Pöbel

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Zorn Hochmut Eitelkeit Vorurteile Studentenleben Dortmund

Pöbel
Kürzlich stand ich (25/Studentin) an einer U-Bahn-Haltestelle und wurde, warum auch immer, von einer umherstreunenden Herde prolliger Teenagermädels blöde angepöbelt. Von wegen: Ich sähe aus wie Barbie, was ich denn mit dem Aktenordner wolle, ob ich mit dem dicken Buch (im Übrigen Volkswirtschaftslehre - schaute aus der Tasche) auf Schlaumachen wolle und so weiter. Ich habe kurz überlegt, das Geschwätz zu ignorieren - aber nein. Ich drehte mich also um und sagte sinngemäß: "Ich mache nicht auf intelligent - ich bin es. Im Gegensatz zu euch, haben mir meine Eltern - die übrigens keine asozialen Säufer und Hartz-IV-Empfänger sind - eine vernünftige Schulbildung ermöglicht. Deshalb gehe ich jetzt studieren, damit ich minderbemitteltem, hässlichem und schlecht gekleidetem Pack wie Euch später mal mit einem Lächeln im Gesicht befehlen kann, meine Wohnung zu putzen." Sie haben etwas perplex geschaut und trollten sich tatsächlich - ich hatte eher mit weiterem Gepöbel gerechnet. Ich fürchte, ich habe den Mädels ein Stück Hoffnung genommen und es tut mir im Nachhinein irgendwie leid.

Beichthaus.com Beichte #00028450 vom 30.12.2010 um 23:14:20 Uhr in Dortmund (122 Kommentare).

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Falsche Haltestelle

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Bahn & Co. Studentenleben

Am Anfang des Wintersemesters, bin ich mit dem Bus nach Hause gefahren. Mir gegenüber saßen zwei Hippiemädchen. Aus ihrem Gespräch habe ich entnommen, dass sie wohl neu in der Stadt sein mussten und unterwegs zur nächsten Vorlesung waren. Ich habe gewusst, wo die beiden aussteigen mussten. Dennoch habe ich ihnen nicht gesagt, dass der Bus wegen Straßenbaumaßnahmen, einen etwas anderen Weg fuhr. Da die Haltestellenansage nicht angepasst war, sind die beiden also falsch ausgestiegen. Ich beichte, dass die beiden wegen mir wahrscheinlich eine gute halbe Stunde zu spät zur Vorlesung kamen. Jedenfalls war dies meine Absicht. Ich dachte mir einfach, dass ihre Kommilitonen und der Dozent froh sein würden, wenigstens mal für ein paar Minuten von diesem Lisa-Simpson-Geschnatter verschont zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00028449 vom 30.12.2010 um 20:09:31 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein


Geschirrspüler Streit

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Gewalt Aggression Zorn Partnerschaft Sport Ergersheim

Geschirrspüler Streit
Ich weiß, das klingt jetzt hart, aber ich möchte beichten, dass ich meine Freundin krankenhausreif geschlagen habe. Dazu muss man wissen, dass sie seit knapp zehn Jahren Muay Thai macht und generell viel Aggressionspotential hat. Sie hat auch schon zwei Anzeigen wegen Körperverletzung kassiert. Letzte Woche gab es bei uns einen Streit darüber, wer den Geschirrspüler ausräumt. In der Regel mache ich das, aber ich hatte keine Zeit und es daher vor mir hergeschoben, was sie so richtig auf die Palme gebracht hat. Sie kam gerade vom Training und schrie beim Anblick des unausgeräumten Geschirrspülers herum wie eine Irre, dann verpasste sie mir unvermittelt einen geraden Schlag ins Gesicht und hinterher gleich noch einen Kick. Ich war total geschockt und blutete wie ein Schwein aus zwei richtig schönen Platzwunden, als ich mich wieder aufrappelte. Sie stand derweil in Grundstellung und machte Anstalten mich noch einmal zu schlagen. Ich sah im wahrsten Sinne des Wortes rot, wich ihrem Schlag aus und schlug zweimal hart und schnell zurück. Damit hatte sie wohl nicht gerechnet, denn ich landete leider zwei Volltreffer. Sie fiel mit dem Kopf auf die Kante der Arbeitsplatte in der Küche und hat jetzt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, außerdem hat sie mich wegen häuslicher Gewalt und Körperverletzung angezeigt. Die ganze Aktion tut mir unendlich Leid, aber ich weiß nicht, wie weit sie noch gegangen wäre, wenn ich mich nicht gewehrt hätte. Ihr Trainer hat auch schon angerufen und mir gedroht, dass er mich fertig macht, das kann echt noch heiter werden.

Beichthaus.com Beichte #00028368 vom 05.12.2010 um 12:00:42 Uhr in Ergersheim (75 Kommentare).

Gebeichtet von teebalken
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Unbespielbarkeit des Platzes

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Vandalismus Selbstsucht Sport Gütersloh

Ich spielte damals als 21-jähriger in einer Kreisliga-A-Mannschaft und war, ohne Übertreibung, ein ganz guter Spieler. Dummerweise war ich vor unserem wichtigen Derby am Knie verletzt. Ich war sehr enttäuscht, wütend und mit Gott und der Welt am hadern. Doch nach langem überlegen kam mir eine Idee und hier beichte ich sie zum ersten mal. In der Nacht vor dem großen Spiel, habe ich trotz schmerzendem Knie schwer gearbeitet. Ich bin zu unserem Sportplatz und dort in den angrenzenden Wald. Da habe ich Äste und alles was ich sonst noch brauchen konnte gesammelt. Mit diesen Utensilien habe ich wie ein Biber den Bach neben unserem Sportplatz gestaut und mit Erde und Grasplaggen verfestigt. Nach getaner Arbeit bin ich dann nach Hause und habe mich ins Bett gelegt. Unser Spiel war am nächsten Tag das einzige im Kreis, welches wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden musste. Zu meinem Entsetzen sah ich bei Ankunft am Ort des Geschehens jedoch das Ausmaß meiner nächtlichen Arbeit. Ich hatte nicht nur den ganzen Rasenplatz geflutet, nein auch das ganze Vereinsheim samt Umkleidekabinen. Das Wasser stand etwa 10cm hoch überall. Die Aufräumarbeiten haben einiges an Arbeitszeit und auch ein wenig Geld gekostet. Irrsinniger Weise durfte ich, wegen meines Knies, mich nicht daran beteiligen, obwohl ich doch ein sehr schlechtes Gewissen hatte. Keiner kam auf die Idee, dass ich es war und man tat es als Kinderstreich ab. Im Nachholspiel war ich übrigens fit auf dem Platz und gab den entscheidenden Pass zum 2:1 Siegtreffer. Heute (20 Jahre später) finde ich, dass es doch sehr egoistisch und dumm war.

Beichthaus.com Beichte #00028331 vom 24.11.2010 um 18:32:33 Uhr in Gütersloh (23 Kommentare).

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Meine Nachtwanderung

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Drogen Waghalsigkeit Vandalismus Peinlichkeit Last Night

Meine Nachtwanderung
Mir ist mit 16 etwas ganz peinliches passiert. Da ich mein Zimmer oben am Dachboden hatte und bei uns öfters mal das Licht im Treppenhausflur nicht funktioniert, beschloss ich, mich für solche Fälle in Zukunft auszurüsten und mir eine Taschenlampe zu kaufen. Mutti hatte Einsicht und gab mir darauf hin Geld. Ich fuhr danach mit dem Bus in den nahe gelegenen Baumarkt und kaufte mir eine gute, handliche LED-Taschenlampe von MAG-Lite. Wie das immer so ist, will man seine neue Errungenschaft immer gleich ausprobieren. Ich weiß nicht mehr genau was mich zu diesem Entschluss bewogen hat, aber ich bildete mir auf einmal ein, ich müsste eine nächtliche Wanderung im Wald machen. Um noch eins drauf zusetzen und dem Ganzen noch den gewissen Thrill zu geben, baute ich noch einen Joint. Ohne meinen Eltern Bescheid zu sagen, zog ich mir warme Klamotten und gutes Schuhwerk an, und verließ gegen 19 Uhr das Haus. An diesem Donnerstag Abend nieselte es und es war nur Halbmond, also man könnte sagen ideale Voraussetzungen um die Taschenlampe auf Herz und Nieren zu prüfen.


Ich ging mit dem Joint in der Hand von unserem Haus, dass in einem abgelegenen Dorf liegt und an ein Waldgebiet grenzt, immer weiter ohne ein genaues Ziel in den Wald hinein. Die Taschenlampe war wirklich ihre 20 Euro wert. Sie leuchtete weiträumig und war super hell. Doch dann geschah das Unfassbare. Als ich wieder zurück gehen wollte, wurde die Taschenlampe aus irgendeinem Grund immer schwächer und gab dann letztendlich den Geist auf. Hektisch betätigte ich mehrmals den Ein- und Ausschalter, aber es tat sich nichts. Da ich total stoned und es stockfinster war, bekam ich erstmals in meinem Leben Panik. Mir war dann bewusst, dass ich total die Orientierung verloren hatte. Ich beschloss in irgendeine Richtung immer geradeaus zu gehen, in der Hoffnung zügig in irgendeinem Nachbardorf oder im Idealfall in meinem Dorf herauszukommen. Gott sei Dank hatte ich das Feuerzeug für den Joint noch dabei und somit noch ein wenig Licht. Mein Handy lag zu Hause beim Aufladen - toll! Der Regen wurde heftiger und ich war mittlerweile schon klitschnass und fror. Nach gefühlten drei Stunden kam ich dann in einer mir nicht bekannten Wohnsiedlung raus. Erleichtert suchte ich irgendwo schnell einen Unterschlupf. Von der Straße aus sah ich in einem Garten ein Gewächshaus. Ich kletterte über den Zaun und schnurstracks zum unversperrten Gewächshaus. Erstmal in Sicherheit wiegend zog ich mir meine nassen Klamotten aus. Irgendwann war mir bewusst, dass ich dort übernachten müsste. Später bekam ich dann wegen des Kiffens voll den Heiß-Hunger. Ich pflückte die ganzen restlichen Tomaten und Gurken ab und aß sie. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, musste ich kurz danach auch noch dringend scheißen. Ich pfefferte dem Inhaber des Gewächshauses dann noch einen riesigen Kackhaufen aufs Gemüsebeet und wischte mir den Arsch mit den großen, rauhen Blättern der Gurkenstaude ab. Das Thema Schlafen in diesem Gewächshaus hatte sich dann erledigt. Ich zog mich wieder an, verließ das Gewächshaus und ging zur Straße zurück. Ich beschloss, bei irgendjemanden zu klingeln, mich des Standorts zu erkundigen und um ein Telefonat zu meinen Eltern zu bitten, dass sie mich doch bitte an der angegebenen Adresse abholen sollen. Diese nette Familie gewährte mir dann auch das Telefonat und machte mir in der Zwischenzeit sogar eine Tasse Tee, während ich erzählte, wie es zu meiner Situation kam. Ich konnte erstmals wieder ein bisschen lächeln. 20 Minuten später (es war mittlerweile schon gegen Mitternacht) klingelte es bei der Familie. Meine besorgte Mutter war da um mich abzuholen. Ich bedankte und verabschiedete mich. Meiner Mutter erzählte ich ebenfalls die Geschichte (natürlich ohne das Gewächshaus) und beteuerte, dass ich nie wieder ohne vorher Bescheid zu sagen sowas machen werde. Es hat sich übrigens herausgestellt, dass die MAG-Lite einen technischen Defekt hatte und ich eine Ersatz-Taschenlampe bekam. Ich beichte hiermit und entschuldige mich dafür, dass ich dem Besitzer des Gewächshauses sein ganzes restliches Gemüse weggefressen und ihm dann auch noch einen Abschieds-Haufen hinterlassen habe. Vielleicht kann man ihn ja noch als Dünger verwenden. Es tut mir Leid.

Beichthaus.com Beichte #00028257 vom 01.11.2010 um 19:04:49 Uhr (33 Kommentare).

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