Ich habe Angst mein Leben zu verschwenden

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Verzweiflung Würzburg

Ich (m/18) habe vor einigen Wochen die allgemeine Hochschulreife erlangt und bin gerade an einem emotionalen und psychischen Tiefpunkt. Ich habe keine echten Probleme, es ist nur eine Sache, die mich seit längerer Zeit beschäftigt: Wohin wird mich mein Leben führen? Ich wünschte, da wäre mehr... Ich wünschte, mich würde in meiner Zukunft mehr als eine gute Arbeit, Frau und Kinder, ab und zu eine bisschen Zeit mit Freunden, da und hier mal Urlaub und letzten Endes der Tod erwarten. Wenn man es auf das Wesentliche reduziert, gehen doch die meisten Geschichten so aus. Doch was ist, wenn ich am Ende einen anderen Weg hätte einschlagen wollen? Ich bin kein religiöser Mensch und weiß, dass dieses Leben meine einzige Chance ist. Wie kann man sich da sicher sein, dass man mit seinen Entscheidungen richtig liegt?

Es ist alles so leer und vorhersehbar... Manchmal mache ich fragwürdige Dinge, um nur kurz aus dem langweiligen und absehbaren Leben, das ich führe, auszubrechen! Doch das gibt mir einen kurzzeitigen Kick, der wie ein Drogen-Trip schnell vorbeigeht und nach dem ich wieder im Hier und Jetzt sitze. Für manche Menschen mag mein Leben abwechslungsreich sein, aber irgendetwas fehlt. Ich fühle mich wie ein Gefangener in Platons Höhlengleichnis. Vielleicht übersehen ich etwas so Grundlegendes und radikal Wichtiges und bemerke es mein Leben lang nicht? Vielleicht ist mein Realitätsverständnis verzerrt? Ich weiß es nicht. Man ist so machtlos seinem eigenen Schicksal gegenüber und ich scheine irgendwie die einzige Person zu sein, die das versteht.

Beichthaus.com Beichte #00039999 vom 06.07.2017 um 22:17:17 Uhr in Würzburg (14 Kommentare).

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Die Essenz der menschlichen Dummheit

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Aggression Hass Gesellschaft Dummheit Games

Schon Overwatch gespielt? Vor einem Jahr war das echt ein super Spiel. Mittlerweile ist es dermaßen populär, dass man gut sieht, was für ein Abschaum sich im Netz tummelt. Kinder, die entweder zu dumm sind, um die Regeln zu begreifen, oder Kinder, die anderen Leuten […]
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Beichthaus.com Beichte #00039997 vom 06.07.2017 um 20:31:00 Uhr (7 Kommentare).

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“Beichte

Sind alle zu blöd für den Straßenverkehr?

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Zorn Selbstsucht Auto & Co. Hamburg

Ich (m/32) hasse das allgemeine Verhalten von Menschen im Straßenverkehr. Egal ob ich als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer unterwegs bin, laufend ist man von rücksichtslosen Idioten umgeben. Als Autofahrer muss ich aufpassen, dass mir in der Stadt trotz roter Ampel keine Leute vor das Auto laufen, muss beim Reißverschlussverfahren zwei Leute vorlassen, weil einer wieder cleverer ist als die anderen und massiv drängelt und muss auf Radfahrer achten, die ich nach fünf Minuten Schleichen endlich überholen konnte, damit die an der nächsten Ampel sich rechts an mir vorbeiquetschen. Als Radfahrer darf ich alle zwei Wochen meine Bremsen testen, weil Autofahrer nicht auf Radfahrer achten (trotz hervorragend einsehbarer Wege und Radfahrerampeln), muss den Nichtsmerkern ausweichen, die trotz vier Meter Fußweg plötzlich auf den einen Meter Radweg laufen müssen (ohne zu schauen selbstverständlich) und werde von der Straße gedrängt, in welcher Radfahrer von beiden Richtungen vorsichtig einfahren dürfen (weil die Autofahrer keine Schilder lesen).

Als Fußgänger muss ich am besten neonfarbene Klamotten tragen, zu jeder Zeit, weil Rechtsabbieger keine fünf Sekunden warten können, muss Radfahrern ausweichen die auf der falschen Straßenseite auf dem Bürgersteig fahren (was übrigens eine Ordnungswidrigkeit ist) und muss auch den Nichtsmerkern ausweichen, weil die an mir vorbeirennen und dann direkt vor mir stehen bleiben. Nicht selten kommt es dann zu einem verbalen Schlagabtausch, weil ich beim 50. Vorfall am Tag irgendwann dann nicht mehr ruhig bleiben will. Drei Mal in den vergangenen Monaten wurde es etwas heftiger, einmal habe ich die Polizei gerufen (da hat mich ein Autofahrer in die parkenden Autos abgedrängt, weil er meinte, ich dürfte gar nicht auf der Straße in diese Richtung fahren - steht aber überall Radfahrer dürfen in die Einbahnstraße). Auf meinen Hinweis hin, dass ich ihm sogar Platz gemacht habe und er dann meinte, er wolle mich anzeigen, hat es mir gereicht. Ende vom Lied war eine Anzeige gegen ihn, u. A. wegen Nötigung und Sachbeschädigung.

Beim zweiten Vorfall habe ich einen Kerl umgefahren, weil ich absolut nicht bremsen konnte (mit dem Fahrrad), dabei war ich nicht mal schnell unterwegs. Der Depp hat aber nur auf sein Telefon gestarrt und nicht auf den Weg geachtet. Ich habe mich nicht entschuldigt, sondern ihn angepöbelt und er ist kleinlaut abgehauen. Der dritte Vorfall ist mein Highlight. Ein Autofahrer, der auf sein Telefon guckt und mich beinahe umfährt. Seine Erklärung, er wolle da ja nur kurz halten (auf einem Zebrastreifen) weil er Pokemon Go spielt und ich hätte ja aufpassen sollen, war dann zu viel an dem Tag. Ich hatte ihm beim Ausweichen schon versehentlich den Seitenspiegel abgerissen und habe mich dann dazu hinreißen lassen, ihm zu drohen. Er wollte dann die Polizei rufen, aber hat dann gemerkt, dass er den Mist gebaut hat und ist doch lieber schnell abgehauen.

Egal was ich mache, egal welche Routen ich nehme, ich muss immer mit der Dummheit anderer rechnen und ich kann jeden verstehen, der dadurch ein Aggressionsproblem bekommt. Davon bin ich noch weit entfernt, aber wenn sich die Vorfälle weiter häufen, hilft auch das tiefe Durchatmen nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00039988 vom 05.07.2017 um 11:05:13 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

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Traumberuf: Verkäufer im Sexshop

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Masturbation Schamlosigkeit Shopping Hamburg

Traumberuf: Verkäufer im Sexshop
Ich habe vor ein paar Jahren in einem Sexshop gearbeitet, der eigentlich dem Vater eines guten Kumpels gehört. Der Laden hatte standortbedingt immer bis spät in die Nacht geöffnet. Ein Mal kam kurz vor Ladenschluss eine gut angetrunkene junge Dame in den Laden und schaute sich das Sortiment an Dildos und Vibratoren an. Nachdem sie einen Vibrator eine Weile begutachtet hatte, sagte ich zu ihr aus Spaß und mit einem Augenzwinkern, dass sie ihn gerne vor dem Kauf noch testen könne. Sie lachte und kicherte.

Sie fragte mich, wo sie das Ding denn HIER testen solle. Ich merkte, dass sie die Aufforderung zum testen wahrscheinlich alkoholbedingt komplett falsch verstanden hatte und sagte mit einem Lachen, dass hinter meinem Tresen genug Platz sei. Tatsächlich stiefelte sie los, packte das Ding aus und setzte die Batterien ein. Dann zog sie sich die Hose und ihren Schlüppi aus und führte sich den Vibrator tatsächlich breitbeinig stehend ein. Ich sagte einfach gar nichts und löste das Missverständnis auch nicht auf, denn normalerweise dürfen die Toys aus Hygienegründen nicht mal aus der Verpackung genommen werden. Sie kaufte den Vibrator und bekam von mir 25 Prozent Rabatt. Ich beichte hiermit, dass ich ein Missverständnis mit einer betrunkenen Lady nicht aufgelöst habe, nur um mich an dem Anblick zu ergötzen.

Beichthaus.com Beichte #00039985 vom 05.07.2017 um 09:39:48 Uhr in Hamburg (7 Kommentare).

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“35.000

“Folge

10 Stunden Arbeit am Tag für eine kleine Wohnung

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Vorurteile Zwang Engherzigkeit Neugier Nachbarn

Meine Frau und ich führen eine sehr glückliche Ehe, wir haben einen wunderbaren Sohn (4) und haben uns durch konstante Arbeit und stetige Weiterbildungen hochgearbeitet, damit wir finanziellen Spielraum haben. Wir haben praktisch keine Geldsorgen und obwohl ab und an die Fetzen fliegen, geht es uns allen einfach gut. So kam es, dass wir uns entschieden hatten, unser altes Haus abreißen zu lassen, um neuzubauen. Dies zog nach sich, dass wir für ca. 1,5 Jahre eine temporäre Wohnung suchen und wegen dem Schritt vom bisherigen Haus zur Wohnung viele Möbel einlagern mussten und mit Kind von ehemals ca. 200qm in 65qm umgezogen sind. Für mich eine ganz neue Situation, da ich vorher noch nie in Mehrparteienhäusern bzw. Wohnungen gelebt hatte. Das Haus hat vier Wohneinheiten, zwei rechts und zwei links. Wir wohnen links. Die Nachbarn auf der rechten Seite sind gleichzeitig Eigentümer. Unser Vermieter ist der Bruder des Eigentümers und liegt mit dieser Partei im Streit.

Nach unserem Einzug fing alles damit an, dass sich diese Partei bei der Hausverwaltung über uns beschwert hat, weil wir uns nicht vorgestellt hätten. Man muss anmerken, dass ich mich beim Mann im Hausflur durchaus vorgestellt hatte und ich abends häufig erst nach 19.30 Uhr nach Hause komme und dann nicht mehr dort klingeln wollte. Als nächstes war die Putzordnung für das Treppenhaus noch abzuklären. Da meine Frau die Partei nicht angetroffen hatte, hat meine Frau am Tag nach dem Einzug das Treppenhaus "außerplanmäßig" geputzt, damit es keinen Streit gibt. Tags darauf klingelte die Partei bei uns und und machte uns jungen Leuten mit schroffen Ton klar, dass die Putzordnung noch abzuklären sei. Als meine Frau sich dann mit der Partei einig wurde, dachten wir, es sei alles so weit geklärt. Wir wollten kein Theater für die kurze Zeit, die wir dort wohnen würden. Später am selben Abend klingelte es erneut und es war der männliche Part der Nachbarn, er zeigte meiner Frau einen dreckigen Putzlappen und sagte sinngemäß, dass es ja nicht sein kann, dass sie vor zwei Tagen dort geputzt hätte. Leider stand ich unter der Dusche und bekam davon nichts mit, sonst wäre ich dort wahrscheinlich ausgerastet.

Im Laufe der Zeit kamen noch andere Dinge hinzu. Im Besonderen, dass unser Müll in den Gemeinschaftstonnen durchsucht wird und diese Partei, die in keiner Weise für unsere Haushälfte bzw. Wohneinheit zuständig ist, denkt die Herrschaft über das ganze Haus zu haben. Uns wurde vorgeworfen, dass die Wohnung für zwei Personen mit Kind zu klein sei. Ich muss anmerken, dass unser Sohn natürlich ein eigenes Zimmer hat und wir das wirklich großzügige Wohnzimmer auch als Schlafzimmer nutzen (Bettcouch). Temporär passt das für uns und die Hausverwaltung hat gesagt, dass es überhaupt kein Problem sei. In der Anfangszeit habe ich immer gute Miene gemacht, war stets fröhlich und höflich trotz langer Arbeit (was scheinbar auch ein Problem ist). Meiner Frau macht die Situation zu schaffen, aber jetzt nochmal für ein paar Monate umzuziehen, möchte sie natürlich nicht riskieren. Mir ist das mittlerweile total egal, im Gegenteil lege ich es darauf an und mache mir einen Spaß daraus, sodass die Partei scheinbar denkt, dass wir jung und perspektivlos sind, weil wir mit drei Personen in der kleinen Wohnung leben und 10 Stunden am Tag arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen.

Es fühlt sich einfach gut an, immer einen draufzusetzen und diesen Leuten zu zeigen "wie schwer man es hat", obwohl es völliger Unsinn ist. Heute Morgen musste ich mein armes Kind ohne Rucksack in den Kiga schicken, es reicht einfach hinten und vorne nicht bei uns (der Rucksack war bei der Oma). Ich beichte, dass ich meiner Frau zuliebe weiterhin diplomatisch sein müsste, aber die Überlegenheit unserer Situation zum Vorteil nutze um den Nachbarn eins auszuwischen, weil es sich einfach gut anfühlt.

Beichthaus.com Beichte #00039982 vom 03.07.2017 um 18:46:49 Uhr (13 Kommentare).

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