Das verdreckte Personalwohnheim

12

anhören

Eitelkeit Arbeit

Ich (w/19) schreibe aus meiner Zelle. Nein, ich bin nicht im Bau. Ich mache in einem Krankenhaus mein FSJ und dieses Personalwohnheim ist meine persönliche Hölle. Der Topf, der bis vor kurzem im Bad verweilte, stand kurz davor ein Eigenleben zu entwickeln. Die Toilette ist ohne Desinfektionsmittel kaum benutzbar und selbst damit kommt man gut weg, wenn man sich kein Hepatitis C einfängt. Im Kühlschrank steht Wurst kaum jünger als ich.

Am ersten Tag meines Einzugs dachte ich bereits darüber nach, wie ich diesem Drecksloch schnellstmöglich wieder entkommen kann. Meine Mama hat mir bereits angedroht, mich kein weiteres Mal bei sich aufzunehmen. Was ich aber auch nachvollziehen kann, nach drei Umzügen im letzten Jahr. So weit, so gut, nun sitze ich in meiner Zelle, esse ein Brot, denn kochen ist in der Küche so hygienisch wie ein Kuhstall, welcher mit Maden und Co besiedelt ist. Wünscht mir Glück!

Beichthaus.com Beichte #00039549 vom 01.04.2017 um 14:21:36 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wenn Andreas von Frauentausch ans Telefon geht

22

anhören

Neugier Boshaftigkeit Telefon Berlin

Ich (m/26) arbeite neben dem Studium in einem Callcenter. Wir führen telefonische Haushaltsbefragungen durch. Es handelt sich in der Regel um Kundenbefragungen oder politische Umfragen, also kein Telefonverkauf. Ich rufe an einem Abend locker 2.000 Leute in ganz Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz an. Die meisten Angerufenen sind ganz nett oder legen einfach auf. Doch es gibt auch die berühmten 1 %. Das sind Kandidaten, die ohne dass man sich überhaupt vorstellen kann, sofort ins Telefon brüllen. Und ich meine wirklich brüllen! Vor meinem imaginären Auge erscheint dann immer Andreas von Frauentausch.

Es ist für mich mittleweile zum Sport geworden, die Telefonnummern der brüllenden Männer und Frauen zu sammeln. Mein WG-Kollege liebt es auch zu brüllen und mit Leuten stundenlang zu diskutieren. Er ist der Hauptabnehmer der begehrten Telefonnummern. Mittlerweile veranstaltet er regelmäßig Telefon-Abende in unserer WG, bei dem Freunde und Kommilitonen eingeladen werden.

Ein YouTube- und Podcast-Channel mit den Aufnahmen ist auch schon in Planung. Es tut mir leid, dass ich aus dem Frust anderer Menschen Profit schlagen will.

Beichthaus.com Beichte #00039548 vom 01.04.2017 um 15:02:22 Uhr in Berlin (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Ich will keine Kinder bekommen

15

anhören

Verzweiflung Familie

Mutter, Vater, ich werde keine leiblichen Kinder bekommen, denn ich möchte nicht denselben Fehler wie ihr machen und einen Menschen zum Leiden und zum Sterben verurteilen. Ich will mich nicht über jemanden erheben und meinen, es wäre gut, würde er oder sie existieren, nur weil es mir gut geht und obwohl ich nicht sicher sagen kann, dass auch nur irgendetwas gut für ihn oder sie sein wird. Ich möchte nicht das Risiko eingehen, dass mein Kind in seinem Leben so viel Leid erfährt, dass es dieses nicht mit Glück kompensieren kann.

Ich reiße niemanden aus seinem heiligen Schlaf, nur um meine niederen Bestrebungen zu erfüllen. Um mir Mängel zu stopfen, die einen anderen Menschen ins Fegefeuer treiben. Mutter, Vater; mit Bewusstsein spielt man nicht. Ich möchte mein eigenes Kind nicht strafen, indem ich zulasse das es sieht, wie ich sterbe. Deswegen habe ich adoptiert. Verzeiht das ich es nicht für ethisch halte Kinder zu erzeugen. Ich habe euch trotzdem lieb, und das ändert sich nie.

Beichthaus.com Beichte #00039547 vom 31.03.2017 um 21:04:34 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Klausuranmeldung verpasst

6

anhören

Ungerechtigkeit Studentenleben

Ich freue mich total darüber, dass meine Kommilitonen es verplant haben, sich für eine Klausur anzumelden. In den letzten Semestern habe ich sie immer noch daran erinnert, weil ich weiß, dass beide keine Organisationsgenies sind. Jetzt habe ich es einmal nicht gemacht (nicht aus Absicht) und prompt haben es beide verschusselt. Ich bitte um Absolution für meine Schadenfreude, die einerseits gemein, jedoch andererseits auch gerechtfertigt ist.

Beichthaus.com Beichte #00039546 vom 31.03.2017 um 14:09:33 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Affäre mit meinem Mobber

17

anhören

Rache Selbstsucht Schamlosigkeit Fetisch

Ich (m/28) habe eine Affäre mit meinem Mobber. In der Grundschule gab es einen älteren Schüler, der immer darauf aus war, mich zu quälen. Die Torturen fanden ihren Höhepunkt, als er mich vom Klettergerüst schubste und mir so einen Arm und mehrere Rippen brach. Vor ein paar Wochen, ca. 20 Jahre später, bin ich zufällig auf sein Profil bei einer bekannten Schwulen-/Bi-Seite gestoßen. Er machte deutlich, dass er betrunken und willig sei, aber auch, dass er sich eher in der aktiven Rolle sehe - vor allem weil er in dem Gebiet noch Jungfrau war.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe seinen Zustand ausgenutzt und Dinge mit ihm angestellt, die er sich wohl in seinen wildesten Träumen nicht vorstellen konnte, was darin gipfelte, dass ich in seinem Mund abspritzte. Danach war ein paar Tage Funkstille, bis er sich wieder meldete und darum bat nochmal so erniedrigt zu werden. Mittlerweile gibt es zahllose Bilder und Videos von ihm, wie er sich von mir erniedrigen und missbrauchen lässt, ohne dass man mich erkennt. Auf einigen klar zu erkennen in seinem Ehebett oder in der Unterwäsche seiner Frau. Das habe ich ihm auch gesagt und erpresse ihn so zu immer extremeren Sachen, bis hin zu finanziellen Gefälligkeiten. Ich beichte also, dass ich es meinem Mobber doppelt und dreifach heimzahle. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass er jedes Mal gekommen ist.

Beichthaus.com Beichte #00039544 vom 30.03.2017 um 21:16:52 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000