Von Puppen und Videospielen
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Als ich dann wenige Tage später von meiner Geschäftsreise zurückkam, war meine Frau sehr freudig erregt und meinte, dass wir das Geld für den nächsten Urlaub zusammenhätten. Im ersten Augenblick war ich davon natürlich auch sehr erfreut und auf meine Frage, woher das Geld denn kommt, erwähnte sie nur, dass sie einigen Krempel über besagten Gartenflohmarkt verkauft hätte. Ich habe das so recht freudig aufgenommen und mir nichts Böses dabei gedacht. Der Schock kam dann zu Hause, als ich ein auf der Geschäftsreise erworbenes älteres Spiel fein säuberlich zu den anderen Spielen stellen wollte. Es war alles weg. Ich stellte meine Frau natürlich sofort zur Rede, als Antwort kam dann, dass sie diese verkauft hätte, da ich ja eh nur selten damit spiele und solche Sachen ja allgemein nur für Kinder wären. Ich habe meine Frau erst mal nur ungläubig und mit offenem Mund angeschaut. Just in dem Moment, als sie sich schon wieder aus dem Raum bewegen wollte, bekam ich dann meine Fassung zurück und fragte mit recht belegter Stimme, ob sie ernsthaft meine Spiele verkauft hätte und ob das, was sie als Urlaubsgeld bezeichnet hatte, hiervon käme.
Als Antwort bekam ich ein einfaches "Ja" und "Knapp 2.500 Euro für deine Spiele und den anderen Kram." Ich habe sie dann mit lauter Stimme gefragt, ob sie noch ganz sauber ist, einfach meine Sachen aus meinem Hobbyraum zu verkaufen und das zu einem solch lächerlichen Preis. Anzumerken ist, dass sich einige wirkliche Schätze und Seltenheiten in der Sammlung befanden, die alleine schon locker diesen Preis erbracht hätten. Meine Frau ist dann sauer geworden, was mir einfallen würde, sie so anzuschreien und zu beleidigen, und dass sie das doch für uns getan hätte und immer wieder betonte sie, dass ich doch eh selten damit was gemacht hätte. Auf die Idee, dass man neben Familie und Beruf nur wenig Zeit für sein Hobby findet, kam sie irgendwie nicht. Den emotionalen Wert und die Erinnerungen, z. B. an die Spielesessions mit meinem verstorbenen Vater konnte sie in der Streitsituation auch nicht nachvollziehen.
Das Ganze endete mit Schweigen und null Verständnis seitens meiner Frau. Ich habe mir in der Zeit überlegt, was ich machen könnte, um meine Sachen wiederzubekommen. Ich hatte keine Adressen oder Namen von den Leuten und meine Frau schmollte lieber, statt ihren Fehler einzugestehen oder zu bereinigen. Etwa eine Woche später hatte ich einen freien Tag und meine Frau war auf der Arbeit und da kam mir die rettende Idee. Meine Frau hat irgendwie ein Faible für kleine Puppen und sammelt diese seit ihrer Kindheit. Ich habe also alles fein säuberlich in zwei große Kartons gepackt und in den Keller zu einigen anderen Kartons gestellt, sodass es nicht auffällt. Als meine Frau dann nach Hause kam und das Fehlen ihrer Püppchen bemerkte, stellte sie mich natürlich gleich zur Rede. Ich meinte dann nur, dass ich die Sachen für ein paar Euro über ein bekanntes Kleinanzeigenportal verkauft hätte, und habe ihr dann 200 Euro mit dem Vermerk "Für die Urlaubskasse" in die Hand gedrückt. Meine Frau fing daraufhin an zu heulen und schrie mich an. Ich habe dann nur den Raum verlassen. Sie kam einige Zeit später mit verheulten Augen zu mir und entschuldigte sich für den Verkauf meiner Sachen und für ihre Reaktion darauf. Sie fragte, ob ich den Verkauf rückgängig machen könnte, woraufhin ich nur darauf verwies, dass die Käuferin von recht weit herkam und ich meine Sachen ja auch nicht zurückbekommen würde. Ich glaube, in dem Moment ist meiner Frau erst richtig klar geworden, was sie da gemacht hat. Sie fing wieder an zu heulen, fiel mir in die Arme und beteuerte, mir meine Sammlung zurückzubringen.
Und was soll ich sagen? Es hat zwar einige Tage gedauert, aber ich habe den Großteil meiner Sammlung zurück. Das Urlaubsgeld ist zzgl. einer größeren Summe nun auch weg und meine Frau hat vorhin ihre Püppchen wiederbekommen, welche heute zufällig in zwei Kartons in ihrem Hobbyraum standen. Trotz der Aktion liebe ich meine Frau übrigens über alles und werde sie heute Abend fein zum Essen ausführen.