Selbstjustiz in der WG

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Ekel Zorn Rache WG Vechelde

Im Grunde bin ich von meinem gesamten Wesen her ein freundlicher und spaßiger Zeitgenosse, aber manchmal gibt es Dinge, welche einfach nicht ungestraft bleiben dürfen. Versteht mich nicht falsch, ich respektiere unseren Rechtsstaat, aber manchmal ist Selbstjustiz doch um einiges befriedigender. Und das, obwohl ich Jurastudent bin. Ich gestehe: Mein neuer WG-Mitbewohner geht mir seit Wochen tierisch auf die Nerven, er ist ein wahrer Parasit und Quälgeist. Obwohl er bereits Anfang 30 ist, kommt er einem vor, als wäre er ein pubertierender Teenager. Egal, was man liegen lässt, er benutzt, frisst, verbraucht, verliert oder verschenkt diese Dinge. Kleiner Auszug gefällig?


Ich habe eine Flasche mit wirklich teurem Weißwein gekauft, da ich die Flasche meinem Vater schenken wollte. Fakt ist, dass mein Mitbewohner die Flasche auf irgendeiner Semesterparty schlicht wegversoffen hat: Trotz Zettel an der Flasche, dass man sie bitte stehen lassen soll. Er scheißt und spült niemals. So wird man jeden Tag in der Frühe von seinen Scheißhaufen begrüßt. Er benutzt auch niemals nach dem Toilettengang den Raumerfrischer und geht bevorzugt dann zur Toilette, wenn man kurz darauf duschen gehen möchte. Er hat im Suff irgendeine Tussi nach unserer Hausparty in meinem Bett gevögelt. Die Spuren des Analverkehrs waren gut sichtbar. Und er gräbt wirklich jeden Rock an, der unsere WG betritt. Außerdem glaube ich, dass er in die Dusche und die Waschbecken pisst. Er lässt bei locker 38 Grad in der Bude Lasagne offen über mehrere Tage in der Wohnung unter dem Sofa liegen und abends zieht er sich immer laut Pornos rein. Er läuft immer laut furzend durch die WG und langt sich dabei an die Kronjuwelen. Noch dazu züchtet er Schaben, welche er an seine Vogelspinne verfüttert, dabei ist ihm schon das eine oder andere Vieh abgehauen. Und seit diesem Zeitpunkt haben wir diese netten Untermieter.


Ausziehen kann ich nicht, da die Wohnung supergünstig und in Uninähe ist. Wir sind eine 5er-Gruppe, kennen uns aber nicht wirklich, das ist in Großstädten aber so üblich. Wie gesagt, manchmal ist Selbstjustiz unglaublich befriedigend. An jenem Tag hat er das Fass zum Überlaufen gebracht. Ich habe seine Zahnbürste geschnappt, bin in die U-Bahn und habe einem Obdachlosen 25 Euro gegeben, wenn er darauf uriniert. Anschließend habe ich ein verschissenes öffentliches WC damit "geschrubbt". Danach habe ich die Zahnbürste wieder an ihren Platz gelegt und konnte beobachten, wie der alte Schürzenjäger sich blöd grinsend die Zähne damit geputzt hat.

Beichthaus.com Beichte #00036126 vom 09.07.2015 um 10:48:35 Uhr in Vechelde (21 Kommentare).

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