Ehe mit einem Autisten

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Verzweiflung Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich (w/35) habe mich vor Kurzem von meinem Mann getrennt. Viele werden jetzt sagen - wie kann sie nur, das gefühllose Ding. Mein Mann ist Asperger-Autist. Wir kennen uns, seit wir 18 waren und klar fiel mir auf, dass er nicht gerade der gefühlsbetonte Mensch ist, aber vieles kam erst nach Längerem, so nach und nach zum Vorschein. Wir haben mittlerweile drei Kinder im Alter von 10, 8 und 4 Jahren. Mein Mann liebt seine Kinder über alles - er würde alles für seine Familie tun, das weiß ich. Bei den Kindern, die an uns beiden total hängen, zeigt er durchaus Gefühle. Es gibt Momente, da ist ihm alles zu viel und sie dürfen auch nicht immer an ihm kleben, aber er kommt bei ihnen schon aus sich heraus. Bei mir ist es so, dass er oft mit mir schlafen möchte. Mehr Nähe gibt es nicht. Es gibt keinerlei zärtliche Momente, keine Küsse, nicht einmal ein über den Kopf streicheln. Von Worten, die mit den Gefühlen zu mir zu tun haben, ganz zu schweigen. Der Sex ist nie mehr als Rein-Raus gewesen, ohne Vorspiel, ohne jegliches Gefühl.

Ich bin all die Jahre sehr einsam gewesen. Ich liebte diesen Mann und ich weiß, dass er sehr an mir hängt. Aber er kann es nicht zeigen. Diesen verdammten Satz höre ich so oft. Dieser verdammte Satz entspricht auch der Wahrheit. Aber was bringt mir Liebe, die man nicht zeigen kann? Mit ihm zu sprechen bringt nichts. Autismus ist eine Behinderung, er wird diese Dinge nicht begreifen können. Ich bin ihm auch nicht böse, er kann doch nichts dafür, aber ich kann nicht mehr. Ich traf vor einiger Zeit einen alten Schulfreund. Wir gingen damals, wie man so schön sagte, miteinander. Also eine Jugendliebe mit Händchenhalten und ein bisschen Knutschen. Ich merkte, dass er Gefühle für mich hegt. Das spürte ich. Kurz darauf sprach ich ihn darauf an und er gab es zu. Ich fühlte mich plötzlich wie im siebten Himmel. Dieser Mann ist so dermaßen gefühlsbetont, ein so zärtlicher Mann, das Gegenteil von dem Eisklotz, der für sein Verhalten nichts kann. Ich habe drei Nächte nicht geschlafen und dann Schluss gemacht.

Mein Mann hat wie meist reagiert - gar nicht. Für die Kinder wird sich nichts ändern. Ich habe mit ihnen gesprochen, wohnen möchten sie bei mir, aber den Papa immer sehen, wenn sie wollen. Das kriegen wir hin. Ich bitte um Absolution. Aber es ging nicht mehr. Vielleicht sind Autisten besser aufgehoben, wenn sie mit einem anderen Autisten eine Partnerschaft beginnen. Ich weiß ja selbst, dass mein Mann wahrscheinlich oft überfordert war mit mir. Ich kann nicht in seinen Kopf sehen, aber ich stelle mir das nicht leicht vor. Ich schäme mich, aber ich möchte jetzt einfach nur einen im Kopf gesunden Mann haben! Er kann im Rollstuhl sitzen, ihm können beide Beine fehlen, er kann blind sein, taub sein, oder auch beides, er kann das ganze Gesicht voller Narben haben - aber ich wünsche mir einfach nur, dass er seine Gefühle für mich zeigen kann. Bei meinem neuen Freund spüre ich ganz tief, dass er der ist, den ich brauche.

Beichthaus.com Beichte #00036085 vom 03.07.2015 um 23:57:49 Uhr (18 Kommentare).

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Meine drogensüchtige Mutter

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Hass Zorn Ungerechtigkeit Drogen Familie

Ich habe das neue Leben meiner Erzeugerin zerstört. Ich (m/27) musste unmittelbar nach meiner Geburt zunächst auf "Entzug", da ich durch die Drogenproblematik meiner Mutter als Neugeborener beträchtliche Schäden hatte. Mein Erzeuger, auch drogenabhängig, machte […]
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Beichthaus.com Beichte #00036056 vom 30.06.2015 um 22:58:41 Uhr (21 Kommentare).

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“Beichte

Anonymes Mobbing

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Engherzigkeit Zorn Feigheit

Ich (w) beichte, dass ich meiner Freundin die Pest an den Hals wünsche. Vor etwa drei Jahren wurde meine ehemalige beste Freundin gemobbt, sprich es wurden ihre Sachen zerstört, unter Wasser gesetzt oder geklaut. Bis hin zu anonymen Drohungen und üblen Beleidigungen. Das hat sie ziemlich mitgenommen, nur wurde der Täter nie ausfindig gemacht. Irgendwann, nach etwa einem Jahr, hatte das Ganze ein Ende, aber wir beide haben uns nicht mehr gut verstanden und auseinandergelebt. Im nächsten Schuljahr hat sie die Schule gewechselt und ich bereue mittlerweile, dass ich sie habe gehen lassen.


Sie hat sich schon immer schlecht mit meiner jetzigen Freundin verstanden, weiß Gott warum. Leider gibt es ein paar Vorfälle, die vermuten lassen, dass meine jetzige Freundin die Schuld für die Mobbinggeschichte trägt. Sie saß als Einzige am Tisch, bevor ein Schulranzen durchnässt war und wir haben gesehen, wie sie Stifte des Opfers hinter den Schrank schob. Haben wir auch alles gemeldet, wurde aber nicht als "handfester Beweis" angesehen. Da ich dem Opfer aber während der Mobbinggeschichte sehr nahe stand, später aber nicht mehr, glauben viele, dass ich der Täter bin. Nur kann ich nicht beweisen, dass dem nicht so ist. Ich hege so einen Hass auf diese Person, dass sie zu feige ist, ihren Fehler zu gestehen und nicht merkt, dass es verletzt, wenn andere grundlos so über einen denken.

Beichthaus.com Beichte #00036050 vom 30.06.2015 um 10:48:42 Uhr (5 Kommentare).

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Heiße Frauen im Urlaub

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Begehrlichkeit Maßlosigkeit Schamlosigkeit Urlaub Merzig

Ich (m/19) habe im Urlaub eine Frau kennengelernt, die auf dem ersten Blick einen brutal geilen Körper und glücklicherweise auch noch ein hübsches Gesicht hatte. Wir (zwei meiner besten Kumpels und ich) waren auf einer kleinen Luxus-Insel, wo nicht besonders viel los war. Nur zwei gleichaltrige, sehr anziehende Mädchen waren auch auf dieser Insel unterwegs - jedenfalls haben wir nur zwei gesehen. Alle drei waren geil auf die rothaarige Freundin von der, mit der ich geendet bin. Leider war der Tag, an dem wir angekommen waren, ihr letzter Tag. Somit haben wir in jener Nacht noch ordentlich was getrunken und ein langes Gespräch geführt, statt Spaß zu haben. Am nächsten Morgen, bevor die beiden los sind, habe ich die Nummer der kleinen Freundin von der Rothaarigen abgecheckt - in der Hoffnung, dass ich wenigstens sie noch irgendwann flachlegen kann. Sie hatte die ganze letzte Nacht höchstens fünf Sätze gesagt und war nur am Grinsen. Außerdem hat sie nur 600 Kilometer von mir weggewohnt, ganz im Gegensatz zum Redhead gab es da also noch Hoffnung.


Zwei Wochen nach dem Urlaub bin ich also direkt 600 km gefahren, habe eine neue Stadt gesehen und die süße Ruhige vom Urlaub durchgenommen. Wäre da nicht das Problem, dass sie sich in mich verliebt hat, und mich und meine neue Freundin terrorisiert. Wie kriegt sie es nur hin, mit einer Entfernung von 600 km, uns beinahe auseinanderzubringen?! Wenn sie es irgendwann einmal hinbekommen sollte, werde ich zu ihr fahren und sie so heftig rannehmen, dass sie mich einfach hassen muss. Ich beichte hiermit, dass ich immer noch Fantasien von ihr habe und am Liebsten jetzt schon zu ihr fahren würde, nur um sie ein paar Nächte zu beglücken.

Beichthaus.com Beichte #00036042 vom 29.06.2015 um 11:16:40 Uhr in Merzig (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Das Karma und die Mobber

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Engherzigkeit Rache Overath

Ich (m/32) stamme aus sehr einfachen Verhältnissen. Mein Vater war Gelegenheitsarbeiter, wir lebten in einer sehr kleinen Wohnung zu sechst, doch ich hatte ein großes Ziel: Irgendwann rauskommen aus dieser Spirale, aus diesen beengten Verhältnissen und diesem Ghetto. Schon in der Grundschule war das für mich klar, und so schaffte ich nach der vierten Klasse den Übertritt aufs Gymnasium. Dummerweise gab es in der Nähe unserer Siedlung kein Gymnasium, und so musste ich auf eine Schule, die in einem sehr gehobenen Wohnviertel lag, und die meisten meiner Mitschüler kamen aus ebensolchen Familien. Natürlich war schnell bekannt, dass ich aus ärmlichen Verhältnissen komme, und war ab diesem Zeitpunkt als das asoziale Dreckskind bekannt. Ich litt still, denn auf meine sachlichen Wehrversuche wurden lediglich mit Gelächter und weiterem Mobbing reagiert. Schlagen wollte ich nicht, denn mir war klar, dass ich dann endgültig als das böse, asoziale Kind abgestempelt war. Das psychische Mobbing - Gewalt war nicht dabei, aber Verbales kann genauso schlimm sein - ging die ganzen Jahre weiter, bestand nicht nur während der ersten Jahre, als man ja noch ein Kind war, sondern auch in den späteren Stufen als Jugendlicher. Und ich hatte denen ja nichts getan. Es war nicht jeder aktiv beteiligt, aber die Mitläufer lachten zumindest mit und das verurteile ich genauso. Ich überstand die Schulzeit, konzentrierte mich auf meine Leistungen, studierte und wurde Maschinenbauingenieur. Zu den beiden großen Klassentreffen, zu denen alle eingeladen wurden, ging ich nicht hin - warum auch. Scheinheilig.


Vor zwei oder drei Jahren brannte in einem anderen Ortsteil unserer Stadt ein großes Einfamilienhaus bis auf die Grundmauern aus. Todesopfer oder Schwerverletzte gab es zum Glück nicht, aber das junge kinderlose Ehepaar, beide im gleichen Alter wie ich und meine Frau, stand vor dem Nichts. Es war quasi nichts übrig. Ich fand das furchtbar, doch dann las ich in der Zeitung den Namen der Familie: XY. Moment einmal, den Namen kennst du doch, dachte ich, denn der Name ist recht selten. Ich fand heraus, dass es sich tatsächlich um meinen ehemaligen Klassenkameraden vom Gymnasium und einen der aktivsten Mobber, handelte. Ich erfuhr außerdem, dass die Guten nicht ordentlich versichert waren. Und das Haus war noch längst nicht abbezahlt, sie hatten es wohl während des Studiums fast ohne Eigenkapital gekauft. Ich beichte, dass ich an diesem Tag mit einem zufriedenen Grinsen ins Bett gegangen bin. Meine Frau hat den Leuten etwas gespendet, ich wäre im Traum nicht auf die Idee gekommen. Ich bin kein Mensch, der an Rache denkt. Aber als dann ohne mein Zutun etwas geschah, spürte ich doch innere Zufriedenheit. Wären Kinder mit im Spiel gewesen, wäre das nicht so gewesen, das weiß ich. Ich bitte trotzdem um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00036035 vom 28.06.2015 um 20:18:58 Uhr in Overath (15 Kommentare).

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