Unfreundliche Senioren

12

anhören

Engherzigkeit Zorn 50+ Gesellschaft

Ich bin 20 Jahre alt und habe bisher noch nie ein schlechtes Erlebnis mit Mitmenschen im gehobenen Alter gehabt. Ich respektiere die älteren Leute sehr und gebe auch gerne meinen Sitzplatz im Bus frei, wenn dieser wiedermal überfüllt ist. Als ich vor ein paar Tagen ein Gebäude verlassen wollte, sah ich, wie eine ältere Dame mit Krücken mit Mühe versuchte, die Tür zu öffnen. Ich rannte die letzten zehn Meter dann regelrecht zur Tür, und meine Hand erreichte gerade den Türknauf, als die ältere Dame sich mit voller Wucht dagegen drückte und die Tür dadurch aufging. Ich stand dann dort und hielt ihr die Tür auf. Sie lief dann ins Gebäude und statt einem Lächeln oder etwas Ähnlichem schaute sie mich nur grimmig an und schrie mich regelrecht an, dass ich auch mal "Danke" sagen könnte, wenn ich mir schon von ihr die Tür öffnen lassen würde. Sie endete dann damit, dass die Jugend von heute so unverschämt ist, und sie das gar nicht Verstehen könne. Offensichtlich dachte sie wirklich, dass ich dort gewartet hätte, damit sie die Tür für mich öffnet. Ich war regelrecht schockiert und konnte kein Wort sagen. Auch ihr Ehemann schritt dann wortlos durch die Tür. Wenn man heutzutage also behilflich sein will, ist alles, das man bekommt, dass man angeschnauzt wird. Für mich war dann der ganze Tag gelaufen und ich wünschte dieser alten Dame tatsächlich etwas Schlechtes. Und das möchte ich beichten, denn ich nehme solche Dinge offensichtlich viel zu ernst. Vielleicht hatte sie einfach nur einen schlechten Tag.

Beichthaus.com Beichte #00032461 vom 26.12.2013 um 22:09:17 Uhr (12 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Überraschung am Morgen

15

anhören

Trunksucht Ekel Morallosigkeit Last Night

Ich möchte beichten, dass Alkohol bei mir zwei Dinge auslöst. Zum einen bin ich nach einer gewissen Menge leicht ins Bett zu bekommen. Und zum anderen habe ich am nächsten Morgen wirklich sehr übel riechenden Stuhlgang. Es ist also schon öfter vorgekommen, dass ich am nächsten Morgen bei einem fremden Mann aufgewacht bin, auf seinem Klo einen ungeheuerlichen Gestank verbreitet habe und anschließend aus Scham verschwunden bin, bevor er aufgewacht ist. Es ist zum Glück schon seltener geworden, aber ab und zu passiert es immer noch. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032449 vom 23.12.2013 um 16:23:50 Uhr (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der Ausbeuterbetrieb

7

anhören

Hass Zorn Ungerechtigkeit Arbeit

Ich (m/34) beichte, dass ich die Firma, in der ich arbeite, hasse. Ich bin bei einer Dienstleistungsfirma beschäftigt. Als ich 2009 dort anfing, wurde ich als Gebäudereiniger eingestellt, sollte aber auch Hausmeistertätigkeiten nachgehen. Im ersten Winter musste ich Winterdienst in 15 Objekten übernehmen, ich hatte in drei Monaten gerade mal zwei Wochenenden frei. Nach nicht einmal einem Jahr wurde ich von meinen Objekten abgezogen, weil ich als Springer eingesetzt werden sollte - also immer dort, wo es brennt. Es hat sich relativ schnell herumgesprochen, dass ich meine Arbeit gewissenhaft und zuverlässig mache. Und so wurde ich kurze Zeit später Haustechniker in einem exquisiten Hotel. Meine Firma hatte dort schon lange einen Kollegen abgestellt, dessen Verhalten war aber offensichtlich nicht ideal, weshalb man mich dort hinschickte, um den Kunden zu halten. Seit drei Jahren bin ich nun schon dort und es gefällt mir sehr. Da ich mich mit dem technischen Leiter im Hotel super verstehe, kenne ich auch die Summe, die das Hotel für mich an meine Firma zahlen muss. Es ist wie Zeitarbeit - ich verdiene nicht einmal die Hälfte von dem, was die Firma einstreicht. Ich werde immer noch nach Reinigungs-Tarif bezahlt, obwohl ich nichts mehr damit zu tun habe.


Ich hatte dieses Jahr dann ein Gespräch zwecks Lohn-Anpassung mit der Geschäftsleitung. Mir wurde schamlos ins Gesicht gelogen, und meine Arbeit und Leistungen wurden heruntergespielt. Ich habe verschiedene Aufträge angepriesen, die ich für die Firma an Land gezogen habe, aber die Antwort war nur, dass man das von den Mitarbeitern auch erwarte. Ich musste mich extrem zusammenreißen und war drauf und dran den Chef über den Tisch zu ziehen. Ich habe es natürlich nicht gemacht, obwohl meiner Forderung auf eine Lohnerhöhung nicht stattgegeben wurde. Seitdem hält mich nichts mehr in der Firma, ich spekuliere nur noch darauf, dass mich das Hotel irgendwann übernimmt. Spätestens, wenn der technische Leiter in drei Jahren in Rente geht, habe ich sehr gute Chancen diesen Ausbeuterbetrieb endlich zu verlassen!

Beichthaus.com Beichte #00032434 vom 20.12.2013 um 20:19:42 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Schleicher und Schläfer auf der Autobahn

13

anhören

Maßlosigkeit Waghalsigkeit Auto & Co.

Ich möchte beichten, dass ich meinen Führerschein häufig unverschuldet aufs Spiel setze. Ich fahre sehr riskant, wenn nicht sogar extrem und ich bin noch nie schwerwiegend bestraft worden. Trotz meines Fahrstils nehme ich Punkte von meinen Kumpels auf meinen Namen auf. Ich mache das nicht aus Geldgier oder Vorteilen, sondern einfach nur, um ihnen einen Gefallen zu tun. Ich weiß, dass ich durch die recht häufigen Vergehen meinen Führerschein gefährde. Wenn man zum Beispiel kurz hintereinander auf der Autobahn mit vierzig Sachen zu viel erwischt wird, kann das einen Monat Fahrverbot bedeuten, aber irgendwie finde ich das noch sehr harmlos. Natürlich ist es etwas anderes, wenn man dicht auffährt, oder jemanden bedrängt. Aber mit einem schönen Wagen bei freier Autobahn vierzig Sachen langsamer fahren, nur weil da eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist, finde ich doch fragwürdig. Außerdem möchte ich beichten, dass ich diese "Schleicher" und "Schläfer" auf den Autobahnen nicht verstehe. Ich kann einfach nicht mit 120 Sachen auf der linken Spur tuckern, dabei schlafe ich ja ein - im Gegensatz zu meinen Freunden werde ich halt nur nie erwischt! Ich bitte also um Absolution dafür, dass ich einen absolut illegalen Fahrstil aber auch unverschämtes Glück habe, und dies dafür nutze, meinen Freunden hin und wieder aus der Patsche zu helfen.

Beichthaus.com Beichte #00032417 vom 18.12.2013 um 23:46:11 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Kummerkasten für eine Nacht

9

anhören

Feigheit Lügen Selbstsucht

Ich (w) möchte beichten, dass ich zu einer Zeit, in der ich mit meinem Freund lang anhaltenden und heftigen Streit hatte, einem völlig unbeteiligten Mann übel mitgespielt habe, um mich besser zu fühlen. Damals verbrachte ich gerade einige Tage bei meinen Eltern, da ich für eine Prüfung lernen musste, und daheim nicht die nötige Ruhe finden konnte. Auch an diesem Tag war ich wieder ziemlich down, weil es trotz der Distanz wieder Streit gegeben hatte. Wir hatten versucht, uns einfach ganz normal per Telefon zu unterhalten, und das war in die Hose gegangen, als die Gereiztheit wieder überhandnahm. Daraufhin wurde verärgert aufgelegt, und ich schmiss vor lauter Frust mein Vorhaben, an dem Tag noch das Kapitel durchzuarbeiten. Stattdessen setzte ich mich mit einem Bier vor meinen Rechner und begann, auf einer x-beliebigen Chatseite mit den Menschen zu texten. Ich wollte einfach mal ein paar freundliche Worte hören, und da es bereits spät war, wollte ich weder meinen besten Freund noch meine Schwester mit meinem Rededrang behelligen. Relativ schnell kam es dazu, dass ich mich mit einem jungen Mann gut verstand, er war, wenn ich mich recht entsinne, etwa 23 Jahre alt, also etwas jünger als ich. Wir unterhielten uns am Telefon, und mir war schnell klar, dass dies ein schüchterner Kerl mit wenig Erfahrung war, der gerade einfach überglücklich war, mit einer Frau zu sprechen. Noch dazu einer, die seine Interessen teilte und anscheinend alles toll fand, das er von sich gab. Das stimmte aber auch tatsächlich. Angesichts der Streitereien fand ich diesen Mann gerade einfach supernett und hielt ihn für den feinsten Kerl der Welt. Dementsprechend war ich freundlich und höflich zu ihm, aber muss zugeben, dass es mir ebenso recht gewesen wäre, wenn ein x-beliebiger anderer freundlicher und lieber Mensch dort gesessen und mit mir geredet hätte.


Es tat einfach so gut, einmal nette Worte von einem Mann zu hören. Das ich vergeben war, sagte ich ihm nicht, er fragte jedoch auch nicht, und ich stellte ihm nichts in Aussicht. Aber ich denke, er hat sich ziemlich große Hoffnungen gemacht. Das merkte ich dann am nächsten Morgen, kurz nach acht Uhr in der Früh, als knappe fünf Stunden nach dem Auflegen eine SMS von meinem Gesprächspartner kam. Er konnte es nicht einmal einen Tag lang aushalten, der unbeholfene Kerl. Ich verfluchte mein Ich vom Vorabend. Dass ich herzloses Weib nun wohl die süßeste männliche Jungfrau der Welt für andere Frauen verdorben haben könnte, einfach nur durch mein kaltes und egoistisches Verhalten. Da ich jedoch andere Sorgen hatte, schob ich die Aufklärung der Angelegenheit auf die lange Bank. Dies tat ich immer wieder, bis ich eines Tages, Jahre später, wieder die SMS in meinem Speicher fand - ich hatte sie nie gelöscht, weil ich mich immer darum hatte kümmern wollen. Nun ist es natürlich zu spät und ich schäme mich dafür. Ich beichte hiermit, dass ich nicht den Mumm hatte, einem lieben Kerl vernünftig zu sagen, dass ich weder etwas von ihm wollte, noch wirklich Interesse an ihm als Person hatte. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032390 vom 12.12.2013 um 20:41:51 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000