Die furchtbarste Frau der Welt

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Falschheit Dummheit Schamlosigkeit Selbstsucht Familie

Ich möchte hiermit beichten, dass ich versuchen werde, meinen Bruder und seine Frau, die ich im Folgenden "ES" nennen werde, auseinander zu bringen. Zu meiner Verteidigung, er hat die wohl furchtbarste Frau auf der Welt. Er lernte ES vor etwa vier Jahren im Internet bei einem Onlinerollenspiel kennen. Man muss dazu sagen, dass mein Bruder nie viele Beziehungen hatte, ich glaube, das liegt aber daran, dass die Frauen irgendwann anfangen, ihn zu nerven.
ES kommt aus Rumänien und hat damals in London gewohnt, ab und an haben sie sich dann mal besucht. Ich fand ES auch anfangs gar nicht so furchtbar. Eines Tages berichtete er allerdings, dass er zu ihr ziehen wolle. So geschah es dann auch. Natürlich ging es schief und sie kamen wieder nach Deutschland zurück und haben einige Schulden gemacht, unter anderem stehen sie auch bei mir mit 1000 Euro in der Kreide. Mein Bruder arbeitet wieder normal, aber ES hat keinen Anspruch auf Harz IV und scheint auch die sonstigen Jobangebote als nicht "würdig" zu erachten. Mit anderen Worten: ES arbeitet nichts, wird immer fetter und das Onlinerollenspiel scheint ihr einziges Hobby zu sein. Vor ungefähr 18 Monaten hat der Idiot sie auch noch geheiratet, weil sie sonst finanziell nicht über die Runden gekommen wären. Als ES Anfang des Jahres aushilfsweise doch mal zwei Monate gearbeitet hat, hatte sie doch wirklich nichts Besseres zu tun, als sich von ihrem ersten Gehalt einen neuen Laptop zu kaufen. - Nur zur Erinnerung, sie haben noch Schulden, und nicht nur bei mir!


Vor zwei Wochen waren wir dann bei einer Familienfeier, und da wir eine weite Anreise hatten, haben wir dort in einer Pension übernachtet. Abends saßen wir zusammen und haben getrunken und da erzählt er mir doch wirklich, dass sie seit Dezember keine Pille mehr nehme. Ich habe ihm durch die Blume gesagt, was ich davon halte. Nun weiß ich, dass ES es hasst, wenn mein Bruder Zeit alleine mit mir verbringt, da sie wohl ahnt, was ich von ihr halte. Jetzt haben wir an dem Abend immer weiter getrunken und irgendwann sind alle, außer meinem Bruder und mir ins Bett gegangen, und wir schlenderten durch das Dorf. Wir sind auf einer Geburtstagsfeier gelandet und wurden zum Feiern eingeladen. Eine halbe Stunde später klingelte mein Handy. Meine Freundin war dran und fragte mich verschlafen, wo wir sind, als ich antworten wollte, brüllte ES wie eine Furie ins Handy "Get your fucking asses right here now... Bla Bla Bla." Ich habe aufgelegt und das Handy ausgeschaltet. Als wir dann irgendwann so voll waren, dass wir uns kaum noch auf den Bänken halten konnten, sind wir zurück zur Pension gewankt. Da springt ES plötzlich aus der Dunkelheit, knallt meinem Bruder eine und tobt weiter. An mehr erinnere ich mich nicht mehr.


Am nächsten Morgen beim Frühstück erfuhr ich dann, dass ES Terror in der Pension geschoben hat, mitten in der Nacht bei meinen Eltern und bei meiner Freundin war, um zu fragen, wo wir sind und ob ich mein Handy dabei habe. Dann kamen sie runter, ES hat kein Wort gesagt und auch nichts gegessen. Mein Bruder sagte mir, dass ES ihm mit Scheidung gedroht habe und ich freute mich innerlich, dass diese Aktion so einen Erfolg hatte. Leider haben sie sich wieder versöhnt, aber das war eigentlich klar, denn ohne ihn hat ES nichts mehr und kann wieder dahin zurück, wo der Pfeffer wächst. Und mein Bruder? Der ist ihr hörig, lässt sich alles gefallen, und wie man gesehen hat, sogar schlagen. Sie haben nichts gemeinsam, und seit er mit ihr zusammen ist, unternehmen sie auch nichts mehr. Mein Bruder wird immer dünner und ES immer fetter. Deshalb werde ich alles daran setzen, sie auseinander zu bringen, und meinem Bruder die Augen zu öffnen, bevor ES ihm auch noch ein Kind anhängt. Weil er nicht sieht, wie schamlos er ausgenutzt und zerstört wird. Ich bitte dafür um Vergebung, aber manchmal muss man etwas zerstören, um etwas Besseres erbauen zu können.

Beichthaus.com Beichte #00031685 vom 02.08.2013 um 12:07:59 Uhr (19 Kommentare).

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Das verquere Weltbild

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Dummheit Ignoranz Engherzigkeit Bahn & Co. Halberstadt

Das verquere Weltbild
Aufgrund des tragischen Zugunglücks in Santiago de Compostela in Spanien ist mir kürzlich eine Situation aus meiner Kindheit eingefallen. Ich weiß nicht mehr genau, wann das Zugunglück von Eschede genau war, aber ich erinnere mich, wie ich davon erfuhr. Ich (1989 geboren) saß zu dem Zeitpunkt bei meinen Großeltern auf dem Teppich und sah mit ihnen die Abendnachrichten. Meine Großeltern waren natürlich bestürzt, als sie von der Tragödie erfuhren, ich für meinen Teil fand es jedoch toll, dass so viele Menschen gestorben sind. Und dass nur, weil ich am Tag zuvor irgendwo aufgeschnappt hatte, dass es immer mehr Menschen auf der Welt gäbe und dass die Erde das nicht länger verkraften könne. Ich bitte um Vergebung für meine damalige Engherzigkeit, glaube aber daran, dass es einfach am Alter lag. Und im Grunde wollte ich mit meinem verqueren Weltbild nur das Beste für die Welt.

Beichthaus.com Beichte #00031681 vom 01.08.2013 um 14:31:43 Uhr in 38820 Halberstadt (Straße der Opfer des Faschismus 29) (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Zahlenblindheit

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Feigheit Peinlichkeit Lügen Geld

Ich (19) möchte beichten, dass ich unter Dyskalkulie leide und nie fähig war, entsprechend auf meine Umwelt zuzugehen. Für alle, die es nicht wissen: Dyskalkulie wird auch Zahlenblindheit oder Rechenschwäche genannt. Es ist zwar meistens so, dass Betroffene einer solchen Beeinträchtigung Meister des Versteckens sind und unangenehme Situationen bewusst vermeiden, aber dennoch hätte ich etwas tun sollen. Zuvor war mir dies allerdings nie so bewusst, ich habe mich einfach instinktiv von "gefährlichen" Situationen ferngehalten. Dies gelang mir auch, bis ich sechzehn wurde. Denn ab diesem Zeitpunkt bestand meine Oma darauf, dass ich mir ein Konto für das monatliche Taschengeld zulege, das ich von ihr erhielt. Ich sagte zu, hatte aber niemals die Absicht, mir ernsthaft ein Konto einzurichten.


Ein paar Monate vergingen und ich konnte den Fragen meiner Oma, bezüglich meines Kontos, immer ausweichen. Irgendwann beschloss sie dann spontan, mit mir zur Bank zu gehen und eines anzulegen. Ich hatte keine Chance, dem zu entkommen. Unruhig ließ ich mir dann Tausende Zettel geben, die ich ungesehen unterschrieb. Es war eine Sache von zehn Minuten und man sagte mir, ich würde demnächst Post bekommen und dass ich mich bei Fragen gerne melden könne. Jedenfalls bekam ich dann meine PIN und meine Karte. Damit war die Sache für mich erledigt. Immer, wenn meine Oma mich dann fragte, ob das Taschengeld überwiesen wurde bzw. ob ich nachgeschaut hätte, sagte ich Ja und irgendwann verlief das Ganze im Sand. Aber nach einiger Zeit bekam ich Post von meiner Bank, in der meine Kontoauszüge waren. Die Ersten paar öffnete ich noch, war aber völlig überfordert und bunkerte sie in meinem Zimmer. Ich glaube, für Außenstehende klingt das ziemlich dumm, aber was Solls. Es wurde zur Gewohnheit, diese Kontoauszüge in einen Karton zu werfen und mich nicht um mein Konto zu kümmern. Mir wurde zwar bewusst, dass ich jetzt weniger Bargeld hatte, für mich damals das einzige Geld, aber mit zehn Euro in der Woche, die ich mit Nachhilfe in Deutsch verdiente, kam ich ganz gut über die Runden.


Jedenfalls, vor gut drei Monaten, ließ ich dann endlich die Bombe platzen. Dass ich schon immer Probleme im Fach Mathematik hatte, war meiner Familie bewusst, doch als ich ihnen gestand, wie viele Probleme mir Zahlen allgemein machten, waren wir fest entschlossen, einen Test zu machen. Dieser fiel dann tatsächlich positiv aus und ich bin jetzt in Therapie bei einem speziellen Dyskalkulietherapeuten. Dort habe ich auch besagtes Konto erwähnt und er brachte mich dazu, es meiner Mutter zu erzählen. Also setzten wir uns zusammen und sie erklärte mir die Grundzüge der Kontoführung. Danach gingen wir meine Kontoauszüge durch und stellten fest, dass ich knapp 1.300 Euro angespart hatte. Zugegebenermaßen war mir das relativ egal, denn die Strapazen, die ich damit hatte, waren ziemlich schwerwiegend. Das ist meine Beichte. Ich war zu feige, um mich meinem schwerwiegenden Zahlenproblem zu stellen und log unverfroren alle in meinem Umfeld an. Nicht nur diese Tatsache setzt mir zu, sondern alles, was mit ihr zusammenhängt. Jetzt habe ich zwar eine Anzahlung zum Führerschein, aber ich habe immer noch starke Bedenken. Ich hoffe, in der Therapie baut sich mein Selbstbewusstsein wieder etwas auf. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00031675 vom 31.07.2013 um 12:45:12 Uhr (16 Kommentare).

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Die Verschwörungstheoretikerin

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Misstrauen Dummheit Peinlichkeit Ahaus

Hiermit beichte ich (w/22), dass ich letztes Jahr fest davon überzeugt war, dass die Welt am 21.12.12 untergehen wird. Leider war meine Angst doch umsonst, genau wie all die Zeit, die ich vor dem Computer verbracht habe, um mich über irgendwelche Verschwörungstheorien zu informieren, von denen ich natürlich absolut überzeugt war. Des Weiteren beichte ich, dass ich wirklich sehr leichtgläubig bin, manchmal steigere ich mich auch zu sehr in Dinge hinein und mache mir damit selbst Angst. Um es mal zu verdeutlichen: Einmal waren meine zwei Schwestern und ich alleine zu Hause. Wir saßen im Wohnzimmer und schauten fern. Plötzlich hörte ich die Tür zu Garage ins Schloss fallen, oder wenigstens dachte ich, es gehört zu haben. Lange Rede, kurzer Sinn: Es kam so weit, dass ich mit dem Besen bewaffnet, panisch in der Küche stand und meine kleine Schwester vorschickte, mal im Flur nachzusehen, ob da nicht jemand reingekommen ist. Durch meine Panikschieberei hat sie sich nur stückweise in den Flur getraut und ich bin hinterher. Nachdem wir die Hälfte des Weges bis zur Garagentür geschafft hatten, ergriffen wir die Flucht zurück in die "sichere" Küche. Meine andere Schwester hielt uns sicher für bekloppt.

Beichthaus.com Beichte #00031670 vom 30.07.2013 um 22:25:49 Uhr in 48683 Ahaus (Galenstraße) (13 Kommentare).

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Sperrmüll für die Freier

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Habgier Vandalismus Last Night Freiburg

Sperrmüll für die Freier
Die Geschichte ist jetzt gute 20 Jahre her und trug sich im Südwesten der Republik zu. Ich arbeitete nebenher zwei bis drei Mal wöchentlich in einer Spielothek, meist in der Spätschicht bis zum Ladenschluss. In dem Gebäude gingen auch zwei Damen dem ältesten Gewerbe der Welt nach. Da manche Freier schon Probleme hatten, den Eingang zu der besagten Wohnung zu finden, kamen diese in die Spielothek und fragten nach. Man hilft ja gerne. Eines schönen Abends, kurz vor Mitternacht und Feierabend - ein guter Freund war schon anwesend, wir wollten nach der Schließung noch ein Bier zischen gehen - kamen zwei Schweizer rein und meinten, dass von den Damen keine öffnen würde. Ich antwortete nur, dass sie vermutlich auch schon Feierabend haben. Auf die Frage, ob wir eine andere Örtlichkeit kennen würden, antwortete ich wahrheitsgemäß, dass es diese gibt, sich dieses Etablissement aber in einem ganz anderen Stadtteil befindet. Auf die Frage hin, ob wir sie hinführen könnten vereinbarten wir einen Unkostenbeitrag von 50 DM. Im Übrigen kann ich Schweizer überhaupt nicht leiden, aber zu unserer Überraschung willigten die Zwei ein.

Also stiegen wir mit denen in ihr Auto und ich lotste sie zum Ziel. Die parkten ihr Auto, ich verlangte das Geld. Als Antwort kam, dass sie erst am Ort des Geschehens wechseln müssten. Also warteten wir vor der Wohnung. Als nach ein paar Minuten nichts passierte, klingelten wir. Eine leicht bekleidete Dame öffnete und sagte, im Auftrag der Schweizer, wir sollen uns verpissen, es gäbe kein Geld. Im Hintergrund war dreckiges Lachen zu hören. Unsere Freude hingegen hat sich in Grenzen gehalten. Da in der besagten Straße wohl am nächsten Morgen Sperrmüll war, war die ganze Straße mit entsprechendem Zeug vollgestellt. Mein Freund und ich machten uns über zehn Minuten lang die Mühe, das Auto der Schweizer komplett mit Sperrmüll zu bedecken, achteten aber darauf, so weit das bei Dunkelheit möglich ist, keine Kratzer zu verursachen. Leidtat mir das nicht, allerdings hatte ich in den Folgetagen etwas die Sorge, dass sie wieder in die Spielothek kämen, um sich zu rächen. Das ist aber nicht passiert, hatten wohl selber Schiss.

Beichthaus.com Beichte #00031637 vom 22.07.2013 um 14:36:12 Uhr in 79100 Freiburg (Karthäuser Str.) (25 Kommentare).

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