Das besondere Trostpflaster

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Dummheit Trunksucht Verschwendung Maßlosigkeit Geld

Ich muss etwas beichten, dass mir schon seit langer Zeit (finanzielle) Probleme bereitet. Es gibt Leute, die im Suff aggressiv werden, andere werden deprimiert. Ich aber schmeiße mein ganzes Geld zum Fenster raus. Alles wird mir egal. Neulich habe ich beobachtet, wie die Freundin meines Nachbarn ausgezogen ist. Ich kenne den Nachbarn nicht so gut, eigentlich nur vom Rauchen vor dem Haus. Wir kamen etwas ins Gespräch, er erzählte mir von seiner Freundin, und wie sehr er sie liebe, so einen Kram halt. Als die Freundin dann auszog, tat es mir leid für ihn, da ich mich auch erst vor Kurzem von meiner Freundin getrennt hatte. Wie sehr es mir leidtat, bewies ich, als meine Freunde zu mir in die Wohnung kamen und wir einen tranken. Ich kam auf die Idee meinem Nachbarn einen Brief zu schreiben, dass es mir für ihn leidtäte, dass das Leben aber noch weiter geht, und legte einen 100-Euro-Schein dazu. Mit der Anmerkung, dass er ihn in fünf Euro Scheine umtauschen und damit in den nächsten Stripschuppen gehen solle. Meine Freunde, ganz begeistert und genau so besoffen wie ich, hielten mich nicht von meinem Plan ab.

Und solche Geschichten habe ich ständig. Mittlerweile trinke ich kaum noch und wenn, dann verstecke ich mein Geld vor mir selbst. Das klappt aber leider nicht immer. Ich beichte also, dass mich meine Dummheit und mein Leichtsinn noch in den Ruin treiben.

Beichthaus.com Beichte #00031556 vom 04.07.2013 um 17:58:32 Uhr (21 Kommentare).

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Das Pendler-Klischee

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Lügen Falschheit Studentenleben Bamberg

Ich muss beichten, dass ich meine Kommilitonen belüge. Seit Mitte des ersten Semesters habe ich in meiner Studienstadt eine eigene Wohnung. Meinen Freunden an der Uni habe ich davon allerdings nichts erzählt. Der Grund ist, dass ich auf das Pendler-Klischee stehe. Zusammen mit den anderen, die jeden Tag ungefähr 20 Kilometer fahren, rege ich mich täglich über die miese Parkplatzsituation, die hohen Spritpreise und den Stau auf der Zubringerautobahn auf. Auch, wenn das Probleme sind, die ich eigentlich nicht habe. Ich möchte einfach nicht zu diesen Ökos gehören, die in unmittelbarer Nähe ihrer Arbeit/Uni wohnen und alles mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichen können, was ja "so praktisch" ist.

Beichthaus.com Beichte #00031555 vom 04.07.2013 um 14:34:25 Uhr in Bamberg (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Wenn Worte verletzen...

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Engherzigkeit Falschheit Boshaftigkeit Dummheit Schule

In dem Ort, in dem ich (m/21) vor ungefähr 10 Jahren zur Schule ging, gab es einen Jungen, dessen Vater verschwunden ist. Die Familie hatte einen ziemlich großen Bauernhof, weshalb der Vater des Jungen einen polnischen Gastarbeiter einstellte. Als dieser Gastarbeiter zurück nach Polen ging, begleitete ihn der Bauer und wollte ihn mit dem Auto nach Hause fahren. Leider kehrte der Bauer von dieser Reise nicht mehr zurück. Das Auto wurde einige Zeit später in Tschechien gefunden, vom Bauern aber fehlte jede Spur, auch seine Leiche wurde nie gefunden. Böse Zungen im Dorf vermuteten damals sogar, er wäre mit einer anderen Frau durchgebrannt. Zu dieser Zeit war diese Geschichte natürlich ein sehr beliebtes Thema. Auch bei uns in der Familie, da mein Vater den Verschwundenen kannte. Ich selbst war sehr bestürzt darüber, ich konnte und wollte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn meinem Vater so etwas zustoßen würde. Ein furchtbarer Gedanke!
Jedenfalls war dieser Junge, der Sohn des verschwundenen Bauern, einige Klassen über mir und wir, die "Kleinen", wurden ab und zu von ihm und seinen Kumpels gehänselt oder verprügelt. Ich weiß nicht mehr genau, wie es sich damals zugetragen hat, aber ich habe irgendwann nach einem Streit seinen Vater aufs Übelste beleidigt, genauer möchte ich darauf nicht eingehen. Ich war erschrocken über mich selbst, aber der Spruch war schon raus. Man konnte genau sehen, wie die Wut in dem Jungen aufstieg und ihm die Tränen in die Augen schossen. Er stürmte auf mich zu und wollte mich wohl richtig vermöbeln, wurde aber von anderen Schülern und einem Lehrer zurückgehalten, bevor er größeren Schaden anrichten konnte. Natürlich musste ich mich später bei ihm entschuldigen, die Sache tut mir aber auch heute noch furchtbar leid. Dieser Vorfall hat mir vielleicht das erste Mal in meinem Leben richtig bewusst gemacht, wie viel Schaden Worte anrichten können und ich habe definitiv meine Lehren daraus gezogen.

Beichthaus.com Beichte #00031554 vom 04.07.2013 um 14:01:07 Uhr (16 Kommentare).

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Die Schnüfflerin

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Eifersucht Verrat Neugier Misstrauen Partnerschaft

Letztens wurde mein Freund auf seinem Handy angerufen, als er gerade unter der Dusche war. Ich teilte ihm dies mit, worauf er sagte, ich solle doch bitte rangehen. Da ich den Namen auf dem Display nicht kannte - es waren Initialen - und ich keine Lust hatte, mit einer fremden Person zu reden, ging ich nicht ran. Die Person rief ein zweites Mal an, als mein Freund gerade rein kam. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob er einfach nicht abnahm, nachdem er aufs Display guckte, oder ob er zu spät kam. Jedenfalls wusste er anscheinend in der ersten Sekunde auch nichts mit den Initialen anzufangen, doch dann fiel ihm scheinbar ein, wer das war. Was seltsam war: Er war irgendwie verlegen und sagte mir nicht, wer diese Person war und er rief sie auch nicht zurück. Als ich ihn später fragte, ob die Person noch mal angerufen hatte, reagierte er auch seltsam und leicht genervt. Später kam ich dann darauf, dass die Initialen von seiner Exfreundin waren. Ich bereue es so, dass ich nicht abgenommen habe. Als ich dann in seinem Handy nachguckte, er erlaubte mir das übrigens, sah ich, dass er ihre Nummer tatsächlich nicht mehr, wie vorher, unter ihrem vollständigen Namen gespeichert hatte. Warum hat er ihren Namen so heimlichtuerisch durch ihre Initialen ausgetauscht? Ich sah in seinen Ruflisten auch seltsamerweise nicht, dass er sie irgendwann zurückgerufen hatte oder dass sie noch mal angerufen hätte, obwohl das ja naheliegend gewesen wäre.

Hat er dieses Telefonat auf seinem Handy gelöscht? Warum? Ich rief diese ominöse Person an, um zu sehen, wer es war, und es meldete sich eine Frau mit (meiner Meinung nach) auffällig sanfter Stimme. Es kann aber auch sein, dass sie gerade geschlafen hatte, denn es war spät. Ich legte schnell wieder auf und löschte dieses Telefonat vom Handy. Jetzt geht es mir total schlecht, ich weiß nicht, was da los ist. Übertreibe ich? Ich habe mir jetzt überlegt, ihre Nummer in seinem Telefonbuch mit der Nummer von meinem alten Handy auszutauschen, also dass dann unter ihrem Namen meine Nummer eingespeichert ist. Wenn er sie dann mal anrufen sollte, klingelt mein altes Handy und ich weiß zumindest, dass er in telefonischem Kontakt mit ihr ist. Ich wette, ihr verurteilt mich jetzt alle für mein Schnüffeln, aber vielleicht hat auch jemand Verständnis dafür. Wenn ich mit ihm darüber rede, dann kann er sich ja herausreden und passt dann doppelt auf, dass ich nicht dahinter komme. Deswegen lasse ich ihn lieber im Unwissen über mein Wissen, um weiter schnüffeln zu können. Ja, es stimmt, ich vertraue ihm offensichtlich nicht blind und hundertprozentig. Aber ich finde das relativ normal. Ich würde ihm aber nicht zutrauen, mich zu betrügen. Trotzdem bereitet mir das Ganze Kopfzerbrechen. Ich beichte, dass ich eine misstrauische, eifersüchtige Schnüfflerin bin.

Beichthaus.com Beichte #00031553 vom 04.07.2013 um 10:46:24 Uhr (28 Kommentare).

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“Beichte

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

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Engherzigkeit Falschheit Stolz Hochmut Dating

Ich (w/21) gebe zu, dass ich ein Arschloch der weiblichen Variante bin. Aus unerklärlichen Gründen bin ich seit Anfang meiner Jugendzeit allergisch auf den Typ Mann, der sich seiner äußerlichen Schönheit bewusst ist und diese zu seinen, meist egoistischen, Zwecken gerne ausnutzt. Sprich, Jungs die jede abkriegen und gerne flachlegen was geht. Und erst recht diejenigen, die keinen Hehl aus ihrem Lifestyle machen und noch stolz darauf sind. Von solchen habe ich auch noch nie eine Einladung abgeschlagen, denn ich kann es einfach nicht lassen, solchen Typen den Spaß zu vermiesen. Zuerst gehe ich auf deren flirtige Konversationen voll ein, sodass besagter junger Mann sich auf eine heiße Nacht einstellt. Es kommt zu einem Treffen, mal wird getrunken, getanzt, wild rumgeknutscht, mal alles in einem kombiniert. Am Ende lasse ich ihn fallen wie eine heiße Kartoffel, am liebsten wenn Herr "Ich-leg-Dich-flach" schon extrem rollig ist und sich bereits ein Zelt in der Hose aufbaut. Aktuell habe ich drei solcher "Projekte" am Laufen. Meist ergibt sich so etwas spontan und ich möchte noch erwähnen, dass die Initiative zum Anschreiben nicht von mir kommt. Wenn so ein Honk schon mit miesen Sprüchen daherkommt (entweder rein oberflächlich oder gar ohne Mühe), hat er es nicht anders verdient. Meistens sind es flüchtig kennengelernte Typen aus der Disse oder Freundesfreunde. Leidtut es mir nicht, da irgendwer ja diese verblendeten Schwanzträger auf den Erdboden zurückholen muss. Andere Mädels pushen solchen Männern das Ego. Meine Aufgabe sehe ich darin, sie von ihrem Ego wieder runterkommen zu lassen, manchmal mit verbliebenen Knicken im Selbstbewusstsein.

Es tut mir lediglich um meine verschwendete Zeit leid, und um mein Niveau, das ich wegen solcher Aktionen herablasse. Ich weiß, das zeugt nicht gerade von Reife, und nicht alle superhübschen Männer sind dumm. Nein, es gibt sogar viele, die haben etwas in der Birne. Zu Schade nur, dass einige ihrem Aussehen dennoch mehr zutrauen als ihrem Hirn. Und dann gibt es noch diejenigen, die versuchen, durch übertriebenes Pumpen zu beeindrucken. Ein verzweifelter Akt, um das zu kompensieren, was sie nicht haben - ein Gehirn. Es tut mir leid, dass sich das bei mir schon in so eine Art Hobby verwandelt hat, ich kann es einfach nicht lassen. Versteht mich nicht falsch, ich bin keine verzweifelte Männerhasserin. Mich kotzt lediglich die Variante an, die meinen, mehr zu sein, als sie es sind. Bevor ich jetzt runtergemacht werde, liebe Beichthausfreunde, denkt doch nur an die Typen, die mit Weibern genau das Gleiche machen.

Beichthaus.com Beichte #00031552 vom 03.07.2013 um 17:33:58 Uhr (37 Kommentare).

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