Leben in sündiger Gesellschaft

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Morallosigkeit Sex Verzweiflung Unglaube Gesellschaft Marburg

Dies ist meine erste Beichte. Eigentlich habe ich sehr viel zu berichten. Ich (w/20) wurde christlich erzogen und lebte auch aktiv meinen Glauben. Ich strebte immer nach einer besseren Beziehung zu Jesus (für Ungläubige klingt das vermutlich ziemlich verrückt). Und […]
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Beichthaus.com Beichte #00030971 vom 04.04.2013 um 15:53:06 Uhr in Marburg (41 Kommentare).

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Satanistische Symbole für die Gläubigen

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Boshaftigkeit Vandalismus Vorurteile Kinder Chemnitz

Satanistische Symbole für die Gläubigen
Als ich ungefähr neun Jahre alt war, gab es in unserer Nähe eine sehr strenge Gemeinde. Ich weiß nicht genau, was es war, sie trafen sich immer in einem sehr neuen Gebäude. Zeugen Jehovas waren es aber nicht. Auf jeden Fall haben die Mitglieder mich und meinen etwas älteren Bruder immer ziemlich mit Bekehrungsversuchen genervt, wenn wir an besagtem Gebäude vorbeigingen und ihnen dabei begegneten. Natürlich bekamen wir auf diese Weise aber auch mit, wann sie sich zum Gebet versammelten. In einer gut durchgeplanten Nacht- und Nebelaktion - zugegeben: es war Tag - haben wir ihren Eingangsbereich verschandelt. Aus Ermangelung an echtem Graffittilack mussten drei Dosen Schlagsahne herhalten. Mit denen haben wir dann allerlei satanistische Symbole und so überaus kreative Sprüche wie "Satan wird euch alle holen" an ihre Pforte und auf den Platz davor gesprüht. Doch damit nicht genug der Sünde. Anschließend sind wir mit unseren Hunden spazieren gegangen und haben zugesehen, wie die geschockten Gläubigen nach und nach eintrudelten. Auf Nachfrage haben wir ihnen außerdem vermittelt, dass wir bedauerlicher Weise keinen Täter gesehen hätten. Ich entschuldige mich hiermit offiziell für die Todesangst und den Schrecken, den wir ganz sicher verbreitet haben.

Beichthaus.com Beichte #00030958 vom 02.04.2013 um 10:43:51 Uhr in Chemnitz (20 Kommentare).

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“Beichte

Streit mit meinem Stiefvater

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Aggression Zwietracht Familie

Ich (m) hatte heute den wohl übelsten Streit meines Lebens und zwar mit meinem Stiefvater. Es kamen mehrere Faktoren zusammen, die letztlich zur Eskalation führten: 1. Meine Eltern - bis heute sah ich meinen Stiefvater als meinen Vater an, im Moment ist er für mich nur der Typ, der leider meine Mutter geheiratet hat - bei denen ich kurzfristig (ich bin 34) wieder einzog, sind beide um die 60 und haben altersentsprechend schlechte Ohren. Von Hörgeräten wollen sie aber nichts wissen. Mein eigenes Gebrüll deshalb geht mir aber inzwischen extrem auf die Nerven, außerdem habe ich deshalb einen wunden Rachen. Im Gegenzug zu den Schwerhörigkeiten behaupten meine Eltern, ich würde, seit ich vor einigen Wochen bei einem Unfall einen Eckzahn verloren habe, extrem nuscheln, lispeln, ich würde leise reden und dabei auch in eine andere Richtung sprechen. Alles absoluter Blödsinn, zur Sicherheit habe ich sogar eine Gruppe von Leuten, die mich erst ein oder zweimal gesehen haben, dazu gefragt und alle meinten, sie verstehen mich klar und deutlich.

2. Der Mann meiner Mutter hat mich zwar akzeptiert, und mochte mich auch, aber Dinge wie Respekt und Anerkennung ließ er mir nie zuteilwerden. Im Gegenteil, in seinen Augen kann ich nichts, bin nichts wert und werde es nie zu etwas bringen. Wenn mir dann aber doch etwas gelingt, zum Beispiel eine Reparatur im Haushalt, was vorkommen kann, da ich ihm sowohl praktisch als auch intellektuell weit überlegen bin, wird kurz darüber gestaunt, statt sich gefreut und eine halbe Stunde später ist das Thema erledigt und wird nie wieder angesprochen. Sonst müsste er ja seine offenkundige Einstellung ändern, und das geht ja mal gar nicht in seinen Augen. Er ist festgefahren in seinen Bahnen. Wobei man dazu sagen muss, dass er meinen Halbbruder auch nicht besser behandelt, also am Stiefvater-Verwandtschaftsverhältnis liegt das nicht. Auch mit meiner sehr intelligenten Mutter kann er kaum mithalten und eine Unterhaltung auf höheren Niveau ist mit ihm von Haus aus unmöglich.

3. Er ist Alkohol gewöhnt und wahrscheinlich seit Jahren abhängig. Als Spiegeltrinker merkt man das aber eher nicht. Heute beziheungsweise gestern allerdings war er eindeutig betrunken. Aber obwohl es in unserem Umfeld extrem viele Süchtige gibt, ich selbst beispielsweise war medikamentenabhängig fast ein Jahr lang, ist er noch lange nicht so weit, einzusehen, dass er wirklich ein Problem hat. Eben weil er ja meistens nur bis zu einem gewissen Pegel trinkt. Heute jedenfalls war es mehr und er hatte etwa eine solche Laune wie ein muslimischer Haifisch nach dem Ramadan. Leider habe ich es zu spät gemerkt. Als ich ihn wegen einer Banalität etwas fragte, schlug die Schwerhörigkeit wieder zu und er verstand es nicht. Als ich meine Frage zum dritten Mal mit stetig steigender Lautstärke wiederholte, meinte er auf einmal, er habe längst verstanden und sogar geantwortet, ob ich irre sei, so herumzuschreien und ich solle mein Maul halten, wörtlich. Geantwortet hat er definitiv nicht, denn im Gegensatz zu dem was sie behaupten, habe ich ihn beim Sprechen, beziehungsweise Brüllen, sehr wohl angesehen und sein Mund war geschlossen und rührte sich auch nicht. Nach einigen Minuten sinnlosem Hickhack, in denen er sowohl immer lauter als auch ausfallender wurde, stand ich auf und wollte nach dem Motto "Der Klügere gibt nach" den Raum verlassen. Ich sagte im Gehen und diesmal wirklich abgewandt und leise, dass er wohl nicht mehr ganz dicht wäre. Und siehe da, das hat er gehört! Nachdem ich mich mehrmals weigerte, auf seine extrem gebrüllte Frage, was er sei, nicht antwortete, kam der erste Hammer.

Er nahm meinen Laptop und warf ihn mit weit über vier Meter und auf meinen Kopf gezielt hinterher. Ich konnte das Gerät jedoch abfangen, es prallte zwar trotzdem hart gegen mich und dann an die Wand und den Boden, hat es aber ohne größere Schäden überstanden. Dazu muss man sagen, dass er in fast 30 Jahren Ehe nie die Hand gegen meine Mutter, meinen Bruder oder mich gehoben hat. Bis zu diesem Abend. Daraufhin wollte ich der Auseinandersetzung erst recht aus dem Weg gehen, in dem Wissen, er würde sicher gleich müde werden. Leider hatte er sich aber so in die Sache hineingesteigert, dass er mir nachlief, den Laptop noch einmal packte und ihn vor das Haus warf, aber auch das hat er überstanden. Daraufhin meinte ich, dass die Frage, ob er nicht mehr ganz dicht sei, nun ja beantwortet sei. Klar war das Öl ins Feuer, aber man kann sich denken, dass ich auch längst kein lächelnder Buddha mehr war. Jedenfalls schaukelte es sich in der Küche noch weiter hoch, und das, während meine Mutter das Abendessen zubereitete. Sie versuchte mehrmals zu schlichten und stellte sich schließlich, von der örtlichen Situation aus gesehen, nicht Partei ergreifend, hinter ihn und legte ihm die Hand auf die Schulter, um ihn zu beruhigen. Aber das hat ihn irgendwie zum Ausflippen gebracht, jedenfalls schubste er erst mich rückwärts und dann meine Mutter seitwärts weg, so dass sie beinahe über ihre Füße gestolpert wäre. Ihre Stürze enden dank Osteoporose immer böse. Kurz und gut, ich habe in dem Moment Rot gesehen: Ich packte ihn am Hemdkragen, welcher dabei aber zerriss, und als ich da keinen Halt fand, sprang ich hinter ihn und nahm ihn in eine Art improvisierten Festnahmegriff. Dabei brüllte jetzt ich, dass er, wenn er es noch einmal wagen würde, seine dreckige, wertlose Hand an meine Mutter zu legen, er den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen würde, aber nur, wenn er das Glück hätte, zu überleben, und ob er das verstanden habe. Wohl aus Schmerzen bejahte er die Frage und ich ließ ihn sofort los. Kaum wieder aufrecht stehend, überschüttete er mich und meine Mutter mit Schimpfworten untersten Niveaus, verlangte mehrmals, dass ich sein Haus verlassen soll und drohte, die Polizei zu holen.

Als ich ihm klarmachte, dass ich in Nothilfe gehandelt hätte und er wegen häuslicher Gewalt der Wohnung verwiesen würde und wegen seines Rausches auch noch in der Ausnüchterungszelle oder, je nach Benehmen, auch in der geschlossenen Psychiatrie gelandet wäre, war das Thema Polizei vom Tisch. Aber noch einige Zeit drohte er damit, mich halb oder ganz totzuprügeln und forderte mich auf, zu gehen. Ich habe jedoch keinerlei Angst vor ihm, weil er mir körperlich schon lange nicht mehr gewachsen ist. Jedenfalls haben wir seit etwa 20 Uhr dann kein Wort mehr geredet und ich habe mich auch verzogen. Ich bin nicht glücklich über das Ergebnis, aber ich würde ihn jederzeit wieder von meiner Mutter wegzerren, notfalls auch mit mehr Gewalt, soviel eben nötig wäre. Das Krasse ist, wir kamen jetzt monatelang mehr oder weniger gut alle miteinander aus, von kleineren Reibereien abgesehen. In weniger als zwei Wochen jedoch ziehe ich wieder in eine eigene Wohnung, und kurz davor muss noch so ein Unsinn passieren. Jedenfalls musste ich heute deshalb noch einen Transporter und zwei Schleppdeppen organisieren, weil ich mich nicht darauf verlasse, dass er sich so schnell wieder beruhigt hat - oder ich.

Beichthaus.com Beichte #00030935 vom 27.03.2013 um 05:33:52 Uhr (10 Kommentare).

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Konflikt mit dem Stiefbruder

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Morallosigkeit Rache Verzweiflung Familie

Ich (m/18) lebe, seit ich denken kann, in einer Patchworkfamilie mit Mutter, Stiefbruder und Stiefvater. Mein Stiefbruder ist genau mein Alter und wir waren immer total dicke miteinander, bis das Verhältnis etwas zu bröckeln begann, als er irgendwann schleichend und dann immer mehr anfing, sich zu distanzieren. So blöd es klingt, es ist augenscheinlich, dass unsere DNS nicht deckungsgleich ist. In Schubladen gedacht bin ich eben der gutaussehende, extrovertierte, populäre Goldjunge und er der durchschnittlich aussehende Typ, der nicht gerade das Leben auf jede Party bringt und auch nicht so bei den Mädchen landet. Einige von euch werden sich denken "jaja, rede du nur so eingebildet, bald wirst du dumm schauen, wenn ihm mit gutem Abi alle Berufe offen stehen und du nach einer Lehre suchen musst", aber tatsächlich bin ich, der Spaß-und-Party-Typ, extrem gut in der Schule und er eher mittelmäßig.

Für mich war er gefühlt immer mein Bruder und ich habe versucht, ihn in sozialen Situationen, im Freundeskreis etwa, zu integrieren, aber er wollte eher nicht mit mir und den anderen raus oder mit auf Partys. Auch Angebote, ihm Schulzeug zu erklären, lehnte er mehr und mehr ab. Für mich sah es aus, als wollte er einfach mit mir immer weniger zu tun haben, was ich sehr schade fand, denn ich habe wirklich mein Bestes versucht und wollte ihm nur Gutes. Bis es jetzt wirklich zu einem Eklat kam. Ich bin, wie gesagt, kein Kind von Traurigkeit was das Sich-Ausprobieren angeht, und leider platzte mein Stiefbruder nun eines abends in mein Zimmer, als ich gerade mit einem Freund "herumexperimentierte". Ich bin nicht schwul, aber jung, und wieso sollte man da nicht mal austesten, was so auszutesten ist. Der beteiligte Freund ist sofort abgezogen und als ich ins Wohnzimmer kam, tischte mein Stiefbruder meiner Mutter und meinem Stiefvater gerade triumphierend auf, dass er mich soeben mit einem Typen erwischt habe. Entgegen seiner Erwartungen reagierte meine Ma nicht entsetzt, sondern gab mir ein High-Five mit breitem Grinsen, und mein Stiefvater erklärte seinem Sohn, dass ich doch küssen könne, wen ich möchte. Er wirkte enttäuscht, dass nicht ich als der Dumme da stehe, sondern er, und wütend platzte er heraus, dass es unseren Eltern dann ja sicher auch egal sei, dass ich ständig kiffen würde, dann stürmte er raus.

Innerlich brodelte ich, dass mein Stiefbruder diese Nummer, oder eher: diese beiden Nummern, abgezogen hatte, um mich in die Scheiße zu reiten. Mein Triumph war, dass er es nicht geschafft hat, denn meine Mutter setzte sich ernst mit mir hin und fragte, ob ich wirklich kiffen würde und in welchem Ausmaß, und ich erzählte ihr relativ ehrlich alles. Sie nahm es gefasst auf, auch wenn ich ihre Sorgen schon deutlich spürte. Sie sagte, wenn es tatsächlich nur so unregelmäßig und mit langen Pausen sei, fände sie es zwar immer noch nicht gut, aber würde keinen Strick daraus drehen wollen. Ich habe das Glück, die wohl beste Mutter der Welt zu haben. Aber leider nicht den besten Stiefbruder. So habe ich richtigen Hass auf ihn geschoben an dem Abend und einen kindischen Plan gefasst, denn ich wollte ihn leiden sehen, so wie er versucht hat, mich leiden zu lassen. Am nächsten Tag hatte ich mich schon etwas abgeregt, aber eine Abreibung wollte ich ihm schon verpassen. Es gab da dieses Mädchen, M., mit dem er Kontakt hatte und die er offensichtlich sehr anziehend fand, auch wenn er, wie er eben ist, es noch nicht gepackt hatte, ihr das zu verklickern. Ich habe also mit ein bisschen Witz und Charme M. angequatscht und ein Date ausgemacht. Am Abend waren wir bei mir. Da ich meinem Stiefbruder nicht (mehr) das Herz herausreißen, sondern ihm nur einen Denkzettel verpassen wollte, habe ich nicht mit M. geschlafen. Ich weiß, nebenbei bemerkt, auch nicht, ob sie so etwas überhaupt gemacht hätte. Aber wir haben rumgemacht, und ich habe dabei dafür gesorgt, dass sie ziemlich verwuschelt aussah. Als sie mal kurz ins Bad musste, lief sie meinem Stiefbruder auf dem Flur über den Weg. Ich würde nicht wetten, dass das Zufall war; ich glaube, er wollte sehr genau wissen, wer da bei mir ist, mit seiner Neugier hatte ich gerechnet und so einen Volltreffer gelandet.

Geplant war, dass ich ihm ziemlich cool gegenüber trete und einen Spruch ablasse wie "tja, habe gerade festgestellt, dass mein Schwanz doch auf Mädchen steht" oder so, um ihm dann nach einer beschissenen Nacht am nächsten Tag zu stecken, dass ich gar nicht mit M. geschlafen habe. Sollte ja nur ein kleiner Schocker sein. Das Dumme: Bei unserem Date habe ich fest gestellt, dass M. tatsächlich nicht nur gut aussieht, sondern auch von ihrer Wesensart wirklich etwas Besonderes ist. Ich denke viel an sie und möchte sie unbedingt wiedersehen. Wenn ich das richtig einschätze, geht es M. mir gegenüber nicht anders. Das Ganze ist jetzt drei Tage her und ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich bin nicht mehr so wirklich auf meinen Stiefbruder sauer, eher sehr enttäuscht, und ich sehe, dass er Liebeskummer hat und das tut mir leid. Ich will aber gleichzeitig M. unbedingt weiter treffen, denn sie hat mich total in ihren Bann gezogen und ich bin wohl selber verliebt. Ich beichte, dass meine Mutter sich wegen dieses bisschen Gras Sorgen um meine Gesundheit und Zukunft macht, ich beichte, dass unsere Familie wegen des zerrütteten Verhältnisses zwischen mir und meinem Stiefbruder keine echte Familie mehr ist, was mir erneut für meine Mutter, die das natürlich merkt, im Herzen weh tut. Ich beichte außerdem, dass ich entweder meinem Stiefbruder das Herz breche oder mir und M., weil ich ihm auf dumme, kindische Art und Weise eins auswischen wollte und ich beichte, dass ich manchmal meinen Bruder von früher vermisse. Ich beichte weiter, dass ich ihn als Lügner darstellen werde, wenn er anderen Leuten von der Sache mit mir und dem Freund erzählt und die Leute mir statt ihm glauben werden und ich beichte, dass meine Beichte hier ewig lang geworden ist. War aber schön, das mal runter zu schreiben. Bloß, was tu ich jetzt?

Beichthaus.com Beichte #00030927 vom 24.03.2013 um 19:58:40 Uhr (33 Kommentare).

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Gerechte Strafe für die Ex

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Boshaftigkeit Zorn Missbrauch Ex Emmelshausen

Ist man ein schlechter Mensch, wenn man sich an der miesen Situation eines anderen erfreut? Ich denke, es hängt von der Situation ab. Aber ihr könnt euch ja ein eigenes Bild darüber machen. Es geht um die Ex-Freundin meines Bruders. Die beiden kamen vor über sechs Jahren zusammen und mein Bruder ist auch schnell zu ihr gezogen, da sie wohl die Miete nicht mehr alleine tragen konnte. Er war 20, sie 17 und seine erste Freundin. Er tat alles für sie, kutschierte sie herum, gab ihr Geld und vernachlässigte seine Freunde. Wie es halt bei manchen so ist, wenn sie ihre erste Freundin haben. Das Mädchen selber war eine ignorante Schnepfe, nur auf sich bezogen. Sie hat nie auch nur ein Fitzelchen zurückgegeben. Mein Bruder mit der rosaroten Brille wollte aber auf niemanden hören und so kaufte mein Vater schlussendlich eine Wohnung in derselben Stadt und die beiden zogen dort ein. Davor machte mein Vater sich wochenlang Arbeit und renovierte die Wohnung von seinem Geld und mit seiner Freizeit. Innerhalb kürzester Zeit, und weil das Mädel sich immer mehr Haustiere anschaffen musste (drei Katzen, ein Streifenhörnchen, drei Vögel), war die Bude total heruntergekommen und durch das wenige Lüften stank diese auch bestialisch. Aber mein Bruder liebte sie und meine Eltern akzeptierten es, auch wenn sie sie immer mal wieder zum aufräumen, saubermachen und so weiter animierten. Meine Mutter legte sogar ganze Nachmittage ein, um zu helfen und die Küche wieder in Ordnung zu bekommen.

Man bezahlte ihr den Urlaub, verschaffte ihr einen Job in der Firma, in der meine Mutter arbeitet (wo sie viel zu oft krank machte und man sie längst gekündigt hätte, wäre meine Mutter nicht gewesen) und mein Bruder finanzierte ihre Hobbys wie Reiten. Mir war diese Frau schon lange nicht mehr geheuer, da sie so tat, als wäre das alles selbstverständlich und sie wäre ein Geschenk für die gesamte Menschheit. Selbst nach fünf Jahren Beziehung, am Geburtstag meiner Mutter, hat sie nicht einen Finger krumm gemacht, um mal einen Teller abzuräumen, während 30 Gäste da saßen. Ihre Aussage "Ich bin schließlich auch Gast!" brachte nicht nur mich zum kochen. Kein Bekannter oder Verwandter konnte ihre Art leiden. Jetzt hat sie Ende letzten Jahres ein paar Leute in einem Pferdeforum kennengelernt und einen stetigen Kontakt hergestellt. Sie verstand sich wohl gut mit den Leuten und lernte, was wir erst später erfuhren, noch einen neuen Kerl kennen. Alle wohnen weit oben, in der Nähe von Hamburg, was etwa 600 Kilometer von uns entfernt liegt. Sie machte irgendwann Urlaub, um zu einer Freundin zu fahren, so sagte sie uns. Aber in Wirklichkeit war sie bei dem Typen, um wohl zu schauen, ob es klappt. Das kam alles leider erst später raus. Am Ende fasste sie heimlich den Entschluss, hier unten alle Zelte abzubrechen - also den guten Job und natürlich die Beziehung zu meinem Bruder - und zu den anderen zu ziehen. Anscheinend hätte sie auch einen Job als Bürokauffrau auf einem Bauernhof einer Tierärztin bekommen können und dadurch auch jede Menge Kontakt zu Tieren gehabt.

Man könnte ja zusammen bleiben und mein Bruder könnte nachkommen und sein Studium da oben zu Ende führen, bot sie scheinheilig an. Das einzige, was sie wollte, war Absicherung, dass sie wiederkommen könnte, falls es dort nicht klappt. Mein Bruder war total fertig und schlief erst mal wieder Zuhause. Für ihn brach eine Welt zusammen. Noch ein Jahr zuvor sprach sie von heiraten und dann von jetzt auf gleich so etwas. Sie feierte krank und ist dann von jetzt auf gleich, nachdem mein Bruder gehört hatte, sie würde auch wegen einem Typen dahin ziehen, über Nacht mit Sack und Pack - inklusive einiger Sachen, die ihr gar nicht gehörten - nach Norddeutschland gezogen. Dabei hat sie noch die Wohnung demoliert und total verdreckt zurückgelassen. Da kommen noch immense Kosten und Arbeit auf uns zu. Sie gab meinen Eltern die Schuld, dass die Beziehung nicht funktioniert hätte. Meine Eltern hätten ja damals, als sie 17 war, meinem Bruder eingeredet, dass ein Kind zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Ordnung wäre. Er solle erst seine Ausbildung und dann sein Studium zu Ende führen und sie solle überhaupt erst mal eine Ausbildung anfangen. Gestern habe ich dann von meiner Mutter erfahren, wie es mit ihr im Moment aussieht. Die tolle Ex-Freundin hat ihrem Ex-Chef eine E-Mail geschrieben, dass es gar nicht so toll da oben sei und sie in diesem Loch vergammeln würde. Kein Geld, um in das nächste Dorf zu fahren oder ihre vier Katzen (sie hat wohl noch eine aufgegabelt unterwegs) zu unterhalten. Der Ex-Chef ist aber so was von sauer, weil sie ihn einfach hat sitzen lassen und denkt nicht daran, sie wieder zurück zu holen. Der neue Typ hat wohl nur einen schlechten Job und kann sie weder unterstützen, noch will er von Zuhause aus- und zu ihr ziehen und die Miete teilen. Sie hatte hier unten alles, man hat ihr den Arsch hinterhergetragen, sie bekam Geschenke, hatte durch meine Mutter einen super Job und ein mehr als gutes Gehalt, für das sich viele Bürokaufleute die Finger nach lecken würden. Bei Geldmangel sprang sofort mein Bruder ein, er war ehrlich zu ihr und hat sie auf Händen getragen und dann zahlt sie es ihm so zurück. Gerade nach sechs Jahren hätte man auch in Freundschaft auseinander gehen können und nicht mit Arschtritt und zerstörter Wohnung. Ich hoffe, du bereust es ein Leben lang! Vergebt mir, dass ich mich darüber freue.

Beichthaus.com Beichte #00030912 vom 21.03.2013 um 09:37:52 Uhr in Emmelshausen (19 Kommentare).

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