stimme hier deutlich Vicco zu. Es ist offensichtlich, daß sie ihn nicht um Hilfe bat, sondern ihn gezielt ausnutzen wollte. Allein an dem Satz, daß sie wohl eine Beziehung als Belohnung für diesen "Gefallen" zugelassen hätte sieht man meiner Meinung nach eher Kalkül als Verzweiflung. Der Beichter hat hier alles richtig gemacht. Das Mädel hat sich vom Dorfdeppen stopfen lassen, er wollte seinen Spaß aber keine Verantwortung übernehmen. Der Beichter hätte keinen Spaß gehabt, dafür das Balg des Dorfdeppen am Hals. Das sie dem Dorfdeppen nicht mitgeteilt hat, daß sie nicht verhütet, hat übrigens keinerlei Einfluss auf die Unterhaltspflicht. Ich hoffe die Alte war wenigstens nach der Aktion so schlau, den richtigen Vater zu nennen. Klar, Gefühle kann man nicht erzwingen und es war Ihr verdammt noch mal gutes Recht den Beichter nicht ran zu lassen. Das "Friendzonen" war nicht fein, kommt aber sehr häufig vor, was aber gar nicht geht ist die Aktion den Beichter eine Vaterschaft aufzudrängen. Die "Strafe" dafür hat sie wohl erhalten, scheint sie doch wohl ein dröges Leben als bewanstete Blunze ohne große Perspektiven zu führen.

25.03.2015, 14:07 Uhr     melden


Sünder14 aus Deutschland

Mit 17 sollte man solangsam wissen, dass Sex ohne Verhütung zu einer Schwangerschaft führen kann. Es war nicht dein Kind, also auch keinerlei Verantwortung für dich. Falls sie dir als Mensch wichtig war, hättest du ihr vielleicht mehr beistehen können aber das liegt nunmal ganz bei dir. Falls sie dich wirklich so ausgenutzt hat, war eure Freundschaft wohl sowieso nicht so der Hammer. Absolution erteilt.

25.03.2015, 16:16 Uhr     melden


Die,_die_recht_hat

@Vicco: Also mir ist noch nie aufgefallen, dass ich immer für Frauen Partei ergreife in Beichten. Kann es sein, dass du mich mit Liberté_Toujours verwechselst? @Florian093: Ich finde ihren 'Deal' auch zu viel verlangt und bin wie gesagt ebenfalls der Meinung, dass er das nicht hätte annehmen sollen. Was mir nur sauer aufstieß, war, dass der Beichter es ihr zum Vorwurf macht, dass sie mit ihm nicht ins Bett wollte, obwohl er ja all die Jahre extra so nett zu ihr war. Es hört sich so an, als sei sie verpflichtet gewesen, ihn ranzulassen, weil er durch sein nettes Verhalten Besitzansprüche auf sie hat. Offensichtlich ist dieses nette Verhalten des Beichters kein bisschen aufrichtig gewesen, sondern diente nur seinen eigenen, egoistischen Zielen. Er stellt es so dar, als sei 'all die harte Arbeit' umsonst gewesen, weil er sie letzten Endes nicht ins Bett bekommen hat. Er scheint es zu bereuen, so nett gewesen zu sein, was zeigt, dass er es im Grunde nicht gerne getan hat und es aus reinstem Eigennutz geschah. Seine Nettigkeit war heuchlerisch und gespielt, an dem Mädchen als Person lag ihm nicht viel, er wollte nur mit ihr ins Bett. Solche Typen wie ihn trifft man als Frau immer wieder. Sie spendieren einem einen Drink und wenn man den annimmt, ist man deren Meinung nach verpflichtet, mit ihnen ins Bett zu gehen.

25.03.2015, 22:59 Uhr     melden


eskr1

@DDR-h:
'Seine Nettigkeit war heuchlerisch und gespielt, an dem Mädchen als Person lag ihm nicht viel, er wollte nur mit ihr ins Bett'
Na, das ist doch normal. Es gibt keine Freundschaft zwischen Frau und Mann. Außer, sie ist sehr hässlich und unattraktiv!
Alles andere ist Unsinn. Solltest gerade Du als Medizinerin wissen.

27.03.2015, 23:53 Uhr     melden


Die,_die_recht_hat

@eskr1: War das jetzt ironisch gemeint oder nicht? Kann ich als Medizinerin jetzt gerade nicht feststellen.

30.03.2015, 01:01 Uhr     melden


Johnny_Pümmel

@Krachbum: Ich möchte aus gegebenen Anlass auf die Existenz des Adjektivs 'emphatisch' hinweisen. By the way, du hast 'Absolutismus' falsch geschrieben.

30.03.2015, 01:08 Uhr     melden


gemmakaffeetrinken aus Wien, Österreich

Dein Schicksal hat eine große Kurve gemacht und Du bist einem *Zusammenstoß* entkommen. Gratulation. Es hätte nichts Gutes gebracht.

27.05.2015, 16:06 Uhr     melden


Herr_Mauer aus Saarland, Deutschland

Du warst nicht begehrenswert, weil Du bereits alles für sie gemacht hast und Sie sich nicht um Dich bemühen musste. Der Dorfdepp hingegen hatte ja schon viele Frauen gehabt und wenn er sich um das Mädel bemüht, dann fühlt sie sich noch geehrt, weil er ja so viele andere attraktive Frauen haben könnte, aber er sich statt dessen nur sie ausgesucht hat..... Ich hasse diese Dynamik!
Die Beichte muss sein, warum Du mit der Dorftussi so viel Zeit verbracht hast, ohne zum Zuge zu kommen. Aber die Fehler macht man in der Jugend nunmal.
Absolution erteilt!

27.06.2016, 12:23 Uhr     melden


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