Ich brauche Erniedrigung und kann nicht aufhören

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Begehrlichkeit Sucht Liebe Hamburg

Meine Pornografiesucht zerstört gerade meine Beziehung. Ich habe eine wunderschöne Freundin und wir führen eigentlich eine tolle Partnerschaft. Trotzdem reicht mir das nicht. Ich schaue seit meinen jungen Teenagerjahren fast täglich Pornos. Meine Sexualität hat sich komplett daran angepasst. Ich stehe auf alles außer Blümchensex. Das reicht von Orgasmuskontrolle über Würgen und Schläge bis hin zu Analsex. Ich will in Swingerclubs gehen. Ich will für Sex bezahlen. Ich will Sex mit Transsexuellen haben. Ich will eine eigene Sissy. Ich will es draußen am Strand treiben. Vor allem will ich Kontrolle über den anderen ausüben. Ich will ihn durch Erniedrigungen meine Überlegenheit spüren lassen. Meine Freundin wünscht sich nur sanften Blümchensex. Viel Streicheln und langes Küssen als Vorspiel. Das finde ich teilweise schön. Doch ich halte meine Erektion nicht lange genug. Das liegt an den ständigen Pornos. Mir fehlt einfach etwas. Ich werde immer unausgeglichener. Deshalb hatte ich schon zwei kleinere Nervenzusammenbrüche. Ich greife dadurch ihr Selbstvertrauen an. Sie fühlt sich ungenügend. Das will ich nicht. Aber ich kann meine eigenen Wünsche nicht ewig runterschlucken. Meine Begierde ihr gegenüber bekommt ständig einen Dämpfer. Sie sagt, ich würde ihr nicht verraten, worauf ich stehe. Wenn ich es ihr sage, lehnt sie alles ab. Leggings im Alltag findet sie nicht geil. Choker und weitere Piercings will sie nicht. Auf meine Frage, was sie ausprobieren möchte, fällt ihr nichts ein. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich gucke andauernd auf andere Frauen. Ich kann meine Hände nicht von mir lassen. Ich schaue weiter Pornos. Ich denke schon darüber nach, mir woanders zu holen, was ich brauche. Oder die Beziehung zu beenden. Obwohl ich sie wirklich liebe.

Beichthaus.com Beichte #00042300 vom 08.02.2022 um 17:12:30 Uhr in Hamburg (0 Kommentare).

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Sarkastischer Dank an das Arbeitsamt

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Geld Gesellschaft Zorn Hamburg

Danke an das Arbeitsamt. Ihr verbummelt unsere Dokumente jedes Jahr zweimal. Deswegen müssen wir das Geld neu beantragen. Ohne finanzielle Unterstützung in der Zwischenzeit. Danke. Es erinnert uns daran. Wie wertvoll kleine Dinge sind. Löcherfreie Socken. Frische Unterwäsche. Wasser und Brot. In goldenen Zeiten sogar mit Belag. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Geldgeschenke von der Familie zu Feiertagen haben wir nicht verdient. Natürlich zieht ihr das vom Monatsbeitrag ab. Geburtstage. Weihnachten. Silvester. Ostern. Wir haben nicht verdient. An diesen Tagen Freude zu empfinden. Danke. Ihr zeigt uns unseren Platz. Man soll sich nicht zu viel gönnen. Genussmittel und Hygienemittel sind nur für Hartverdienende. Kaffee. Cola. Süßkram. Seife. Zahnpasta. Klopapier. Sowas gibt es nicht für uns. Danke. Ihr haltet uns jedes halbe Jahr auf Trapp. Depressionen und Krankheit haben wir uns selbst ausgesucht. Sie sind inzwischen so groß. Sie helfen uns mit dem Stress umzugehen. Den ihr uns schenkt. Übung macht den Meister. Danke. Neulich habt ihr uns schriftlich überrascht. Wir hätten unsere Adresse nicht eingetragen. Deshalb gilt der Geldantrag wieder nicht. Danke für die kommenden zwei Monate Fastenzeit. Wir Verlierer aus der Unterschicht haben Fensterkit und warme Gedanken. Das reicht schon. Danke. Ihr lasst uns zu den Feiertagen nicht vergessen. Wie abhängig wir von eurem Zuckerbrot sind. Und eure Peitsche verdienen. Uns geht es gut. Dank dem Arbeitsamt könnte es schlimmer sein. Ich hoffe. Ihr jagt zu Silvester hunderte Euros in die Luft. Mögen eure Berliner alle mit gefrorenem Katzenurin gefüllt sein. Ihr soziopathischen Dunghaufen.

Beichthaus.com Beichte #00042293 vom 31.12.2021 um 16:14:24 Uhr in Hamburg (22305) (1 Kommentare).

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“Folge

Verstecktes Ungarn-Studium

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Lügen Partnerschaft Hochmut Vorurteile Hamburg

Ich (w) bin seit zwei Jahren mit meinem Freund zusammen. Ich liebe ihn sehr. Vielleicht sogar mehr als er mich. Ich habe Medizin studiert und danach fünf Jahre Spezialisierung als Chirurgin abgeschlossen. Die Facharztprüfung habe ich bestanden. Darauf bin ich wirklich stolz.

Worauf ich nicht stolz bin: Mein Freund weiß bis heute nichts. Mit Abi 2,3 war ich zu schlecht für ein direktes Medizinstudium in Deutschland. Ich habe das erste Staatsexamen in Ungarn gemacht. Danach setzte ich das Studium in Deutschland fort. Den Großteil und den Abschluss habe ich hier absolviert. Deshalb habe ich lange nicht mehr darüber nachgedacht. Ich kenne die Vorurteile. Besonders von Nicht-Ärzten. Mein Freund ist keiner. Deshalb habe ich Angst. Ich will nicht in eine Schublade gesteckt werden.

Das Thema spielt für mich eigentlich keine Rolle mehr. Trotzdem habe ich Panik. Schulfreundinnen könnten es irgendwann erwähnen. Dann wäre er total enttäuscht. Ich schweige weiter.

Beichthaus.com Beichte #00042276 vom 15.12.2021 um 14:18:44 Uhr in Hamburg (0 Kommentare).

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Once you go black, you never go back

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Masturbation Begehrlichkeit Wollust Hamburg

Ich (w/24) bin seit zwei Jahren mit meinem Freund (m/26) zusammen. Bis vor kurzem war die Beziehung glücklich. Vor zwei Monaten überredete er mich, gemeinsam Pornos zu schauen. Das sollte unser Sexleben aufpeppen. Die ersten Filme langweilten mich. Dann wählte er […]
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Beichthaus.com Beichte #00042253 vom 22.07.2021 um 05:09:02 Uhr in Hamburg (0 Kommentare).

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“Beichte

Links, ADHS, Borderline und zurück

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Verzweiflung Schamlosigkeit Gesellschaft Düsseldorf

Mein Leben lief schon immer mehr schlecht als recht. Die für mich relevanten Schicksalsschläge zogen sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Ich war immer ein Optimist, denn wer einmal (oder mehrmals) ganz unten war, ist sich darüber bewusst, dass melodramatisches Rumheulen einen nicht aus dem Sumpf bringt, sondern noch tiefer rein. Meine Schulzeit war die Hölle. Ich wurde täglich gemobbt, versteckte mich in der Bücherei, um den Schlägen und dem Hass der anderen zu entgehen. Ich komme aus gutem Elternhaus, und dementsprechend wurde die Schule, auf die ich damals ging, auch nur von gut Betuchten besucht. Was keine Rolle spielt, denn in der Masse sind meiner Meinung nach alle Menschen gleich energisch, wenn es darum geht, einen Willen zu brechen. Meinen haben sie nicht gebrochen. Ich schwänzte – 6 Wochen. Flog von der Schule und fand mich in einer Hauptschule wieder. Tägliche Schlägereien unter den Mitschülern waren keine Seltenheit, um sich in der Hackordnung nach oben zu arbeiten. Den Lehrern war es egal. Die Schüler waren auf dem Schulhof aufgeteilt wie in Gangs: Russen und Polen auf der einen Seite, Araber, Türken usw. auf der anderen, Nerds in irgendeiner Ecke und die Neonazis an der Tischtennisplatte. Ich war lange Zeit bei den Nerds, bis ich bei einem Streit von einem Nazi beschützt wurde. Er integrierte mich. Die Ideologie fand und finde ich bescheuert, aber ich brauchte den Schutz. Also tat ich bis zur 10. Klasse Dinge, die ich tun musste, um mich zu retten. Kein Kommentar dazu. Nach der Schulzeit (FOR mit Quali) fing ich eine Lehre an, die ich aber nach 3 Monaten abbrach. Der Bau war nichts für mich. Ich arbeitete lange ehrenamtlich in sozialen Einrichtungen, um wenigstens die Lücke im Lebenslauf zu füllen. Danach machte ich eine Ausbildung im sozialen Bereich (der Kontakt zu rechten Konsorten, war schon lange abgebrochen, war nur Mittel zum Zweck) und lernte dort meine erste wahre Liebe kennen. Zu dem Zeitpunkt war ich 19 Jahre alt. Wir waren 3 Jahre ein Paar, bis sie sich die Pulsadern senkrecht in der Badewanne durchtrennte. Im Abschiedsbrief stand, dass sie es nicht ertragen könnte, mich zu verlieren, aber nur das Schlechte in der Welt sehen kann und es beenden will, solange wir glücklich sind. Auf dem Brief lagen 3 Kastanien, die wir vorher gesammelt hatten. Ich fand sie. Manchmal besuche ich ihr Grab, aber nicht oft. Ich liebte sie sehr. Dann kamen die Depressionen, dann das Cannabis. 5 Jahre in Rauch aufgelöst. Ich schloss mich in dieser Zeit linken Zellen an, um die Ungerechtigkeit der Welt zu bezwingen, zumindest dachte ich, das schaffen zu können. Pustekuchen. Hamburg, G20 – alles war dabei – frei nach dem Motto: "Wir wollen unter uns keine Sklaven sehen und über uns keine Herrn." Schöner Traum, aber leider nicht mehr als das. Der Mensch ist gierig, nahezu bösartig egoistisch. Dann die Diagnose: Borderline. Meine Welt war voller Chaos, und alles, was ich liebte, war auch das, was ich hasste: Chaos. Selbstmordversuche, alles dabei. 4 Jahre war ich in der Therapie wegen Borderline. Dann, vor 6 Monaten, wurde ADHS festgestellt. Ein Arzt hatte sich meine Akte angesehen und den Fehler eines anderen Arztes widerlegt. Borderline wurde als Fehldiagnose ausgestellt (bzw. festgestellt, dass es eine Fehldiagnose war). Ich hatte ADHS: Reizüberflutung all die Jahre. Ich bekam die passenden Medikamente und alles, was mich überschattet hatte, war weg. Depressionen: Weg. Selbstzweifel: Weg. Konzentrationsschwäche: Weg.

Politische Ansichten waren wie aufgelöst. An diesem Tag wurde ich neugeboren. Es ist wie in dem Film "Matrix", als Neo anfängt, die Welt zu verstehen. Unbeschreiblich dieses Gefühl.

Nun bin ich egoistisch geworden. Genossen von früher interessieren mich einen Dreck. Mein altes Ich war ein erbärmliches Dasein, das jeder benutzen konnte wie einen Hund. Ich habe mich stets für "die Gerechtigkeit der Welt" eingesetzt, armseliges Hippie-Gefasel. Ich sehe die Welt, wie sie ist und wie sie immer war. Ich bin egoistisch geworden, liebe eine wunderschöne Frau und bin bereit, jeden, der mich versucht zu unterdrücken, in die Hölle zu schicken. Ich habe meine Genossen verraten, aber ich genieße die Macht, die ich nutzen kann, seit ich mich endlich konzentrieren kann. Das, was ich beichten kann, ist, dass ich keine Reue empfinde, ein Verräter zu sein. Lenin würde sich im Grabe umdrehen. Ich fühle mich gut dabei. Ich will Geld. Ich will Macht. Und ich hole sie mir – Stück für Stück. Und weil ich, objektiv betrachtet, im Kontrast zu früher meine Persönlichkeit derart verändert habe, möchte ich es beichten, damit ich, wenn ich doch einen Moment der Reue erleben werde, es entspannt weglächeln kann, denn auf Beichten folgt hoffentlich Absolution. Ich bin ein Verräter meiner Klasse.

Beichthaus.com Beichte #00042243 vom 07.06.2021 um 14:00:08 Uhr in Düsseldorf (0 Kommentare).

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