Geschmolzene Schokolade

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Dummheit Peinlichkeit Ernährung

Ich (w/21) möchte beichten, dass ich heute im Zuge meiner unendlichen Naivität fast die Bude abgefackelt habe. Da mein Freund morgen Geburtstag hat, wollte ich ihm Plätzchen mit Schokoüberzug backen. Ihr denkt euch jetzt wahrscheinlich, ich hätte die leckeren Dinger im Ofen vergessen, aber nein, so war es nicht. Als es an die Schokogarnitur ging, dachte ich, man könne die Schokolade ja mal schnell in der Mikrowelle schmelzen, anstatt ein "aufwendiges" Wasserbad aufzusetzen. Gedacht, getan schmiss ich dann die Schokolade in meiner Lieblingsschüssel in die Mikrowelle und stellte den Timer auf fünf Minuten ein. Ich verließ die Küche und bemerkte kurz darauf einen seltsamen Geruch. Vor meinem Zimmer kam mir schon eine dicke Rauchschwade entgegen und meine Oma (direkt nebenan wohnend) kam schon panisch über den Hof gelaufen. Ich ignorierte den dramatischen Auftritt und versuchte noch zu retten, was zu retten war. Die Schokolade war natürlich völlig verbrannt und ich konnte alles wegschmeißen. Meine Lieblingsschüssel konnte ich aber noch retten. Positiv bei der ganzen Sache ist, dass ich mit meiner Aktion wenigstens meine Oma und meinen Bruder zum Lachen bringen konnte. Trotzdem sitze ich nun hier, rieche wie ein Hund, der sich im Kamin gewälzt hat, und beichte, dass ich mit 21 Jahren nicht in der Lage bin, Schokolade zu schmelzen und nicht auf den Trichter komme, Schokolade vielleicht besser nicht fünf Minuten lang in der Mikrowelle brutzeln zu lassen. Naja - Liebe macht bekanntlich dumm.

Beichthaus.com Beichte #00035951 vom 17.06.2015 um 20:22:48 Uhr (9 Kommentare).

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Raucher vs. Nichtraucher

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Aggression Engherzigkeit Sucht Gesellschaft Trier

Vor ein paar Tagen stand ich (w/20) auf dem Bussteig in Trier. Ein sanfter Wind wehte - in Richtung Straße und nicht in Richtung der anderen wartenden Fahrgäste - und ich suchte mir in der hintersten Ecke am Rande der Straße ein ruhiges Plätzchen, um eine Zigarette zu rauchen. So stand ich nun, im Einklang mit mir selbst und der Welt und fernab jeglicher Kinder, Hunde oder anderer Menschen da und rauchte genießerisch. Plötzlich hörte ich leises Getrappel, wie von Birkenstock-Sandalen! Ich warf einen Blick über die Schulter und sah eine mittelalte, etwas alternativ gekleidete Frau, die sich mir raschen Schritts näherte. Nichts Böses ahnend wandte ich mich wieder meiner Zigarette zu, als die Birkenstock-Frau vor mir auftauchte. Sie beäugte mich kritisch, sog ein paar Mal prüfend die Luft ein, hustete theatralisch und informierte mich darüber, dass ich sie vergiften würde, erbärmlich stinken würde und doch bitte sofort die Zigarette ausmachen und in den nächsten Aschenbecher werfen solle. Das alles in einem ätzend kreischenden Ton. Ich möchte beichten, dass ich meinen letzten Zug in ihre Richtung blies und ihr die Zigarette vor die Füße warf, sowie sie darauf hinwies - vielleicht etwas rüde - dass sie ihren Hintern doch vielleicht nicht unbedingt zu Rauchern, die sich extra separiert haben, hinbewegen sollte, wenn sie so viel Angst vor dem Rauch hätte. Es tut mir leid, ich hätte einfach wortlos weggehen sollen.

Beichthaus.com Beichte #00035934 vom 15.06.2015 um 17:05:59 Uhr in 54292 Trier (Bahnhofsplatz) (26 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Toilettenziege

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Engherzigkeit Falschheit Vandalismus Schule

Ich möchte beichten, dass ich früher immer mit Edding die Schultoilettenwände verschönerte. Ich war damals ein sehr stiller Mensch, bekam aber auch ziemlich viele Gerüchte und Lästereien mit. Ich war praktisch unsichtbar. Wenn ich etwas Pikantes über eine Person aufschnappte, schrieb ich es kurzerhand auf die hinterste WC-Wand der Mädels-Toilette der Aula. Dadurch habe ich viele Intrigen kreiert. Viele fragten sich, wer die "Toilettenziege" war, wie man mich nannte. Die Leute kamen regelmäßig zum Lesen dorthin. Am Ende der 9. Klasse war die komplette Kabine zugeschrieben. Irgendwann wurde es dann auch entfernt. Es flog allerdings nie auf. Das war fies, aber witzig.

Beichthaus.com Beichte #00035925 vom 14.06.2015 um 05:06:43 Uhr (5 Kommentare).

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Ihr jämmerlicher Ex

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Feigheit Falschheit Lügen Verrat München

Ich schreibe seit fast einem Jahr mit einem Mann den ich eigentlich nicht leiden kann. Es ist der Ex-Freund meiner besten Freundin, den sie im Juli 2012 übers Internet kennengelernt hatte und mit ihm acht Monate zusammen war, bevor sie sich im echten Leben trafen. Dort war er aber sehr komisch drauf, redete nur wirres Zeug und hat sie am Ende im Zug einfach geküsst. Sie wurde daraufhin wütend und brach den Kontakt ab. Jedoch fingen die beiden Ende 2013 wieder an zu schreiben und trafen sich im Februar 2014 erneut, jedoch nur als Freunde, sie hatte inzwischen einen neuen Freund der mit ihr zur Schule ging. Irgendwann schrieb er mich an - wir hatten schon damals, als sie noch mit ihm zusammen war, hin und wieder geschrieben.


Wir schrieben immer öfter und wollten uns auch treffen. Ich ging davon aus, dass er und meine beste Freundin mittlerweile wieder gut befreundet sind, er eigentlich nett und alles cool ist. Jedoch erzählte sie an Silvester, sie hätte sich nur aus Mitleid mit ihm getroffen und dass er nervig wie eh und je sei. Er hat eine ganz komische und zum Teil auch unheimliche Art, fragte dauernd, warum es mit den beiden damals nicht klappte und rief sie schon mehrmals an, weil er sich Geld leihen wollte! Jedoch schreibt er ihr noch manchmal und sie kriegt es nicht fertig, den Kontakt endgültig abzubrechen. Seitdem weiß ich, dass er im realen Leben ganz anders drauf ist und würde auch gerne den Kontakt abbrechen. Jedoch hat er im Oktober seine Ausbildung verloren, findet ums Verrecken nichts neues, hat zu Hause Probleme und es geht ihm nicht gut. Von daher habe ich ein schlechtes Gewissen und schreibe noch mit ihm. Wir wollten uns ja eigentlich mit meiner besten Freundin zu dritt treffen, damit ich ihn besser kennenlerne, aber das will sie nicht und ich nun auch nicht mehr. Ich wünsche mir einfach von ganzem Herzen, dass er bald eine neue Ausbildung und eine Freundin findet, glücklich wird und sich der Kontakt von allein im Sand verläuft.

Beichthaus.com Beichte #00035920 vom 13.06.2015 um 20:50:22 Uhr in 80336 München (Schillerstraße) (7 Kommentare).

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“Folge

Perfekte Partnerschaft mit Schattenseiten

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Schamlosigkeit Morallosigkeit Familie Partnerschaft

Ich möchte beichten, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit meiner Halbschwester verheiratet bin. Zugetragen hat sich die ganze Sache folgendermaßen: Mit 20 Jahren zog ich vom Land in die Stadt, zum Studium. Ich fand nicht gleich so den Anschluss, da ich zwar nicht direkt eigenbrötlerisch bin, aber dennoch ein ziemlicher Einzelkämpfer. In meiner WG wohnten außer mir nur Nerds, die ihre jeweiligen Zockerhöhlen so gut wie nie verließen. Einer meiner Mitbewohner war jedoch ein Fitnessfreak und Waffennarr, der, wenn er nicht gerade virtuelle Aliens, Zombies oder gegnerische Soldaten abknallte, beim MMA-Training oder im Fitti anzutreffen war. Aus reiner Langeweile und Neugier kam ich einfach mal zu einem Probetraining mit, und wider Erwarten gefiel es mir sowohl im Fitnessstudio als auch beim MMA ganz gut. Als ich nach zwei Jahren einen Nebenjob suchte, sprach mich mein Trainer in besagtem Fitnessstudio an, ob ich denn mit dort arbeiten wollen würde, um zum Beispiel den Anfängern die Geräte zu erklären, oder ihnen einfache Pläne auszuhändigen.


Natürlich sagte ich dazu nicht Nein, denn das war leicht verdientes Geld, und man lernte eine Menge hübsche Mädels kennen, mit denen sich ab und an etwas ergab. Eines Tages betrat eine wunderschöne junge Frau das Studio. Ihr Haar hatte denselben dunklen Braunton wie meines, ihre Statur war ähnlich der, die ich besaß, bevor ich regelmäßig trainierte, unsere Augenfarbe war ebenfalls das gleiche Braun, und wir hatten in etwa dieselbe Kopfform. Menschlich gesehen lagen wir voll auf einer Wellenlänge, sie studierte ebenfalls. Als wir dann noch herausfanden, dass wir ursprünglich aus derselben Gegend stammten, und daheim auch einige gemeinsame Bekannte hatten, war das natürlich ein weiterer Pluspunkt. Schließlich kamen wir fest zusammen. Die anderen Trainer nannten uns von Anfang an immer Brüderlein und Schwesterlein, weil wir uns so ähnlich sahen. Außerdem machten über unsere Herkunftsgegend bald einige Inzestwitze die Runde. Natürlich lachten wir nur darüber. In den Semesterferien fuhren wir nach Hause und stellten uns unseren jeweiligen Eltern vor. Meine Eltern freuten sich zwar zunächst für uns, aber als mein Vater ihren Nachnamen erfuhr, begann er unruhig auf seinem Stuhl hin- und herzurutschen und wurde recht schweigsam.


Bei ihren Eltern war es noch schlimmer. Ihr Vater war total entspannt, aber ihre Mutter war die Nervosität in Person. Sie verschüttete den Kaffee, vergaß öfter, was sie sagen wollte, und konnte mir nicht in die Augen sehen. Meine Freundin und ich fanden das alles schon recht komisch, dachten uns aber zunächst nichts dabei. Unsere Beziehung lief danach drei Jahre weiter vor sich hin, ihre Mutter gewöhnte sich an mich und war dann sogar recht nett zu mir und mein Vater war ebenfalls bald wesentlich entspannter in unserer Gegenwart. Nur wenn sich unsere Eltern trafen, herrschte stets eine seltsame Spannung. Eines Tages, im Urlaub, machte ich ihr einen Heiratsantrag. Sie sagte natürlich ja, und so luden wir unsere Eltern zum Essen ein, um das zu verkünden. Wieder herrschte eine seltsam angespannte Stimmung. Nach der Ankündigung verschwanden unsere jeweiligen Eltern recht schnell. Eine Woche später klingelte ihre Mutter bei uns an der Tür, total verheult im Gesicht, und trotz des Faktes, dass sie mit dem Auto unterwegs war, streng nach Alkohol riechend. Sie fragte meine Freundin schluchzend, ob wir denn jetzt auch Kinder wollten. Worauf sie wahrheitsgemäß antwortete, dass das derzeit nicht in Planung sei.


Nach einigem Rumgedruckse die Frage ihres Besuchs betreffend, rückte sie schließlich damit heraus, dass sie eine Affäre mit meinem Vater gehabt hatte, weil meine Mutter wohl nach meiner Geburt nicht mehr mit ihm schlafen wollte. Sie hatten sich kennengelernt, weil er ihr bei einer Autopanne geholfen hatte, waren mehrmals im Bett gelandet, und schließlich war sie schwanger. Ihr Mann hatte glücklicherweise nie Verdacht geschöpft. Wir sahen uns wohl jedoch so ähnlich, dass ihre Mutter das Schlimmste befürchten musste. Meine Freundin und ich entschieden uns jedoch gegen einen Test und für die Ehe, nachdem wir lange darüber geredet haben. Vernünftigerweise werden wir das mit den Kindern allerdings wohl lieber sein lassen. Auf der Hochzeit gab es übrigens gute Miene zum bösen Spiel, von beiden Seiten. Wir führen jetzt seit mehreren Jahren eine glückliche Ehe, von daher hat es sich wohl doch gelohnt.

Beichthaus.com Beichte #00035901 vom 11.06.2015 um 12:28:49 Uhr (15 Kommentare).

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