Verpasste Hochzeitseinladung

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Engherzigkeit Falschheit Ignoranz Hopsten

Ich beichte, dass ich zwei meiner ehemaligen Schulfreunde nicht zu meiner Hochzeit einladen werde, obwohl sie fest mit einer Einladung rechnen. Warum? Ganz einfach. Freundschaft ist für mich keine Einbahnstraße und diese beiden Herrschaften sind die Einzigen, von denen man das ganze Jahr nichts hört. Auch, wenn man sich bei ihnen meldet, obwohl sie außer Zocken und Gammeln nichts zu tun haben. Ab und zu sehen wir uns bei Treffen der alten Clique, die aber auch immer von mir und den anderen initialisiert werden. Die Zeiten ändern sich. Leidtut es mir nur um unsere Freundschaft. Ich finde es einfach nur dreist, dass jemand, der nicht einmal auf Mails reagiert, denkt, einen Anspruch auf eine Hochzeitseinladung zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00032058 vom 16.10.2013 um 10:44:18 Uhr in Hopsten (12 Kommentare).

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Der Pfützen-Raser

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Morallosigkeit Waghalsigkeit Engherzigkeit Feigheit Auto & Co.

Ich (m/25) hatte vor ein paar Jahren einen Job, bei dem es gelegentlich auch erforderlich war, mit dem Firmenwagen Botengänge zu erledigen. Der Winter ging gerade zu Ende und recht ordentliche Mengen Schnee tauten, wodurch sich große Mengen Wasser in einer Senke vor der Firma gesammelt hatten. An einem Tag kam mein Chef zu mir - die Spätschicht hatte gerade angefangen - und hat mich damit beauftragt, eine eilige Fahrt zu machen. Also setzte ich mich in den Firmenwagen und in meiner jugendlichen Sorglosigkeit habe ich auch gleich Vollgas gegeben. Deshalb hatte ich auch knapp zwanzig Sachen mehr drauf, als erlaubt, als ich mich der Senke näherte. Leider sah ich dank meiner überhöhten Geschwindigkeit den Rollstuhlfahrer nicht, der sich gerade neben der Pfütze befand. Zum Bremsen war es zu spät, deshalb konnte ich nur noch zusehen, wie sich die Wassermassen unter meinen Reifen aufbäumten und ihn übergossen. Ich weiß nicht, wie kalt das Wasser war, ich vermute, dass es vielleicht fünf Grad waren, aber ich konnte auch nicht anhalten. Die Polizeiwache war nämlich in der Nähe und mit meinem damaligen Drogenkonsum hätte ich mit Sicherheit ein großes Problem gehabt.


Zu meinem Entsetzen konnte ich eine viertel Stunde später, als ich auf dem Rückweg war, sehen, dass sich Polizisten um den armen Mann kümmerten. Leider war die Gefahr, erkannt zu werden, sehr hoch, denn der Firmenparkplatz war vielleicht dreißig Meter entfernt. Also habe ich mich kaltblütig dazu entschlossen, meine Geschwindigkeit einfach unter die erlaubten dreißig Sachen zu senken, und ordentlich am "Ort des Verbrechens" vorbeizufahren. Ich warf einen Blick auf die ganze Sache, was ich zuvor ja nicht konnte und parkte mein Auto dann neben den anderen, baugleichen Firmenwagen. Dann bin ich seelenruhig ins Gebäude geschlendert und habe mir die Sache aus dem Warmen weiter angeschaut. Es ist nur nicht mehr viel passiert - der Rollstuhlfahrer wurde dann noch von einem Krankenwagen abgeholt und sicherlich gut versorgt. Diese Geschichte war leider nur die Spitze meiner "Jugendsünden", aber es tat sehr gut, das niederzuschreiben. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032044 vom 13.10.2013 um 21:46:10 Uhr (7 Kommentare).

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Mein erlogenes Leben

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Betrug Lügen Falschheit Engherzigkeit Internet

Ich (w) beichte, dass ich in einem bekannten Forum zu einigen Userinnen näheren Kontakt habe. Also wir kommunizieren auch über einen bekannten Messenger, teilweise auch über das Handy. Allerdings lüge ich ihnen mein komplettes Leben vor - einfach nur, weil es mir Spaß macht. Ich erfinde jede Kleinigkeit, die ich ihnen erzähle, und habe deshalb manchmal auch ein schlechtes Gewissen. Ich will es aber auch nicht zugeben, da ich diese Personen eigentlich sehr gerne mag. Das Ganze geht inzwischen fast ein Jahr, und ich frage mich, wie lange ich das noch weitermachen werde.

Beichthaus.com Beichte #00032042 vom 13.10.2013 um 19:56:02 Uhr (7 Kommentare).

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Die Verräterin

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Lügen Engherzigkeit Verrat Fremdgehen

Kurz und knapp: Meine beste Freundin hat mir gestanden, dass sie ihren Mann betrügt. Sie verlangte tatsächlich von mir, für sie zu lügen und niemandem etwas zu sagen. Normalerweise finde ich so etwas selbstverständlich, nicht aber, wenn es darum geht, dass andere Menschen, die ich zudem noch gut kenne, hintergangen werden. Freundschaft hin oder her. Moralisch gesehen steckte ich ohnehin in einem Dilemma, aber Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit haben die oberste Priorität in meinem Leben. Und nichts finde ich schlimmer, als zu wissen, dass jemanden betrogen wird. Ich bat sie also, ihrem Mann zu sagen, dass sie eine Affäre hat - doch als sie es nach einer gewissen Zeit immer noch nicht gestanden hatte, legte ich die Karten auf den Tisch. Ich sagte ihm so schonend wie möglich, was Sache war, und natürlich hat meine beste Freundin mir daraufhin die Freundschaft gekündigt und brach den Kontakt ab. Ich glaube dennoch, dass es richtig war. Ihr Mann war mir dankbar, dass ich so ehrlich war, sonst wäre ihre Affäre noch länger unentdeckt weitergegangen. Bin ich jetzt eine Verräterin?

Beichthaus.com Beichte #00032040 vom 12.10.2013 um 15:58:41 Uhr (45 Kommentare).

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“Beichte

Meine Freundin mit Depressionen

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Selbstverletzung Engherzigkeit Verzweiflung Partnerschaft

Meine Freundin (23) und ich (25) sind nun seit fast drei Jahren zusammen. Leider ist es mit ihr nicht immer einfach. Sie ist psychisch krank, was sich durch heftige Schübe von Depressionen und Magersucht äußert. In den guten Zeiten nimmt sie zu, ist fröhlich, schafft ihr Pensum an der Uni und geht aus. Aber wenn die schlechten Zeiten kommen, wird es zu einer fast unerträglichen Tortur, mit ihr zusammen zu sein. Dann beißt sie sich an mir fest, klebt quasi an mir wie ein siamesischer Zwilling, vermutet hinter allem etwas Böses und ist sogar sauer, wenn ich zur Arbeit gehe. In diesen Zeiten ist sie wie ein anderer Mensch. Kaum noch fähig, eine vernünftige Unterhaltung zu führen. Quasi völlig bestimmt von ihrer Krankheit. Sie hungert sich die Kilos runter, die sie gerade erst mühselig zugenommen hat, und glaubt anscheinend wirklich, dass ich ihr noch abkaufe, dass sie vorher schon gegessen hat, wenn wir uns sehen. Tag und Nacht muss ich dann bei ihr sein, weil sie das einerseits so will und sonst ständig anrufen und weinen würde und weil ich mir andererseits extreme Sorgen mache, dass ihr etwas passiert.

Aber ehrlich gesagt kann ich nicht mehr. Ich ertrage es nicht mehr, zuzusehen, wie sie sich selbst hasst und zerstört. Ich ertrage es nicht mehr, jeden Tag befürchten zu müssen, dass es ihr wieder schlechter geht, oder dass sie sich etwas angetan hat. Ich ertrage es nicht mehr, ihr über den Körper zu streicheln und jeden einzelnen Knochen und die dicken Narben zu spüren. Jedes Mal, wenn ich sie in die Klinik bringen muss, bin ich fast erleichtert, dass ich mal ein bisschen Ruhe habe. Vielleicht ist es herzlos und vielleicht bin ich ein riesiges Arschloch, aber ich kann und will mir das nicht mehr antun. Ich sehe quasi, wie sie tagtäglich ein bisschen mehr stirbt und das belastet mich mittlerweile so sehr, dass ich selbst in psychologischer Behandlung bin. Momentan ist sie wieder in der Klinik. Dieses Mal ist es sogar so schlimm, dass die sie zwangsernähren mussten. Ich bin gestern fast zusammengebrochen, als sie mich zum hundertsten Mal angebettelt hat, sie wieder mit nach Hause zu nehmen. Ich werde sie verlassen und hoffe, es ist ein halbwegs guter Zeitpunkt, da sie dort ja permanent unter Beobachtung steht und psychologisch betreut wird. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032036 vom 10.10.2013 um 23:13:27 Uhr (31 Kommentare).

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