Mein Chef, der Geizhals

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Hass Boshaftigkeit Ekel Chef Arbeit Hamburg

An dem Tag, an dem ich (w) meinen Ausbildungsvertrag unterzeichnete, bekam ich von meinem Chef den Hinweis, dass es immer gerne gesehen wird, wenn man "auch mal" durchwischt oder durchsaugt. Alles klar, dachte ich mir, so läuft das hier also. Er ist tatsächlich zu geizig, um für ein knapp 200 Quadratmeter großes Büro eine Reinigungskraft einzustellen. Ich wusste allerdings, dass viele aus meiner Klasse unzufrieden mit ihren Chefs waren, und dachte mir, okay es hätte mich Schlimmer treffen können. Also ertrug ich das erst einmal. Es ist sowieso nur wenig im Büro zu tun und ich bin mir da auch nicht zu schade für, auch wenn es nicht zu meinen Aufgaben gehört. Mit der Zeit lernte ich die Eigenarten und Gewohnheiten meines Chefs besser kennen. Zum Beispiel geht er zwei Mal täglich um dieselbe Uhrzeit auf die Toilette und verrichtet dort sein großes Geschäft.


Danach hält er es offensichtlich nicht für nötig, das Badezimmerfenster zum Lüften zu öffnen, sodass es jedes Mal durch das ganze Büro stinkt. Ich habe dann die Wahl: Entweder mit zugehaltener Nase das Fenster auf der Herrentoilette selbst öffnen, oder den Gestank ertragen. Das ist eines der extrem ekligen Dinge, die er so macht. Aber er ist außerdem auch noch völlig morallos und einfach ein egoistisches Schwein. Als wieder Bewerbungszeit war, hat er einfach die Briefmarken, die einige Bewerber extra beifügten, damit sie ihre Bewerbung auch zurück erhalten, einkassiert und die Unterlagen vernichtet. Es gab also weder eine Absage noch die Bewerbung - trotz beigefügter Briefmarken - zurück! Und das wegen einigen 1,45 Euro pro Briefmarke! Ich fasse es nicht und ich könnte jetzt noch viele weitere Dinge aufzählen. Aber nun zu meiner Beichte: Ich hasse ihn wirklich! Ich weiß, viele hassen ihren Chef. Aber ich hasse ihn wirklich enorm und ich freue mich, wenn er mal krank ist.

Beichthaus.com Beichte #00033672 vom 28.07.2014 um 13:22:33 Uhr in 20457 Hamburg (Kehrwieder) (12 Kommentare).

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Freund vs. Sextraum

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Lügen Ungerechtigkeit Morallosigkeit

Ich (w/20) bin seit knapp zwei Monaten in einer Beziehung. Das Ganze hat sich sehr schnell entwickelt, und mein Freund ist wirklich nett, hilfsbereit, verständnisvoll, zuvorkommend und eigentlich wirklich perfekt. Das Problem ist nur, dass wir uns wegen der Distanz, nur sehr selten sehen können - der Weg nimmt fast drei Stunden in Anspruch. Hier beginnt meine eigentliche Beichte: Bevor ich das letzte Mal übers Wochenende bei ihm war, hatte ich einen Sextraum von einem bekannten Youtuber mit blonden Dreadlocks, er ist ein deutscher Let's Player, den ich schon immer ziemlich geil fand. Das war mein erster Sextraum und er war einfach Hammer, viel besser als der Sex mit meinem Freund! Deshalb habe ich irgendwie keine Lust mehr, mit meinem Freund intim zu werden und weise ihn immer ab, wenn er es versucht. Es tut mir wirklich leid, auch, weil ich ihm nichts von dem Traum erzählt habe. Irgendwie fühle ich mich nämlich, als ob ich ihm fremdgegangen wäre. Und wenn ich ihm davon erzählen würde, wäre sein ohnehin schon niedriges Selbstbewusstsein noch weiter im Keller. Aber der Youtuber war so geil, da kann mein Freund einfach nicht mithalten. Ich beichte also, dass ich meinen Freund belüge und gedanklich mit einem Sextraum vergleiche, was ihm gegenüber nicht fair ist.

Beichthaus.com Beichte #00033643 vom 23.07.2014 um 18:07:14 Uhr (17 Kommentare).

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Raucher vs. Nichtraucher

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Aggression Boshaftigkeit Ignoranz Gesellschaft

Ich (m/21) hasse diese inzwischen eingebürgerte Nichtraucherstimmung. Man kann es ablehnen, man kann Nichtraucher sein, kein Thema. Aber was inzwischen in diesem Land abgeht, das ist doch nicht mehr normal. Vor zehn Jahren war Qualmen noch völlig okay, Automaten an jeder Straßenecke, keine großen Einschränkungen, es war einfach normal. Ich finde Prävention richtig und gut, bin selber nicht glücklich darüber, dass ich Raucher bin und verblase im wahrsten Sinne des Wortes viel Geld. Aber es gibt Grenzen: Die beginnen für mich damit, dass das generelle Raucherverbot in Kneipen allen demokratischen Grundsätzen entgegen steht. Jeder Wirt sollte doch selbstständig entscheiden dürfen, welche Rechte er den Gästen zugesteht und welche nicht. Inzwischen geht es so weit, dass man bei Mitfahrgelegenheiten nicht mehr mitgenommen wird, wenn man es wagt, auf dem Rastplatz eine zu rauchen. Und dann wundern sich die Menschen, warum wir "Raucher" so ignorant sind und uns direkt, nachdem wir aus dem Zug aussteigen, direkt mal eine anstecken, und nicht mal mehr den Ausgang abwarten können: Wir sind süchtig und werden inzwischen dazu gezwungen, unseren Tag durchzuplanen - wann ist es wo möglich, mal seiner Sucht nachzukommen? Mich würde mal interessieren, was dieser Staat ohne die Tabaksteuer machen würde, wir zahlen uns schließlich dumm und dämlich. Und immer dämlicher, schließlich wird es immer teurer.


Aber zu meiner Beichte: Ich schrieb zwar am Anfang, dass ich nicht glücklich bin mit meiner Sucht, aber diese nicht aufhörende Antihaltung hat mich doch in irgendeiner Art und Weise zum Protest bewegt. Jedes Mal, wenn ich den Eindruck gewinne, so ein absoluter Nichtraucher fernab jeder Toleranz steht neben mir, stecke ich mir eine an und rücke ihm mit meinem "Qualm" so richtig auf die Pelle. Das kommt öfter vor, als man denkt. Die Menschen zeigen recht schnell ihre Haltung aufgrund kleiner Gesten. Es tut mir leid, andere Menschen mutwillig zu "vergiften", aber genauso, wie damals die Raucher keine Rücksicht auf Verluste gehabt haben, so habe ich jetzt keine mehr mit dieser komischen Gesellschaft, die zwar Rauchen schrecklich, aber sich halb totzusaufen- oder zu essen total normal findet. Kommt mal wieder klar - ach nein - jetzt steht ja die Helmpflicht für Fahrradfahrer im Raum.

Beichthaus.com Beichte #00033631 vom 21.07.2014 um 01:14:00 Uhr (55 Kommentare).

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Die Verlobte und der String unter dem Bett

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Rache Zorn Boshaftigkeit Morallosigkeit

Ich möchte beichten, dass ich für das Ende der Beziehung eines ehemaligen Freundes verantwortlich bin und seine geplante Ehe ruiniert habe. Alles fing damit an, dass ich mit etwa 17 das erste Mal so richtig verliebt war: meine erste große Liebe, an die ich selbst heute immer noch oft denken muss. Das Ganze ging damals sehr unglücklich mit vielen Streitereien auseinander. Vor ein paar Monaten war ich mit einem Kumpel feiern, mit dem ich zu damaliger Zeit sehr gut befreundet war. Heute ist unsere Freundschaft nicht mehr so eng, aber wir treffen uns noch ab und zu. Jedenfalls waren wir beide ganz schön besoffen und irgendwann kamen wir auf meine damalige Freundin zu sprechen und dann fing er auf einmal an zu erzählen, wie er sich kurz nach der Trennung ein paar Mal mit ihr zum Ficken getroffen hat. Mir wurde kotzübel und ich wusste gar nicht, was ich sagen soll. Mich hat das Ganze noch viele Tage beschäftigt und dieser Kumpel wusste, glaube ich, gar nicht mehr, was er mir da erzählt hatte. Jedenfalls kam das Thema nie wieder auf den Tisch und ich habe es immer mehr in mich reingefressen.


Ich fühle mich nach wie vor sehr hintergangen und so habe ich meine Rache geplant. Er war damals einer meiner besten Freunde, und selbst wenn ich mit ihr nicht mehr offiziell zusammen war, fühlte ich mich betrogen. Über die Auswirkungen meines Racheplans war ich mir erst gar nicht so bewusst. Jedenfalls war dieser (ehemalige) gute Freund vor ein paar Wochen im Begriff zu heiraten und ich wurde zu seinem Junggesellenabschied eingeladen. Seine zukünftige Frau war über das Wochenende vereist und wir trafen uns bei ihm, um zusammen in die Nacht zu starten. Was keiner mitbekommen hat: Ich habe einen getragenen String, den mal eine meiner Ex-Freundinnen bei mir vergessen hat, mitgenommen und zusammen mit einem benutzten Kondom in einer unbemerkten Minute unter das Bett der beiden geschmissen. Wir gingen dann feiern und hatten einen schönen Abend. Nach ein paar Tagen habe ich dann über ein paar Ecken mitbekommen, was passiert ist. Die Verlobte kam nach Hause, fand erst knapp eine Woche später das Kondom und den String unter dem Bett und hat verständlicherweise eine große Szene daraus gemacht. Natürlich hat er versucht ihr zu erklären, dass er keine Ahnung hat, wie das unter das Bett kam, aber sie glaubte ihm nicht und hat stattdessen ihre Sachen gepackt und ihn verlassen. Mein ehemaliger Freund ist total fertig, versteht die Welt nicht mehr und ich fühle mich furchtbar, weil meine Rache ja noch schlimmer war, als das, was er mir ursprünglich mal angetan hatte.

Beichthaus.com Beichte #00033622 vom 18.07.2014 um 13:58:10 Uhr (30 Kommentare).

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Neues Gerät vs. alten Schrott

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Ignoranz Lügen Stolz Engherzigkeit Familie

Ich beichte, dass ich meine Schwiegermutter belogen habe, ich bin nämlich der Typ, der für die Verwandtschaft immer die technischen Dinge erledigt. Vor knapp einem Jahr ging ihr Internet nicht und ich habe mich darum gekümmert. Da ein Gerät kaputt war und sie - zumindest zu der Zeit - wenig Geld hatte, habe ich ihr ein Gerät aus meinem Lager gegeben, für welches ich keine Verwendung mehr hatte. Sie musste natürlich nichts bezahlen, ich war aber damals etwas zu geizig, um ihr einfach so ein Neugerät zu schenken. Daher hatte ich ein schlechtes Gewissen: Ein altes Gerät hat Sicherheitsprobleme beim drahtlosen Netzwerk und einen hohen Stromverbrauch - das ergibt recht hohe Folgekosten. Neulich wollte sie dann ihr neues Handy in das drahtlose Netzwerk bringen. In dem Zuge wollte ich meine alte Sünde loswerden und habe ihr das damals eingerichtete Gerät dann gegen ein Nagelneues getauscht - natürlich für Lau. Dabei ist mir dann aufgefallen, was da noch alles für alte Geräte in ihrem Keller versteckt waren - bestimmt an die 15 Jahre alt - hinter einer Wand, in einem Kabelknäuel, unter vielen völlig hingefrickelten einzelnen Kabeladern und maroden Steckverbindungen. Ich war baff, dass das überhaupt irgendwie funktionierte. Ich teilte ihr dann mit, dass das neue Gerät eigentlich alle Funktionen aller bestehenden Geräte übernehmen kann. Keine Fehlerquellen, keine losen Kabel mehr, keine alten Stromfresser, keine zusätzlichen Kosten. Das Gerät sei ja jetzt ohnehin da. Eigentlich überhaupt keine Nachteile.


Sie sagte: "Nö. Lass das mal alles so. Das funktioniert seit 15 Jahren, das wird schon nicht ausfallen. Und außerdem ist das von der Telekom so vorgesehen." Da war ich anderer Meinung. Sie hätte ja mit dem alten Zeug mal in den nächsten T-Punkt rennen können und fragen, ob das noch zeitgemäß sei. Nur bin ich leider der, der es dann reparieren muss, wenn es doch mal ausfällt. Ich war etwas stinkig. Um "Feuerwehr" zu spielen, ist man immer gut genug, aber das strukturierte, langfristige Planen wird dann wegen eines kurzen hysterischen Zickenanfalls nicht geduldet. Ich schenke ihr ein hochwertiges Gerät, was dann eigentlich nichts anderes macht als der alte Müll, der da so rumsteht. Und überhaupt sind ja irgendwelche Telefonkabel mit separaten Nummern von vor 15 Jahren, als der mittlerweile verheiratete Sohn mit Kind noch oben wohnte verlegt, und die müssen ja noch so funktionieren wie damals, obwohl weder der Sohn dort noch wohnt, noch ein Telefon dort angeschlossen ist. Wahrscheinlich glaubt sie, dass er morgen wieder vor der Tür steht und sein Zimmer mitsamt der alten Telefonnummer wieder haben möchte. Aber wehe die Telefonnummer fehlt.


Ich habe es ihr dann einfach umgestellt, einfach so. Ohne ihren Willen. Das war wahrscheinlich wirklich gemein und doof und hat ihre Meinung missachtet. Aber ich fand dennoch, dass das so richtig war. Ich musste mir dann anhören, ob ich wohl selbst Vorteile von dem "Umbau" hätte, in einem Ton, als ob mich jetzt ihre alten Geräte im Verkauf zu einem reichen Mann machen würden. Dabei wette ich, man wird sie nicht mal mehr für umsonst los. Na ja, ich habe ihr dann ihre alte Telefonanlage gelassen, aber den Rest der Geräte, die ich wieder hinter die Wand bauen sollte, habe ich da zwar reingehängt und auch die Kabel wieder ins Knotengewirr gesteckt, aber ohne Funktion. Die Funktionen hat jetzt komplett das neue Gerät übernommen. Und ich habe sie belogen und gesagt, alles sei beim Alten. Ich frage mich, wer den größeren Ego-Trip hatte. Aber ich mag es nicht, wenn man meine Arbeit derart nicht schätzt. Das wäre, als würde ich einer Köchin zum Grillabend immer nur den Auftrag geben, Brot beim Bäcker zu besorgen.

Beichthaus.com Beichte #00033619 vom 18.07.2014 um 02:04:21 Uhr (18 Kommentare).

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