Eklige Kochkunst

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Ekel Unreinlichkeit Ernährung Familie

Ich (w) möchte beichten, dass ich die Ess- und Kochgewohnheiten meiner Mutter hasse. Wenn wir zusammen kochen, nimmt sie zum Probieren immer den Kochlöffel in den Mund und rührt danach munter weiter im Essen herum. Oder wenn wir am Tisch sitzen und sie husten muss, kommt sie nicht auf die Idee, ihre Hand vor den Mund zu halten, sondern hustet schön über das Essen. Auch mit vollem Mund sprechen und dabei die Hälfte ausspucken gehört zu ihrem Alltag. Meine Oma ist da noch schlimmer - bei ihr nimmt sich niemand eine Portion auf seinen Teller, sondern jeder stochert mit seiner angesabberten Gabel im Essen herum. Auch beim Kochen wird dann der Kochlöffel in den noch randvollen Mund gesteckt und dann wird damit weitergekocht. Es wird mit vollem Mund aus der großen Flasche getrunken, sodass Bröckchen darin herumschwimmen - obwohl jeder ein Glas vor sich stehen hat. Scheinbar bin ich die Einzige in der Familie, die das stört, denn außer mir spricht sie nie jemand darauf an. Für die Anderen ist das wahrscheinlich normal, aber wenn ich dabei zuschaue vergeht mir immer der Appetit. Es tut mir leid, dass ich das mühevoll gekochte Essen meiner Mutter und meiner Oma nicht zu schätzen weiß, obwohl es an sich eigentlich sehr gut schmeckt und andere sich bestimmt sehr darüber freuen würden. Aber lieber koche ich dann alleine und es schmeckt nicht ganz so gut.

Beichthaus.com Beichte #00032655 vom 01.02.2014 um 19:51:38 Uhr (17 Kommentare).

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Stinker im Bus

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Ignoranz Arbeit Bahn & Co.

Ich bin Busfahrer einer öffentlichen Linie und stehe mit dem Bus oft für ein paar Minuten an der Endstation und nutze die Zeit, um zu rauchen. Die Fahrgäste steigen dann auch schon ein - auf der letzten Tour war das erst ein junger Mann, dann ein etwas Älterer, und dann kamen drei Schulkinder, ungefähr zehn Jahre alt. Ein normaler Junge, ein normales Mädchen und dann ein sogenannter Stinker. Der Typ Kind, den jeder kennt: übergewichtig, dämliche Frisur, dümmliches Gesicht aber dann eine große Klappe. Ich saß schon wieder auf dem Fahrersitz, als der Stinker zu mir kam und fragte, ob sie noch kurz zum Supermarkt laufen könnten, um sich etwas zu trinken zu holen. Ich bejahte, weil ich noch im Zeitplan war und die Drei ließen ihre Schulsachen im Bus, um zum Supermarkt zu laufen. Zwei Minuten später sah ich dann, dass sie wieder zurückkamen, und startete den Motor - die Kids fingen sofort an zu laufen, und als sie etwa zwanzig Meter vor dem Bus waren, schloss ich die Tür und fuhr los. Ich hörte noch, wie der Stinker mir zurief, dass ich doch bitte warten solle - ich fand es aber echt lustig, wie sie versuchten, sich noch bemerkbar zu machen und mit letzter Kraft den Bus erreichen wollten. Vor allem der Stinker sah so ulkig aus, weil ihm nach ein paar Metern die Puste ausging, während die anderen noch hinter dem Bus herliefen. Ich hatte ein fettes Grinsen im Gesicht, aber einer der Fahrgäste kam dann zu mir und beschwerte sich über mein Verhalten. Immerhin hat er die Aktion ja mitbekommen.


Drei Stationen später stand dann ein Auto an der Haltestelle und die drei Kinder stiegen in den Bus! Der Stinker hatte wohl ein Auto angehalten und den Fahrer gebeten, den Bus zu überholen, damit die Kinder wieder einsteigen konnten und zu ihren Schultaschen kamen. Blöderweise ging das so schnell, dass sie es tatsächlich in den Bus geschafft haben. Wenn ich besser reagiert hätte, wäre ich auch wieder vor ihre Nase davongefahren. Nun waren sie aber allesamt im Bus und ziemlich angepisst. Vor allem der Stinker beschwerte sich lautstark, dass sein Vater Anwalt sei, und er mich verklagen würde. Leider waren dann mittlerweile schon ziemlich viele Fahrgäste im Bus, sonst hätte ich den Stinker noch verarscht und ihn an seiner Haltestelle nicht aussteigen lassen. Ergebnis der Geschichte war, dass ich nicht verklagt wurde und es keine Konsequenzen für mich gab. Ich will solche Stinker einfach nicht in meinem Bus! Diese Typen gehen nach dem Schul-Turnen nicht duschen, weil sie sich schämen, und stinken dann mit ihrem Schweißgeruch meinen Bus voll, in dem ich zehn Stunden lang hocken muss. Der soll ruhig ein paar Hundert Meter am Tag laufen, damit er abnimmt, fitter wird, und sich nach dem Sport in die Dusche traut. Solange er aber ein Stinker bleibt, werde ich alles dafür tun, damit er nicht mit dem Bus fährt, wenn ich der Fahrer bin. Er muss irgendwann auch lernen, dass niemand Bock auf eklige Typen hat, und dass sein Vater ihm nicht wegen jeder Kleinigkeit behilflich sein kann. Besser wird es für ihn sein, wenn er normal wird, sein Stinker-Dasein ad acta legt und nicht auf große Klappe macht. Dann warte ich auch das nächste Mal, damit er den Bus erreicht.

Beichthaus.com Beichte #00032654 vom 01.02.2014 um 00:55:12 Uhr (47 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Keine Luft im Reifen

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Zorn Rache Engherzigkeit Boshaftigkeit WG

Wenn ich (m/21) mich über meinen trotteligen Mitbewohner aufrege, lasse ich immer die Luft aus seinem geliebten Fahrrad. Das beruhigt mich irgendwie. Er regt sich schon ständig darüber auf, dass er dauernd die Schläuche etc. wechselt und die Luft trotzdem noch entweicht. Vor einiger Zeit habe ich mich dann dazu durchgerungen, damit aufzuhören. Ein paar Tage später kam mein Mitbewohner in mein Zimmer und hat gesagt, dass sein Rad hinten schon wieder einen Platten hat.

Beichthaus.com Beichte #00032653 vom 01.02.2014 um 11:20:31 Uhr (6 Kommentare).

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Bilder einer Wasserleiche

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Morallosigkeit Boshaftigkeit Ekel Schule

Ich war heute zu einem Gespräch mit der Direktorin und der Klassenlehrerin meines dreizehn Jahre alten Sohnes eingeladen. Grund dafür war eine äußerst unappetitliche Sache. Letzte Woche wurde bei uns im Ort an einem Stauwehr eine Wasserleiche angespült. Die Bergungsarbeiten fanden genau zu der Zeit statt, als er mit einem Schulfreund auf dem Weg zum Fußballtraining war. Da haben die beiden natürlich auf der Brücke gestanden, zugeschaut und alles mit dem Handy aufgenommen, fotografiert und später in der Schule rumgezeigt - was zur Folge hatte, dass ein Mädel gekotzt hat, andere verstört waren und dadurch der Unterricht beeinträchtigt war. Deswegen musste ich heute hin, um mir von den beiden Lehrzicken einen minutenlangen Vortrag über Ethik, Menschenwürde, Anstand und solche Dinge anzuhören und das Handy abzuholen. Dabei wurde auch das betreffende Video gezeigt. Zugegeben, es war kein schöner Anblick. Trotzdem habe ich gelacht, als ich die Kommentare der beiden im Hintergrund gehört habe, so in der Art: "Schau mal, ein Alien und schau mal, jetzt fällt dem Alien der Kopf ab". Dann gab es noch einen Vortrag über gute Erziehung. Ich habe gesagt, dass es bestimmt nicht wieder vorkommt, und dass das Video gelöscht wird, und bin gegangen. Es tut mir schon ein wenig leid, dass ich gelacht habe. Aber die Bemerkungen waren einfach zu komisch. Es ist ja für die Angehörigen der Wasserleiche auch nicht einfach, damit umzugehen. Außerdem möchte ich beichten, dass ich zu blöd bin, von dem Smartphone meines Sohnes die Videodatei zu löschen. Meine Frau, welche sich mit Smartphones auskennt, ist zurzeit mit der Tochter zur Kur und ich sitze seit fast einer Stunde vor dem Teil und versuche irgendwie damit zurechtzukommen. Keine Chance.

Beichthaus.com Beichte #00032652 vom 30.01.2014 um 21:25:28 Uhr (33 Kommentare).

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Die Disziplin der Fahrgäste

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Engherzigkeit Zorn Bahn & Co. Wien

Die Disziplin der Fahrgäste
Ich bin seit fast zehn Jahren Straßenbahnfahrer. Ich fahre gerne, was mich aber stört, ist die Disziplin der Fahrgäste. Ich versuche jeden, der noch angerannt kommt, mitzunehmen - bloß irgendwann muss auch ich mal losfahren. Es gibt Haltestellen, an denen könnte ich fünf Minuten lang stehen und es würden immer noch Leute angerannt kommen, die unbedingt noch mitfahren wollen. Einfach weil sie keine drei Minuten auf die nächste Straßenbahn warten können. Die Fahrzeiten sind ohnehin schon sehr kurz bemessen und meine Pause verlängert sich durch die Wartezeiten an der Haltestelle auch nicht unbedingt. Und fährt man dann doch los, nachdem man noch den siebten angerannten Fahrgast hat einsteigen lassen, kann man sich von dem "Zurückgelassenen" - aber oft auch von den Fahrgästen im Zug - die nettesten Dinge anhören. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, die Fahrgäste zu disziplinieren. Solche, die rücksichtslos bei Rot über die Straße laufen, oft sogar noch ihre Kinder an der Hand haben und damit andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst massiv gefährden, nur weil sie unbedingt noch mitfahren wollen, lasse ich über die Straße, und wenn sie dann vor der Tür stehen, fahre ich los. Ich werde nie verstehen, dass man sich absichtlich in Gefahr begibt, nur weil man nicht noch drei Minuten warten kann. Es tut mir leid, da ich mit meinem Verhalten bestimmt viele Menschen verärgere, aber ich denke in der heutigen Zeit kann man nur so einen Lerneffekt bei den Menschen erreichen. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00032651 vom 30.01.2014 um 10:51:54 Uhr in 1070 Wien (Kaiserstraße) (26 Kommentare).

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