Mein Leben wird von der Spielsucht beherrscht!

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Sucht Zwang Maßlosigkeit Verschwendung Göttingen

Ich (m/28) habe ein ziemlich großes Problem mit meiner Spielsucht. Anfangs war es nur meinen Lohn, den ich monatlich verhauen habe, dann war ich so dumm und habe einen 50.000-Euro-Kredit aufgenommen. Den habe ich damals auch bekommen, weil ich zu der Zeit noch eine feste Anstellung hatte und keinen Schufa-Eintrag. Die 50.000 Euro waren innerhalb eines Monat weg, in der Spielbank geht das schnell. Wurde entlassen, weil ich zwei Wochen lang nicht zur Arbeit ging, sondern lieber zockte. Als ich kein Geld mehr hatte, wurde ich auch kriminell, habe Diebstahl begangen und Dokumente gefälscht, um an Geld zu kommen. Wollte mir Hilfe suchen, aber auf einen Therapieplatz hätte ich mindestens 12 Monate warten müssen. Diese Hallen sind überall, man kann ihnen ja gar nicht aus dem Weg gehen. Im Internet wird man bombadiert mit Online-Casinos. Ich sitze schon wieder ohne Geld da und überlege krampfhaft, wo ich die Kohle herbekomme, damit ich heute Abend in die Spielo kann.

Beichthaus.com Beichte #00040076 vom 22.07.2017 um 15:37:09 Uhr in Göttingen (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte

Kommentare der Beichthaus-Bewohner

Deadlef aus Koblenz, Deutschland

Wie wird man 50k in einem Monat los? Was hast du denn gespielt und welche Stakes?

23.07.2017, 21:48 Uhr     melden


Menace aus Deutschland

Ohne Witz, Glücksspiel sollte illegal sein. Der Staat verdient sich einen goldenen Arsch damit und für Nutzer kann es alles zerstören. Familie, Psyche, Besitz.

23.07.2017, 21:52 Uhr     melden


carassi

Und wie bei der prohibition würde das nicht funktionieren menace. Davon ab ist Alkohol in der Hinsicht gefährlicher und weiter verbreitet.

Beichter, wenn du wirklich aufhören willst, such dir ne shg. Das geht instant. Suchtkliniken haben meist deutlich kürzere Wartezeiten, private Therapien auch (Kostenübernahme muss man beantragen, geht aber). Es gibt nen Spruch: wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Findest du Wege oder Gründe?

24.07.2017, 00:33 Uhr     melden


drallfatz

Immer die selbe Leier. "... Therapieplatz hätte ich mindestens 12 Monate warten müssen". Laß mich raten: Weil das so unglaublich ungerecht ist, machst du erstmal zwei Jahre gar nix. Loser.

24.07.2017, 01:15 Uhr     melden


Andy-Spin

Digga. Ich habe diesen Alptraum selber hinter mir. Gefühlte Tausende Abstinenzzeiten und Rückfälle innerhalb von 6 Jahren. Bin jetzt selber 27. Bei mir sind es insgesamt 25k-30k€ draufgegangen in der Zeit und 5K. innerhalb von 1 Monat. Weg davon gekommen bin ich allerdings nur durch eine Ambulante Reha, eine stationäre Reha, mein ADHS wurde endlich seit der Kindheit neu anerkannt und Metyhlpenidad verschrieben bekommen und ich habe meine Lebenspartnerin kennengelernt.
Damit will ich sagen, dass du definitiv die Hintergründe deiner Sucht suchen musst mit Hilfe. Und dann Vollgas. Da kommt so gut wie niemand aus eigener Kraft raus. Also gib ALLES Bro.

24.07.2017, 08:05 Uhr     melden


Geezus

Ich glaube du bist einer von X-tausenden,die auf blinkende Lichter und Sonderspiele abfahren,wobei bei dir sicherlich der Kick von höheren Einsätzen dich in Schwierigkeiten gebracht haben.Jeder braucht seinen Cookie,aber was mich z.B. völlig kalt läßt,sei es Spielautomaten oder ähnliches,löst bei dir garantiert ein ganz anderes Verhalten aus.Wenn ich mal rechne,hast du bei 50.000€ im Monat,ca.1600-1700€ pro Tag verballert und hast dabei wieviel gewonnen?Natürlich unter dem Strich GAR NICHTS!Du kannst nur verlieren,das ist dein Problem,welches du nicht erkennst!Du gehst mit deiner Kohle rein und ohne wieder raus!Das ist der ganze Trick einer Spielbank.Vielleicht kann Hypnose da helfen,was beim Rauchen aufhören klappt,könnte auch bei Spielsucht eine Möglichkeit sein?

24.07.2017, 09:46 Uhr     melden





Menace aus Deutschland

@Carassi
Ich weiß meine Liebe, traurig aber wahr. Im Land meiner Frau ist Glücksspiel illegal, da wird der ganze Scheiß dann trotzdem gemacht, Hahnenkämpfe, Sportwetten, illegale Casinos... Das macht man dann nicht in einem Laden sondern an geheimen Orten und Polizisten werden ein bisschen bestochen. Was mir aber wirklich missfällt ist, dass Glücksspiel in Deutschland so heftig gefördert wird. Ständig in der Werbung, auf jeder Internetseite. Als ist es gewollt, dass jeder seine Kohle dafür rauswirft.

24.07.2017, 09:47 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Carassi was du sagst stimmt nicht. Ich habe da Erfahrung. Wer nicht geschlossen in die Klapse will, bekommt nix.

24.07.2017, 10:10 Uhr     melden


carassi

Durchaus richtig menace, aber bei Alkohol auch nicht anders. Keine werbepause im Fernsehen ohne Bier oder Sekt.

Truth, Wartezeiten bei therapieeinrichtungen hängen von vielem ab, unter anderem davon, in welchem Bereich man sucht (Depression zb hat sehr lange Wartezeiten, bei Sucht sind sie oft deutlich kürzer) und wie flexibel man in Sachen Ort ist (und da sind süchtige, die ne langzeittherapie suchen, meist sehr flexibel, weil das eh stationär ist und die Menschen wissen, dass sie um ihr Leben kämpfen).
Der Rekord im Bekanntenkreis war Wartezeit von 4 Tagen, vom Entzug direkt in die klinik, da ging es um Alkohol.

24.07.2017, 10:56 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Ok gebe zu, bei mir wars was anderes und örtlich leider nicht flexibel damals weil ich Arbeit und sowas hatte, also halbwegs im Leben war.

24.07.2017, 11:01 Uhr     melden


Vicco aus Deutschland

Mit verlaub, ich verstehe nicht, wie man offenen Auges in eine Sucht rennen kann. Ich bin selbst stark suchtgefährdet, und bis jetzt bin ich noch keiner Sucht verfallen...! Außer vielleicht der Sucht hier auf Beichthaus jeden Scheiß zu kommentieren. Oh Gott... Ich brauche Hilfe...! Beichthaus hat mein Leben zerstört!

24.07.2017, 11:39 Uhr     melden


Andy-Spin

@Vicco. Wie kannst du denn wissen dass du stark suchtgefährdet bist, wenn du Scheinbar noch nicht einer einzigen Sucht verfallen bist. Das hebt sich gegenseitig auf.

24.07.2017, 12:27 Uhr     melden


carassi

Oh das gibt es Andy. Das trifft auf mich auch zu.
Es gibt eine genetische Veranlagung zur Sucht und da ich relativ viele süchtige in der Familie habe, hab ich die wahrscheinlich. Dazu bin ich sehr begeisterungsfähig und hab wenig Zurückhaltung oder selbstbeherrschung, wenn ich etwas toll finde. Ne Chipstüte mache ich dir in 10 Minuten leer. Ich hab lediglich das Glück, dass ich Alkohol, Nikotin und sonstige Drogen abstoßend finde und für Glücksspiel zu gut in Mathe bin. Ein weiterer Risikofaktor ist das aufwachsen mit einem trinkenen Vorbild, zb Vater oder Mutter.
Das Problem ist dabei, das merken die meisten Menschen viel zu spät. Und wer betrachtet sich selbst schon gern als suchtgefährdet.

Truth, das, was man beim süchtigen als Tiefpunkt bezeichnet, ist schlicht Angst um das eigene Leben, in der einen oder anderen Definition von Leben (finanziell, familiär, beruflich, gesundheitlich,..). Denen ist in aller Regel egal, ob sie im Leben stehen. Alles ausser clean werden ist da nachrangig, und ich meine wirklich alles.

24.07.2017, 16:50 Uhr     melden


Truth666 aus Saarland, Deutschland

Bei mir wars PTSD. Mit Sucht hatte ich nie was am Hut.

24.07.2017, 17:11 Uhr     melden


Menace aus Deutschland

Vicco du bist eindeutig süchtig nach Titten, hör doch auf zu lügen, dass du keiner Sucht verfallen bist, haha.

Carassi, ist nicht so ziemlich jeder Suchtaffin? Ich glaube nur, dass jeder etwas anderes hat wovon er schnell abhängig wird, also etwas wofür man sich begeistern kann bzw. Leidenschaft für entwickelt.

24.07.2017, 17:15 Uhr     melden


SonGoten

Die ganzen Kommentare hier..bah
Als ob es so einfach wäre.
Hast du ein Alkoholproblem ? Trink halt einfach keinen mehr
Bist du Nikotinsüchtig? Rauch halt einfach keine mehr
Bist du Spielsüchtig ? Dann spiel halt einfach nicht mehr.
Typische Standardsätze, hauptsache was gesagt aber keine Ahnung vom Leben.

Die ganzen Drogen und Spielsüchtigen werden gaaanz weit weg geschoben, sind nicht mein Problem. Aber wehe, jemand bricht in mein Haus ein um sich Geld fürs zocken zu besorgen..dann ist es plötzlich doch mein Problem und der Aufschrei ist groß.

Aber es muss immer erst was passieren. Prävention gibt es ja nicht. Da muss der Überfall erst geschehen sein, das Kind muss erst missbrauch worden sein, bevor was passiert. Und dann gehts ganz schnell komischerweise.

Vorbeugung? Kein Geld
Strafverfolgung? Mit der vollen Härte des Rechtstaates.
Armes, armes....ach du armes Land.

24.07.2017, 19:10 Uhr     melden


Mrslaciny aus Braunschweig , Deutschland

ouhmäään Leben wortwörtlich gegen die Wand gefahren und für was? Es ist leider eine Krankheit...die dein Leben einnimmt und dich Sachen tun lässt, die du eigentlich nicht machen möchtest...aber das war es doch nicht wert...und mittlerweile müsstest du aus dem ganzen Mist gelernt haben..es müsste doch Notfall Kliniken geben... melde dich für einen Platz an und gib nicht auf und suche dir einen Psychologen der dich bis dahin therapiert..so einen Fall habe ich auch in meinen Umfeld... der mich und andere Menschen sehr stark gefährdet hat und fast obdachlos gemacht hätte...ignoriere diese sucht nicht und lass dich nicht weiter kontrollieren...nimm das Problem in Angriff und beseitige Stück für Stück die Probleme aus deinen Leben.... das ist nicht das Ende. Es wird leider sehr viel Zeit brauchen, Kraft, Zeit und Leid...solange natürlich dein Wille da ist.. alles gute für dich..

26.07.2017, 03:50 Uhr     melden


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