Wetten auf Computerspiele

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Falschheit Betrug Selbstsucht Games

Ich möchte etwas beichten, was leider nicht so schnell erklärt werden kann: Beim E-Sport Computerspiel Counterstrike Global Offensive kann man auf Spiele zwischen professionellen Teams wetten. Besonders die Websites, auf denen man diese Wetten platzieren kann, verdienen sich daran eine goldene Nase. Es werden virtuelle Gegenstände gesetzt und zusätzlich werden diese Seiten im Ausland gehostet, das heißt, es gibt keine deutschen Gesetze zum Schutz der teilweise Süchtigen. Auf einzelne Spiele werden oft mehrere Millionen insgesamt gesetzt. Ich bin Teil eines großen YouTube-Kanals, über den wir offiziell Wetttipps geben. Natürlich ist es nicht sicher, dass jeder unserer Tipps richtig ist.


Meine Beichte ist jetzt, dass wir bei Spielen, in denen "unerwartet" Ersatzspieler einspringen oder Ähnliches, was den Ausgang des Spieles stark beeinflussen kann, falsche Tipps geben und auf das Gegenereignis setzen. Teilweise ändern unsere Tipps die Quote um geschätzte 20-30 Prozent, was bei Wetten teilweise einen Unterschied von zwei- bis dreitausend Euro macht, wenn man 10.000 Euro einsetzt. Und diesen Unterschied gibt es dann ohne erhöhtes Risiko. Trotzdem sind unsere Tipps aber mehrheitlich richtig. Wir missbrauchen nur das Vertrauen unserer Zuschauer.

Beichthaus.com Beichte #00036130 vom 10.07.2015 um 09:59:49 Uhr (6 Kommentare).

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Einseitige Liebe

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Verzweiflung Ignoranz

Ich muss etwas loswerden, das mir heute noch leidtut. Vor ungefähr vier Jahren lernte ich über das Internet, über ein gemeinsames Hobby, einen jungen Mann kennen. Wir chatteten, unterhielten uns, tauschten irgendwann Nummern und dann besuchte ich ihn irgendwann auch. Alles lief total super und easy, bis er mir etwas später, als ich schon wieder abgereist war, dann beichtete, dass von ihm aus Gefühle im Spiel seien und er mehr wollte. Ich weiß nicht, ob ich es wirklich einfach nicht gemerkt habe, oder vielleicht nicht merken konnte, weil das von mir aus eben nicht der Fall war - dabei habe ich eigentlich immer ein ganz sicheres Bauchgefühl bei solchen Angelegenheiten und war sehr verwirrt. Ich sagte ihm ehrlich, wie es war, dennoch blieben wir in Kontakt und auch Freunde. Er schrieb mir damals, dass das nicht einfach für ihn sein würde, aber ich war sicher, dass wir das irgendwie hinbekämen, zumal ich ihn eben so gern hatte.

Das Ganze gipfelte irgendwie darin, dass wir zusammen eine richtig große Reise in eine Metropole an der U.S. Ostküste starteten, knapp ein Jahr später, nachdem sich die Angelegenheit mit den unerwiderten Gefühlen für mich schon so gut wie erledigt hatte. Wir haben weiterhin jeden Tag in Kontakt gestanden und das wurde eben nicht mehr angesprochen oder zum Problem gemacht. Ich muss gestehen, dass ich eher rational als romantisch veranlagt bin und mich generell mit Gefühlen sehr schwertue, mir aber, wenn sie denn da sind, auch sicher bin. Als wir dann von der Reise, auf der ebenfalls wirklich nichts gelaufen ist oder angedeutet wurde, wieder in der Heimat waren, schrieb er mir, dass er so nicht weitermachen könne und dass es besser wäre, wenn der Kontakt abgebrochen würde. Das war damals absolut ein Schlag gegen den Kopf, ich habe es dann aber so gesehen, dass es tatsächlich nicht gut ist, wenn ihn das so mitnimmt. Und so wurde sich dann über das Handy praktisch ein "Lebewohl" gewünscht.

Heute sitze ich hier immer noch wie abgefuckt, muss die ganze Zeit daran denken und habe ein superschlechtes Gewissen, warum ich damals nicht irgendwas gemerkt habe und ob das eigentlich wirklich die Freundschaft war, für die ich sie hielt, bis es zum Kontaktabbruch kam. Offenbar nicht, und ich habe es wirklich einfach nicht gewusst. Ich denke noch immer absolut unromantisch an diesen jungen Mann, vermisse ihn aber dennoch, auch nach 2,5 Jahren, tierisch. Ich glaube, manchmal sollen Dinge einfach nicht sein, und doch macht es mich wütend, dass die Welt es zulässt, dass sich zwei Leute mit so unterschiedlichen Absichten so gut verstehen können. Ich bin mittlerweile lange in eine andere Stadt gezogen, habe andere Telefonnummern und Mailadressen und weiß, dass er im Ausland ist, da eine Internetsuche nach seinem Namen dies ergeben hat. Manchmal wünsche ich mir einfach den Kontakt zurück, habe aber dann wieder die Angst, dass es erneut so ausgeht. Ich wollte nie, dass er verletzt wird. Vielleicht gibt es ja eine Gedankenübertragung und er liest diese Beichte irgendwann. M. aus B., es tut mir leid, dass alles so gekommen ist und ich hoffe, dass du hier oder in der Ferne das Glück findest, das du verdienst.

Beichthaus.com Beichte #00036072 vom 01.07.2015 um 22:49:12 Uhr (5 Kommentare).

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“Beichte

Multikulti in Deutschland

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Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft

Multikulti in Deutschland
Ich wohne in einer Großstadt und arbeite in einer Kanzlei. Wir haben eine relativ flache Hierarchie und verstehen uns recht gut untereinander. Das Team ist ziemlich multikulti. Von der türkischen Mitarbeiterin bis hin zum kroatischen Mitarbeiter ist so einiges dabei. Es sind sehr nette Kollegen und ich habe auch schon Freundschaften knüpfen können. Nun zu meiner Beichte: Ich hasse es förmlich, wie Multikulti Deutschland überrennt. Es ist der absolute Wahnsinn. Als ich in dieser Stadt, in meinem Kiez, aufgewachsen bin, war alles noch angenehm. Auf 20 Deutsche kamen gefühlte 2-5 Ausländer. Mittlerweile fühlt man sich als Deutscher allerdings in der Minderheit. Die Straßen und die Gebäude versiffen. Geht man durch bestimmte Bezirke mit hohem Ausländeranteil, kann man sich anschauen, wie heruntergekommen alles ist. Die Läden sind alle verbarrikadiert, da es eine hohe Kriminalitätsrate gibt. Ich kann nicht verstehen, wie man so blind sein kann, und trotzdem ständig schreit "Refugees Welcome". Bei meiner Arbeitsstelle gibt es ein Gesundheitszentrum, zu dem viele Ausländer müssen. Man muss sich nur mal anschauen, was da alles rein und raus geht, da kriegt man das blanke Kotzen.

Als Konsequenz dieses Multikulti-Wahns werde ich bei der nächsten Wahl für die AFD stimmen. Ich kann einfach nicht mehr zulassen, dass dieses Land so vor die Hunde geht. Ich kann noch einiges aus dem Nähkästchen plaudern. Glaubt mir, es ist kein Spaß als deutsche Kartoffel an einer Schule zu sein, die einen Anteil von 90 Prozent "Deutsche mit Migrationshintergrund" hat. Und dabei war es nur die Grundschule. Auch wenn ich liebe Menschen aus anderen Kulturkreisen kennen und mögen gelernt habe, möchte ich irgendwie verhindern, dass weiter der Asylanten-/Flüchtlingsschlamassel vorangetrieben wird. Die guten Leute überwiegen leider nicht die schlechten Leute. Daher bitte ich um Absolution, da sich anscheinend ein kleiner brauner Teufel in mir versteckt.

Beichthaus.com Beichte #00036070 vom 01.07.2015 um 22:10:38 Uhr (40 Kommentare).

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Auseinandersetzung mit Verletzten

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Aggression Gewalt Trunksucht Last Night

Ich (m/31) muss beichten, dass ich vor Jahren mal eine Auseinandersetzung hatte, bei der ich jemanden verletzt habe. Es muss 2005 gewesen sein. Ich war mit Freunden auf einer Party. Es floss entsprechend Alkohol und so verliert man die Hemmung und einem ist alles egal. […]
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Beichthaus.com Beichte #00036026 vom 27.06.2015 um 01:42:44 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Erfundene Krankheiten

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Lügen Falschheit Selbstsucht Gesundheit Partnerschaft

Ich (m/22) habe mein ganzes Leben in einem kleinen Örtchen mit gerade mal 30.000 Einwohnern verbracht. Schon immer zog es mich weg von hier und ich habe meine gesamte Jugend damit verbracht, umherzustreunen. Ich wurde Pfadfinder, da dies mir ermöglichte, ohne Beaufsichtigung meiner Eltern ins Ausland zu reisen und das manchmal für Wochen. Auf einer dieser Fahrten lernte ich ein Mädchen kennen, dass etwa vier Stunden von meinem Heimatort entfernt lebt. Sie wuchs in einer Großstadt auf und faszinierte mich von Anfang an. Dazu sei gesagt, dass ich nicht leicht zu beeindrucken bin und stets einen großen sozialen Freundeskreis und ein gesundes Sexleben hatte.


Ihre Art über Dinge zu sprechen, nahm mich ein, und ich entwickelte großes Interesse an ihr. Ich besuchte sie oft und genoss dabei noch die Feinheiten des Lebens in einer Metropole. Menschenmassen, verschiedene Kulturen, das Gewirr einer richtigen Stadt und was sie zu bieten hat, für all diese Dinge habe ich ein Faible. Ich erzähle das, weil es wichtig ist, um zu verstehen, wie es zu meinem Vergehen kam. Zurück zum Thema: Das Mädchen, das ich kennenlernte, war etwa ein Jahr älter als ich, und wie sich bald herausstellte, psychisch schwer erkrankt. Sie hat eine multiple Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Borderline und einige andere schwere Störungen, die, zu einem bunten Cocktail zusammengemixt, einen mitreißenden Menschen ergeben.


Sie hatte einfach einen nüchternen Blick auf die Welt, der weder absolut negativ noch positiv war. Sie polarisierte nichts und konnte sich in jeden Menschen einfühlen. Wir verliebten uns. Wir waren sehr glücklich und ich konnte sie bis zu einem gewissen Grad glücklich machen. Wir fuhren zusammen in den Urlaub, erlebten die tollsten Dinge mitten im Epizentrum des Großstadtlebens und liebten uns. Doch schon bald fühlte ich, dass ich ihr nichts zu bieten hatte. Ich lebte in einer Welt, in der sich jeder kennt und kein Platz für Individualismus und Privatsphäre herrscht. Ich begann also, kleine Lügen zu erfinden, um mein tristes, verwerfliches Leben bunt auszuschmücken. Das fing mit harmlosen Sachen an und endete beim größten Fehler meines Lebens. Ich bin Asthmatiker, leide an Sauerstoffmangel und ab und zu habe ich Schmerzen beim Atmen durch die sogenannte Trichterbrust. Ihr Todeswunsch war immer präsent, schwebte wie ein Messer über uns, das jederzeit zustechen konnte. Ich hatte Angst. Und so erzählte ich ihr, dass ich an einer schweren Krankheit litt, bei der ein Riss in der Lunge besteht, der sich mit der Zeit ausdehnt und mich eines Tages das Leben kosten wird. Ich betrieb genug Recherche, um es glaubwürdig rüberzubringen und unterbreitete es ihr schließlich, als wir gemeinsam auf MDMA in meinem Bett lagen.


Sie war geschockt und verfiel in tiefe Trauer. Ich sagte ihr, dass ich nicht möchte, dass sie geht, solange ich noch lebe, da ich das nicht verkraften würde. Sie sicherte mir zu, dass wir gemeinsam sterben würden. Wenn der Tag kommen würde, wären wir bereit. Es gab ihr neuen Aufschwung, jemanden zu haben mit dem sie über den Tod reden konnte, wie mit niemand anderem. Ich log, dass ich die Angst vor dem Tod verloren hätte und die Zeit die mir bleibt genießen möchte so gut ich kann. So verbrachten wir das wunderbarste Jahr meines Lebens miteinander. Ich täuschte Anfälle vor, bei denen ich widerliche Geräusche von mir gab und nach Luft rang. Sie vertraute mir blind und sehr bald hatte ich mich in diesem Lügenkonstrukt verrannt. Eines Tages wurde es mir zu viel. Ich merkte, wie mich diese Lüge Stück für Stück auffraß und schlussendlich nichts von mir überlassen würde. Ich beschloss, reinen Tisch zu machen, auf die Gefahr hin, sie zu verlieren. Ich hatte mich verändert und konnte damit einfach nicht mehr leben. So kam es dazu, dass ich ihr die Wahrheit erzählte. Ich werde nicht auf die Details eingehen, die dieses Gespräch betrafen. Sie hat gelernt damit zu leben, weil sie mich liebt. Nicht für das, was ich vorgab zu sein, sondern für das, was ich tatsächlich bin. Vergeben hat sie es mir nie und das ist das Wichtigste.


Ich bin froh, dass sie so ehrlich zu sich und mir sein kann und wir trotzdem miteinander auskommen. Es hat bis heute tiefe Narben in ihr hinterlassen und manchmal gibt es Vertrauensprobleme zwischen uns, was ja nur verständlich ist. Aber es hat uns zusammengeschweißt. Ich habe ihr erklärt, dass ich mich ihr ebenbürtig fühlen wollte und ihr einen Halt bieten wollte. Ich hatte im Laufe des Jahres gelernt, dass eine Beziehung, die auf solchen Pfeilern aufbaut, zum Scheitern verurteilt ist, bevor sie angefangen hat. Heute haben wir noch immer Kontakt. Wir sind kein Paar mehr, aber dennoch sehr gute Freunde. Wir haben täglichen Kontakt und vertrauen uns nach wie vor alles an.


Ich bin an dieser Erfahrung gewachsen, mehr als in all den vorangegangenen Jahren meines Lebens und bin heute einer so ehrlich, wie ich nur sein kann. Darauf bin ich stolz. Aber ich werde mir nie vergeben können. Ich kann mich oft nicht im Spiegel ansehen, wenn ich daran denke, wie viel Trauer ich verursacht habe. Das wird mich für immer begleiten, als Erinnerung daran, ein besserer Mensch zu sein. Ich bitte nicht um Absolution, denn das wäre zu viel verlangt. Niemand kann mir diese Bürde abnehmen und das ist richtig so.

Beichthaus.com Beichte #00036003 vom 22.06.2015 um 17:02:27 Uhr (8 Kommentare).

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